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Autor Thema: Auerswald 5010, etc für kleines Büro ausreichend  (Gelesen 1890 mal)
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tkjoe
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« am: 14. März 2009, 09:56:48 »

Hallo,

ich suche eine TK-Anlage für kleines Büro (Neugründung) mit zwei Mitarbeitern.

Folgende Mindest-Anforderungen:
ISDN / DSL
Anschluß zweier schnurloser Telefone,
Betrieb eines MFC-Gerätes im Netzwerk
Anschluss zweier PC's (Internet per DSL), Firewall
Erweiterungsmöglichkeit Türsprechstelle
Anrufbeantworter, Wartemusik
Zentrale Verwaltung der Telefonbuch-Einträge über die TK-Anlage

Diese Produkte wurden mir empfohlen:
- Auerswald 5010 VOIP 
- zwei Gigaset S680
- MFC Brother 9440 CN

Abgesehen davon, dass der Anrufbeantworter gänzlich fehlt, bin ich mir nicht sicher,
ob die o.g. Produkten meine Anforderungen komplett abdecken.
Z.B. finde ich keine Angaben über eine Firewall.
Ausserdem können die schnurlosen Telefonen "nur" an die a/b-Ports angeschlossen werden. Ergeben sich dadurch Nachteile bzw. sollten eher ISDN-Telefone verwendet werden, die am internen S0-Bus angeschlossen werden ?

Nebenbei: Welche Einträge werden in die jeweiligen Anruferlisten vorgenommen, wenn
- ein Mobilteil ein Anruf entgegen nimmt,
- der Anrufbeantworter ein Anruf entgegen nimmt,
- ein Gespräch über Rufweiterleitung angenommen wird

Es sollte so sein, dass angenommene Gespräche (egal ob über AB, Telefon, Weiterleitung) nicht mehr auf der/den Anruferlisten sein sollen.

Ich bin kein Profi auf diesem Gebiet und würde mich über Unterstützung freuen.

Grüße Joe
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telthies
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« Antworten #1 am: 14. März 2009, 18:49:00 »

bei multifunktionscentern bist du mit brother bei einem relativ ordentlichen produkt. zum thema telefonbuch in der telefonanlage verwalten habe ich mich vor einigen tagen hier im thread http://www.telefonanlagenforum.de/forum/kaufberatung/empfehlung-fuer-bueroefh-gesucht-t1068.0.html;msg3858#msg3858 schon ausführlich ausgelassen. auch zu schnurlosen findest du in meinen beiträgen hier und auch in meinem ebay-ratgeber "schnurlose telefone" (http://testberichte.ebay.de/schnurlose-Telefone_W0QQugidZ10000000002175432) umfassend erleuchtung. die einträge in die anruflisten sind in jeder konstellation ein wenig anders. bei endgeräten an analogen schnittstellen a/b gilt generell, daß ihnen lediglich die rufende nummer (clip-signal) übermittelt wird. eine kommunikation findet nicht statt: weder kann ein endgerät der anlage sagen: "ich habe den ruf entgegengenommen" noch kann die anlage dem anderen endgerät sagen: "dein kollege hat sich schon darum gekümmert, du kannst die nummer aus deiner liste wieder löschen". lediglich zwischen anlage und isdn- und/oder systemtelefonen klappt diese zusammenarbeit, sodaß ein angenommener ruf nicht mehr an einem anderen apparat in die liste unbeantworteter gelangt bzw. dort verbleibt. bei annahme des rufes durch den AB ohne hinterlassene nachricht bleibt der anrufer meist anonym (ausnahme: mache isdn-telefone - z.b. das "historische" ascom eurit30 - behalten auch die nummern anderswo abgefragter anrufe, wenn sie sich im ruhemodus befinden - d.h. anrufe in "nachtschaltung" nicht signalisieren).

zum thema firewall wirst du in telefonanlagen-prospekten nichts finden. die gehört auf den server. die tk-anlage ist, wenn sie pc´s anschluß bietet, für sie ein router. wer eine firewall will, installiert sie für gewöhnlich auf dem server, also zwischen öffentlichem netz und client (vom weg her also dort, wo hier die tk-anlage den router spielt). ohne server müßte sie dann also wohl auf jeden pc - allerdings übernimmt der router meist auch die funktion des proxy-servers und erreicht damit schon teilweise die sicherheitswirkung der firewall. wenn ihr nichts höchstgeheimes macht, mag der router schon genügen. jetzt aber schnell weg hier, gleich hauen mich die security-spezialisten ;-)
« Letzte Änderung: 14. März 2009, 18:51:15 von telthies » Moderator informieren   Gespeichert

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tkjoe
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« Antworten #2 am: 15. März 2009, 23:37:31 »

Hallo telthies,
vielen Dank für die hilfreichen Links und Antworten.
Zitat
...die tk-anlage ist, wenn sie pc´s anschluß bietet...
Die Anlage hat "nur" eine Ethernet-Schnittstelle, d.h. DSL-Modem und Router sind nicht integriert !?
Sollte das nicht in einer kompakten TK-Anlage enthalten sein ?
mfg Joe
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telthies
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« Antworten #3 am: 16. März 2009, 12:28:23 »

ich kenne nicht jedes produkt, sehe mir die 5010 aber gerne mal an. eigentlich gehört ein router nicht (als standard) in eine tk-anlage. aber im soho-marktsegment herrschen eben andere wünsche und erwartungen vor als im business-bereich (gaming- und online-süchtige familien ./. bürokommunikation, gimmicks ./. gebrauchsnutzen) - das führt zwangsweise zu unterschiedlichen leistungsprofilen der produkte. und mit der zeit eben auch zu (klein)gewerblichen anwendern, die manche gimmicks inzwischen für features halten und sich wundern, wie soetwas wichtiges in professionellen produkten dann fehlen kann. aber das ist eben der unterschied zwischen familientelefonanlagen und professionellen pbx´: das eine ist unterhaltungselektronik, das andere bürokommunikation.

das heißt nicht, daß ein integrierter router in einer tk-anlage nicht nützlich wäre. aber man trifft ihn eben häufiger in die käufergruppe "familien" adressierenden produkten als in denen für professionelle anwender.

wenn die anlage eine ethernet-schnittstelle hat, sollte man sinnigerweise erwarten, daß sie das netzwerk auch ins netz bringt. nur zum programmieren allein wäre die m.e. verschwendung. aber wie gesagt: ob die 5010 eine routerfunktion hat, muß ich erst nachsehen.
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« Antworten #4 am: 17. März 2009, 10:39:19 »

Also zu den Fragen hier gibt es mehrere ganz einfache Lösungsmöglichkeiten, wobei die einfachste wohl ist, auf den Info-Seiten beim Hersteller sich zu dem Produkt kundig zu machen.
Zur Frage mit der einzelnen Ethernet-Schnittstelle: daran sind alle unterstützten Leistungsmerkmale durch Anschluss eines LAN-Switches nutzbar. Also müsste man ein solches Zusatzteil dort anschließen, um die Ports (Anschlüsse) zu erweitern.
Vom Funktionsumfang her stellt dieses Modell ganz sicher alle oben gewünschten Funktionen bereit.
Jedoch läßt sich auf die Schnelle und für einen Laien grundsätzlich nicht erkennen, ob das Netzwerk (Internet) für die PC´s über die Anlage so einfach realisierbar ist.
Deshalb sollte man vllt. auf ein von der TK-Anlage getrenntes Netzwerk für reines Internet ausweichen.
Ein auf Auerswald spezialisierter Fachhändler, mit ausreichend praktischen Erfahrungen sollte dazu genauere Auskünfte geben können.
Im Produktflyer und auf den jeweiligen Seiten ist keinerlei Hinweis auf eine Routerfunktionalität bezüglich Nutzung als IP-Netzwerk-Router zum "Surfen" zu finden.
Die Netzwerkschnittstelle dient der Nutzung zur Administration sowie der gesamten Telefoniekommunikation über VoIP (DSL) sowie CTI (Computer unterstütze Telefonie).
Sollte die zukünftige Anlage allerdings alle genannte Möglichkeiten vereinen, so wird man ganz sicher bei Auerswald oder einem anderen gleichwertigen Anbieter (Elmeg / Agfeo / Telekom ...) mit einem ähnlichen Modell z.B. Auerswald Compact 2104 ADSL (ohne int. S0-Bus) zufriedenstellend bedient.
Da die Palette der Möglichkeiten entsprechend groß ist, kann man hier wohl nicht das Idealgerät vorschlagen.
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