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Autor Thema: Erneuerung der Strukturen bei Mittelgroßer Firma  (Gelesen 373 mal)
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s180
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« am: 04. Januar 2012, 16:35:33 »

Hallo allesamt,
ich setze mich seit Wochen mit dem Thema Telefonanlage auseinander und finde laufend neue Informationen, manchmal recht widersprüchliche.
Deshalb dachte ich mir ich frag mal nach, ob es noch Tips und Anregungen gibt.
Wir sind eine mittelgroße Firma und leider ist nicht alles dokumentiert, weshalb ich mir viele Sachen selber zusammengesucht habe.

Bisher nutzen wir irgendeine uralte Siemens TK Anlage, HiPath3300 glaube ich, welche aber den modernen Anforderungen immer weniger gerecht wird.
Gerade weil sie nur 3 Dect-Basisstationen haben kann.
Außerdem sind nur Gigaset s1 oder sl3 Telefone möglich, welche absolut minderwertig sind, jedenfalls bei uns.
Wir haben mindestens einen Anlagenanschluss an dem 59 Mitarbeiter angebunden sind.
Es könnte aber auch noch sein, dass wir zusätzlich einen 2. Anlagenanschluss für eine andere Firma mitverwalten, zumindest weiß ich, dass sie an einen unserer NTBA's (wir haben 3 im Keller) hängen.
Ich werde das aber mal vernachlässigen, weil sie sich eigentlich demnächst selbst verwalten sollen.

AllgemeineFragen:
- Lizenzen sind immer ziemlich unersichtlich wenn an selber recherchiert. Ich hab hier schon gelesen, dass Panasonic(unserer favorit bisher) nur bei IP und SIP welche hat. Kann man das irgendwie erkennen vorher?
- Können die Dect-Basisstationen handover? Ich dachte das sei eher eine Repeater Funktion und bei Basen bräche das Gespräch ab beim Wechsel?
- Eigentlich wollten wir komplett auf VOIP mit WLAN-Mobilteilen umsteigen, aber da scheint es noch eine dicke Marktlücke zu geben, abgesehen von Handys mit App?
- Ich hab immer wieder GSM bei Panasonic gelesen. Ist damit gemeint, dass ein Handy direkt als Gerät mit der Telefonanlage kommunizieren kann und wenn ja, wie ist da die Reichweite?
- Warum sind die meisten Telefone gerade bei VOIP so dicke Tischklopper ohne merkliches Design?

Anforderungen:
- Mindestens 70 Mitarbeiter sollten schon möglich sein am Ende.
- Jeder Mitarbeiter soll per Dect (oder WLAN) angebunden sein und sich auf dem kleinen Gelände frei bewegen können.
- Probleme machen eher die Stahltüren und dicke Wände, weshalb mehr Basistationen nötig sind, ich denke mindestens 5.
- Bisher haben wir nur einen normalen Anlagenanschluss, aber eventuell wird versucht ein Primärmultiplexanschluss zu bekommen, also sollte die Anlage zumindest eine Möglichkeit haben das zu händeln (optional)
- Ganz wichtig ist, dass sie selbst verwaltet werden kann, weil sich hier alle paar Tage mal etwas ändert und nicht immer ein teurer Techniker kommen soll. Am besten wäre dabei ein Webinterface.
- Ankommende Anrufe sollen an bestimmte freie Mitarbeiter geleitet werden können oder Wartemusik hören, falls alles besetzt ist ist.
- Ein Anrufbeantworter für jede Nebenstelle wäre auch etwas Gutes.
- Ein zentrales Telefonbuch wäre ein wahrhafter Traum.
- Voip sollte zumindest für die Zukunft enthalten sein, ob extern oder intern.
- Am besten ohne großartig durch Lizenzen beschränkt zu werden.

Bisher haben wir die Panasonic KX-NCP1000NE in betracht gezogen, aber oft lese ich, dass diese nur reine IP kann, obwohl bei Panasonic etwas anderes steht.
Zeitweise habe ich auch eine Asterisk Telefonanlage zusammengemauschelt, welche gute Ergebnisse bot, aber wegen Zuverlässigkeit und den Zusatzkarten eher ungern gesehen ist.
Ich denke, das sind schon ziemlich hohe Anforderungen, aber falls jemand Ideen oder auch gute Infoblätter, Tutorials bzw. Definitionen hat dann nehme ich die gerne und informiere mich ertsmal selber. Aber wie gesagt findet man oft nur schwerlich etwas.
Hoffe ich habe jetzt ertsmal nichts vergessen. Auf jeden Fall schon mal vielen Dank (:

P.S. Die Abfrage bei der Registrierung: Welches Jahr haben wir, ist wohl veraltet^^

Grüße
Sascha
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panter
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« Antworten #1 am: 04. Januar 2012, 18:19:23 »

Hallo Sascha,

ich finde es toll das ihr eine Panasonic NCP zu euren Favoriten zählt. Deshalb dazu ein paar Aussagen:
die NCP kann sowohl mit S0-Anlagenanschlüssen,S0-Mehrgeräteanschlüssen als auch mit Primärmultiplex-Anschlüssen umgehen.
DECT kann sie natürlich auch, aber maximal 64 Mobilteile verwalten. Bei den DECT-Basisstationen hast du die Wahl zwischen 2Kanal und 8Kanal oder 8Kanal over IP.
Die NCP ist eine IP-Anlage. kann aber auch mit der traditionellen Telefonie umgehen.Lediglich die Anzahl der Ports ist begrenzt. Für alle VoIP- Anwendungen ist ein DSP Karte notwendig. Diese beinhaltet je nach Ausführung schon einige Lizensen für VoIP.
Zentrales Telefonbuch ist Standard.
Eine SVM Karte für die Anrufbeantworterfunktion ist im Grundausbau vorhanden ebenso wie die möglichkeit Wartefeldansagen aufzusprechen.
Wenn Panasonic von GSM spricht, ist auch GSM gemeint. Das bedeutet, das man Handys mit in Rufgruppen einbinden kann und von dort auch auf die Anlage zurückverbinden kann. Zur Anbindung wird die normale Amtsanbindung genutzt.
Außerdem sind kostenlose Lizensen für CTI mit dabei.

Die Installation sollte von einem Fachmann erfolgen, aber administrieren kann man die auch selbst.

Viele Grüße
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Wenn man erstmal einen Namen hat,
 ist es ganz egal, wie man heißt!
telthies
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« Antworten #2 am: 04. Januar 2012, 20:02:16 »

Nun ja, soo uuralt ist eine Hipath ja noch nicht, uralt - aber nicht schlecht, und daher immer noch im Feld - wäre schon ehr eine Hicom. Es ist leider nicht unüblich, Anlagen aus Gründen wettbewerbsfähiger Angebotspreise mit zu geringen Erweiterungsfähigkeiten in Teilen (wie DECT) oder im Ganzen (Gesamtzahl der Anschlüsse bzw. Lizenzen) zu bemessen. Auch steht insbesondere Siemens wohl nicht ganz unschuldig oft gehört in dem Ruf, Projektrabatte später mit Lizenzen wieder hereinzuverdienen. Aber das können die nicht ganz als einzige sehr schön.

Bei DECT ist es auch ohne bauliche Hindernisse eine Kunst für sich, die geschicktesten Aufhängeorte der Basen zu finden, um den Campus bestmöglich und wirtschaftlich abzudecken. Bei jetzt 59 und angenommenen später 70 telefonierenden Mitarbeitern sind eigentlich meist schon fünf Basisanschlüsse nötig und demenstprechend ein Multiplexanschluß in der Gesamtschau manchmal schon wirtschaftlicher.

Die IP-Versionen der Systemtelefone sehen in der Regel äußerlich gleich aus wie ihre Up0-Pendants, insofern kann ich den Eindruck von klobigerem Design nicht nachvollziehen.

Bei einem Projekt eurer Größenordnung lohnt (um nicht zu sagen, empfiehlt) sich eine individuelle unabhängige Beratung schon sehr. Gerne bin ich diesbezüglich auch bei der Suche nach einem Kollegen in eurer Nähe behilflich.

Technische Daten konkreter Modelle zu recherchieren, ist für sich selbst als
Entscheid(ungsvorbereit)er zum mitreden können ganz nett, aus einer Ausschreibung würde ich Vorfestlegungen auf bestimmte Hersteller aber grundsätzlich herauslassen. Da nennt man besser nur Anforderungen, an denen sich alle Angebote zu messen haben. Ob die nachher wirklich alle richtig erfüllt werden, sieht das geschulte Auge eines spezialisierten Beraters am besten. Auch sollte man nie unterschätzen, was einem selbst durch "Betriebsblindheit" an wichtigen und später teuer nachzuberücksichtigenden Details entgeht. Aber dazu näheres per PN.

P.S. (@all): es ist grundsätzlich immer hilfreich, bei den Situationsbeschreibungen auch Angaben zur Tätigkeit des Unternehmens zu machen. Vordergründig ist es dem Telefon zwar egal, ob ein Handwerker oder Händler damit telefoniert, aber für die Lösungsfindung per Ferndiagnose wie es ein Forum ja versuchen will zählt jedes Detail, welches das Profil illustriert. Auch ist wichtig zu wissen, ob von einem einzigen Standort die Rede ist, oder von einer Filiale in einem größeren Netz (auch wenn die Anlagen noch nicht miteinander verbunden sind und nur an einem Standort eine Veränderung ansteht).
« Letzte Änderung: 04. Januar 2012, 20:20:28 von telthies » Moderator informieren   Gespeichert

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« Antworten #3 am: 05. Januar 2012, 10:11:25 »

Hey,
vielen Dank schon mal, das hilft schon enorm weiter alles.

Also erstmal noch die weiteren Details. Wir haben nur einen Standort der versorgt werden soll auch wenn wir mehrere haben, diese sind aber nicht relevant, weil nur sie nur ein Telefon haben.
Auf dem Gelände gibt es 3 Gebäude die versorgt werden müssen mit einem Parkplatz in der Mitte von mh 28*100m denke ich.
Die Tätigkeiten sind unterschiedlich wie sie nur sein können von Handwerk über Verkauf zu Planung etc. jedoch hat sich gezeigt, dass die Mitarbeiter sowieso nur eine Telefongattung haben wollen, damit sie nicht bei jedem Telefon neu überlegen müssen wie es geht.
Selten ist man nämlich wirklich an einen Standort gebunden, deshalb auch Dect oder Mitbenutzung von anderen Telefonen.
Ich weiß nur das wir den HiPath Manager 3000 benutzen. Die Anlage ist dennoch etwas dürftig was Benutzerfreundlichkeit angeht. Außerdem sind eben die maximal 3 Basisstationen bei uns ein Killer.
Das Siemensanlagen nicht so gern gesehen sind liegt schlicht an der Tatsache, dass sie einen gerne vom System ausschließen und/oder man einen teuren Techniker benötigt um etwas einzustellen. So waren die Erfahrungen wohl bisher.
Das die Telefone klobig erscheinen wird wohl dem Grund entspringen, dass ein Großteil der Firma Designer sind, ich denke das ist eben Geschmackssache.
Gibt es den eine Liste mit verfügbaren Telefonen für die Anlagen von Panasonic bzw. gehen nur Panasonic Dect-Endgeräte oder auch andere Geräte mit GAP?
Das 8-kanal Dect fällt denke ich Aufgrund der relativ großen Distanz die abgedeckt werden muss doch weg oder ist das inzwischen auf größeren Entfernungen auch stabil?
Die Informationen klingen aber schon ziemlich gut und sind erfreulich. Das sie nur 64 DECT-Geräte kann sollte in Ordnung sein, da viele vermutlich doch per GSM mit ihrem Handy dann telefonieren möchten allein wegen den ganzen Kontaktdaten.
Das mit dem GSM wäre deshalb noch mal interessant. Das Handy geht also ganz normal über das Funknetz aber endet dann an unserer Anlage? Also geht man dann über seinen Anbieter oder muss man irgendwas hinterlegen im Handy?
Oder aber sendet die Anlage das Signal und leitet dann die Telefone weiter?
Der Bereich ist für mich noch ziemlich neu und interessiert mich schon sehr, weil ich denke, dass es die Kaufentscheidung mit beeinflusst.

Neben den Panasonicgeräten hatte ich auch noch kurz die Nec Univerge im Auge, aber da gibt es auch eher wenig Informationen.

Noch wird diskutiert wie viele Personen gleichzeitig raus telefonieren müssen. Bisher ging das mit den 1+2(+2?) Leitungen ganz gut, aber da unten immer zig NTBA's zu haben stört schon sehr. Deshalb auch ein zusätzlicher Weg per VOIP oder Multiplex.
Eine unabhängige Beratung sowie Installation folgen, jedoch sollte generell erstmal Abgeschätzt werden was es kann und was es kostet bevor weiter Beraten wird. Wir haben soweit ich weiß auch jemanden der die alte Anlage mal betreute, aber mehrere Richtungen am Ende dann zu haben sind auf alle Fälle gut.
Das wir dann nur unsere Wünsche äußern ist auch sinnvoller auf sich auf etwas zu verstarren, wo es am Ende doch bessere Angebote gibt.

Vielen Dank auch für die zahlreichen PN's welche ich nun beantworten werden (:
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« Antworten #4 am: 05. Januar 2012, 16:08:17 »

Daß jeder Mitarbeiter etwas anderes macht als die anderen, war mir schon klar. Ich meinte auch, was die Tätigkeit des Unternehmens ist (z.B.: "LKW-Händler und Werkstatt, Ersatzteilstützpunkt für angebundene kleinere Händler, sonst nur End-, aber nicht Privatkunden" wäre eine solche Beschreibung, oder auch "Reisebüro mit drei Filialen, bei Katalogreisen nur Vermittlung, bei Busreisen auch selbst Veranstalter, daneben Schulbusbetrieb").

GAP reduziert DECT immer auf die Grundleistungen, quasi als müßte ein Erwachsener noch´mal mit dem Wortschatz und den Fähigkeiten eines Dreijährigen auskommen. Dieser scheinbare Ausweg, schickere oder leistungsstärkere Fremdmobilteile einzubinden, ist also eher ein Irrweg.

Abgesetzte Standorte sollte man immer in Planungen einbeziehen - es sei denn es sind "Einsiedeleien" z.B. in Form eines Lagers wo nur für Notfälle ein Telefon hängt.
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« Antworten #5 am: 05. Januar 2012, 16:34:39 »

Möbel Produzent/Design-Firma mit zusätzlichen Verkauf und Wekshallen würde ich dann Spontan sagen aber es wir eben viel mehr gemacht zusätzlich. Architektur und Gestaltung gehören da auch dazu.

Mh das ist natürlich dann schade, aber dann natürlich doch lieber native Telefone des Herstellers, sehr guter Hinweis.

Es ist noch nicht sicher ob diese Standorte erhalten bleiben oder eben alles zusammengeführt wird. Aber dort sitzt sowieso nur ein Mitarbeiter, welcher vielleicht 2-3 mal am Tag kurz telefoniert also quasi schon Einsiedlerberechtigung. Eine Einbindung per VOIP ist nicht notwendig.

Ich wurde vorhin nebenbei etwas gefragt:
Wenn ein Anruf ankommt und eine freie Leitung bekommt wird er einem Mitarbeiter zugewiesen, welcher Anrufe annehmen darf. Dieser will nun weitervermitteln an einen anderen Mitarbeiter, dieser Spricht aber noch. Kann die Anlage das dann handhaben und das Gespräch für den weitergeleiteten Mitarbeiter halten, so dass der andere dann wieder Anrufe entgegennehmen kann?
Ich glaube da gab es einen Fachbegriff für oder?

Fragen über Fragen^^
Grüße Sascha
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« Antworten #6 am: 05. Januar 2012, 16:41:55 »

Ich wurde vorhin nebenbei etwas gefragt:
Wenn ein Anruf ankommt und eine freie Leitung bekommt wird er einem Mitarbeiter zugewiesen, welcher Anrufe annehmen darf.
was heißt "er wird zugewiesen" ? - gelangt der Anrufer an seiner Rufnummer erkannt (oder nach Eingabe seiner Kundennummer) zum zuständigen Sachbearbeiter ?

Dieser will nun weitervermitteln an einen anderen Mitarbeiter, dieser Spricht aber noch. Kann die Anlage das dann handhaben und das Gespräch für den weitergeleiteten Mitarbeiter halten, so dass der andere dann wieder Anrufe entgegennehmen kann?
Ich glaube da gab es einen Fachbegriff für oder?
Vermitteln / weitergeben ohne Abwarten des Meldens funktioniert grundsätzlich so, daß der Abgebende danach wieder frei ist. Der wartende Anrufer liegt währenddessen auf "Halten". Wird er nicht innerhalb einer vorgegebenen Zeit (z.B. 45 Sek.) abgefragt, erfolgt ein "Abwurf". Meist ist die Abwurfstelle identisch mit der Abfragestelle ("Zentrale") konfiguriert, da dies default üblich ist und selten geändert wird. Es ist auch möglich, daß der Gehaltene dann als "Wiederanruf" zum Abgebenden zurückkommt, wenn dieser inzwischen noch / wieder frei ist.
« Letzte Änderung: 05. Januar 2012, 17:02:58 von telthies » Moderator informieren   Gespeichert

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