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Autor Thema: Telefonsignal aufzeichnen  (Gelesen 906 mal)
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ognam
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« am: 29. August 2010, 14:55:50 »

Hallo Leute. Ich muss für einen Hörversuch bei dem die Sprachqualität von verschiedenen Mobiltelefonen verglichen werden soll ein Telefonsignal mitschneiden. Dabei soll der ganze Übertragungsweg bis zum Empfänger, allerdings ohne das Empfangsgerät selbst mit einbezogen werden. Ideal währe es also irgendwie das Signal analog direkt an einer Telefondose abzugreifen, ohne den Signalweg im Endgerät mit einzubeziehen. Weiss jemand von Euch vielleicht wie man das anstellen könnte?

Danke und Gruss Jonas
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telthies
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« Antworten #1 am: 29. August 2010, 16:26:13 »

einerseits redest du von mobiltelefonen, andererseits von telefondosen. ich reime mir daraus zusammen, daß ihr mit verschiedenen handies immer dasselbe festnetztelefon anrufen und die gesprächsqualität bewerten wollt, ohne daß das festnetztelefon am "anderen ende" in die bewertung miteinfließt. das simpelste aufzeichnungsgerät wäre da ja ein schlichter anrufbeantworter. jedes gerät zum sofort hörbar machen des signals wäre ja im prinzip nichts anderes als ein telefon (oder wie soll das signal ins ohr des bewertenden kommen ?). im übrigen gibt es da ein verfälschungsproblem, das ihr nicht beeinflussen könnt: auch aus derselben funkzelle zum selben festnetzanschluß könnt ihr bei jedem mal über einen etwas anderen weg durch´s öffentliche netz geleitet werden. das erfahrt ihr aber nicht und könnt es nicht berücksichtigen - aber auch nicht verhindern.
« Letzte Änderung: 29. August 2010, 16:28:47 von telthies » Moderator informieren   Gespeichert

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ognam
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« Antworten #2 am: 29. August 2010, 17:18:28 »

einerseits redest du von mobiltelefonen, andererseits von telefondosen. ich reime mir daraus zusammen, daß ihr mit verschiedenen handies immer dasselbe festnetztelefon anrufen und die gesprächsqualität bewerten wollt, ohne daß das festnetztelefon am "anderen ende" in die bewertung miteinfließt.

Ja das ist der Plan

das simpelste aufzeichnungsgerät wäre da ja ein schlichter anrufbeantworter. jedes gerät zum sofort hörbar machen des signals wäre ja im prinzip nichts anderes als ein telefon (oder wie soll das signal ins ohr des bewertenden kommen ?).

In diesem Fall würde ja die Aufnahmequalität des Anrufbeantworters wieder eine Rolle spielen. Der Plan ist, das Signal mit professionellem Audio Eqipment (RME- Interface) Digital aufzuzeichnen und später über Kopfhörern den Versuchspersonen vorzuspielen

im übrigen gibt es da ein verfälschungsproblem, das ihr nicht beeinflussen könnt: auch aus derselben funkzelle zum selben festnetzanschluß könnt ihr bei jedem mal über einen etwas anderen weg durch´s öffentliche netz geleitet werden. das erfahrt ihr aber nicht und könnt es nicht berücksichtigen - aber auch nicht verhindern.

Das ist allerdings interessant. Wie stark kann die Qualität des Signals denn variieren?
Ansonsten müsste doch das Signal in einer analogen Telefonleitung irgendwie abzugreifen sein. Was hat denn so ein Telefon für eine Eingangsimpedanz? Ist das vergleichbar mit einem Line-Eingang von dem gängigen Audio Equipment? Was müsste man bezüglich "Freizeichen" und "Klingelzeichen" beachten?

Danke und Gruss Jonas
« Letzte Änderung: 29. August 2010, 17:20:22 von ognam » Moderator informieren   Gespeichert
telthies
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« Antworten #3 am: 29. August 2010, 18:30:44 »

die qualität des signals kann enorm variieren. eine verbindung, die in hamburg aus dem funknetz in das festnetz übergeleitet wird und in berlin herauskommen soll, kann direkt oder im extremfall über münchen dorthin gelangen. das entscheidet das fernnetz nach verkehrsaufkommen, ohne daß ihr dies beeinflussen könntet oder zurückgemeldet bekämt. allein durch dieses mehr an leitungslänge kann dann - auch bei gleich guter sprachverständlichkeit im "hörbaren" bereich - ein über irgendwelche filter in seiner frequenz verändertes als hall oder rauschen erscheinendes nebengeräusch auftauchen. das öffentliche netz eignet sich einfach nicht als labor für kontrolliert reproduzierbare versuchsanordnungen.

andererseits könnt ihr den versuchsaufbau auch nicht so leicht vereinfachen: ihr wollt ja gewöhnliche, schaltungstechnisch nicht veränderte handies beurteilen. also solche, deren "emissionen" signale in einem format sind, mit dem nur eine gsm-funkzelle (bts) etwas anfangen kann. wolltet ihr hier schon ansetzen, müßte sich euer meßgerät als besagte luftschnittstelle ausgeben können. oder ihr müßtet in der bts eines mobilnetzbetreibers eure meßapparaturen einschleifen können. das ist alles nicht so heiß zu essen, wie es gekocht wird. seid ihr eine physik-ag an einem gymnasium oder einer berufsschule ?
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ognam
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« Antworten #4 am: 30. August 2010, 22:20:55 »

Es ist ein Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit der TU-Berlin. Ich denke die telefonnetzbedingten Qualitätsschwankungen müssen wir wohl oder übel in Kauf nehmen oder?
In einem anderen Forum schrieb jemand, dass man im Prinzip nur einen Übertrager und einen Entkoppenkondensator bräuchte um die Telefonleitung direkt an die Soundkarte anschliessen zu können. Aber welche der vier Drähte muss ich dranhängen? Könnte man das Gespräch einfach mit einem analogen Telefon annehmen und dann das Audio-Interface einfach über die N-Buchse in der TAE-Dose mit dranhängen?

Danke und Gruss Jonas
« Letzte Änderung: 30. August 2010, 22:29:35 von ognam » Moderator informieren   Gespeichert
telthies
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« Antworten #5 am: 31. August 2010, 12:17:08 »

na ja, was heißt "die schwankungen in kauf nehmen müssen" ? - das was du hier niedlich schwankungen nennst, sind grobe verschiebungen von einflußparametern, die das ergebnis mehr beeinflussen können als die streuungen in der qualität der zu beurteilenden kandidaten. es kann aus - aus eurer sicht, zumindest im sinne von "durch euch nicht beeinflußbar" - zufälligen gründen im extremfall so aussehen, als sei das beste das schlechteste und umgekehrt. dadurch, daß die unbekannten und für euch nicht beeinflußbaren - aber auch nicht erkennbaren und daher nicht "herauszurechnenden" einflüsse die meß- und hörergebnisse stärker schwanken lassen als die streubreite der kandidaten. das einbeziehen des für wissenschaftliche versuche ungeeigneten öffentlichen netzes in euren versuchsaufbau wird die testergebnisse komplett durcheinanderwürfeln und wissenschaftlich absolut unbrauchbar machen. da könnt ihr gleich im kaffeesatz lesen - da ist einem wenigstens auf den ersten blick bewußt, daß man nicht wissenschaftlich handelt, so wie ihr es vorhabt könnte die methodik dem versuch einen pseudo-wissenschaftlichen anstrich verleihen. es wäre jedoch reiner betrug und der spott der fachwelt über eine evtl. veröffentlichung der "ergebnisse" wäre euch gewiß.

In einem anderen Forum schrieb jemand, [...]
dazu auch hier nochmals meine grundsätzliche bitte, crosspostings immer an beiden stellen, am zweckmäßigsten durch gegenseitige verlinkung der postings, als solche kenntlich zu machen (damit die leser beider foren etwas von den antworten in beiden foren haben)

Könnte man das Gespräch einfach mit einem analogen Telefon annehmen und dann das Audio-Interface einfach über die N-Buchse in der TAE-Dose mit dranhängen?
ja, im prinzip kann euer meßgerät sich quasi als anrufbeantworter ausgeben. aber wie gesagt, der versuchsaufbau ist dermaßen fragwürdig, daß ich das ganze noch´mal überdenken würde.
« Letzte Änderung: 31. August 2010, 12:23:08 von telthies » Moderator informieren   Gespeichert

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