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Autor Thema: DECT Repeater  (Gelesen 3475 mal)
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olTrex
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« am: 10. März 2008, 09:17:34 »

Hallo an alle

Ich soll fürs Studium eine kleine TK-Anlage und dazugehörige Endgeräte projektiern und komme da nicht so richtig weiter. Ich soll für drei analoge DECT-Telefone eine Reichweite von 150m im Gebäude sicherstellen. Da die Reichweite der Basisstationen meist mit 50m angegeben wird bräuchte ich zwei kaskardierbare Repeater, die sich an analoge Basisstationen anmelden lassen. Die Repeater, die ich gefunden habe lassen sich entweder nicht in Reihe schalten (zB Siemens Gigaset Repeater) oder sind für ISDN DECT Telefone (zB der COMfortel DECT Repeater.2 von Auerswald für die COMfortel DECT 900 Base). Wäre nett wenn ihr mir da weiterhelfen könntet.
Danke schon mal.
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telthies
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« Antworten #1 am: 10. März 2008, 15:14:21 »

es gibt kein analoges oder isdn-dect. dect ist dect. wenn man von analogem dect spricht, meint man ein dect-system aus mobilteil und sende-/empfangsstation mit amtsschnittstelle hkz bzw. anlagenschnittstelle a/b. wenn das dect-mobilteil dect-gap-fähig ist (also offen ist für die zusammenarbeit mit dect-stationen anderer hersteller), kann man es in jedes dect-system einbuchen, unabhängig von dessen amts- bzw. anlagenschnittstelle. repeater solltest du weglassen. repeater sind reine aufholverstärker zur signalstärkenauffrischung. sie haben keinerlei intelligenz hinsichtlich des verhaltens als eigenständige funkzelle (weisen nicht selbst kanäle zu etc.). repeater erweitern nur den räumlichen bereich der funkzelle, sind selbst aber vollständig passiv. zu einer echten reichweite gehört außer dem roaming auch das handover. da repeater nie untereinander kommunizieren und vollständige funkstationen nur, wenn sie wissen, daß sie es sollen, benötigst du eine für mehrere dect-stationen geeignete tk-anlage. einfach nur schnittstellen zur anschaltung mehrerer einzelner stationen zu haben, genügt nicht (wegen der dann fehlenden kommunikation untereinander, die tk-anlage muß gewissermaßen die ober-koordination des funkverkehrs übernehmen können). hinsichtlich solcher anlagen müßtest du bei alcatel oder aastra detewe fündig werden.
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olTrex
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« Antworten #2 am: 10. März 2008, 17:24:48 »

Hallo

Danke für deine Antwort.
Das Problem an der Sache ist, dass in der Aufgabenstellung vorgegeben ist 3 DECT-Telefone (Basisstation mit analoger Schnittstelle) zu verwenden und mit Hilfe von Repeatern eine Reichweite von 150m im Gebäude sicherzustellen. Deshalb will ich versuchen das genauso umzusetzen (ich soll ein Leistungsverzeichnis dazu aufstellen). Falls das definitiv nicht möglich ist müsste ich das wahrscheinlich so vermerken und eine Alternative angeben.
Deshalb meine Frage: Ist das möglich? - wenn ja mit welchen Geräten?
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telthies
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« Antworten #3 am: 10. März 2008, 21:53:03 »

wenn du (egal an welche anlage) einfach drei dect-systeme an je eine a/b-schnittstelle anstöpselst, wird jedes nur für sich funktionieren. falls sie multilink-fähig sind, kann zwar jedes an jeder station angemeldet sein und dann in allen deren funkzonen in betrieb genommen werden. jedoch kann es dort nur verbindungen aufbauen und annehmen (roaming), nicht aber in eine andere funkzelle (auch nicht die eigene) weiter bewegt werden (weil ohne koordination der zellen kein handover). es funktioniert dann zwar überall (je nach plazierung der sender auch in insgesamt 150 m reichweite), aber die verbindungen brechen ab, wenn der telefonierer sich aus der aktuellen zelle hinausbewegt. außerdem ist so jedes jeweils unter der nebenstellennummer der jeweils genutzten zelle zu erreichen anstatt unter einer festen eigenen, wie es bei einem system aus koordinierten dect-zellen mit systemschnittstellen zur anlage hin möglich ist. aber dein prof wäre ggf. nicht der einzige, der den unterschied zwischen roaming und handover nicht begreift.
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« Antworten #4 am: 13. März 2008, 12:31:34 »

repeater sind reine aufholverstärker zur signalstärkenauffrischung. sie haben keinerlei intelligenz hinsichtlich des verhaltens als eigenständige funkzelle (weisen nicht selbst kanäle zu etc.). repeater erweitern nur den räumlichen bereich der funkzelle, sind selbst aber vollständig passiv.
Aber ist nicht genau diese passive Erweiterung der Funkzellen-Reichweite hier gewünscht?

Eigentlich will ich doch im beschriebenen Szenario gar kein echtes roaming mit handover. Sondern die Kommunikation mit aller Steuerung und Kanalzuweisung etc. soll bei der Basisstation bleiben. Nur wird das Funksignal zwischen Endgerät und Basisstation so verstärkt, daß es eben weiter trägt als 50 Meter.

Oder andersrum gefragt: Wozu sollen Repeater denn überhaupt gut sein, wenn sie nicht genau das hier geschilderte Problem lösen?
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Leo63
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« Antworten #5 am: 08. Dezember 2011, 17:35:33 »

Auch wenn dies schon ein uuuralter Thread ist, hätte ich eine Anmerkung dazu:

Mein immerhin schon 11 Jahre alter Gigaset Repeater der Serie 2000 kann mit allen ISDN Basen 2000 und höher (und wahrscheinlich auch mit allen aktuellen HKZ Basen) sehr wohl Handover, auch im laufenden Gespräch.  Smiley ...   und auf dem Teil läuft immer noch die Auslieferungsfirmware.  Zwinkernd
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« Antworten #6 am: 08. Dezember 2011, 21:58:51 »

die firmware ist meines wissens auch nicht änderbar durch den verbraucher. das ist ein gigaset 1000 tae, danach gabs gaaanz kange nix,das alte teil wurde einfach weitergebaut. nun gibts aber einen neuen.
klar kann man damit roaming und handover, das ist ja mit der basis ein netz. allerdings: die mobilteile müssen es auch können, sonst wird das nix, da roaming und handover vom mobilteil gesteuert werden.
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Leo63
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« Antworten #7 am: 08. Dezember 2011, 22:38:52 »

Meine Anmerkung bezog sich in der Hauptsache auf das weiter oben gesagte, das Repeater grundsätzlich passiv sind und kein Handover unterstützen. Zwinkernd

Klar ist auch, das Basis, Repeater und Mobilteile ein System bilden und auch nur zusammen funktionieren, also nicht beliebig Hardware verschiedener Hersteller gemischt werden kann.

Ab der 4000er Reihe gabs einen neuen Repeater, zumindest hat der ein grundlegend anderes Gehäuse und was ich persönlich ausgesprochen hinterfotzig finde, eine volkommen andere Anmeldeprozedur: Der alte Repeater läßt sich nur mit Tricks an Basen 4000 und höher anmelden...wenn er allerdings angemeldet ist, funktioniert er einwandfrei. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Ärgerlich

Natürlich hast du recht, ein Update der Firmware durch Consumer war nie vorgesehen.
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