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Autor Thema: TK-Anlage für 4x S0 Anschluß und 12 SIP Telefone  (Gelesen 870 mal)
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korncola
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« am: 19. Dezember 2011, 00:42:33 »

Wir sind ein kleines technikaffines Unternehmen mit ca. 30 Mitarbeitern. Zur Zeit betreiben wir mit 2 ISDN-Mehrgeräteanschlüssen einen Linuxserver mit asterisk, der die Anrufe zu 12 SIP-Telefonen vermittelt. Wir benutzen keine SIP-Accounts bei Providern, alle Anrufe werden über ISDN abgewickelt.
Da wir zum Jahreswechsel in ein neues Büro ziehen und im Zuge dessen zusätzlich zu den 2 Mehrgeräteanschlüssen noch 2 Anlagenanschlüsse bekommen und ich auch mit der Zuverlässigkeit unserer asterisk-Anlage, die ich seit knapp 2 Jahren administriere, nicht mehr zufrieden bin, überlege ich ernsthaft einen fertige Anlage anzuschaffen.
Bisher habe ich eine Auerswald COMmander Basic.2 19" und eine Siemens HiPath Anlage aus der 3000er Serie in Betracht gezogen.
Bei der Auerswald-Anlage hat mich nach dem Lesen der Handbücher der modulare Aufbau und die Klarheit der Erklärungen über Erweiterbarkeit angesprochen, außerdem möchte ich das Gerät selbst installieren und konfigurieren, dies wäre mit dem Webinterface ja kein Problem. Allerdings bin ich etwas verwirrt ob der Einschränkung auf 2 VoIP-Kanäle; oder ist damit nur externes IP-Telefonie gemeint, d.h. unsere 12 internen SIP-Telefone würden anstandslos über die dann verfügbaren 8 Kanäle der 4 S0 Leitungen nach draußen telefonieren können (sprich 8 gleichzeitig)?
Auch kann ich nicht einschätzen ob die Anlage schon "too much" für uns ist und wie es um Qualität und Zuverlässigkeit der Anlagen des Herstellers bestellt ist.

Siemens hab ich einfach wegen des Namens (und da ich Auerswald nicht wirklich kenne) in Erwägung gezogen, bin allerdings von der unklaren Aussagen der Prospekte und Wikiseiten von Siemens-Enterprise enttäuscht. Auch scheine ja Lizenzgebühren fällig zu sein.

Vielleicht hat hier ja auch noch jemand einen anderen Tip für uns. Vielen Dank! Smiley

Grob noch einmal die Anforderungen:
4x S0 extern
15 - 20x intern SIP
1x a/b für FAX
19" Format

Liebe Grüße
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telthies
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« Antworten #1 am: 19. Dezember 2011, 01:07:43 »

In dieser Größenordnung würde mein erster Blick auf Funkwerk EC (elmeg, bintec) fallen. Und natürlich dächte ich da wohl auch an Systemtelefone statt an die Weiterverwendung bestehender Apparate (egal ob ISDN- oder IP-Telefone), da in dieser Betriebsgröße die Arbeitsteiligkeit ja doch schon recht weit fortgeschritten ist, was sich in der "Teamfähigkeit" der Telefone niederschlagen sollte.

Am passendsten können wir euch raten, wenn wir mehr über euch wissen: Art des Geschäftes (Branche, handelnd oder dienstleistend, Endverbraucher oder B2B, ...).
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korncola
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« Antworten #2 am: 19. Dezember 2011, 01:26:18 »

Wir sind ein Dienstleister, der Online-Rubrikenmärkte zur Verfügung stellt und haben daher fast auscchließlich B2B-Kontakte.

Die bintec Modelle sehen interessant aus, allerdings benütigen wir keine Routerfunktion. Was spricht in unserem Falle gegen das Auerswald-Modell das ich ansprach?
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telthies
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« Antworten #3 am: 19. Dezember 2011, 16:20:09 »

Was spricht in unserem Falle gegen das Auerswald-Modell das ich ansprach?
Nichts. Ich sehe nach 20 Jahren TK-Consulting den Leuten schon wenn sie zur Ladentür hereinkommen, im übertragenen Sinne ihre Hosengröße (und welcher Hersteller den passenden Schnitt fertigt) an - daher bin ich in diesem Fall gleich zum Funkwerk-Regal gegangen. Aber Auerswald geht auch. Auch VOIP-Server können eure Zwecke gut erfüllen, wenn sie dafür gedacht sind und nicht aus für den Haushaltsallroundgebrauch gedachten, als Server mißbrauchten PC´s bestehen.
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AngebissenerApfel
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« Antworten #4 am: 19. Dezember 2011, 20:08:52 »

Guten Abend,

ich würde an dieser Stelle an eine Auerswald COMmander 6000R tendieren. Das ist der offizielle Nachfolger der Basic.2 19".

Mein Ausbauvorschlag:
1x 4S0-R-Modul
1x 8VoIP-Modul (kann später auf 16 Kanäle freigeschaltet werden) oder alternativ gleich der 16VoIP-Modul
1x Cisco PAP2T (ATA zum Anbinden des analogen Faxes über VoIP)

Zur VoIP-Integration:
Bei der 6000er kann man immer die maximale Teilnehmerzahl mit VoIP realisieren. Die VoIP-Kanäle kann man dann bedarfsorientiert dazu konfigurieren. Ich mache es immer vom jeweiligen Telefonieaufkommen abhängig, ob ich gleich die volle VoIP-Kanalzahl vorhalte oder es stufenweise mache.
Beispiel: Wenn von den z. B. 15 internen SIP-Teilnehmern normal nur 8 Telefonieren, brachst Du nur das 8VoIP-R-Modul im System. Wird es mehr, kannst Du mit einer simplen Freischaltung auf 16 Kanäle erweitern. Reicht das nicht aus, kannst Du bis zu 4 VoIP-Module mit insgesamt 64 VoIP-Kanälen in der Anlage betreiben. Die Kanäle können immer für System- und Standard-SIP-Telefone verwendet werden.

Mit dem Cisco PAP2T habe ich gute Erfahrungen sammeln können. Fax über IP geht in Verbindung mit der COMmander 6000R tadellos. Ich habe bisher noch keine Einschränkungen festgestellt. Der Vorteil so einer Anbindung, ich brauche kein separates Analog-Modul für nur ein Fax kaufen und man kann die IP-Infrastruktur bis zum Faxgerät verwenden.



Grüße
AngebissenerApfel
« Letzte Änderung: 19. Dezember 2011, 20:10:57 von AngebissenerApfel » Moderator informieren   Gespeichert
doerner
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« Antworten #5 am: 21. Dezember 2011, 21:28:20 »

Ich würde mir überlegen, ob es sich nicht noch einmal lohnt auf die neue (FreeSWITCH-basierte) Version von Gemeinschaft* (BSI lässt grüßen) zu warten, welche für den 10.1.2012 angekündigt worden ist.

*[edit telthies: "Gemeinschaft" ist die Produktbezeichnung einer Asterisk-TK-Anlage, mehr dazu unter www.amooma.de - bitte künftig bei solchen Namen, die mit Begriffen aus dem allgemeinen Sprachgebrauch identisch sind darauf hinweisen, wenn Produktbezeichnungen gemeint sind]
« Letzte Änderung: 23. Dezember 2011, 00:00:04 von telthies » Moderator informieren   Gespeichert
Schlaubi01
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« Antworten #6 am: 29. Dezember 2011, 14:06:19 »

Hi,

der unklaren Aussagen der Prospekte und Wikiseiten von Siemens-Enterprise enttäuscht. Auch scheine ja Lizenzgebühren fällig zu sein.

tja, kaum zu glauben, Siemens baut keine kostenlosen Freeware-Anlagen. Die muss man tatsächlich (auch in Form von Nutzerlizenzen) bezahlen....

Zitat
15 - 20x intern SIP

"intern SIP" kannst du bei Siemens in dieser Grössenordnung vergessen, SIP-Endgeräte (selbst die von Siemens) werden nur rudimentär unterstützt, d.h. anrufen und angerufen werden, evtl. noch Weiterverbinden, das war´s im Grossen und Ganzen. Die vielen dutzend Leistungsmermale, die die Anlage kann, können mit SIP-Endgeräten nicht genutzt werden.




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telco
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« Antworten #7 am: 29. Dezember 2011, 21:26:10 »

Ich stimme da
doerner
voll und ganz zu .

Gemienschaft ist eine super elefonanlage .
Wer sich mal auf ein Webinterface als admin einloggen will den kann ich es zu Verfügung stellen.

Fax läuft super für jeden account .
 
Und das auch noch umsonst wo gibt es sowas noch .

Ich würde aber dazu Snom 370 Telefone nehmen . Das ist eine runde Sache .
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TheLittle
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http://www.tkr.de/support/voip-anlagenkopplung


« Antworten #8 am: 30. Dezember 2011, 20:22:01 »

so langsam erwarte ich eine kleine Rückmeldung:

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korncola
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« Antworten #9 am: 12. Januar 2012, 23:55:53 »

Etwas verspätet die Rückmeldung Smiley Hintergund dazu kommt gleich...
Erstmal vielen Dank für Eure Antworten!

Ich habe mich eigentlich genau an AngebissenerApfels Empfehlung gehalten. Wir haben seit gestern die Auerswald 6000R 19" Anlage in Betrieb und ich bin noch immer völlig baff. Die Anlage macht auf mich einen sehr guten Eindruck, es funktioniert (fast) alles wie es soll, das Webinterface ist klar gegliedert und erleichtert mir sehr den Einstieg in die "Tk-Thematik". Eigentlich ging das viel zu einfach  Grinsend
Vielen Dank 'AngebissenerApfel' für den Tip mit dem Cisco PAP2T, einfach solide und gut, und dennoch mit genug Optionen für Profis. Kein Vergleich zur FritzBox, die wir im alten Büro zur Anbindung des a/b Faxes an unsere SIP Infrastruktur verwendet haben.  Zwinkernd
Das einzige was noch nicht klappt ist die Anbuindung der externen Mehrgeräteanschlüsse (sobald ich auf extern Mehrgeräteanschluss stelle wird der Port rot), die wir zur schleichenden Migrierung unserer alten MSNs verwenden wollen, aber das bekomm ich auch noch hin. Solange die Anlagenanschlüsse funktionieren, hab ich da keine Sorgen.

Eigentlich hat nur ein Modell unserer VoIP-Telefone Probleme gemacht, das Telekom Sinus 501V. Bei eingehenden Anrufen darauf (egal ob extern oder intern) konnten sich beide Seiten nicht hören. Ein Umflashen auf Gigaset-Firmware und dann ein Upgrade auf die neueste Version brachte dann die Lösung (wobei die Ursache mich schon interessiert hätte). Danach hatte ich das Problem, daß erst nach 3 Sekunden am Gesprächsanfang (nach einem Knacken) sich die Teilnehmer hören konnten. Das habe ich gelöst in dem ich den Codec beim Telefon fest auf G.711a gestellt habe.
Andere VoIP-Telefone haben auf Anhieb ihren Dienst verrichtet: Makeln, Rückfragen, Halten, Verbinden etc alles kein Problem.
Für den Empfang überlegen wir ein schönes VoIP-Systemtelefon anzuschaffen, dann sollte unsere Empfangsdame viel Spaß mit der Anlage haben Smiley

Das Ganze hat sich ziemlich herausgezögert, weil die benötigten Teile alle lange Lieferzeiten hatten und dazu noch ein Modul falsch geliefert wurde: Auf dem Karton war zwar ein original Auerswald-Aufkleber "16 VoIP R Modul", drinne lachte mich allerdings ein 8 a/b Modul an  Grinsend Darum schreibe ich auch erst jetzt, da das fehlende VoIP Modul uns gestern endlich erreicht hat und die Anlage endlich läuft.

@telco, doener:
Gemeinschaft kenne ich, kam aber nie für mich in Frage, da ich in den letzten 2 Jahren mit asterisk nicht die besten Erfahrungen gemacht habe. Ist aber meine persönliche Meinung und mein Chef wollte genau wie ich auch gern was "kornzernmäßiges". Die 6000R macht sich schon gut im Schrank mit den Switches und Patchfeldern.

@schlaubi01:
ich wollte die Anlage nicht umsonst, aber wenn ich viel Geld für Hardware ausgebe, möchte ich diese auch im Rahmen des technisch Möglichen nutzen und nicht für jeden Mist Lizenzgebühren zahlen. Ist wie mit Windows-Servern, bei denen man für die Nutzung seines eigenen Servers zahlen darf (Stichwort: Client-Access-Licenses).
In der Hinsicht bin ich mit Auerswald sehr zufrieden Smiley
« Letzte Änderung: 12. Januar 2012, 23:58:23 von korncola » Moderator informieren   Gespeichert
telthies
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« Antworten #10 am: 13. Januar 2012, 00:02:59 »

Für den Empfang überlegen wir ein schönes VoIP-Systemtelefon anzuschaffen, dann sollte unsere Empfangsdame viel Spaß mit der Anlage haben
Empfangsdamen (soweit sie gleichsam Telefonistinnen sind) sollten vor allem Überblick haben - den schafft man nicht mit Schick, sondern mit Besetztlampenfeldern.
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korncola
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« Antworten #11 am: 13. Januar 2012, 00:10:19 »

Das meinte ich ja mit "schick" - bin Techniker kein Ästhet.
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