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Autor Thema: Reichweite beim Funk  (Gelesen 207 mal)
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NeverSayNever
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« am: 07. Oktober 2011, 10:53:43 »

Hallo Leute,

Wie ihr wahrscheinlich wisst, ist die Reichweite beim Funk unteranderem von der Frequenz abhängig.
Mich würde jetzt interessieren warum die Frequenz so einen Einfluss auf die Reichweite hat.
Könnt ihr mir helfen?

Danke schon mal im Vorraus (:

Liebe Grüße NeverSayNever
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telthies
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Beiträge: 4.094



« Antworten #1 am: 08. Oktober 2011, 18:13:33 »

Das hat banalste physikalische Gründe, und zwar im wesentlichen derer zwei (und für beide stellst Du Dir am besten erst´mal bildlich den Graphen einer Sinusschwingung vor) :

1) Energiebedarf
Die Wellen arbeiten ja immer gegen ein Umgebungsmedium (z.B. die Schallwellen gegen den Luftdruck der Umgebungsluft). Dieses Medium hat eine Dichte. Im Bezug auf die Kraft der Bewegung der Welle wirkt die Dichte des Umgebungsmediums als Federsteifigkeit. Eine Welle doppelter Frequenz ist in "Stoßrichtung" der Ausbreitung gesehen quasi doppelt so oft gefaltet und damit in gewisser Weise quer zu ihrer Stoßrichtung gebrochen, was sie natürlich weniger steif macht. Bei gleichem Umgebungsmedium (also gleicher Federsteifigkeit des Umgebungsmediums) sitzt die Welle quasi mit zunehmender Frequenz immer mehr "am kürzeren Hebel". Mit gleicher Energie angestoßen, läuft die Welle dementsprechend schneller aus.

2) Störeinflüsse
Das Umgebungsmedium hat ja nicht nur eine Federsteifigkeit, sondern auch eine Unreinheit. D.h. in Luft von für sich gesehen geringer Dichte befinden sich Schwebeteilchen höherer Dichte. Eine Welle doppelter Frequenz hat ja praktisch doppelt so viele Richtungswechsel ihres Verlaufes und stößt (sehr vereinfacht bildlich gesehen - nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich) entsprechend mit doppelter Wahrscheinlichkeit in einer für sie ungünstigeren Stoßrichtung als der frontalen auf ein störendes Teilchen auf. Dadurch wird sie entsprechend häufiger - wenn man sie sich einmal als Wasserstrahl o.ä. vorstellt - abgelenkt bzw. aufgesplissen. Der in der ursprünglichen Richtung verbleibende "Reststrahl" wird dabei entsprechend früher so schwach, daß er am Empfänger-Ende nichts mehr ausreichend erregt.

"So einfach ist das" (natürlich nicht so ganz). Aber mir liegt mehr an der "Frisösenverständlichkeit" meiner Erklärungen als daran, druckreife Doktorarbeiten abzusondern. Schließlich will der Fragesteller ja kein ganz großes Jägerlatinum machen, sondern eine begreifbare Erklärung bekommen (das aber nur als Erläuterung ggü. den wohl leider unvermeidlichen Meckerern, die mir gelegentlich die Fachmännlichkeit absprechen, wenn ich z.B. bei TAE von "Schlitzen" spreche).
« Letzte Änderung: 08. Oktober 2011, 18:16:55 von telthies » Moderator informieren   Gespeichert

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