telthies
Globaler Moderator
Hero Member
   
Bewertung: +172/-80
Offline
Beiträge: 4.090
|
 |
« Antworten #1 am: 22. November 2011, 13:44:23 » |
|
Ob direkt am ISDN-NTBA oder mit Anlage dazwischen, ist völlig irrelevant - je ISDN-Basisanschluß gibt es exakt zwei Nutzkanäle (auch Sonntags und bei Vollmond werden es nicht mehr). Dadurch können darauf also genau zwei aktive Verbindungen gehalten werden. Angeklopft wird (egal, ob durch einen zweiten oder dritten Anrufer, beim ersten wäre es ja noch "anrufen", weil die "Leitung" vorher frei war) grundsätzlich im Datenkanal, der nur für solche Dinge zur Verfügung steht. Über ihn kommt also nicht der dritte Anrufer selbst herein, sondern nur die Information, wer da noch "vor der Tür steht". Beim Makeln wird der Erstanrufer in der Vermittlungsstelle gehalten, bis die Verbindung zu ihm wieder durchgeschaltet wird. In der Zwischenzeit ist ein Nutzkanal dafür frei, mit dem Zweitanrufer zu sprechen und umgekehrt. Telefoniert ein Mitarbeiter mit zwei Gesprächspartnern, kann ein dritter anklopfen. Telefonieren zwei Mitarbeiter mit je einem Gesprächspartner, kann bei jedem ein weiterer anklopfen. Durchgeschaltet werden können die Anklopfer erst, wenn für jeden Anklopfer eine bestehende Verbindung makelnd gehalten oder beendet wird. An der Gesamtzahl von maximal zwei durchgeschalteten Verbindungen je Basisanschluß ist nicht zu rütteln - wem das nicht reicht, der benötigt mehr Basisanschlüsse.
Es gibt also drei Flaschenhälse: 1) den ISDN-Basisanschluß mit nur zwei B-Kanälen 2) ggf. einen internen S0-Bus an einer TK-Anlage mit ebenfalls nur zwei B-Kanälen 3) ISDN-Standardtelefone, die meist nur zwei Verbindungen (in der Summe von Verbindungen und Anklopfern) handeln können - bei Systemtelefonen können es mehr sein, aber mit Ausnahme von Speziallösungen für Broker haben Telefone ja generell nur einen Hörer und schalten daher nur eine Verbindung zum Hörer bzw. Lautsprecher durch.
|