telthies
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« Antworten #1 am: 17. Juli 2011, 13:27:31 » |
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bei knacken und rauschen gibt es im wesentlichen zwei grundarten: durch korrosion an kontakten hervorgerufene haben ein statisches erscheinungsbild. baut sich das störgeräusch erst auf, spricht dies für phänomene, bei denen widerstand und kapazität des kabels eine rolle spielen. das kabel muß sich gewissermaßen mit der störung erst "aufladen" (die physiker kriegen jetzt einen lachanfall, aber ich versuche es eben als halbwissender auch für ganzlaien verständlich zu erklären). die "inkubationszeit" von mehreren minuten spricht dabei für einen sehr geringen störstrom im verhältnis zur (gemäß des hinkenden vergleichs, ääh, bildlichen beispiels) "füllmenge" des kabels und / oder für ein sehr kleines leck, durch welches ein kriechstrom übertritt. insgesamt macht dies wahrscheinlicher, daß - auch wenn, wie du sagst, nur manche nebenstellen betroffen sind - das phänomen doch nicht im kabelweg selbst entsteht, sondern im stromkreis der anlage. also, daß der verursacher ein kondensator sein könnte, der auf seine alten tage ein wenig ins schwanken kommt. mit dem meßequipment eines elektronikers (z.b. eines radio- und fernsehtechnikers) müßte sich der übeltäter dann finden lassen.
daneben gibt es natürlich noch störungen von außen, also durch einstreuungen über das lichtstromnetz (einschalten von staubsauger, waschmaschine o. dergl.) oder durch funksmog (altes / billiges radio, altes ct-schnurlostelefon, wlan). diese störungsarten sind von der frequenz her eher brummend als rauschend, knackend eigentlich nie. sie betreffen auch verstärkt kabelstrecken mit schirmungsmängeln, also z.b. wenn zu einem telefon nicht installationskabel, sondern endgeräte-verlängerungsschnüre führen.
der vollständigkeit halber seien noch von feuchtigkeit erzeugte störungen genannt. hier hört man aber nicht aktuell den einzelnen tropfen, sondern erst die "fertige" korrosion (s.o.).
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