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Autor Thema: Analoger Telefonanschluss vs. Telefon inkl. Faxgerät  (Gelesen 1297 mal)
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bane2
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« am: 26. Juni 2010, 11:48:08 »

Hallo,

meine Freundin und ich beabsichtigen uns ein Telefon inkl. Faxgerät zu kaufen. Wir haben derzeit einen analogen Telefonanschluss bei der Telekom.
Wird das von uns gewünschte Gerät nur an einen TAE-Steckplatz am Splitter angeschlossen? Bzw. kann das Gerät den Empfang von Telefonanruf und Faxanruf selbstständig unterscheiden? Oder ist ein ISDN-Anschluss von Nöten?

MFG..Marco
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Groucho
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« Antworten #1 am: 26. Juni 2010, 12:03:10 »

Ja er wird wie ein normales Telefon an der TAE angeschlossen. Das Gerät sollte über eine passive Faxweiche verfügen (haben die meisten Geräte) und einen Anrufbeantworter.

Bei eingehenden Faxen würde die Passive weiche nach dem abheben greifen und beim „piepsen“ des anderen Faxgerätes euern Fax einschalten. Wenn ihr nicht da seid würde der Ab rangehen und es passiert dasselbe.

Alternativ gibt es die Möglichkeit, dass das Gerät jedes Gespräch entgegen nimmt und dann entscheidet Telefon oder Fax und dann das ganze selbstständig verteilt. Führt aber bei vielen Anrufern zu Irritationen, besonders bei älteren läuten. Und Kostet den Anrufer immer Geld. Da das Gerät auch ohne AB abfragt, und das Gespräch am Telefon klingeln lässt auch wenn keiner zuhause ist.

Groucho
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8818freak
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« Antworten #2 am: 26. Juni 2010, 12:07:22 »

ich halte das aber trotzdem für die bessere lösung:
viele faxgeräte sind leider so programmiert, daß sie es nicht sehr lange beim angerufenen klingeln lassen, das führt bei passiven faxweichen zu problemen, außerdem wird der angerufene immer ans telefon gescheucht, wenn es klingelt, obwohl es nur ein fax ist. in zeiten der telefonflats kann man solche kosten eigentlich vernachlässigen, denke ich. ne ausnahme würde ich machen, wenn mich meine anrufer in erster linie aus dem ausland anrufen.
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telthies
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« Antworten #3 am: 26. Juni 2010, 12:21:23 »

ja, das mit faxen - vor allem mit (heute meist üblichem) integriertem telefon, weiteren telefonen und anrufbeantwortern ist meist ein bißchen auch ein glücksspiel. es kann bei der vielzahl von produkten einfach nicht jedes auf optimales zusammenwirken mit jedem anderen getestet sein. ärgerlicherweise kommen noch tücken der tae-technik hinzu: manche faxgeräte (auch hier wieder vor allem die kombis) geben die leitung nicht wieder "zurück", d.h. am kabel / stecker läuft sie nicht zurück in die dose und die nachfolgenden geräte sind "tot". am besten funktioniert meist AB links (n) - telefon mitte (f) - fax ganz rechts (n). die stecker aller beteiligten sollten vier kontaktzungen belegt haben (die beiden unteren auf beiden steckerseiten). tauchen dann immer noch probleme auf, empfiehlt sich meist der einsatz eines ams (automatischen mehrfachschalters), um eine zweite tae-dose einsetzen zu können.

ich empfehle eigentlich immer, sich zum empfangen eine internet-faxnummer zu besorgen (032...), die es z.b. bei web.de zu den freemail-accounts dazugibt. dann kann man faxe im rechenzentrum des freemail-anbieters empfangen und bekommt sie in pdf-dateien umgewandelt an leere emails mit der absendernummer als betreff angehangen im maileingang abgelegt. dann kann man zum senden ein billiges thermopapier-faxgerät nehmen und eingegangene faxe am computer ausdrucken. diese vorgehensweise erspart einem faxgepiepse auf dem AB und nächtliches von werbefaxen geweckt werden, bis die rolle leer ist. konsequent funktioniert dies, wenn man als faxnummer nur die des internet-faxaccounts herausgibt und diese auch als absenderkennung im faxgerät einprogrammiert.
« Letzte Änderung: 26. Juni 2010, 12:23:46 von telthies » Moderator informieren   Gespeichert

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« Antworten #4 am: 26. Juni 2010, 12:21:41 »

Naja, ich denke wir reden hier eher vom Faxversand als von Empfang. Wenn da 2 Faxe im Monat erwartet werden ist mein Vorschlag mit der passiven der sinnvollere.  Getestet bei meiner Mutter, Schwiegereltern und dem halben Bekanntenkreis.. Die Zeiten des Faxes im Privaten Bereich sind vorbei.


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telthies
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« Antworten #5 am: 26. Juni 2010, 12:36:49 »

Die Zeiten des Faxes im Privaten Bereich sind vorbei.
im businessbereich eigentlich auch: man hat heute meist bei größeren firmen fax-to-the-desk (also fax oder unified message im netzwerk mit einer per durchwahl erreichbaren faxbox für jeden mitarbeiter) bzw. bei kleineren firmen ein webfax wie von mir vorgeschlagen. befürchtungen, man werde damit als unprofessionell eingeschätzt, kann ich aus meiner eigenen beruflichen praxis (b2b) und der meiner kunden nicht bestätigen. in zeiten der allgemeinen vorherrschaft von email darf man ungestraft sagen, "ja, fax haben wir auch noch". dann versteht auch jeder, warum die nummer mit 032 beginnt (wer will sich auch ein stromfressendes gerät ganzjährig nur zum verstauben hinstellen). und da diese nummerngasse auch bei den von call centern genutzten tarifen meist nicht in die flat integriert ist, reduziert sich der werbemüll extrem. daß es im business-bereich noch ein standalone-fax gäbe, kenne ich nur von einem meiner kunden - und auch dort ist dem nur so, weil dieser anschluß (eine zentrale nummer, aber ein netzwerkfax "redundanzhalber" mit einem klassischen normalpapierfaxgerät parallel) eine art "notarfunktion" hat, d.h. für alle nachweislich erhaltenen und in einer bestimmten reaktionszeit zu bearbeitenden faxe zuständig ist. ansonsten hält im zuge fallender preise netzfaxen / unified messaging zunehmend auch in kleineren firmen einzug.
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« Antworten #6 am: 26. Juni 2010, 12:46:40 »

Die Zeiten des Faxes im Privaten Bereich sind vorbei.
im businessbereich eigentlich auch

Jaein.
Es kommt auf den Kunde an.
Ich habe hier einige Speditionen, da gibt’s das Verhältnis 1:5 Fax zu Telefon. Und das in Papierform trotz vorhandenem Faxserver mit Outlook Integration. Im Versicherungssektor ist auch nicht besser. Ich denke ganz ohne wird es nie gehen im Businessbereich.

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« Antworten #7 am: 26. Juni 2010, 13:14:29 »

Ich habe hier einige Speditionen [...] Und das in Papierform trotz vorhandenem Faxserver mit Outlook Integration. Im Versicherungssektor ist auch nicht besser. Ich denke ganz ohne wird es nie gehen im Businessbereich.
als tk-berater lebe ich unter anderem davon, daß manche mitbewerber grottenschlecht sind. ein guter berater schaut immer auch danach, welche denkfehler dem kunden ausgetrieben werden sollten: papier und elektronik sind doch kein widerspruch. wer ein fax automatisch auf papier ausgespuckt haben will, muß deswegen auf den empfang im server nicht verzichten. solche anwender sollten ihre faxe besser trotzdem im netzwerk empfangen und ihre faxbox-einstellungen so einrichten, daß alles empfangene sofort oder nach x minuten ab nicht beantworteter eingangsmeldung gespeichert bleibt aber an ein ausdruckendes gerät weitergesendet wird. so hat man wie gewohnt und gewünscht klassisch das papier in der hand, aber der server hat ebenfalls kenntnis vom eingegangenen mit allen vorzügen seines dokumentenmanagements. stellt sich ein empfangenes fax als besser von einer anderen abteilung zu bearbeiten heraus, erspart diese vorgehensweise das nochmalige weiterfaxen mit seinem dabei schlechter lesbar werden bzw. die alternative, es im ausgangskorb auf den büroboten warten zu lassen. einfach klick "lprint to abteilungsdrucker xy", der kollege hat´s und auf dem server kann man nachsehen, wer es zuletzt bekommen hat. für das beispiel spedition weniger, aber für das beispiel versicherung doch wohl klar der bessere weg. vor allem wenn man sich vorstellt, daß man dem kollegen an den man das fax weiterleitet, noch eine (telefon?)notiz dazugeben möchte: per unified messaging ganz einfach, aber auf papier: vor dem weiterfaxen platz für ein post-it suchen wo man es draufkrickelt bzw. per boten einen kurzbrief drantackern - das ist doch nun wirklich von gaaanz vorgestern !
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« Antworten #8 am: 26. Juni 2010, 13:36:11 »

Ich habe hier einige Speditionen [...] Und das in Papierform trotz vorhandenem Faxserver mit Outlook Integration. Im Versicherungssektor ist auch nicht besser. Ich denke ganz ohne wird es nie gehen im Businessbereich.
als tk-berater lebe ich unter anderem davon, daß manche mitbewerber grottenschlecht sind. ein guter berater schaut immer auch danach, welche denkfehler dem kunden ausgetrieben werden sollten:


Och so schlecht find ich meine Firma nicht.  Schockiert
Denn der Kunde kennt seine Anforderung. Diese ist z.B. einen Lieferschein nach der Kennzeichnung (per Hand) sofort weiter zu senden. Nach einem erhalt per Fax, handschriftlich zu ergänzen und dann wieder zu versenden. Wie erwähnt wir reden von einer Spedition.
Sobald etwas handschriftlich eingetragen werden muss kommt man um einen Fax fast nicht herum. Scanner haben hier wenig Sinn. Dazu sind die Abläufe nicht geeignet. Und ja ich habe Ahnung wovon ich rede, in einer dieser Speditionen arbeitet meine Frau. Meinem Cousin gehört Eine. 

Ähnliches bei einem Versicherungsmarker, dieser hat eine reine VOIP Anlage mit über 100 nst und 20 Faxgeräten. Und auch da sind viele Handschriftliche  Dokumente die verfaxt werden müssen und bei denen es keinen Sinn macht, laut Kunde diese erst zu Scannen.


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« Antworten #9 am: 26. Juni 2010, 15:18:52 »

da gebe ich dir völlig recht. in der spedition ist fax das optimale medium, wie ich ja auch einräumte. wo viel handschriftliches hin und her geht, kann ich die argumentation ebenfalls nachvollziehen. ich dachte bei versicherungen auch mehr an deren konzernverwaltungen wo oftmals der eine ein schreiben bekommt, welches von einem anderen besser oder nacheinander gemeinsam zu bearbeiten ist. aber generell hat man dank der verbreitung von email (und dsl, also anschlüssen ohne msn) heute zunehmend das problem, daß immer mehr privatkunden und sohos kein fax mehr haben (weil man eben für ein erwünschtes fax pro quartal und zwanzig faxe werbung in der gleichen zeit nicht (mehr) extra ein gerät herumstehen haben will).

im übrigen wollte ich keineswegs deine beratung beleidigen. sondern ich habe schlicht die erfahrung, daß gerade geschäftsprozesse die mich kopfschütteln lassen oftmals auf den expertenrat teurer schlaumeier zurückgehen.
« Letzte Änderung: 26. Juni 2010, 15:21:34 von telthies » Moderator informieren   Gespeichert

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