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Sängerstreit: Diplom oder Ahnung ?
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Thema: Sängerstreit: Diplom oder Ahnung ? (Gelesen 1374 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
reini5555
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Sängerstreit: Diplom oder Ahnung ?
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am:
11. Dezember 2010, 20:51:08 »
Zitat von: Koppelfeld am 11. Dezember 2010, 18:57:30
Große Klappe, kriegen nix auf die Kette und wenn es 'mal beim Kunden brennt, verpissen sie
sich heulend und lassen Kollegen und Kunden im Stich.
Nur leider ist der Verdienst doch meist gut um zwei tausend höher, und das meist ohne Bezug zur Praxis. In einem großen Unternehmen mit Stammsitz der Schweiz, werden nur Dell Rechner eingesetzt, da war mal meine Frage wieso. Antwort war, da können wir immer die Hotline anrufen, wenn mal eine Kiste spinnt, na toll denkt man sich, und dafür streicht der sein 6000,-€ im Monat ein (wahrscheinlich dafür, das er die Hotlinenummer im Kopf hat).
Aber leider zählt bei Firmen immer noch mehr das nachgewiesene Studium, als Praxiserfahrung, das musste ich leider auch selbst in letzter Zeit schmerzlich feststellen, und wenn man solche Posten will, dann führt nichts am Studium herum.
Zitat
Bei den Touchscreen-Systemen vermisse ich doch schmerzlich die taktile Rückmeldung.
Im Laufe dieses Jahres bin ich in den fragwürdigen Genuß einer Chemotherapie
Na man kann einstellen, das es jeweils nach Tastendruck eine Rückmeldung gibt. Aber die mit Chemotherapie hört sich nicht gut an, hab zwar andere gesundheitliche Probleme, doch so was kann einen schon Belasten.
Zitat
ja, probleme habe ich hier mit xp und internet explorer auch
Mit den Firefox geht es Problemlos, den IE mag ich einfach nicht, der wurde in Unterschleisheim einfach zu hoch gelobt und seither habe ich eine Antipathie dagegen. Auf dem I Phone nehme ich den Opera, den hatte ich schon auf dem SE und geht einfach super.
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Letzte Änderung: 11. Dezember 2010, 20:54:46 von reini5555
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Wenn jeder nach meinem alten Benutzerbild frägt, ja die Mitze ist überfahren worden. Deshalb manchmal meine schlechte Laune.
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Re: Sängerstreit: Diplom oder Ahnung ?
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Antworten #1 am:
11. Dezember 2010, 23:46:59 »
In diesem Thread finde ich wenig, dem ich nicht widersprechen wollen würde. Aber da ich eher Informatiker bin, spare ich mir die Antworten. Dafür bin ich zu faul. Ich kassiere lieber das Geld.
Marco
P.S.: :-)
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Koppelfeld
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Re: Sängerstreit: Diplom oder Ahnung ?
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Antworten #2 am:
12. Dezember 2010, 00:13:15 »
Zitat von: reini5555 am 11. Dezember 2010, 20:51:08
Nur leider ist der Verdienst
... das hört sich aber zu sehr nach 'verdienen' an im Sinne von 'verdientem Entgelt für gute Arbeit.
Zitat
doch meist gut um zwei tausend höher, und das meist ohne Bezug zur Praxis. In einem großen Unternehmen mit Stammsitz der Schweiz, werden nur Dell Rechner eingesetzt, da war mal meine Frage wieso. Antwort war, da können wir immer die Hotline anrufen, wenn mal eine Kiste spinnt, na toll denkt man sich, und dafür streicht der sein 6000,-€ im Monat ein (wahrscheinlich dafür, das er die Hotlinenummer im Kopf hat).
Ich bin jetzt seit einem Jahr krank (gottseidank ab Februar wieder voll einsatzfähig) und habe daher gute 1.500,-- Einkommensverlust im Monat hinnehmen müssen. Das wirkt sich netto mit etwa der Hälfte aus, so weit sind wir mittlerweile gekommen. Wenn Du mehr verdienst, hält ja nicht nur das Finanzamt, sondern auch jeder andere Bedarfsträger die Hand auf. Es ist also weitgehend wurscht, wieviel man verdient oder bekommt. Deshalb strengt sich in Deutschland ja auch keiner mehr an.
Zitat
Aber leider zählt bei Firmen immer noch mehr das nachgewiesene Studium, als Praxiserfahrung, das musste ich leider auch selbst in letzter Zeit schmerzlich feststellen, und wenn man solche Posten will, dann führt nichts am Studium herum.
Die Frage ist doch: Will man solche Druckposten ? Vor zwei Jahren hatten wir so einen Diplom-Pimpf, und er sollte eine Alternative für unsere bestehenden Kassensysteme erarbeiten. Entblödete er sich nicht, vorab festzustellen, er sei "für diese Aufgabe überqualifiziert". Dann verzweifelte er schier vor der Aufgabe, ein Display, eine Kassenschublade, einen Scanner und einen Bondrucker zu koordinieren. Am Ende suchte er sich eine Kauflösung heraus, schappe 10.000 Euro pro Platz, auf "dot-net" Basis. Aber einen schönen Namen hatte er sich ausgedacht, es hieß nicht mehr Kasse, sondern "Billing System". Fürs Aussuchen hatte er drei Monate verplempert. Ich habe mir dann von einer Kassiererin erläutern lassen, wie die Kassen bei ihrem vorherigen Arbeitgeber funktioniert hatten: Da sei die Kassenschublade an den Bondrucker angeschlossen gewesen. Das hörte sich jetzt sehr merkwürdig an, aber: Es stimmte. Mit einer bestimmten Steuersequenz gibt der Drucker einen (hinsichtlich Pulsweite sogar einstellbaren) Impuls heraus (24V DC iirc), der die Kassenschublade elektromagnetisch öffnet. Wir nahmen also ein Standardterminal, schlossen jeweils als "Drucker" das Kundendisplay und den Bondrucker an, den Scanner wiederum als "Tastatur", schrieben auf dem Hostsystem einige wenige Programmzeilen, die die Metazeichen für "Bon abschneiden", "Schublade öffnen" etc. pp. passend umsetzte und hatten so an einem Freitagnachmittag ein einsatztaugliches Kassensystem. Ich möchte gar nicht wissen, was die Kassiererin im Monat bekommt und was der "Überqualifizierte".
Der "Trend" geht aber dahin, "je mehr Hirnwichse, desto besser", wenn Du also heute auch bei einer Einfachstanwendung nicht mindestens mit XML, VMWare und einem ausgewachsenen relationalen Datenbanksystem kommst, bist Du ein Ignorant. In der IBM-Welt beispielsweise wird gern ein Vermögen für Havaristen wie "Tivoli" ausgegeben, um eine Datensicherung zu realisieren, die - ein sinnvolles Betriebskonzept vorausgesetzt - auch von den beteilgten Betriebssystemen selbst übernommen werden könnte - nur zuverlässiger, effektiver und billiger. Das Einsparpotential wäre gewaltig, denn "Tivoli" kostet typischerweise nicht nur gehoben fünfstellig in der Anschaffung, sondern verschlingt auch noch jeden Monat Tausende an Lienzen. Hinzu kommen die Kosten für die Einrichtung (das kann kein normaler Mensch
mehr, dazu brauchtr man dann schon wieder Software wie den "Tivoli Application Dependency Discovery Manager", und nein, das ist kein Witz) und vor allen Dingen die Kosten für die internen Mitarbeiter, die diese Krebsgeschwulst hegen und pflegen. Wenn Du aber einem "CIO" erzählst, "Schmeiß' Dein Tivoli weg und am besten gleich noch das 'Lotus Notes' hinterher", dann gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder er schickt dich gleich 'raus, weil er dich für verrückt hält - oder er weiß das bereits, will sich allerdings vor unangenehmen Fragen des internen Controllings schützen oder aber er ist gut geschmiert.
Insofern: Jedes Unternehmen kriegt genau die Mitarbeiter, die es verdient - und die vielleicht 75.000 Euro Bruttogehalt plus Nebenkosten sind noch lächerlich im Vergleich dazu, was so eine Flitzpiepe durch Fehlkäufe und Fehlentscheidungen an Schaden anrichtet.
Das klappt mit Sicherheit auch ganz hervorragend mit Telephonanlagen aller Art.
Zitat
Na man kann einstellen, das es jeweils nach Tastendruck eine Rückmeldung gibt. Aber die mit Chemotherapie hört sich nicht gut an, hab zwar andere gesundheitliche Probleme, doch so was kann einen schon Belasten.
Oh nein, das e-n-t lastet ungemein, habe nochmal richtig Glück gehabt, sprich: Früh erkannt, radikal entfernt, und dieses Chemo-Zeugs verhindert recht effektiv irgendwelche Neubildungen. Insofern gilt speziell hier, "was uns nicht umbringt, macht uns härter".
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Letzte Änderung: 12. Dezember 2010, 22:56:36 von telthies
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reini5555
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Re: Sängerstreit: Diplom oder Ahnung ?
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Antworten #3 am:
12. Dezember 2010, 08:51:53 »
Zitat von: mmg am 11. Dezember 2010, 23:46:59
In diesem Thread finde ich wenig, dem ich nicht widersprechen wollen würde. Aber da ich eher Informatiker bin, spare ich mir die Antworten. Dafür bin ich zu faul.
Wäre doch schön wenn Du deine Meinung dazu erwähnst, es gibt viele Informatiker, z.B. Fachinformatiker Systemintegration der ist auch Praxisnah, zieht sogar selbst seine Strippen usw.. Jedoch den wo wir hier ansprechen ist der wo seine 3,5 Jahre an der Uni herumgebracht hat, sein Uni Diplom hängt dann als vergrößertes Poster in seinem Büro, dazu dann jede Art von Lehrgangsbescheinigung, von Cisco, HP, citrix usw., aber mit viel Glück ein uraltes MSCE (nach eine Auffrischung hat er ja nicht nötig).
Zitat von: Koppelfeld am 12. Dezember 2010, 00:13:15
... das hört sich aber zu sehr nach 'verdienen' an im Sinne von 'verdientem Entgelt für gute Arbeit.
Wenn das im Bürostuhl sitzen, und wegen jedem Problem das Telefonieren mit dem Support, das einfügen eines bunten Buttons im wawi, welcher sinnlos ist, dem Chef als Leistung verkauft wird. Und für die Umsetzung dieses Macros drei volle Monate gebraucht werden, so frage ich mich schon.
Zitat von: Koppelfeld am 12. Dezember 2010, 00:13:15
Wenn Du mehr verdienst, [...] Deshalb strengt sich inDeutschland ja auch keiner mehr an.
Ja das ist ein Problem bei uns in DE, die Steuertabellen sind immer noch aus den 80er Jahren und wurde nie angepasst. Nur das damals einer der 100tsd DM verdiente, und damit in den Spitzensteuer reingekommen ist, auch wirklich gut verdiente, der Sprit kosteste damals 1,10 DM, der Strom war die Kw/h bei 14 Pfennig.
Aber es kann nur noch schlimmer kommen, wenn wirklich mal die dunkelroten mit das Sagen haben, dann wird der Spitzensteuersatz noch mal erhöht, und wir werden dann noch mehr zahlen, aber dafür bekommt dann der HartIV ler auch genauso viel wie wir ( eigentlich wird es einem Schlecht, wenn man überlegt, wie wenig wir mit 4 tsd Brutto im Monat, von dem Einkommen einer Harzt IV Familie entfernt sind, die habens fast besser wie wir, und müssen nicht arbeiten.
Zitat von: Koppelfeld am 12. Dezember 2010, 00:13:15
Die Frage ist doch: Will man solche Druckposten ?
Wenn man im jetzigen Job, den man eingentlich liebt, gesundheitliche Probleme hat, so das man täglich nur noch mit der Höchstdosierung Novalgin, seine Arbeit machen kann. Dann überlegt man schon, was ich noch die nächsten zwanzig Jahre mache, zudem sind Behinderte in vielen Firmen nicht gerne gesehen (auch wenn der Arbeitsunfall in der Firma passierte).
Ja deshalb muss man es auch ein wenig ruhiger im Arbeitsleben angehen lassen, denn mit jeder Leiter die ich hinaufsteige, geht mein Fuss einen Schritt näher dem aus zu (und ich fühle mich noch zu jung, das ich endgültig einen versteiften Fuss habe).
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Letzte Änderung: 12. Dezember 2010, 23:00:35 von telthies
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Koppelfeld
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Re: Sängerstreit: Diplom oder Ahnung ?
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Antworten #4 am:
12. Dezember 2010, 13:00:59 »
Zitat von: reini5555 am 12. Dezember 2010, 08:51:53
Aber es kann nur noch schlimmer kommen, wenn wirklich mal die dunkelroten mit das Sagen haben, dann wird der Spitzensteuersatz noch mal erhöht, und wir werden dann noch mehr zahlen, aber dafür bekommt dann der HartIV ler auch genauso viel wie wir ( eigentlich wird es einem Schlecht, wenn man überlegt, wie wenig wir mit 4 tsd Brutto im Monat, von dem Einkommen einer Harzt IV Familie entfernt sind, die habens fast besser wie wir, und müssen nicht arbeiten.
Was heißt hier, die haben es besser ? Mehr Geld haben sie schon, denn die meisten Sozialromantiker vergessen über dem sehr geringen Hartz-Regelsatz zum einen die enormen Zahlungen der Solidargemeinschaft für Krankenversicherungen, Miete, Heizung etc. und zum anderen aber die diversen Nebenneinnahmen, die ein anständiger Hartzer noch so erzielt durch Schwarzarbeit, Zigaretten-Direktimport, Kupferklauen etc.. Mein Vetter beispielsweise betreibt alle drei „Nebengeschäfte“, wobei man fairerweise sagen muß, daß er wenigstens betriebsbereite Anlagen verschont. Fragt sich nur, ob er es, trotz eines „Nettoeinkommens“ jenseits der 4.000 Euro, wirklich „besser hat“.
Also, ich hätte gar nix gegen Sozialschmarotzer, wenn sie denn glücklich wären und vor allen Dingen andere Menschen in Ruhe ließen. Das tun die aber nicht, denn je mehr Zucker Du ihnen in den Arsch bläst, desto gieriger werden sie – ganz einfach, weil sie den Wert eines Gegenstandes, den sie sich *selber* erarbeitet haben, gar nicht zu schätzen wissen. Beschaffungskriminalität ist die eine traurige Folge, Gewaltbereitschaft infolge psychischer Probleme die andere. In meiner Verwandschaft hatte ich einen ehemaligen Leiter der Staatsanwaltschaft Essen, der erzählte mir über unser „Drei-Klassen-Recht“: Die ganz Reichen haben genug Kohle für Spitzenanwälte und fressen sich notfalls verhandlungsunfähig, siehe z.B. Ivan Herstatt. Den arbeitenden Normalbürgern kann man leicht an den Kragen, die haben i.d.R. Familie und sind leicht erpreßbar, beispielsweise durch Führerscheinentzug, Lohnpfändung etc. - und werden in der Folge geschröpft bis zum Abwinken. Die Asozialen haben nix, womit man sie nötigen könnte, „Freedom's just another Word for nothing left to lose“, ganz im Gegenteil, wenn man die, weil sie keine Geldstrafe zahlen können, einbuchtet, dann kostet das ein Schweinemoos und außerdem muß man sich dann um den in aller Regel zahlreichen Nachwuchs kümmern. Deswegen, ich zitiere immer noch sinngemäß einen Leitenden Staatsanwalt, besteht eine Anweisung, Asis tunlichst nicht zu verknacken und gemäß §153a laufenzulassen, typischerweise gegen die Zahlung von 20 Ocken an die Heilsarmee – weil, so die juristische Logik, die „Strafverfolgung nicht im öffentlichen Interesse“ ist.
Auf der anderen Seite: Wenn Du speziell junge Leute in den Knast steckst, dann werden sie dort nur noch besser zum Kriminellen ausgebildet.
Eine Lösung für das Problem „Sozialschmarotzer“ gibt es nicht, mit der Folge, daß Du und ich auch in Zukunft zahlen, zahlen und nochmal zahlen dürfen.
Auf der anderen Seite muß ich sagen: Ich habe keinen Grund, mich zu beschweren. Wir haben eine chice Wohnung, ich habe einen interessanten Job, ich kann mit den modernsten Werkzeugen und Anlagen arbeiten und könnte mir vor allen Dingen überhaupt kein Leben als Harzer verstellen, das Jahr Krankheit war ja ein übler Vorgeschmack, wie elend sich „Müßiggang pur“ anfühlt.
Zitat
Wenn man im jetzigen Job, den man eingentlich liebt, gesundheitliche Probleme hat, so das man täglich nur noch mit der Höchstdosierung Novalgin, seine Arbeit machen kann. Dann überlegt man schon, was ich noch die nächsten zwanzig Jahre mache, zudem sind Behinderte in vielen Firmen nicht gerne gesehen (auch wenn der Arbeitsunfall in der Firma passierte).
Ja deshalb muss man es auch ein wenig ruhiger im Arbeitsleben angehen lassen, denn mit jeder Leiter die ich hinaufsteige, geht mein Fuss einen Schritt näher dem aus zu (und ich fühle mich noch zu jung, das ich endgültig einen versteiften Fuss habe).
Uff, das ist jetzt wirklich übel, aber durchaus auch eine Chance. Ich sehe da bei mir eine ähnliche Entwicklung, habe ja auch einen kräftigen Schuß vor den Bug bekommen. So wie bisher kann ich auch nicht weitermachen, und eine Krise hat ja auch etwas Gutes: Man darf dann nur nicht, wie beispielsweise Kohl oder Merkel, das Ganze aussitzen, bis die Karre endgültig an die Wand gefahren ist, sondern muß das Steuer herumreißen.
In meinem Falle werden wir wohl einen jungen Mitarbeiter oder, von mir bevorzugt, eine Mitarbeiter*in* einstellen. Derjenige soll so aufgebaut wer-
den, daß er oder sie das Gros meiner Außendiensttermine wahrnehmen kann. Ich selbst möchte langfristig nur noch projektberatend und -begleitend tätig sein – man muß auch 'mal loslassen können.
Wir suchen auch schon händeringend, aber ich finde keinen. Andererseits muß das nicht von heute auf morgen eingestielt werden. Nur eines weiß ich gewiß: Ein Informatiker wird es nicht.
Das könnte doch auch für Dich und deine Firma eine Option sein: Zum Vertriebler taugst Du nicht, aber mit Sicherheit bist Du ein Spitzenmann, wenn es darum geht, ein Projekt „wasserdicht“ zu machen und im Falle von branchenüblich vorhersehbar unvorhergesehenen Problemen korrigierend einzugreifen.
U.U. Liegt Dein spezielles Problem woanders:
1. Du läßt ungern andere Wahrheiten zu als Deine eigenen
2. Recht haben und dies anderen zu vermitteln ist nicht Deine Stärke. Man kann jemandem die Wahrheit wie einen Morgenmantel anreichen, so daß er bequem hineinschlüpfen kann - oder aber seinem Gegenüber die Wahrheit wie ein nasses Handtuch ins Gesicht schlagen.
Ich will mir da über Dich keine abschließende Meinung bilden, aber meine Chefin sagt zu mir und über mich, daß ich „schlimmer als der schlimmste Taliban“ sei, und da ist sicherlich etwas dran.
Wenn Du Deiner Geschäftsführung da signalisieren würdest, daß Du deinen
Horizont etwas erweiterst und ein bißchen „sozialverträglicher“ wirst, sollte das doch für alle ein prima Deal sein: Du arbeitest tageweise von zuhause aus, eigentlich kein Problem heutzutage, begleitest junge Mitarbeiter im Projektgeschäft und spielst „Feuerwehr“. Damit multiplizierst Du deine Erfahrung und auch die Firma profitiert.
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Re: Sängerstreit: Diplom oder Ahnung ?
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Antworten #5 am:
12. Dezember 2010, 21:21:26 »
Zitat von: Koppelfeld am 12. Dezember 2010, 13:00:59
Was heißt hier, die haben es besser ? Mehr Geld haben sie schon, denn die meisten Sozialromantiker vergessen über dem sehr geringen Hartz-Regelsatz zum einen die enormen Zahlungen der Solidargemeinschaft für Krankenversicherungen, Miete, Heizung etc. und zum anderen aber die diversen Nebenneinnahmen, die ein anständiger Hartzer noch so erzielt durch Schwarzarbeit, Zigaretten-Direktimport, Kupferklauen etc.. Mein Vetter beispielsweise betreibt alle drei „Nebengeschäfte“, wobei man fairerweise sagen muß, daß er wenigstens betriebsbereite Anlagen verschont. Fragt sich nur, ob er es, trotz eines „Nettoeinkommens“ jenseits der 4.000 Euro, wirklich „besser hat“.
Ey, die Definition ist cool. Na ich lass mal die Nebengeschäfte weg, aber denke mal was die so an Zusatzleistungen ausser Miete und Heizung noch so vom Staat kassieren ist einfach heftig viel. Ich zahle für meinen Sohn 250€ für die Kinderkrippe, damit meine Frau wieder halbtags arbeiten gehen kann. Und dann denkt man, das sich eine Hartz IV Familie das nicht antun muss, denn die sind ja eh zuhause, aber denkste, die bringen ihre Kleinen gleich den ganzen Tag und bezahlen tut es der Staat.
Eine gute Freundin von uns, arbeitet beim Arbeitsamt, und wurde mal eine Zeit in die Arge versetzt, ein Graus was die alles geltend machen können, und wehe man lehnt mal den 48" Fernseher ab, dann kommt gleich ein böses Schreiben von deren Rechtsanwalt (der wird dann auch auf Staatkosten bezahlt, nennt sich Prozesskostenhilfe).
Zitat von: Koppelfeld am 12. Dezember 2010, 13:00:59
Auf der anderen Seite muß ich sagen: Ich habe keinen Grund, mich zu beschweren. Wir haben eine chice Wohnung, ich habe einen interessanten Job, ich kann mit den modernsten Werkzeugen und Anlagen arbeiten und könnte mir vor allen Dingen überhaupt kein Leben als Harzer verstellen, das Jahr Krankheit war ja ein übler Vorgeschmack, wie elend sich „Müßiggang pur“ anfühlt.
Na ich wollte auch nicht mit denen tauschen, Nichtstun ist einfach langweilig. Aber auf der einen Seite, so mal für eine Zeit ausspannen und mit der Familie verbringen hätte auch was an sich, gerade wenn ich überlege, das ich jetzt noch 48 Tage Resturlaub habe.
Zitat von: Koppelfeld am 12. Dezember 2010, 13:00:59
Wenn Du Deiner Geschäftsführung da signalisieren würdest, daß Du deinen
Horizont etwas erweiterst und ein bißchen „sozialverträglicher“ wirst, sollte das doch für alle ein prima Deal sein: Du arbeitest tageweise von zuhause aus, eigentlich kein Problem heutzutage, begleitest junge Mitarbeiter im Projektgeschäft und spielst „Feuerwehr“. Damit multiplizierst Du deine Erfahrung und auch die Firma profitiert.
Na wir kennen uns nicht persönlich, doch glaube mir, ich kann sehr sozialverträglich sein, oft mehr als mein Chefe es wünscht.
Aber ich habe mit meinem Arbeitsgeber schon seit längerem Gedanklich abgschlossen, Mittwoch in einer Woche haben wir dann unsere Weihnachtsfeier, da werden dann wieder die Umsatzzahlen der einzelnen Abteilungen genannt, immer die TK als erstes, denn mit knapp 7 Mio sind wir halt die schwächste Abteilung (aber das mit gerade mal 6 Mitarbeitern, doch das wird verchwiegen), dann kommt die Sicherheitstechnik mit schätzungsweise 20 Mio (aber da sind es schon mal 25 Leute) und seine hochgelobte Elektroabteilung wird wieder die 50ziger Marker überschreiten (allerdings mit 140 Mitarbeiter plus unzählige Leiharbeiter. So und wenn ich dann wieder beim Chef vorstellig werde, da ich nur einem Mann mehr will, heißt es nö, ihr macht zu wenig Umsatz.
Jedoch sehe ich die Feier dieses Jahr gelassen, es wird die letzte sein, dann noch im Januar meinen Boni fürs lezte Jahr mitnehmen und dann schauen wir weiter. Denn die heutigen Geschäftsführer sehen dich nur als Kostenfaktor, und jederzeit als ersetzbar.
Ich lag eine Woche im KH und am Taq als die nächste OP fällig war, rief mich mein Chef an, und wollte nicht wissen, wie es mir geht, nein ihn interessierte es nur, wann ich wieder arbeiten kommen. Dann während ich mit Krücken herumstiefelte, jammerte er am Telefon nur, welch ach so großes Chaos herrsche, und ob ich nicht nebenbei mal vorbeikommen kann, es sei ja schliesslich meine Abteilung (ich ließ mich damals sogar vor Blödheit abholen, und verbrachte während der Zeit unendgeldlich zwei bis drei Tage in der Woche im Büro). Nie kam die Frage, wie geht es deinem Fuss, nur immer die Frage, weshalb dauert das so lange.
Also ging ich vorzeitig, gegen den Rat meiner Ärzte wieder zum arbeiten, und war nach zwei Monaten wieder AU, ich brauchte zum gehen Krücken. Doch auch während der drei Wochen, kein Tag ohne Jammeranruf.
Jetzt der Abschuss was ein Arbeitgeber machen kann, da ich inzwischen noch eine Rente von der BG erhalte, und meine Ärzte mich aufmerksam gemacht haben, das mir ein Behindertenausweis (vermutlich mit dem blauen Parkausweis) zusteht, brauchte ich mal einen Tag Urlaub, damit ich beim Versorgungsamt persönlich vorstellig sein konnte. Na der Urlaub wurde abgelehnt, statt dessen bekam er einen roten Kopf, wie eine Tomate und wollte mir weismachen, das ein Behindertenausweis doch nur Quatsch ist, und mir nichts bringe, im Gegenteil er drohte schon indirekt, das er keine Behinderten brauchen könne. Es ist jetzt mit Verzögerung doch am laufen.
Alles in allen hab ich mit der Firma abgeschlossen, freue mich noch auf mein Weihnachtsgeld, und leiste mir eine Custom OA15, damit habe ich und meine Frau einen großen Spass die nächsten Jahre. Und der nächste Termin mit meinem Rehaberater der BG ist auch für Anfang Januar, der war es übrigens, welcher mich in der Informatik sehen wollte, aber es gibt auch andere Alternativen.
Man muss nur positiv allem neuen gegenüber stehen, doch werde ich keine drei Jahre auf der Uni verbringen und dann als 50 jähriger in meiner verhassten Berufsgruppe anfangen.
PS: Auch ich war früher kein Fan vom I Phone, aber der SIP Client ist echt super, habe heute Nachmittag damit herumgespielt.
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telthies
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Re: Sängerstreit: Diplom oder Ahnung ?
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Antworten #6 am:
12. Dezember 2010, 23:05:09 »
ich habe mir erlaubt, den sängerstreit als eigenständiges thema abzutrennen - um´s eifohn ging´s darin ja schon lange nicht mehr. dabei habe ich gleich ein paar formatierungsfehler behoben und bei reinhold ein bißchen zitate gekürzt: meine bitte, full quote zu vermeiden, gilt durchaus auch für "verteiltes" full quote.
auf reinholds hinweis (im nachstehenden beitrag) habe ich das thema noch´mal umformuliert. jetzt ist es aber a) schön genug und b) eigentlich im wesentlichen alles schon´mal gesagt, oder ?
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Letzte Änderung: 13. Dezember 2010, 16:09:42 von telthies
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Re: Sängerstreit: Diplom oder Ahnung ?
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Antworten #7 am:
13. Dezember 2010, 06:27:52 »
Zitat
Sängerstreit: TK oder IT - wo wird anständig geschafft ?
So ganz passt der Titlel nicht, denn es geht ja nicht um das Grundsätzliche. Es geht da mal so eher in die Richtung, Hochschulstudium mit Diplom oder Praxiserfahrung.
Denn da ganze ließe sich auch auf andere Sparten umsetzen, oder besser gesagt, da gibt es die gleichen Knackpunkte, wie z.B. Kaufmann oder BWL Abschluss.
Im der heutigen Zeit, ist das Zusammenarbeiten zwischen TK und IT sehr eng miteinander verknüpft.
Doch im wesentlichen fängt es damit an, wenn einer mit Studium ohne Praxiserfahrung, dann mit entscheidend in Geschäftsleben eingreift, mal so ein Beispiel, da ein guter Bekannter in einem internationalen Konzern arbeitet: Neuer Leiter der EDV wird ein Dipl Informatiker, welcher gleich mal nach Antritt seiner Arbeitsstelle ans Umstruckturieren ging. Er kam mit Kosten (Lizenzen) sparen ist in, also schaffen wir gleich das MS Zeugs ab. Da die Geschäftsleitung noch ein wenig Misstrauen hatte, durfte er sich in der Niederlassung meines Freundes austoben. In einer Nacht und Nebelaktion, wurden alle Rechner und Server auf Linux umgestellt, und dann laienhaft das SAP versucht einzubinden (dafür hat die gesamte IT von Heiligabend bis zum 28 Dezember, damals durchgearbeitet). Es ging mit Schwierigkeiten, aber dann war auf einmal klar, die NCs für die Maschinen benötigen Simatic Step 7, aber da war der Dipl auch gleich Redegewandt, dieses Manko herunter zu spielen.
Der Administrative Aufwand, der EDV war in den folgenden Monaten ernorm, User kamen nicht mit der neuen Umgebung zurecht, SAP wollte nur zögerlich arbeiten. Da die Firma ja auch viel mit Autoherstellern zusammenarbeitet, waren Ecxel Tabellen mit Macros Standart beim Datenaustausch. Nur hatten jetzt die Kaufleute plötzlich das Problem, das die nicht richtig funktionierten, und es gab richtig Ärger nach einem falsch ausgeführten Auftrag (na GM läßt da nicht mit sich Spaßen). Ein paar Monate kam wieder eine neue Linux Version, und der große Dipl, wusste sofort, das ist die Lösung. Ostern war für meinen Freund damit gestorben, es wurde alles upgedatet.
Danach kam der Super Gau, SAP wollte plötzlich nicht mehr laufen, und zur Folge war 500 Arbeiter in der Produktion durften eine Woche Zwangsurlaub nehmen, da nichts mehr ging.
Aber auch dafür hatte der gute dipl Informatiker gleich die passende Antwort, als er dafür gleich zur obersten Konzernspitze antretten dürfte, Schuld war die Hardwarekonstellation, und unvorhersehbare Änderungen von Ver 9 auf 10 bei Linux. Also wurden in einen Aufwasch gleich mal alle Rechner ausgetauscht, gegen welche von Dell, aber mit dem damals aktuellen XP. Und dann lief auch das SAP und alles wieder, und diesen Fehler können solche Leute schon als Erfolg umsetzen, wäre er nicht gewesen, hätten die doch tatsächlich noch mit Win 2000 und ihren alten Kisten gearbeitet. Heute dürfen die Leute aus der EDV nur noch die Dell Rechner einsetzen, denn damit kann man hervorragend Support bekommen.
Es liegt nicht an den kleinen Mitarbeitern der EDV, mein Freund musste unzählige Überstunden machen, nur damit die Fehler, vor denen der Dipl gewarnt worden ist, wieder in reine kamen.
Man kann eher sagen, es liegt an dem Punkt, Praktiker (der never Change a running System im Kopf hatte) gegen Hochschluldiplom (ich bin da, ohne mich geht nichts, kann ich doch alles schön redegewandt darlegen).
Aber so geht es leider überall in der Wirtschaft so zu, siehe unsere sog. Topmanager, fahren was an die Wand, und wissen gleich was Schuld war und wenn die Untragbar sind, dann gibt es eine Abfindung und gleich in einem anderen Unternehmen einen lukrativen Job.
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Re: Sängerstreit: Diplom oder Ahnung ?
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Antworten #8 am:
13. Dezember 2010, 20:02:04 »
Zitat von: reini5555 am 13. Dezember 2010, 06:27:52
Doch im wesentlichen fängt es damit an, wenn einer mit Studium ohne Praxiserfahrung, dann mit entscheidend in Geschäftsleben eingreift, mal so ein Beispiel, da ein guter Bekannter in einem internationalen Konzern arbeitet: Neuer Leiter der EDV wird ein Dipl Informatiker, welcher gleich mal nach Antritt seiner Arbeitsstelle ans Umstruckturieren ging. Er kam mit Kosten (Lizenzen) sparen ist in, also schaffen wir gleich das MS Zeugs ab.
Dann ist die Geschäftsleitung blöd und gehört bestraft, denn dei MS-Lizenzen sind ja schon da und
obendrein noch bezahlt - was will man denn da "sparen" ??
Vor dem Hintergrund des offensichtlichen Versagens eines ambitioniert-diplomierten Linux-Spinners
übersieht man leicht die
tatsächlichen
Probleme in der Firma, als da wären:
1.
Wenn irgendwelche Turboexcelwichser irgendwelche Zahlen aus der Unternehmens-DV mit irgend-
welchen "Excel-Macros" zu irgendeiner dummen Scheiße verquirlen, so ist das ein sicheres Indiz
dafür, daß mit zentralen Datenverarbeitung nicht stimmt, denn es ist ja gerade deren Aufgabe, die
benötigten Zahlen sauber aufzubereiten.
Habe mir vor zwei Jahren beinahe vor Lachen in die Buxe gepißt, "Chef programmiert selbst in
ACCESS" - und in der Folge werden 250 Tonnen Papier zuviel angeliefert. Gut, das ist jetzt für
eine Tapetenfabrik gar nicht 'mal so viel, aber es doch sehr schön aus auf dem Hof.
2.
SAP läßt man, wenn man es schon hat, auf einem richtigen Computer laufen - bevorzugt auf einer
z- oder iSeries. Da wirkt die Überlegung, "mach' ich das unter Windows oder unter Linux" wie eine
Auswahl zwischen Pest und Cholera.
3
Man läßt auch ganz bestimmt keine Windows-Komponenten an seine SPS-Systeme, einfach weil
es nicht verantwortbar ist. Wer das ernsthaft in Frage stellen möchte, sollte 'mal nach 'Stuxnet'
googlen. Und ohne Not nimmt man ganz bestimmt nicht SIEMENS, da war schon das Program-
miergerät für die S5 (in Wirklichkeit ein verkappter DOS-PC für schlappe 12.000 Mark), ein
dilettantischst zusammengestümperter Haufen Sondermüll, absolut unbrauchbar und überdies
richtig
gefährlich, ich sage nur "Symbolik-Editor".
Insofern ist der - garantiert absolut treffend beschriebene, ich kenne da auch ein paar von der
Sorte - Linux-Sprallo eigentlich nur die Spitze des Eisberges: Das wahre Gefahrenpotential, daß
sich die Unternehmen für viel Geld ins Haus geholt haben, macht vier Fünftel aus und ist unter einer
undurchsichtigen GUI-Brühe verborgen - nur darauf wartend, daß man immer wieder schmerzlich
damit kollidiert.
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Letzte Änderung: 13. Dezember 2010, 20:06:00 von Koppelfeld
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mmg
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Re: Sängerstreit: Diplom oder Ahnung ?
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Antworten #9 am:
13. Dezember 2010, 22:18:20 »
oh mann. oh mann. oh mann.
beim lesen der letzten beiden beiträge konnte ich nur lesen, wogegen ihr so alles seid. aber wofür seid ihr denn? wie geht ihr denn damit um, wenn das unternehmen neue anforderungen hat, die umgesetzt werden müssen? wie bringt ihr ein unternehmen voran? alles so lassen ist keine lösung, sonst würden wir heute noch mit kutschen durch die gegend fahren. wenn überhaupt.
und nur weil ein kumpel mal über irgendeinen informatiker hergezogen hat (vielleicht auch nur, weil der mehr verdient, oder weil der kumpel sonstwelche persönlichen probleme hat) sind jetzt alle informatiker, alle betriebssysteme, alle hardwarehersteller und auch sonst alles doof. ja, nee, is klar.
oder sollen wir euch einfach alleine lassen? ;-)
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Re: Sängerstreit: Diplom oder Ahnung ?
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Antworten #10 am:
14. Dezember 2010, 02:05:15 »
Zitat von: mmg am 13. Dezember 2010, 22:18:20
wie geht ihr denn damit um, wenn das unternehmen neue anforderungen hat, die umgesetzt werden müssen?
Indem zunächst einmal geprüft wird, ob es ich um tatsächliche Anforderungen handelt
oder ob wieder einmal ein Trend in der Luft liegt. Was glaubst Du, wie oft "Fachabteilun-
gen" bei z.B. bei Automobilzulieferen mit der "Lieferantenkeule" kommen: "BMW hat
gesagt, wenn wir XYZ nicht einführen, dann sind wir weg vom Fenster". Dann ruft man
bei BMW an und erfährt, wenig überraschend, daß man XYZ selbst noch nicht eingeführt habe
und es auch keinem empfehlen könne.
Eine Fachabteilung, die seriös arbeitet, fordert nicht Produkt XYZ, sondern formuliert ihr
Problem neutral. Die IT findet dann idealerweise eine Lösung dafür.
Zitat
wie bringt ihr ein unternehmen voran? alles so lassen ist keine lösung, sonst würden wir
heute noch mit kutschen durch die gegend fahren. wenn überhaupt.
Das ist ein gutes Beispiel: Die SUV-Kutschen, die heutzutage durch die Gegend fahren,
sind ähnlich praktisch und sinnvoll wie die im Mittelalter.
Es kommt auch nicht darauf an, daß man ein Unternehmen voranbringt, u.U. also
weiter an den Rand des Abgrundes, sondern daß man ihm nützt. Um das zu erreichen,
bringen wir unsere Kunden nicht voran, sondern zurück.
Ein möglicher Ansatz dabei ist z.B. die Zentralisierierung der Datenverarbeitung auf einen
einzelnen Server. Das brauchst Du auf einmal kein SAN mehr, keine Fabric, keinen SVC,
keine Datensicherungssoftware, keine VMWare und hast-du-nicht-gesehen. Die einzelne
Kiste kann man nicht nur ausgezeichnet sichern, und zwar so, daß die vielbeschworene
'bare metal recovery' auch von der Putzfrau erledigt werden kann, sondern man kann
sie auch ganz einfach spiegeln – falls die doch 'mal ausfällt. Der Mitarbeiter, egal wo er
sitzt – mein Kollege nimmt gerade für einen deutschen Kunden eine Niederlassung in
Taicang in Betrieb - bekommt ein zigarettenschachtelgroßes Terminal hingestellt und
das war's dann.
Weil wir ein simples und effektives Betriebskonzept umsetzen, sparen unsere Kunden
enorm an eigenem Personal: Du brauchst auf einmal keinen AD-Guru mehr, weil Du
kein AD mehr hast. Du brauchst auch keine Schlangenöl mehr in Form von „Sicherheits-
software“.
Zitat
und nur weil ein kumpel mal über irgendeinen informatiker hergezogen hat (vielleicht auch
nur, weil der mehr verdient, oder weil der kumpel sonstwelche persönlichen probleme hat)
Also, die Schilderung von „reini“ war doch sehr, sehr lebensecht, sowas kann man sich
gar nicht selber ausdenken.
Zitat
sind jetzt alle informatiker, alle betriebssysteme, alle hardwarehersteller und auch sonst
alles doof.
Also bisher wurden „Windows“ und „Linux“ kritisiert, und das ist nicht die Menge aller
Betriebssysteme. Als Hardwarehersteller wurde bislang nur „Dell“ genannt, und das ist
kein Hardwarehersteller.
Zitat
ja, nee, is klar.
Nicht wahr ? War doch gar nicht so schwer.
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reini5555
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Re: Sängerstreit: Diplom oder Ahnung ?
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Antworten #11 am:
14. Dezember 2010, 07:06:03 »
Zitat von: mmg am 13. Dezember 2010, 22:18:20
wie geht ihr denn damit um, wenn das unternehmen neue anforderungen hat, die umgesetzt werden müssen?
Es macht doch einen Unterschied, ob neue Anforderungen in einer Firma anstehen, oder ob es sich nur um eine neue Leitung der EDV handelt. Im Falle einer Neustruktirierung, muss klar was verändert werden, aber nicht nach der Learning by doing Methode, da sollte vorher schon mal Überlegt werden.
Der geschilderte Fall war schlicht und ergreifend, neuer Posten Leiter EDV Bayern.
Zitat von: mmg am 13. Dezember 2010, 22:18:20
und nur weil ein kumpel mal über irgendeinen informatiker hergezogen hat (vielleicht auch nur, weil der mehr verdient, oder weil der kumpel sonstwelche persönlichen probleme hat) sind jetzt alle informatiker, alle betriebssysteme, alle hardwarehersteller und auch sonst alles doof. ja, nee, is klar.
Das hat nichts mit Kumpel oder so zu tun, sorry das sind zwei paar Schuhe, denn wenn einer Z 10 bei der BW macht, während der Zeit Studiert, und dazu noch seine ach so Diplome erwirbt, dann sich im zivilen Leben damit einen Posten in einem funktionierenden Unternehmen findet, doch gleich statt sich mit einem Bundesland als Leiter der EDV damit zufrieden zu geben, man will ja Konzernweit aufsteigen. Deshalb hatte der gute Mann eine Profilneurose umgeben von einer Profilierungssucht, er sah schon den Tellerrand nicht mehr.
Nun die Sache hat sich 2004 real zugetragen, und das Unternehmen hat auch diese EDV Umstellerei, schön in Mitarbeiterinfo (ja bei Firmen welche pro Niederlassung über 1000 MAs haben, gibt es das noch in Hochglanz von der Druckerei) dann zu Papier gebracht.
Allerdings nicht mit der Beschreibung Fehlschlag, sondern EDV Erneuerung und was es für unverhergesehene Probleme gab.
Im übrigen sollte man auch aktzeptieren, das ein Mitfünfziger, der vielleicht nicht ein Studium hat, aber seit Jahrzehnten in der Branche arbeitet, und der seine Freihzeit geopfert hat, so das er alle notwendigen Schulungen bei dem wichtigsten Softwarehersteller (SAP) abgeschlossen hat, auch ein wenig mehr Ahnung hat, als ein 30 jähriger mit Studium, allerdings nur Erfahrung mit Sandkastenspielen.
Für mich ist das kein Bahsing von Informatikern, nein nur ein Vergleich, was ist Praxiserfahrung und was ist aus dem Sandkastenspiel umsetzbar. Es muss ja nicht nur hier Informatiker gehen (wobei 90% derer die sich so nennen kein Diplom erworben haben, sondern einen normalen Beruf z.B Fachinformatiker und die kann man hier nicht in einen Topf werfen).
Solche Schreibtischtäter gibt es leider überall, meine Frau hatte in einer Elektrofachmarktkette (nicht die roten, es gibt noch andere Farben) ihre Ausbildung gemacht, da waren regional verschiedene Besitzer (auch wenn die damals schon nach aussen gemeinsam auftraten), und ihr Verdienst setzte sich aus Grundgehalt und Provisionen zusammen, so kam sie als Verkäuferin schon damals auf ihre 70 bis 80 tsd DM Jahresgehalt. Eines Tages wurde die Kette von einem großem Konzern aufgekauft, und das erste was so ein Attentäter am Schreibtisch änderte war, sie zahlten nur noch Tarifgehalt (meine Frau verlies damals klar die Firma, da hätte sie ja plötzlich nur noch ein Drittel verdient). Nun das war 1995, heute hat sich die Kette aus unserer Stadt zurückgezogen, denn es hätte sich Umsatztechnisch nicht rentiert. Weshalb wohl, vorher waren motivierte Mitarbeiter zu finden, welche nicht beim Anblick eines Kunden sich gleich zurückgezogen hatten, nur die Leute sind abgewandert, ich habe noch 5 Jahre lang dort meine Bilder zum Entwickeln gegeben, doch wehe ich schaute mir in der Vitrine ein neues Objektiv an, schon sah man die Verkäuferin weglaufen.
Es wurde auf den ersten Blick hin, Personalkosten gespart, doch als Kunde konnte man den Laden vergessen, da war mir der kleine Händler an der Ecker lieber.
Alles reale Beispiele, das jetzt mir seit ein paar Tagen bekannt gewordene, ist aus unserer Branche, ein größerer Errichter ist jetzt insolvent (Namen schreibe ich jetzt nicht öffentlicht, aber Insidern sagt er was), und wenn man mit den Aussendienstlern der verschiedenen Hersteller redet, so meinen die nur, es läge wohl an der Geschäftsführung, welche vor ein paar Jahren neu ist. Jetzt hat erst mal der Insolvenzverwalter die Firmenleitung, mir tun die Mitarbeiter leidm besonders die wo erst kürzlich dort hin gewechselt haben.
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"Computer der Zukunft werden nicht mehr als 1,5 Tonnen wiegen."
(Die Zeitschrift 'Populäre Mechanik', 1949)
Wenn jeder nach meinem alten Benutzerbild frägt, ja die Mitze ist überfahren worden. Deshalb manchmal meine schlechte Laune.
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