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09. Februar 2012, 07:31:13 *
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Autor Thema: Umwandlung Mehrgeräte- in Anlagenanschluß  (Gelesen 1408 mal)
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ITK
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« am: 10. Mai 2010, 22:00:02 »

Hallo allerseits!

Ich lese schon seit längerem in diesem wirklich sehr informativem Forum mit und muß Euch erst mal ein ganz großes Lob aussprechen! Ich fand hier schon oft den einen oder anderen nützlichen Hinweis bei der Einrichtung und dem Betrieb unserer Telefonanlage.

Jetzt hätte ich nun selbst einmal eine kleine Frage und beschreibe erstmal den Ist-Zustand in unserem Unternehmen:

Wir besitzen derzeit zwei Mehrgeräteanschlüsse mit insgesamt 20 MSNs. Jedoch kommen ca. 80 % aller Anrufe auf einer einzigen unserer MSNs herein, weshalb wir langsam aber sicher an die physikalischen Grenzen des MGAs stoßen. Bekanntlich ist in dieser Konstellation ja bereits bei zwei gleichzeitigen Anrufen auf dieser einen Nummer Schluß. Deshalb planen wir seit längerem, uns einen Anlagenanschluß zuzulegen und somit diesen Mißstand zu beseitigen.

Bislang scheiterte die Umsetzung dieses Schrittes immer an der Tatsache, eine komplett neuen Rumpfnummer zu bekommen. Es ist für uns wirklich essentiell, zumindest diese eine für uns immens wichtige Hauptrufnummer - seit über 50 Jahren ein Markenzeichen unseres Unternehmens - , auch in Zukunft behalten zu können und darüber erreichbar zu sein.

Die Möglichkeit des Mischbetriebs oder eines Sammelanschlusses sind mir bekannt, jedoch erscheint mir die einzig wirklich langfristig saubere Lösung der klassische Anlagenanschluß zu sein.

Jetzt las ich kürzlich hier im Forum, dass es in einigen wenigen Sonderfällen doch grundsätzlich auch von Seiten der Bundesnetzagentur möglich wäre, ausnahmsweise eine bestehende MSN in einen Anlagenanschluß zu portieren. In Fragen der Rufnummernknappheit sollte es in unserem Vorwahlbereich aufgrund der Größe - ich sollte lieber sagen aufgrund der "Kleine" ;-) - absolut keine Probleme geben. Unser Vorwahlbereich ist hier an der absoluten Untergrenze der möglichen wirtschaftlichen Anschlusszahl anzusiedeln (draußen am flachen Land). Wir wären auch bereit, die weiteren 19 Rufnummern - nach einer gewissen Übergangszeit - komplett an die Bundesnetzagentur zurückzugeben. Auch die maximal zulässige Länge der um die Durchwahlen erweiterten Nummer würde aufgrund ihres "Alters" keinerlei Probleme darstellen. Letztendlich hätte die Bundesnetzagentur dabei sogar noch einen guten Tausch gemacht.

Testanrufe bei verschiedenen Anlagenanschlüssen in der Region ergaben, dass es in einigen Fällen möglich war, ein Unternehmen auch dann zu erreichen, wenn lediglich die Rumpfnummer gewählt wird (also auch ohne Global-Call!). Dies entspricht auch meinem technischen Verständnis für diese Anschlußart, da ja im Prinzip alles transparent zur Anlage durchgereicht wird und diese bei entsprechender Konfiguration den Anrufer auf eine definierte Nebenstelle weiterleitet. Somit müßte es ja möglich sein, für alle "alteingesessenen" Anrufer, welche lediglich die bisherige MSN wählen, auch weiterhin erreichbar zu sein.

Provider ist zur Zeit und soll auch weiterhin die Deutsche Telekom bleiben. Ich hatte da z. B. an den Tarif "Business Complete" gedacht (v. a. im Hinblick auf die Option der festen IP).

Nun meine Fragen im Datail:
1. Welche Voraussetzungen zur Umwandlung eines Mehrgeräte- in einen Anlagenanschluß sind dies im Einzelnen?
2. Wäre die Erreichbarkeit so wie geschildert weiterhin gegeben?

So, jetzt hoffe ich, dass ich Euch nicht mit zu viel Text bombardiert habe... Zwinkernd

Schon im Voraus vielen Dank für Eure Antworten - natürlich auch auf Hinweise, falls noch eine wichtige Information fehlen sollte!

Gruß
ITK
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Im Leben eines jeden Büromenschen gibt es drei einschneidende Ereignisse: Erstens einen Wechsel des Vorgesetzten, zweitens den Tod der geliebten Topfpflanze und drittens eine neue Telefonanlage.
Quelle: Christian Ankowitsch, dt. Journalist
hyla
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« Antworten #1 am: 11. Mai 2010, 11:19:12 »

Hallo ITK,

technisch ist das alles kein großes Problem aber ob die Bundesnetzagentur solche Sachen zulässt müsste man evtl. direkt mit denen abklären.
https://www.bundesnetzagentur.de/cln_1912/DE/Service/NummernverwaltungFormular/nummernverwaltung_node.html
oder etwas zum „lesen“
http://www.bundesnetzagentur.de/cln_1912/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/RegulierungTelekommunikation/Nummernverwaltung/Ortsnetze/StrukturAusgestlgNrnBereichOrtsnetz/StrukturNrnBereichOrtsnetz_node.html
Vor 15Jahren war das noch einfacher.
Dein Problem ist nicht eine zu Lange  Rufnummer sondern sie ist vermutlich zu kurz  da neue Rufnummern immer 11stellig sein sollen(Vorwahl o.Null+Rufnr.)
Seit kurzen gilt das für alle Ortsnetze.
Beispiel:
Alte RufNr.  0 8765  4321 = 8stellig
Nach neuen Regeln mit Mindestlänge 11stellig  0 8765 4321000 – 0 8765 4321999
Dir müssten also 1000 Rufnummern zugeteilt werden um den ganzen Block nutzen zu können.
Bei 2 NTBa´s(= 4 Nutzkanähle) stehen dir aber nur 30 Nummern zu z.B 8765  43211 -00 bis 29
Bei 3 NTBa´s(= 4 Nutzkanähle) stehen dir aber nur 70 Nummern zu z.B. 08765  43211 -00 bis 69
Eine Verlängerung bis 13stellig ist zulässig man hat aber keinen Rechtsanspruch darauf das ein Netzbetreiber dies auch zulässt z.B 0 8765  43211 - 000 bis 299.
Bei der DTAG kein Problem.
Anzahl der Nutzkanäle / Anzahl zuzuteilender Rufnummern: 2 NK = 10 Rufnr. / 4 - 5 NK = 30 Rufnr. / 6 - 7 NK = 70 Rufnr. / 8 – 9 NK = 100 Rufnr.
Das würde bedeuten der Trick mit der unvollständigen Rufnummer geht nur wenn du auch alle Rufnummern des Blocks zugeteilt hast.

hyla

[edit telthies: link korrigiert, zuordnungsliste gekürzt]
« Letzte Änderung: 11. Mai 2010, 13:20:40 von telthies » Moderator informieren   Gespeichert
Taipan
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« Antworten #2 am: 11. Mai 2010, 11:36:08 »

Hallo ITK,
denke bitte auch an deine Telefonanlage.
Der Anschluss muss natürlich von Mehrgeräte- in Anlagen Anschluss geändert werden.

Bei unseren Kunden empfehlen wir als Option einfach einen zusätzlichen Anlagenanschluss mit einer neuen Rufnummer zu wählen.
Der Mehrgeräteanschluss bleibt erst mal vorhanden.
Den Kunden die neue Rufnummer bekannt geben, dann kann nach einiger Zeit auf den Mehgeräteanschluss mit der alten Rufnummer verzichtet werden. Die Leitungen des Anlagenanschlusses kann man dann später erweitern.

Gruß
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ITK
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« Antworten #3 am: 11. Mai 2010, 13:17:08 »

Hallo hyla,

danke für Deine Links. Einige der Dokumente auf der Seite der Bundesnetzagentur habe ich bereits vor einiger Zeit durchgelesen. Die restlichen werde ich mir noch zu Gemüte führen.

Zitat von: hyla
Dein Problem ist nicht eine zu lange Rufnummer sondern sie ist vermutlich zu kurz.

Ja, das ist natürlich klar. Sie darf auch nicht zu kurz sein.

Aber rein theoretisch könnte ich ja auch in Zukunft unsere 20 MSNs behalten und noch einen weiteren MGA dazubuchen, also 30 Nummern "verbrauchen" (gut, die neu vergebenen sind länger). Meine Argumentation, um der BNetzAG entgegenzukommen, wäre, dass bei unserem Vorschlag langfristig weniger Nummern/Gassen blockiert wären als beim Jetzt-Zustand. Ich würde ja in der Tat unsere Nummer "verlängern". Aber das müßte man wohl mal direkt mit denen abklären.

Zitat von: hyla
Bei 2 NTBa´s (= 4 Nutzkanähle) stehen dir aber nur 30 Nummern zu z.B. 8765  43211 -00 bis 29.

Jein. Ich konnte bei der Telekom raushandeln, dass wir selbst bei der Beauftragung von nur einem Basisanschluß einen vollen Hunderter-Block bekämen. Das ist auf Kulanz des ISP seit einiger Zeit auch mit Segen der Bundesnetzagentur möglich. Aber dies ändert natürlich erstmal nichts an der Länge.

Zitat von: hyla
Das würde bedeuten der Trick mit der unvollständigen Rufnummer geht nur wenn du auch alle Rufnummern des Blocks zugeteilt hast.

Das hatte ich vorausgesetzt, da hast Du recht. Sonst geht das natürlich nicht, weil die Vermittlungstechnik ja noch nicht weiß, zu welchem Anschluß der Anruf durchgestellt werden soll.

@ Taipan:

Zitat von: Taipan
... denke bitte auch an deine Telefonanlage. Der Anschluss muss natürlich von Mehrgeräte- in Anlagen Anschluss geändert werden.

Unsere Anlage ist anlagenanschlußfähig. Nicht destotrotz steht mittelfristig die Anschaffung einer neuen Anlage an, da der Maximalausbau der Alten bereits erreicht (und durch Überbelegung der internen S0 sogar überschritten) wurde.

Zitat von: Taipan
Bei unseren Kunden empfehlen wir als Option einfach einen zusätzlichen Anlagenanschluss mit einer neuen Rufnummer zu wählen.
Der Mehrgeräteanschluss bleibt erst mal vorhanden.
Den Kunden die neue Rufnummer bekannt geben, dann kann nach einiger Zeit auf den Mehgeräteanschluss mit der alten Rufnummer verzichtet werden. Die Leitungen des Anlagenanschlusses kann man dann später erweitern.

Dies meinte ich mit "Mischbetrieb"; diese "sanfte Art der Migration" ist ja der übliche Weg. Aber eben genau das wollte ich vermeiden.

Es soll ja offensichtlich in einigen Ausnahmefällen möglich sein - diese Fallkonstellationen würden mich interessieren.

Gruß
ITK
« Letzte Änderung: 11. Mai 2010, 13:25:01 von ITK » Moderator informieren   Gespeichert

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telthies
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« Antworten #4 am: 11. Mai 2010, 13:29:07 »

das problem mit der rufnummernlänge sehe ich nicht. ich habe in meiner praxis noch keinen fall erlebt, in dem auf eine bestandszuteilung eine neue regelung angewandt worden wäre. alte nummer plus anhang einer durchwahl gleich weniger als elf stellen gesamtlänge sollten kein problem sein. aber ehe man hier eine konkrete anfrage bzgl. der kulanz der bnetza lostritt, sollte wirklich erstmal ergebnisoffen geschaut werden, ob dies im vorliegenden fall wirklich die ideallösung wäre.
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« Antworten #5 am: 11. Mai 2010, 21:57:42 »

Zitat von: telthies
das problem mit der rufnummernlänge sehe ich nicht. ich habe in meiner praxis noch keinen fall erlebt, in dem auf eine bestandszuteilung eine neue regelung angewandt worden wäre. alte nummer plus anhang einer durchwahl gleich weniger als elf stellen gesamtlänge sollten kein problem sein.

Das hört sich ja schonmal sehr gut an. Es handelt sich übrigens um eine dreistellige Nummer.

Zitat von: telthies
aber ehe man hier eine konkrete anfrage bzgl. der kulanz der bnetza lostritt, sollte wirklich erstmal ergebnisoffen geschaut werden, ob dies im vorliegenden fall wirklich die ideallösung wäre.

Soetwas sollte natürlich nicht unüberlegt und vorschnell erfolgen. Jedoch wäre hier eine zukünftig einfach skalierbare Lösung gegeben, bei der alle Mitarbeiter direkt über ihre eigene Telefon- bzw. Fax-Durchwahl erreichbar wären - was natürlich auch nach außen hin weitaus professioneller wirkt als unser derzeitiges MSN-Chaos...

Vielen Dank für alle Antworten!

Gute Nacht,
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