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Autor Thema: Hallo,  (Gelesen 1362 mal)
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BerlinerBaer
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« am: 07. Juni 2010, 00:57:12 »

hallo,

ich habe eine recht komplizierte Angelegenheit.

Sagen wir mal, ich habe eine Firma bzw. ein Callcenter. Wie kann man das so machen, das man mehrere eingehende Anrufe bekommen kann und alle die, die in der Warteschleife sind, eine Ansage bekommen mit dem Text: "Momentan sind alle Leitungen belegt, wir rufen Sie umgehend zurück."

Natürlich sollte dann auf meinem Monitor (PC) angezeigt werden, wer mich gerade angerufen hat. Wichtig ist halt, wie man mehrere eingehende anrufe zulassen kann.

Nun meine Frage. Reicht nur Software? Wenn ja, woher? Wenn nein, wo bekommt man die notwendige Hardware? Wie teuer wäre diese (Software + Hardware - wenn jemand Zahlen kennt)?

Würde mich sehr über Antworten freuen.

Gruß
BerlinerBaer
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« Antworten #1 am: 07. Juni 2010, 01:04:40 »

du solltest das ein wenig präziser beschreiben.
wieviele anrufer sollen gleichzeitig bearbeitet werden können?
wie viele mitarbeiter sind da?
wie viele anrufer sollen totz besetzter ma einen freiton bekommen oder ansage vor abfrage?
oder gar noch anders?

beschreib mal ein weig genauer, was du brauchst, sonst empfehlen wir dir hier eine lösung für 2000 mitarbeiter und 6000 anrufer^^
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« Antworten #2 am: 07. Juni 2010, 11:36:02 »

die aktuell maximale zahl der eingehenden anrufe bemißt sich in jedem moment nach der simplen formel "[insgesamt unter der rufnummer erreichbare leitungen] abzüglich [belegte leitungen]". angenommen, du hast unter der selben nummer drei basisanschlüsse gleich sechs leitungen, dann können sechs anrufe hereinkommen. sind nur vier agents verfügbar, müssen zwei anrufer warten. dann brauchst du eine zweikanalige wartefeld-lösung. in diese simple rechnung kannst du deine betreffenden zahlen entsprechend einsetzen. wenn alle agents gleichberechtigt sind (also nicht skill-based geroutet, sondern beliebig wer frei ist die anrufer annehmen sollen), richtest du einen internen sammelanschluß für alle agents ein und trägst diesen mit den rufnummern des wartefelds in die abfragematrix ein. mit skill-based routing steht dort statt derer die rufnummer des auswahlmenus, alles weitere erkläre ich lieber am konkreten beispiel, sonst wird´s zu komplex.

eine gute call-center-planung beginnt aber schon bei der dimensionierung der leitungen. die richtige kombination aus basis- und/oder multiplexanschlüssen sowie den verkehrsrichtungen (ankommend, wechselseitig, gehend und gesperrt) der kanäle ist eine wissenschaft für sich.

call center sind übrigens generell nichts für anfänger. in dieser branche geld zu verdienen, gelingt ohne erfahrung nur mit soviel glück, wie man es besser zum lotto spielen verwenden sollte. der gedanke, mit bastellösungen klein anzufangen, kann hier nur in die sichere insolvenz führen. niemand bleibt lange kunde eines call centers, dessen personaleinsatzplanung nicht tausendpromillig funktioniert. und das gelingt nur leuten mit mehrjähriger branchenerfahrung.

das gilt aber natürlich nur für richtige "call center" - nicht für "ein einliegerappartment, in dem vier hausfrauen nachmittags termine für zehn handelsvertreter machen" ;-)
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BerlinerBaer
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« Antworten #3 am: 07. Juni 2010, 13:59:25 »

Erstmal danke für die ausführlichen Antworten.

Öhm das mit dem Callcenter war nur ein Beispiel. Werde ich wohl doch mein Anliegen genauer erläutern.

Also ich bin bei der freiwilligen Feuerwehr.
Da wir ja hin und wieder mal paar Alarme haben wo wir wissen wollen, wer alles zur Wache kommt, wollten wir nun ein System einbauen, wo uns auf einem Monitor angezeigt wird wer alles kommt. Dabei soll es eine Nummer geben, die jeder anrufen kann, wo der Name des Anrufers (schon Vordefiniert anhand der Rufnummer) steht.

Gruß
BerlinerBaer

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« Antworten #4 am: 07. Juni 2010, 15:29:32 »

sowas, wie einen anrufzähler?
beispiel:
anruf von:
lieschen müller
gisbert hillebrandt
gundra effe
hansi schimmel

sowas könnte man mit einer anrufliste erreichen, die man am endgerät abfragen kann, sofern die liste nicht zu groß wird. in der regel sind 10 oder 20 einträge vorgesehen.

mist, wieder nichts mit meiner groß- tkv mit 20 000 nst. *grummel*
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« Antworten #5 am: 07. Juni 2010, 17:48:32 »

für die quittierung von empfangenen melderufen gibt es aber geeignetere wege als rückrufe, die den auslösern zugeordnet und dann auf einem monitor ausgegeben werden - wenngleich das von einem asterisk-freak durchaus zu zimmern sein dürfte. so direkt der bos-spezialist bin ich nun auch nicht, insofern habe ich da jetzt keine konkrete lösung im hinterkopf. aber machbar ist da schon einiges. erzähl´ mal ein bißchen mehr: alarmiert ihr über e*message oder bündelfunk (oder gar per sms ?), bleibt die eigene leitstelle nach dem ausrücken besetzt oder gehen weitere notrufe dann zu einer anderen und die alarmierungsquittierungen wären im einsatzleiterfahrzeug (stichwort modacom) evtl. mehr von nutzen ?  erkundigt euch auf jeden fall mal im bereich der einschlägigen verbände und gewerkschaften, was der stand der technik ist. moderne methoden integrieren viel handelsübliche technik, sodaß die kosten professioneller lösungen garnicht zwingend höher sind als die von irgendeinem gebastel, das nicht unter last erprobt ist und für dessen sichere funktion niemand geradesteht. ich beschäftige mich selber mit kommunalpolitik und kenne das lied vom geld, das nicht da ist. aber wer an der feuerwehr spart, überfordert nun einmal seine schutzengel - dieses lied müßt ihr floriansjünger mindestens ebenso laut dagegensingen.
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« Antworten #6 am: 07. Juni 2010, 19:12:53 »

Nun für das gibt es spezielle Alarmserver, wie z.B. der vom Merz. Das System wird so auch von Avaya und Panasonic und einigen anderen gelabelt.
Aber man kann es auch direkt von T-Meno beziehen:
http://www.temeno.de/

Einfacher geht keine Alarmierung, und auch die Bestätigung, wer erreicht worden ist. Das kann per Rückruf oder Tastenbestätigung erfolgen.
Und bei weiten nicht so teuer wie von den TK Herstellern, klar die müssen ja Lizenzgebühren dafür bezahlen. Zudem ist das ganze ISO und EN zertifiziert, man nimmt ja nicht für Notrufe Bastellösungen, so ein System sollte sicher sein.
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« Antworten #7 am: 07. Juni 2010, 22:02:58 »

ach ja, merz - wie konnte ich die vergessen. manchma siehsse´n wald vor bäume nich ...
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« Antworten #8 am: 09. Juni 2010, 21:53:36 »

Öhm, mir ist bewusst, das es solche techniken gibt. Aber leider darf ich über diesen Betrieb nichts sagen, musste immerhin eine Verschwiegenheitserklärung unterschreiben. Zwinkernd

Leider sind mir in bestimmten dingen auch die Hände gebunden. Daher wäre solch ein Rückrufsystem für uns deutlich Einfacher, als jedem Kameraden einen Meldeempfänger mit Quittierfunktion zu kaufen, zumal wir die Technik dafür nicht auftreiben können und zum anderen das nötige Kleingeld ebensowenig haben. Daher wäre die einzige Alternative mit dem Rückrufsystem.
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« Antworten #9 am: 09. Juni 2010, 22:06:15 »

wenn einer nichts sagen darf, kann ihm nur schlecht geholfen werden.
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« Antworten #10 am: 09. Juni 2010, 22:10:48 »

Daher wäre die einzige Alternative mit dem Rückrufsystem.
Nun dafür eignen sich Alarmserver ja auch. Kosten auch nicht die Welt.
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