ALL-IP – Beratung Tarif, Router, TK-Anlage, Telefone etc.

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von doc.brown, 9. Juni 2017.

  1. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Oder man betreibt ein VPN. Notrufe sollten auch nachts ohne Verzögerung möglich sein.
    Deswegen empfehle ich, eine "feste IP" zu buchen. Trotz dieses Extras ist 1&1 günstiger als die Telekom.
     
  2. Zentronix

    Zentronix Beginner

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    Ist für die Unterbrechnung nicht eher die Zwangstrennung verantwortlich?

    1&1 ist günstiger als Telekom. Aber 1&1 bietet im Ggs. zur Telekom doch keine feste IP-Adresse.
     
  3. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Eine Zwangstrennung findet nicht oder nur alle paar Monate statt. Ich habe ja Zugriff auf einen "1&1"-Anschluß mit genau den gewünschten Features. Letzte Trennung: 31.03.17.

    Gesetzt den Fall, 1&1 wechselt die IP: Dann ist es unwahrscheinlich, daß ein gehender Ruf ohne valide Registrierung möglich ist. Es kann also zwei Minuten dauern, bis Telephonie wieder möglich ist.


    Es ist wohl so: 1&1 kauft bei verschiedenen Providern zu. Bei einigen Providern kann 1&1 das wohl so triggern, daß immer wieder die gleiche v4-Adresse zugewiesen wird. In meinem Fall funktioniert es tadellos, sonst wäre ich gar nicht per VPN auf den Router gekommen.

    Ich würde aber auch nie freiwillig selber Providerverträge machen. Dafür gibt es Profis. Und, gut, daß Du es erwähnst: Auch in diesem Falle hat der Profi alles richtig gemacht.

    Sollte das wider Erwarten doch nicht klappen mit der "festen IP", dann kann man mit dem kostenfreien spDYN - der sichere Dynamic-DNS-Service von Securepoint arbeiten, was mir weniger behagt. Dann aber *selber*, qua Routerkonfig, die Verbindung um 03:00 morgens trennen.
     
  4. doc.brown

    doc.brown Beginner

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    alles klar, danke für den Hinweis!

    Heißt du hast bei 1&1 (anders als es @Zentronix gesagt hat) eine feste IP für den DSL-Anschluss und nicht für den Cloud-Server?



    Ansonsten weiß ich grad nicht ob ich alles vollständig verstehe, sorry ...

    Es gibt doch zwei Möglichkeiten:
    1. Wenn ich keine feste IP habe, mache ich "man-in-the-middle" und registriere meine VoIP Accounts im Router.
    2. Wenn ich eine feste IP habe, weiße ich im Router der TK-Anlage diese feste IP zu und die VoIP Accounts werden dann nur in der TK-Anlage angelegt.

    Mit einem DynamicDNS Anbieter könnte ich theoretisch auch Möglichkeit 2 umsetzen, wenn ich vom Provider keine feste IP bekomme.


    Gibt es den irgendwelche Vor- und Nachteile zwischen diesen zwei Möglichkeiten?

     
  5. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Wie gesagt - ich wäre ohne feste IP gar nicht erst auf den Router gekommen.



    Hat damit nix zu tun. Entscheidend ist:
    a) Der Router MUSS eine eigene, eindeutige, öffentliche IP haben, egal ob "fest" oder "häufig wechselnd".
    b) Die TK-Anlage SOLLTE eine eigene, eindeutige, öffentliche IP haben.

    Wenn wir b) nicht schaffen, registrieren wir die SIP-Accounts halt auf dem Router und geben sie an die TK-Anlage weiter. Damit ist die TK-Anlage, unabhängig von NAPT, STUN und ähnlichem Blödsinn, erreichbar.


    Die 'man-in-the-middle' - Lösung ist absolut sauber, mit dem einzigen Nachteil, daß die Auswahl der Router eingeschränkt ist, denn nicht jeder Router kann SIP-Accounts aufnehmen.


    Wenn die Adresse nicht "fest" ist, also häufig wechselt, dann heißt das, daß Du in den Nachtstunden regelmäßig zwischen 30s und 2 Minuten nicht erreichbar bist.
    Einen "DynDNS" - Dienst brauchst Du nicht. Es sei denn, Du möchtest von außen auf Deine Infrastruktur zugreifen, beispielsweise eine außenliegende Nebenstelle realisieren (wie es in der Tat auch bei meinem Beispiel der Fall ist).

    Wenn wir beim Beispiel bleiben, auf das ich mich beziehe: Da hängt die Niederlassung einer Steuerkanzlei dran und es arbeiten dort zwei Damen in Vollzeit. Reichlich Publikumsverkehr, reichlich Telephonate, viele Faxe. Beide Damen nutzen die extrem aufwendige DATEV-Sondermüllsoftware via VPN.

    Alles läuft einwandfrei, gäbe es da auch nur ein kleines Problemchen, dann erführe ich sofort davon.

    Kosten/Monat:
    50,-- BRUTTO inclusive zweier Mobilfunkverträge.

    Mit der "Telekom" hätte man das in keinem Falle hinbekommen, denn
    • immer wieder passiert es, daß Gespräche nicht durchkommen, obwohl der Partner am anderen Ende das Freizeichen hört. Störungen passieren immer einmal, aber dann muß man diese auch signalisieren.
    • Letzte Telekom-Störung: Wenn eine ganz bestimmte Dame mit einer ganz bestimmten Stimme ganz bestimmte Sätze sagt, "erkennt" die Telekom wohl DTMF-Töne und schaltet irgendetwas. Sehr lustig.
    • Zwei der Rufnummern im Beispiel sind in über Unitymedia in Hagen in der Hauptstelle registriert, weil sie selbstverständlich in die zentrale Telephonanlage laufen, sodaß sie auch außerhalb der Niederlassung abgefragt werden können.
    • Zwei privat genutzte Rufnummern aus diesem Vertrag wiederum sind in Dortmund registriert und laufen ausschließlich auf privaten Apparaten auf. Fehlanzeige bei der Telekom.
    • Durch die Kombination mit VPN können gleichzeitig zwei Gespräche eingehend und 8 ausgehend geführt werden, und zwar jeweils mit der "richtigen" Nummer
    • Auch in der Niederlassung, wo kein einziger Rechner steht, kann über VPN die DATEV-CTI genutzt werden.
    Das, was sich im obigen Szenario bewährt hat, könnte auch für Dich reichen.
     
  6. Zentronix

    Zentronix Beginner

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    Also, um feste IP-Adressen oder VPN habe ich mir in diesem Zusammenhang nie Gedanken gemacht.

    Wir betreiben im Büro eine Auerswald-Anlage mit Systemtelefonen. Intern weiterhin mit ISDN, aber extern nach Kündigung des ISDN-Anschlusses durch die Telekom nun per VoIP. Die ISDN-Rufnummern haben wir zu Easybell portiert und das Telekom-DSL ersetzt.

    Die Auerswald-Anlage spricht direkt mit dem Provider durch den NAT-Router. Ohne Ports explizit zu öffnen. Probleme sind bislang keine zu erkennen.

    Dazu noch ein paar ergänzende Bemerkungen:

    Ob die Router-Firewall mitmacht, hängt natürlich vom Router-Modell ab. Den bei uns noch verwendeten Typen verrate ich hier besser nicht. :rolleyes:

    Eine eventuelle kurze Unterbrechung durch eine nächtliche Zwangstrennung spielt im Büro keine Rolle.

    Der Router selbst hat keine Telefonfunktionen. Dadurch ist auch kein Port von außen angreifbar. Außer direkt vom VoIP-Provider.

    Wir haben speziell für VoIP einen eigenen DSL-Anschluß, damit die Telefonie nicht durch den übrigen Internetverkehr leidet. Dieser DSL-Anschluß dient aber auch als Ersatz, falls der Haupt-Anschluß mal ausfallen sollte.

    Den VoIP-Provider Easybell kennen wir schon lange. Zunächst einige Jahre nur als Überlauf zu den beiden ISDN-Kanälen. Daraus ergab sich die Zuversicht, es mit Easybell als alleinigem Provider zu versuchen und von der Telekom Abschied zu nehmen.

    Die Neuanschaffung einer Auerswald-Anlage würde ich heute wohl nicht mehr machen. Zum einen weil sie im Innersten keine wirklichen VoIP-Anlagen sind. Außerdem neigt Auerswald dazu, ältere Systemtelefone bei neueren Anlagen bzw. neueren Firmwares nicht mehr zu unterstützen.

    Unsere Auerswald komplett – also auch intern – auf VoIP umzustellen scheidet nicht nur aus Kostengründen aus. Das Modell kann, wenn man die Anrufbeantworterfunktion verwendet, maximal nur 6 VoIP-Kanäle, also dann nur 3 Externgespräche.


    Grüße.
     
  7. Koppelfeld

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    Das KANN klappen, muß aber nicht. Rauswählen geht fast immer, aber rein macht logischerweise Probleme.
    Nicht zu empfehlen für Unternehmen.
     
  8. doc.brown

    doc.brown Beginner

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    Ok, aber die hat ja jeder Router und wird vom Provider zugewiesen. Ich weiß jetzt gar nicht ob bzw. wie oft diese bei mir wechselt. Ich habe irgendwas im Kopf, dass die bei Telekom jeden Tag wechselt.

    Und die gibt es anscheinend leider bei 1&1 nicht. Müsste man evtl individuell mal anfragen ...
    Aber dann mach ich einfach die 'man-in-the-middle' - Lösung.

    Dann wär für mich tarif-seitig alles geklärt. Ich schau, dass ich bei der Telekom meine Domain behalte und ansonsten zu 1&1 wechsle.
    Gestern übrigens rosa Post bekommen, dass mein Vertrag Mitte Oktober gekündigt wird und ich bis dahin einen neuen Tarif brauche. Das müssten ja dann auch heißen, dass ich Oktober dann Glasfaser habe, oder?

    Ursprünglich habe ich ja mit einer Fritzbox geliebäugelt, die könnte das glaub ich auch oder?
    Ansonsten halt LANCOM.
    Irgendein spezielles Gerät, das ihr empfehlen könnt? Preisregion wie die Fritzboxen wäre mir ganz recht.


    Solange es in der Nacht ist, überhaupt kein Problem.

    Ich überlege auch noch ... Kennst du Hersteller, für die du dich lieber entschieden hättest?
     
  9. Zentronix

    Zentronix Beginner

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    Das war damals keine Fehlentscheidung. Ist immerhin 7 Jahre her. Wir sind mit der Auerswald-Anlage bisher gut gefahren. Sie tut auch jetzt noch, was sie soll. Aber da ISDN seitens der Telekom inzwischen weggefallen ist, würde ich sie nicht mehr neu anschaffen.

    Sollte die jetzige Anlage mitsamt aller Telefone plötzlich wegplatzen, dann würde ich auf eine reine VoIP-Lösung gehen:

    Im Büro mit einigen Nebenstellen als Telefone vermutlich Yealink T46S. Da die Gespräche dann über LAN statt separate ISDN-Kabel laufen, müßten wohl ein paar Netzwerk-Switches upgegraded werden.

    Dazu würde ich mutig versuchen, eine Asterisk-Anlage selbst aufzusetzen (Hardware noch ungeklärt). Sollte das zuviel Mühe machen oder es damit Probleme geben, dann als Anlage so etwas wie die be.IP plus (allerdings würden die ISDN-Anschlüsse nicht benötigt). Oder etwas Ähnliches. Habe aber nicht den kompletten Marktüberblick.

    Bei nur wenigen Nebenstellen könnte man auch eine Cloud-Anlage in Betracht ziehen. Spart Arbeit, aber das für die Anlage gesparte Geld zahlt man dann dem Cloud-Betreiber. Üblicherweise zahlt man pro Nebenstelle, daher würde ich diese Lösung bei uns eher ausschließen.
     
  10. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Das kommt auf die "Fritzbox" an. Es gibt deren welche, die auch dann jede Art von SIP "für sich behalten", wenn die Telephonfunktionen komplett abgeschaltet sind.
    Rein theoretisch könntest Du schon für jede Rufnummer in der Box ein "SIP-Telephon" anlegen und korrespondierend die Auerswald einrichten.
    Wir mußten das einmal tun, weil ein Kollege "pragmatisch" vorgehen wollte, aber es lief nie stabil.

    Die neueren Fritzboxen mögen besser sein, aber etwas Vernünftiges wird nie dabei herauskommen, wegen des roten Fadens, der sich einmal quer durch AVM zieht: "Von Billigheimern für Billigheimer".

    Das kommt darauf an, ob Du noch WLAN haben möchtest. Vorausgesetzt, der Router steht dort, wo es abdeckungstechnisch sinnvoll ist. Dann wäre ein R883 VAW eine gute Wahl.
    Die Nachteile, nur zwei Netzwerke (z.B. 'Privat' und 'Gast') und nur drei VPNs, sind in Deinem Falle nicht relevant.


    Wenn ich auch etwas beisteuern darf:
    Es war ein wichtiger Hinweis von User 'Zentronix', auf gar keinen Fall VoIP-Telephone an einer Auerswald zu betreiben. Als Profi käme man aus den bereits beschriebenen Gründen sowieso nicht auf die Idee, aber für einen Laien (oder einen Auerswald-Fachhändler, da besteht kein Unterschied) kommt etwas viel wichtigeres zum Tragen: Für jedes 'call-leg' wird ein "VoIP-Kanal" benötigt, sprich: Ein lausiges Interngespräch belegt schonmal zwei. Sobald eine Anlage etwas größer wird, ist das unpraktikabel und man kommt an die Hardware-Grenze.

    Aber dennoch:
    Auch wenn es nicht "fortschrittlich" sein mag, bist Du mit Standard-UP0-Systemtelephonen bestens bedient.
    Du brauchst Dir keine Gedanken über die Stromversorgung zu machen, die Bedienung ist ergonomischer und der Betrieb ist stabiler (Auerswald "nutzt" Android *spei* als Betriebssystem für die VoIP-Geräte).
     
  11. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Oh, hat sich überschnitten.

    Eben.

    Da erschließt sich mir der Sinn nicht. An irgendeinem Punkt mußt Du doch sowieso die asynchrone Paketübertragung in ein synchrones Signal umwandeln -- ob das nun im VoIP-Telephon erfolgt oder zentral in der Anlage, das ist doch wurscht.



    Top-Auswahl.


    ... und das kostet. Vielfach fehlen aber auch Netzwerkkabel. Mit den Yealinks kann man sorglos auch den zweiten LAN-Anschluß nutzen und das Gerät "durchschleifen", aber die Konfiguration ist recht 'tricky', wenn man es so haben will, daß jeder Netzwerkport ohne Umstellungen universell nutzbar ist und sich 'normale' EDV und TK nicht gegenseitig behindern.

    Das ist sehr mutig.
    Für jeden Teilnehmer braucht es
    - Einträge für das SIP-Gerät,
    - Einträge im Dialplan,
    - für die Mailbox,
    - für das Manager-Interface
    - eine angepaßte Konfiguration
    - DHCP-, VLAN- und TFTP-Konfiguration.
    Das ist 'mal das mindeste.
    Dann hättest Du aber bestimmt noch gerne Besetztlampenfelder oder eine Warteschlange oder, oder, oder.
    Ganz sicherlich möchtest Du auch ein DECT-System integrieren.
    Gerade mit Yealik kennen wir uns __mittlerweile__ ganz gut aus: Man braucht aber direkten Kontakt zum Hersteller (der im übrigen erstaunlich kooperativ ist), um wirklich die zahlreichen Systemfunktionen anzupassen.

    Für so Spezis wie Dich wäre aber so ein System von uns interessant: Schieres Asterisk, releasefähig, aber mit einer automatischen Generierung aller Dateien incl. der Konfig-Files für die unterschiedlichen Geräte. Das passiert alles anhand einer einzigen Meta-Datei für jeden Standort. Clou: Neue Gerätetypen kann man selbst anpassen.
    Lohnt sich aber erst so ab 10 Telephonen. Wie erwähnt, Werbung in Foren ist mir zuwider, daher bei Interesse bitte P.N..


    ... und diese "CLOUD"-Lösungen klappen nur dann richtig, wenn ein VPN zwischen Cloud-Anbieter und lokalem Standort besteht. Alles andere scheitert oft am NA(P)T. Mit IPv6 wird das alles viel besser.
     
  12. doc.brown

    doc.brown Beginner

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    Dann lassen wir das doch gleich lieber sein :)

    Abdeckungstechnisch sinnvoll ja, theoretisch könnte ich aber auch einfach noch einen zusätzlichen AccessPoint betreiben, falls die Lancom Modelle ohne WLAN deutlich billiger wären.
    Ist R883 VAW eine spezielle Telekom-Version, weil ich sonst nirgends was finden kann?
    Was meinst du mit "zwei Netzwerke"? Nicht VLANs oder?



    Interessant, also ist die Anzahl der VoIP Kanäle beim Anschluss von Standard-Systemtelefone unwichtig?
    Wo erfolgt dann eig die "Umwandlung" auf IP, in der TK-Anlage oder im Router, wo die VoIP-Accounts registriert sind?


    Alles klar. Falls ich in Zukunft aber ein "räumlich getrenntes" Telefon mit einbinden mag, könnte ich ja trotzdem jeder Zeit ein IP-Telefon einbinden übers Netzwerk oder sogar VPN, nur das es wegen den Umwandlungen in der Auerswald-Anlage zu Qualitätsverlusten kommen kann, oder?

    Und andere Hersteller für die angebundenen Telefone funktionieren nur gegen kostenpflichtiger Freischaltung bei Auerswald oder?
     
  13. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Zwei oder mehrere Access Points, das ist so eine Sache. WLAN an sich kennt kein "Roaming" wie zum Beispiel DECT. Das heißt, der Client bleibt ewig an seinem Accesspoint pappen, auch wenn er längst in die Nähe eines anderen gekommen ist.
    Hier hilft ein WLAN-Controller, der erkennt, "aha, der Client ist gewandert -- also deassoziiere ich ihn". Darauf wird sich der Client erst bemüßigt fühlen, nochmal rundzuhorchen. Wenn man es wirklich luxurös haben will:
    Lancom-Controllersoftware auf den Router und zwei oder drei gemanagte Aceess Points in Firma und Privaträume.
    Ja, gleich mit den passenden Kabeln dazu.

    Faktisch doch. VLANs kannst Du haben so viele Du willst, aber der Router ist begrenzt auf zwei (Sub-) Netze.

    SSIDs, also virtuelle WLAN-Stationsnamen, hast Du mindestens 8. Natürlich mit unterschiedlichen Kennwörtern und der Möglichkeit der Zugriffssteuerung über Router und Firewall.
    Aber Netzwerke hast Du halt nur zwei.
    Davon würde ich eines, z.B. mit der Routeradresse 192.168.120.1 und Netzmaske 255.255.255.0, als auschließliches Firmennetzwerk nutzen. Ein weiteres dann für Privat- und Gastnutzung. Natürlich kann man über jeweils ein Kabel beide Netze an beliebig viele WLAN-Accesspoints legen.

    GENAU! Die Anzahl der VoIP-Kanäle begrenzt nur die maximale Anzahl der externen VoIP-Rufe.

    Der Router leitet im 'man-in-the-middle' - Verfahren (fachlich korrekt hieße es 'Application Level Gateway') die eigentlichen Sprachpakete lediglich weiter (qua SIP REINVITE). "Gewandelt" werden sie in der TK-Anlage durch eine Hardware-DSP-Karte und gelangen dann auf ein klassischens TDM (Time Division Multiplex) - Koppelfeld. Gewandelt wird also ein einziges Mal.

    Nein ! Denn *eine* Wandlung mit Echokompensation ist pro Signalweg *immer* notwendig.
    Du belegst bei einer außenliegenden Nebenstelle nur einen VoIP-Kanal, sobald darüber telephoniert wird.

    Nein, Du kannst nach Belieben anschließen.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 18. Juni 2017
  14. telthies

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    manche TK-Anlagen "brauchen" VoIP-Kanäle bzw. -Lizenzen auch für VoIP-Telefone (meistens nur, damit man deswegen ein weiteres Fünferpack Lizenzen aufreißen muß)
     
  15. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Für VoIP - Telephone brauchst Du bei einer Auerswald natürlich zusätzliche VoIP-Kanäle.
    Das ist halt ein moderner Schildbürgerstreich.
     
  16. doc.brown

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    Die Problematik kenne ich. Hab mich vor einiger Zeit dazu oberflächlich eingelesen und wollte das dann mit den anstehenden Erneuerung dann auch entsprechend einrichten

    Läuft die auf dem R883?
    Aber "wirklich luxuriös" brauche ich es eig nicht unbedingt ...

    Achso du meinst Subnetze, also zB 192.168.1.x und 192.168.2.x? Da würden mir zwei reichen, privat und firma. Aktuell hab ich auch nur eins weil mit meinem aktuellen Speedport kein Routing zwischen Subnetzen möglich ist.

    Hast mich glaub ich missverstanden. Ihr empfehlt mir ja keine IP sondern normale Systemtelefone zu verwenden. Trotzdem kann ich ja parallel dazu auch IP-Telefone an die TK-Anlage anschließen (zB für eine Nebenstelle), nur dass diese halt wegen dem ISDN-Herz von Auerswald Qualitätsverluste haaben können.

    Ok ... dachte man braucht erst eine Lizenz für Fremdhersteller.
    Sind dann bei einer Auerswald Anlage auch Auerswald Telefone empfehlenswert, weil sie evtl optimal aufeinander abgestimmt sind oder lieber einen anderen Hersteller nehmen?

    Wie legt man eig die Anzahl der benötigten VoIP Kanäle aus? Für jedes IP-Telefon ein Kanal?


    ... und den R883 VAW kann man dann schon auch als nicht Telekom-Kunde bestellen?
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Juni 2017
  17. Koppelfeld

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    WLAN ...

    "Ordentlich" mit LANCOM heißt immer "teuer". Es muß dann ein Standard-VoIP-Router sein _ohne_ eigene Funktechnik, aber _mit_ der Controller-Option. Dazu nähme ich dann zwei Dual-Radio - Access Points.
    Da bist Du dann beinahe 2.000,-- los.

    Dann schon eher eine andere Alternative: Die Ubiquity Access Points. Die kosten 130,--/Stück, sind extrem tauglich und bringen die Contoller-Software gleich mit. Voraussetzung ist natürlich, daß bei Dir zuhause ein kleines Serverchen werkelt. Aber das hat man eigentlich sowieso, für Mail, Fernzugriff, als Internet-Proxy und eben auch als Controller für WLAN-APs.

    Das kommt auf den Verwendungszweck an. Wenn zum Beispiel ein mobiles EC-Terminal Verwendung findet, dann sollte das WLAN funktionieren.

    Ja, geht, und lizenzfrei.

    Es ist nicht für jedes Telephon ein zusätzlicher VoIP-Kanal erforderlich, sondern nur für aktive Geräte.
    D.h., bei Auerswald sind für ein Interngespräch unter VoIP-Geräten gleich zwei Kanäle belegt.
    Auch bei Externgesprächen mit einem VoIP-Telephon braucht es zwei Kanäle.

    Also, ich hätte keinen Spaß daran, den Telephonkrams an unterschiedlichen Stellen zu konfigurieren und nähme, wenn schon, dann Auerswald-Telephone.

    Die Benutzbarkeit ist übrigens einer der Punkte, weshalb ich von der großen Liebe unseres "Kalle" hier im Forum in aller Regel abrate: Die von Bintec/Elmeg angebotenen Telephone sind grottig - und wenn Du etwas ordentliches dranhängst, mußt Du es selbst konfigurieren.
    Eine aktuelle Konfiguration, welche unsere Software automatisch für ein Yealink T46 erzeugt, umfaßt knapp 2.000 Zeilen. Mit der _ordentlichen_ Konfiguration eines SIP-Telephons verhält es sich ziemlich ähnlich wie mit Rachmaninows bekanntem Prélude in cis-moll: Hört sich ganz einfach an, ist aber für einen Hobbypianisten unspielbar.


    Ich habe keine Ahnung.
     
  18. doc.brown

    doc.brown Beginner

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    Das ist mir fürs WLAN dann doch deutlich zu viel. Ubiquiti kenne ich. Möchte jetzt hier aber kein neues Fass aufreißen. Aber danke dass du mich auf die Problematik hingewiesen hast.


    Und wenn ich ein Externgespräch mit einem VoIP-Telefon intern an ein VoIP-Telefon weiterleite, denke ich gelesen zu haben, sind es sogar drei Kanäle.

    Da ich aber in erster Linie Standard-Systemtelefone verwende, brauche ich pro Gerät nur einen Kanal?


    Dann mach ich das auch so, war eh mein Plan.

    Wie sieht es eig DECT-Telefone aus? Da gibt es bei Auerswald anscheinend nur IP-DECT.



    Ansonsten halt der normale Lancom 883 ...
     
  19. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Nehmen wir so eine Auerswald 5000R, wie sie hier herumliegt. Die hat 'on board' schon acht VoIP-Kanäle plus Faxserver. Da braucht man sich keine großen Gedanken zu machen. Vier "Amtsleitungen" plus vier mal Reserve für IP-Telephone.


    Ja, interessant. Auerwald bietet nur noch DECT mit IP-Schnittstelle an, was freilich die mit IP bestehenden Probleme deutlich verschärft, bedingt durch die DECT-Latenz. Deswegen würde ich ausschließlich auf ISDN-DECT setzen, die Geräte sind sehr preiswert, man kann ganz normale ISDN-Gigaset nehmen (NICHT ANALOG!).
    Wenn Du ein richtiges Mehrzellensystem brauchst, wird es allerdings etwas schwieriger.
     
  20. telthies

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    das ist doch mal ein schönes Wort zum Sonntag. Wir sind hier schon auf Seite 3, bei drei telefonierenden Arbeitsplätzen. Da wird eine von Colani handgestrickte Telefonanlage kaum angemessen sein. Eine Auersbach paßt. Ladenneu, wenn Dir die Klarsichthülle der Originalverpackung des Handapparates wichtig ist. Ansonsten einfach eine von den Kisten, die man von Koppelfelds Kunden günstig erstehen kann - das sind quasi "Tageszulassungen" - tadellos, einfach nur beim Ausmerzen einer vorgefundenen kürzlichen Fehlberatung (durch Vollproviehs wie Jung-Siegfried) auf die Seite gestellt. Die Auersbach ist wie ein Opel: bieder, unsexy, funktioniert. Da kann man als Sportlenkrad ein Yealink-Telefon dranmachen, das Fahrwerk bleibt das gleiche. In Sachen DECT wirst Du schätzungsweise mit einer "Einzelzelle" auskommen, da nimmst Du ein Set aus der Gigaset S-Serie und gut ist´s. Ich halte für übertrieben, sich mit Gedanken an Goldsand im Estrich zu beschäftigen. Jedem Projekt seine Aufmerksamkeit, ja, aber für eine Mücke braucht es keinen Elefantenpfleger.
     

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