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Wer intressiert sich für die Bundestagswahl im Herbst
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Thema: Wer intressiert sich für die Bundestagswahl im Herbst (Gelesen 2192 mal)
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reini5555
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Wer intressiert sich für die Bundestagswahl im Herbst
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am:
09. Juli 2009, 21:05:22 »
Meinereiner hat normalerweise seit einigen Jahren von Politik &co kein bisschen groß Intresse (ist schlecht für den Blutdruck). Doch eine Freundin meiner Frau hat uns heute zu einer Infoveranstaltung der Grünen mitgenommen. Und was ich so in 2 Stunden zu Ohren bekommen habe, ist wirklich mehr als besorgnisseregend. Wir arbeiten ja alle in einem Beruf, wo Mobilität zu täglichen Fortbestehen gehört. Anders ausgedrückt ohne Firmenfahrzeug kein Besuch beim Kunden, oder einfacher ausgedrückt, jeder Arbeitgeber muss die Unterhaltskosten der Fahrzeuge als Fahrkostenpauschale umlegen. Nur wenn dies für unsere Kunden nicht mehr bezahlbar ist, geht uns auch die Arbeit aus.
Dann kommt noch das Programm der Einkommensteuer, ich hatte die Möglichkeit mit einen selbsternannten Finazexperten zu diskutieren, also jeder der über 50.000 im Jahr verdiehnt gehört bei denen zu den Bonzen, wo sprichwörtlich auch geschröft werden dürfen (musste mich zurückhalten das ich dem, für den Spruch keine gewascht hätte).
Dazu kommt das die Grünen noch das Ehegattensplitting aufheben wollen (und da sind die Lesben, ganz geil drauf).
Ganz zu schweigen, was die dazugehörenden Verpackungsvorschrift für unser Branche werden.
Ich habe noch nie grün gewählt, aber auch schon mal rot (und die sind ja auf grün angewiesen), und was kommt da noch auf uns zu. Daher ist meine Meinung, Grün darf nie an einer Regieriung beteiligt sein.
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telthies
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Re: Wer intressiert sich für die Bundestagswahl im Herbst
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Antworten #1 am:
09. Juli 2009, 22:37:11 »
man sagt, im krieg sterbe die wahrheit zuerst. mir scheint, im wahlkampf hat es nie eine gegeben. meine (roten) freunde sind auch gerne gegen ehegattensplitting und für steuerprogression (obwohl die die leistungsträger weit mehr belastet als die wirklichen großverdiener). aber logik und politik gehören generell so wenig zusammen wie wahlkampf und wahrheit speziell. die zahl der abgeordneten nimmt nicht ab, wenn die wahlbeteiligung sinkt. also mach´ dich schlau, wer wählbar ist und geh´ wählen, sonst werden die plätze nur nach den stimmen der anderen wähler besetzt. im wahlkreis hast du es einfach: da gibst du die stimme einer bestimmten einzelnen person, über die du dir vergleichsweise schnell ein urteil bilden kannst. und die sicherst du dann am besten mit deiner zweitstimme dagegen ab, bei nichtgewinn des direktmandats gar nicht für dich ins parlament zu ziehen. soweit mein rat nach sechzehn jahren innenansicht einer partei. übrigens schade, daß du dem finanzexperten keine gewatscht hast.
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reini5555
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Re: Wer intressiert sich für die Bundestagswahl im Herbst
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Antworten #2 am:
10. Juli 2009, 09:36:43 »
Zitat von: telthies am 09. Juli 2009, 22:37:11
übrigens schade, daß du dem finanzexperten keine gewatscht hast.
Da atme ich ein paar mal tief durch, und überlege mir ob es dies wert wär (und dies war es mir nicht wert). Unser Land hat leider keine Politiker mehr, oder Partei, welche wirklich uneingeschränkt mein ja verdient. Die beiden roten überschlagen sich mit Hartz4 Geschenken (statt das sie mal die Leute zum arbeiten schicken).
Und unser Bundesschäuble ist mir mit seinen Überwachungsträumen, ein Dorn im Auge. So bleibt eigendlich noch die gelben übrig, aber bei denen findet man wenig richtige Sympathieträger (wobei die Mitwirkung in Bayern, ja als positiv zu bezeichnen ist).
Jetzt hatte ich mal nebenher Zeit, und habe mal so die Parteiprogramme aller 5 Parteien überflogen, und traurig, so eine klare bürgerliche Partei für uns arbeitende gibt es so gut wie nicht.
So wie ich es verstanden habe, sind für die linken Parteien (rot/rot/grün) nur noch Arbeitslose und Hartz4 Empfänger von Intresse, da frage ich mich, sind wir keine Wähler.
Bei den beiden anderen kann man sich nur mit einzelnen Punkten anfreunden.
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Re: Wer intressiert sich für die Bundestagswahl im Herbst
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Antworten #3 am:
10. Juli 2009, 12:43:17 »
Zitat von: reini5555 am 10. Juli 2009, 09:36:43
Die beiden roten überschlagen sich mit Hartz4 Geschenken (statt das sie mal die Leute zum arbeiten schicken)
zum arbeiten schicken kann man die leute nur da, wo es überhaupt arbeit gibt. geben täte es zwar welche, aber der marktteilnehmer arbeitgeber nimmt seine funktion in vielen fällen nicht mehr wahr, weil er das geld mit geld schneller verdienen kann als mit arbeit beinhaltenden geschäften. diesbezüglich ist eine heilende wirkung des lehman-schocks leider noch nicht eingetreten.
Zitat von: reini5555 am 10. Juli 2009, 09:36:43
Und unser Bundesschäuble ist mir mit seinen Überwachungsträumen, ein Dorn im Auge.
die mehrzahl von trauma heißt traumata ;-)
vergiß´ die programme. an die glaubt nur, wer nicht weiß, wie sie entstehen. nimm´ dir auf wahlkreisebene eine konkrete kandidatenperson heraus und messe diese auch nur an ihrem eigenen handeln (exklusive des wahlkampfgeredes). parteien als gesamtorganisationen sind ein viel zu diffuser brei, um maßstäbe zur prüfung von glaubwürdigkeit daran anlegen zu können. das geht nur mit personen. und von denen nimm´ dir die aus deinem wahlkreis: die landesvorsitzenden oder gar bundesebenen-fernsehgesichter kannst du ja mit deiner erststimme gar nicht wählen. für jeden bürger an seinem wohnort ist immer der vernünftigste wahlkreisbewerber die beste wahl (aber achtung: mehrheits-, keine verhältniswahl !) - also evtl. den "zweitbesten" nehmen, wenn der beste von einer chancenlosen kleinpartei (bezogen auf die wahlkreisergebnisse der vorherigen bundestagswahlen) kommt. präzise am geschicktesten wählen geht nicht, aber mehrere kleinste übel zusammen ergeben auch ein verhindertes noch größeres ;-)
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Re: Wer intressiert sich für die Bundestagswahl im Herbst
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Antworten #4 am:
10. Juli 2009, 20:56:52 »
Zitat von: telthies am 10. Juli 2009, 12:43:17
vergiß´ die programme.
Nur die werden leider zum Teil real, wenn ich mir die Ökopartei anschaue: Anfang der 80er haben wir über die gelacht, aber kaum war die 5% Partei mit unserem damligen Bundesschrödi an der Macht, und schon hatten wir Ökosteuer auf Bezin, höhere Strompreise durch Umweltphantasien und abschaltung der AKWs.
Und das alles nur mit ein paar Prozent Regierungsbeteiligung. Und ich erinnere mich noch an die letzte Wahl 0 + 2 % Mehrwertsteueranhebung sind dann 3%. Und deshalb heist es für mich bis zur Wahl, genau hinhören, was der eine andere Politiker von sich gibt.
Klar kenne ich meine lokalen Politker vor Ort ganz gut, nur leider hört man von denen immer wieder die gleiche Leier: "Ich war ja dagegen, aber die Mehr wollte dies so".
Zu dem Punkt Arbeit, drücke ich mich mal dezent aus, eine Freund von mir hat eine Zeitarbeitsfirma, und wenn manch einer jammert, er bekomme keinen Job, dann verweise ich ihn an meinen Kumpel. Nur wenn man die Jammerer später wieder trifft, und nachfrägt, was sich so ergeben hat, dann kommt zu 90 % der Spruch " ich hatte gerade keine Zeit" und die restlichen wissen dann min 1000 Ausreden weshalb der angebotene Job nicht für sie ist (ja es gibt auch heute noch Zeitarbeitsfirmen die suchen vom Schlosser bis zum Elektiker noch). Dazu haben wir noch eine Freundin beim Arbeitsamt, und die Geschichten von ihr, wären schon einen Roman wert (wieso Leute dies und jenes nicht machen können).
Und hier sollte die Politik mal ein Machtwort sprechen, denn das ist doch kein Wunschkonzert. Klar ist es für einen Opel Mitarbeiter einen Einschnitt wenn er keine 3000 netto mehr nach Hause bringt, aber als Ungelernter ist der reale Marktwert halt die Hälfte davon (auf der anderen Seite habe ich mich schon öfters gefragt, weshalb ging ich nach der Ausbildung noch auf eigene Kosten, in die TK Schule, wenn ungelernte dás gleiche Verdienen).
Nur soll der Staat (also wir arbeitenden) ewig für das bezahlen, und macht dann nur noch Geldversprechen an Hartz4 Empfänger.
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Re: Wer intressiert sich für die Bundestagswahl im Herbst
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Antworten #5 am:
25. September 2009, 19:27:47 »
Was mich ein wenig wundert,
jetzt stehen wir zwei Tage vor der BW Wahl, und keiner macht sich Gedanken. Habe gerade mit einem Arbeitskollegen telefoniert, und da kommt einem das Grausen, er geht nicht wählen (so schlimm kann es doch nicht werden, meint er).
Aber leider könnte es auch für unsere Branche echt schwierig werden, wenn sich die Wirtschaftliche Lage, mit den ganzen Neiddiskussionen ändert.
Nachtrag: Nachdem ich mich sonst von der Politik verabschiedet habe, ist aus meiner Sicht schwarz/gelb die einzige Richtung, wo uns weiterbringt oder irre ich mich da (so jetzt mache ich mir eine Flasche Rotwein auf, und schaue mir mal die Stellenangebote in Österreich mal vorsorglich an)?
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Letzte Änderung: 25. September 2009, 19:39:06 von reini5555
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Re: Wer intressiert sich für die Bundestagswahl im Herbst
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Antworten #6 am:
25. September 2009, 23:30:50 »
wofür schwarz/gelb steht, müßten eigentlich alle vor 1998 geborenen noch wissen, da haben die mal sechzehn jahre lang regiert. am wichtigsten ist eigentlich, daß möglichst viele zur wahl gehen. auch wenn vielen die entscheidung schwerfallen mag, weil sich die parteien (zumindest "gefühlt") zu wenig unterscheiden: jede stimme für eine der demokratischen parteien fehlt den radikalinskis an beiden rändern, die außer zu meckern garkeine programme haben. nichtwählen ist keine alternative ! meines erachtens sollte man eigentlich alle nichtwähler zur strafe auf einen planeten schießen können wo sie ohne regierung auskommen müßten - da würden sie schon sehen, ob das funktioniert. eine regierung muß man nicht unbedingt knutschen wollen, aber sie gewährleistet eine öffentliche ordnung. wer nicht wählt, ist so gesehen ein schmarotzer: er genießt nämlich die vorzüge des regiertwerdens (anarchie, d.h. mord und plünderungen nach "herzenslust", ist nämlich keineswegs besser), ohne sich zur wahlurne hinbemüht zu haben (was wirklich keine große sache ist). wer wählt, bestimmt mit. das argument, zwischen den wahlen nichts zu sagen zu haben, lasse ich nicht gelten. die meisten wähler sind nämlich im hinblick auf das ihrem_abgeordneten_auch_zwischendurch_ihre_meinung_sagen so faul, noch nicht mal dessen namen zu kennen. wozu auch ? - einfach nur meckern ist so schön bequem, und der applaus der anderen bequemen ist gewiß !
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Letzte Änderung: 25. September 2009, 23:32:46 von telthies
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Re: Wer intressiert sich für die Bundestagswahl im Herbst
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Antworten #7 am:
26. September 2009, 08:38:21 »
Zitat von: telthies am 25. September 2009, 23:30:50
wofür schwarz/gelb steht, müßten eigentlich alle vor 1998 geborenen noch wissen, da haben die mal sechzehn jahre lang regiert.
Die gute alte Zeit, der dicke Kohl über den man damals hergezogen hatte. Aber alles in allem war die Welt in Ordnung, wir kannten die Schimpfwörter ÖKÖ-Steuer nicht, welche ja nicht nur den Spritpreis betrifft, nein es betrifft alle Energien, egal ob Bezin, Diesel, Heizöl auch Strom. Ich kenne da noch die schöne Werbung von einem gelben Stromanbieter (3/1998), welcher 20 DM Grundpreis hatte und die kwh kostete auch 20 Pfennig, und ich lachte darüber, denn unser örtlicher Stromanbieter verlangte nur ca. 14 DM Grundgebühr und die Kwh kostete auch nur knapp 20 Pfennig, wären wir froh wenn das wieder eintreffen würde (was natürlich nur ein Traum ist). Doch nach dem Regierungswechsel kam rot/grün und damit auch der Alptraum Ökosteuer, zudem das Energieeinspeisegesetz, welche es ermöglichte das jeder sich eine Photopholtalik oder ein Windrad zulegte, um die Abnahme des Stromes musste sich keiner Gedanken machen, denn das war ja staatlich geregelt (erst 65 cent, dann später 58 cent), und das für eine Energie die bis dato gerade mal den Enverbraucher umgerachnet 11 cent gekostet hatte. Nun das es da dann eine Erhöhung der Strompreise gab, war abzusehen, und das schöne, einen Politker juckt keine Energiekosten.
Unsere Renten wurden nach der schwarz/gelben Zeit für wertlos erklärt, schön für alle die damals schon ü 40 waren, denn dank Riester müssen die dann recht hohe Beträge einbezahlen, damit noch ein wenig herauskommt. Und später änderte die Regierung das ganze auch noch so ab, das die Auszahlungen der privaten Vorsorge dann auch noch versteuert werden müssen.
Und es gab wirklich mal die Zeit, vor 1998 wo wir zum Arzt gehen konnten, und unsere KH Karte auf den Tresen hinlegten ohne Eintritt zu bezahlen. Ja das gab es alles mal, und KK Beträge von 10,5% waren normal, dabei musste auch keine KK über Insolvenz nachdenken.
Von den anderen Aspekten, wie Hartz4 mal ganz zu schweigen, es diente nur dazu, das die Arbeitlosenzahlen vom Schrödi geschönt wurden.
Die Großunternehmen mussen dank der SPD keine Steuern mehr bezahlen, nein sie bekamen sogar Gewerbesteuern rückwirkend zurück (siehe Beispiel Siemens und die Stadt München). Der Mittelstand zahlte dafür mehr Steuern, obwohl er der größte Arbeitgeber ist.
Ich schliesse daraus, rot/grün war Chaos, die Groko war ein Stillstand.
Rot/rot/grün wird das Chaos wieder neu aufleben lassen, nein die linken sind für mich eine Wiedergeburt der DDR ver 2.0. Eine Partei die zu Gewalt gegen die Bundeswehr in Flyern aufruft, wie in Berlin geschehen (
http://www.tagesspiegel.de/berlin/Bundeswehr-Gewalt-Geloebnis;art270,2837615
), oder wie hier
http://www.welt.de/politik/article3649188/Die-Linke-Wir-sind-Rechtsnachfolgerin-der-SED.html
sich klar als Nachfolger der SED bezeichnet ist auf keinen Fall demokratisch. Das was die linken hier im Wahlkampf von sich geben sind ausschliesslich Neidparolen, denn wo fängt die Reichensteur an, real wär dies niemals eine Einahmequelle, denn die paar in Deutschland vebliebenen machen das nicht aus, nein die denken eher schon daran, das jeder der sich vielleicht noch zur Altersicherung eine Wohnung gekauft hatte, um von den Mieteinahmen die Rente aufzustocken, die wolle die ebenfalls schröpfen (kennen wir doch auch der Geschichte, der DDR).
Doch leider geht unsere BRD immer mehr Richtung Kommunismus, wie er zu DDR Zeiten praktiziert wurde, und das dies schon mal gescheitert war, übersehen doch sehr viele.
Und die Fraktion der Nichtwähler wird zu allen Übel auch immer größer, und damit bestimmen ein paar wenige radikaldenkede Hartz4 Empfänger unter Umständen das Geschehen der Politik, gemischt mit dem Touch Grün (deren Parteiprogramm immer noch als Ziel hat, der Liter Sprit müsste 5 DM also 2,55€ sein).
Aus den Gesprächen der letzten Zeit mit den Firmeninhabern, sehe ich sehr düstere Zeiten, auch für unser Gewerbe, denn keine Firma kann sich immer für jeder Arbeit einen Mindestlohn von 10€ leisten, wenn es sich um einfache Arbeiten handelt, welche eh nur von Rentern oder oder 400€ Jobern erledigt wird. Sollte der Mindeslohn so kommen, wird am Anfang auf jeden Fall bei den Investitionen eingespart (also keinen neuen PC oder TK Analgen), denn jeder Firma kann nur so viel ausgeben, wie eingenommen wird. Langfristig wird der Mindestlohn auch Jobs kosten, denn dank EU kommen halt dann selbständige Firmen aus Polen usw., wo dann diese Arbeiten übernehmen (auf dem Bau sieht man dies schon länger, auf Großbaustellen, sind viele auch der Reinigungsfirmen aus den genannten Ländern, welche dann für die Zeit die Baustellenreinigung machen, denn die verrechnen dem Auftraggeber gerade mal 10€ die Stunde, und auch die Arbeitplätze fehlen uns in DE).
Dies ist mal so meine Sicht, natürlich kann jeder hier seine eigene Meinung haben, oder auch Alternativen zu meinem Gedanken schwarz/gelb als einzige Perspektive zu sehen. Die Zeit vor der Wahl nützte ich sehr intensiv für meine Meinungsbildung, auch die Antworten aus Abgeordentenwatch halfen sehr dazu, sich darüber zu informieren, wie kranke Gedanken manch unserer Politker haben und wie man mitbekommt, was manche Predigen und wie sie sich daran halten (siehe Beispiel Künast, und der Fensehbericht:
http://www.youtube.com/watch?v=bOaGQNwKx9o
, so handhabt eine Spitzenpolitikerin der Grünen, den Tierschutz, obwohl sonst Jäger gerne als Mörder dargestellt werden, die Fische wurden buchstäblich großen Qualen ausgesetzt)
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Re: Wer intressiert sich für die Bundestagswahl im Herbst
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Antworten #8 am:
26. September 2009, 12:23:24 »
speziell in unserer branche sehe ich den wandel eher nicht politisch indiziert: die ersatzzyklen von telefonanlagen haben sich am wesentlichsten dadurch geändert, daß sich die präferenz der beschaffer von der miete zum kauf verschoben hat - dadurch gibt zunehmend die tatsächlich vernünftige technische einsatzdauer den auswechslungstakt vor, statt bisher das ende eines mietvertrages. die allgemeine miniaturisierung in der elektronik und die gleichzeitige leistungssteigerung einzelner komponenten machen technik mit gleicher leistung auch in den kostenstrukturen und mit den maschinen kleinerer hersteller produzierbar und verschieben große marktanteile des segments kmu von den großen (siemens, alcatel, ...) zu den kleineren (auerswald, elmeg, ...) herstellern. und zu guter letzt verlagert der umschwung von der leitungs- zur paketvermittelten technik den handel mit alledem von der tk in die it. das sind sämtlich wesentliche veränderungen, denen komplett am a.... vorbeigeht, ob im kanzleramt schlümpfe oder meerschweinchen sitzen. der koalitionsfrage in die schuhe zu schieben, sie würde sich am prägendsten auf wirtschaftliche verläufe auswirken, ist damit wohl ausreichend als irrglaube entlarvt.
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Re: Wer intressiert sich für die Bundestagswahl im Herbst
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Antworten #9 am:
26. September 2009, 17:34:02 »
Zitat von: telthies am 26. September 2009, 12:23:24
die ersatzzyklen von telefonanlagen haben sich am wesentlichsten dadurch geändert, daß sich die präferenz der beschaffer von der miete zum kauf verschoben hat
Na früher waren die TK-Anlagen auch preislich doch um ein vielfaches höher, und deshalb ist das Modell Leasing oder Miete ein Auslaufmodell, soweit volle Zustimmung.
Zitat von: telthies am 26. September 2009, 12:23:24
ob im kanzleramt schlümpfe oder meerschweinchen sitzen. der koalitionsfrage in die schuhe zu schieben, sie würde sich am prägendsten auf wirtschaftliche verläufe auswirken, ist damit wohl ausreichend als irrglaube entlarvt.
Nur was ist, wenn die Unternehmen auswandern, Beispiel Müller Milch, welche ja kein Problem haben, die Produktion in die Schweiz zu verlagern, der Firmensitz, ist ja schon dank unserer schönen Steuergesetze ausgewandert. Dann gibt es in DE nicht nur ein paar tausend Arbeitsplätze weniger, nein auch den angehängten Firmen (TK, IT, BMA, EMA usw..) fehlt dann ein guter Kunde. Und das ist nur ein Beispiel, vielfach in DE wiederholbar.
Na zudem was nützen denn uns Angestellten irgendwelche Kündigungsschutzgesetze, wenn sich jeder Arbeitgeber 5 mal überlegt ob er überhaupt einen einstellen soll?
Ein Bekannter von mir arbeitet schon seit Jahren in der Schweiz (Druckerzeugnisse), und kann nur über unsere Gesetze lachen, dort gibt es dies alles nichts, aber jeder hat die Chance ein Job zu bekommen, ob er dafür geeignet ist kommt dann schnell raus (dort sind die Arbeitgeber experimentierfreudig, er Meister wurde als Nl Leiter eingestellt, und hält sich dort gut, in DE hätte er einen solchen Job nur mit BWL Studium bekommen).
Und das wir von der Politik abhänig sind, kommt auch von einfachen Dingen wie Energiepreise zu Tage, irgendwann wird sich keine Firma sich es leisten können Geschäftfahrzeuge zu unterhalten.
Ich gebe es ja zu, vor nicht allzu langer Zeit bekam ich ein Angebot, eine Firma mit 10 Mitarbeitern zu übernehmen und im Moment bin ich noch am rechnen. Allerdings geht der Trend eher dazu, meinen Angestellten Job, weiter zu behalten, das Risiko und vor allen die Fixkosten (Fahrzeuge, IT usw.) sind nicht zu verachten. Dazu stellt sich mir auch klar die Frage, was macht die Politik, gerade die Oskar Neiddiskussion macht mir Kopfschmerzen, denn was nützt es wenn ein Arbeitgeber vielleicht einmal 300 tsd€ Überschuss erwirtschaftet (und soll dafür horrende Steuern bezahlen) und im nächsten Jahr mache ich dann wieder 100 tsd miese (dann bekomme ich vom Oskar auch nicht´s mehr zurück), die zahle ich dann aus eigener Kasse oder mache dann Insolvenz.
Deshalb sehe ich die Wahlen doch mit sehr großen Bedenken entgegen, einen weiteren linksruck können wir uns nicht leisten, denn so wie es mir geht, so gibt es mehrere tausend Fälle in DE, wo der Firmeninhaber keinen Nachfolger hat, und die Firma nicht an den Mann bringt (wer wagt bei der Politik Richtung DDR² noch eigenes Kapital einzusetzen).
Denn wenn der Staat alles regelt, dann wird auch Dein Job hinfällig, denn wer braucht dann noch die schreibende Zunft, denn alles was veröffentlicht wird, bestimmt die Einheitspartei, und Preise sollen ja dann auch vom Staat diktiert werden, auch der nächste Job ist dann hinfällig.
Lieber eine freiheitliche Ordnung (Politik), wo der einzelne ein wenig Selbstverantwortung hat, man muss sich doch nicht immer nur nach Staat rufen. Deshalb stehe ich auch als Arbeitnehmer klar zur freiheitlichen FDP, die zur Zeit einzige Partei welche keine Regulierungswut an den Tag legt.
Aber morgen heist es klar eine Bürgerpflicht wahrnehmen und wählen, es geht auch um die Zukunft unserer Kinder, und denen will ich ein freiheitliches Leben ermöglichen, so wie ich es in meiner Jugendzeit hatte (ich kenne die DDR nur aus Erzählungen, und das muss verhindert werden)
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