Auerswald COMfortel 1200IP ist kein Systemtelefon

Dieses Thema im Forum "Telekommunikation Allgemein" wurde erstellt von telthies, 30. Oktober 2015.

  1. telthies

    telthies Urgestein

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    Ich habe gerade auf XING einen Hinweis auf einen Beitrag von Noses entdeckt: http://auerswald-tutorials.de/auerswald-comfortel-1200ip-ist-kein-systemtelefon/ und nehme diesen Ball ´mal auf.

    Ja, das ist ein allgemeines Laien-Verständnisproblem betreffend "Standard"-SIP-Telefonen, die manche TK-Anlagen-Hersteller zur preislichen unteren Abrundung ihrer IP-Apparatepalette anbieten. SIP an sich ist ersteinmal wie DSS1 nur ein Protokoll zum Verbindungsaufbau für den Transport der Sprachpakete. Wenn die Anlage darüberhinaus keinen Ehrgeiz hat, auf Asterisk- oder sonstiger standardisierter Basis auch Leistungsmerkmalprovider für die Apparate zu spielen, dann bleiben sie dumm. In der Praxis z.B. mit der Folge, daß man zwar "Keypad"-Leistungsmerkmalcodes wie sie ja auch für (analoge) "Normalfernsprecher" oder Standard-ISDN-Telefone einige Systemtelefon-Leistungsmerkmale rudimentär substituieren auf die "Funktionstasten" legen kann, wo sie in diesem Fall aber eben nur "Zielwahltasten" sind, also ohne die optische Zustandsquittierung.

    IP ist eben mehr als ein Verblendfassadenadapter für TDM-Telefonanlagen, wenn es ernsthaft eingesetzt werden soll.
     
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  3. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    VoIP: Standard oder selbstgefrickelt

    ...
    Kannst Du den Artikel irgendwie "festheften" ? Da steht nämlich etwas elementar Wichtiges drin.

    Es gibt zwei Arten von VoIP - Anlagen:

    Die einen nutzen, wenn überhaupt, nur die "Basisfunktionen" aus dem Standard und bauen sowohl auf Seiten der TK-Anlage auch in die Telephonapparate selbst eigene Funktionen ein.

    Das hat drei Vorteile: Erstens kann man sehr tief in die Gerätefunktion eingreifen und raffinierte Features einbauen, die einen vom Wettbewerb unterscheiden. Zweitens bindet man einen Kunden dauerhaft an sich, denn er kann ja nur noch "konforme" Geräte nehmen. Drittens kann man für jede noch so kleine Funktion "Lizenzen" einsacken.


    Die anderen nutzen die definierten Standardfunktionen, wie sie auf jedem Standardtelephon zur Verfügung stehen. Das ist mitunter mühsam und man kann nicht alle verrückten Features abbilden, beispielsweise nachträglich eine Rufnummernhistorie zu verändern, aber es ist kompatibel.
    Das heißt: Ich kann sowohl die TK-Anlage tauschen als auch die Telephonapparate - unter Beibehaltung von Besetztlampenfeldern, Anrufbeantwortern, Rufübernahme, Teams etc..



    Aastra oder Siemens/Unify und Alcatel bauen vielleicht keine schlechten Anlagen, aber die "Spezialfeatures" machen jede Komponente außerhalb des Systemverbundes wertlos.
    Besonders peinlich ist das bei SIEMENS / UNIFY, die noch dreist mit dem Namen "Open" werben:
    "OpenCrap: Communication for the open minded", dabei ist das System peinlich-kleingeistig vernagelt und verdongelt.
    Als Mitarbeiter eines Telephonanlagenherstellers würde ich mir GERN auch mehr Einfluß auf die Hardware der Geräte wünschen. So wird oft an uns die Anforderung herangetragen, "Differenzieren Sie im Besetztlampenfeld, ob ein Teilnehmer ein Intern- oder Externgespräch führt, indem Sie bei Extern die der Taste zugeordnete LED rot oder gelb leuchten lassen". Ein anderer möchte "T9" für die Suche im Adresbuch integriert wissen.
    Da kann ich dann immer nur sagen, "Sorry, ist im Standard nicht definiert, kann ich nicht machen".
    Es gibt Hersteller, man trifft sich ja untereinander, die erzählen dann ganz stolz, "Hey, wir haben jetzt einen BLF-Daemon unter JAVA entwickelt, und damit können wir, mit manchen SNOM - Telephonen, jetzt die neuesten Features nutzen ...". Dann sage ich immer, "Ihr habt das Prinzip 'Internet' nachhaltig nicht verstanden" und dann resultieren "Blogeinträge" des Inhalts, "Der Hans ist nicht altmodisch, der Hans ist antik".

    Trotz vermeintlicher "Innovationen" sind aber die "proprietären" Systeme dem Untergang geweiht.

    Herr Auerswald, dessen Firma ich persönlich sehr wertschätze, hat sich m.E. falsch beraten lassen, daß er Standardfunktionen mit Sonderroutinen erledigt. Weder kann ich beliebige Telephone sinnvoll an seiner Anlage betreiben noch funktionieren Auerswald-Telephone vernünftig an anderen Anlagen.
    SIEMENS ist auf dem absteigenden Ast und hat, wie seinerzeit mit BENQ und der Handyspparte, seine Insellösung in eine Beerdigungsfirma ausgegliedert, ALCATEL sieht man vielleicht noch in Behörden, wie oft der AVAYA-Laden schon verkauft wurde, weiß ich nicht.
    Auch die sogenannten "Open Source" - Lösungen strotzen vor Zusatzgefrickel, das das Gesamtsystem instabil und langsam macht, als besonders abschreckendes Beispiel sei "Askotzia" genannt.

    Auch Provider gehen neue Wege und bieten Lösungen an, die nur mit "ihrer" Hardware laufen kann oder nur mit "ihrem" Netz -- ganz oben auf der Leiter der Abstrusitäten sitzt die Telekom: "Kauft unser Betamax - System, dann habt Ihr keine Probleme mit der Filmauswahl ..."


    Die Frage, "ISDN oder IP" ist längst entschieden.

    Die wichtigere Frage lautet:

    "Standard oder proprietäres Gefrickel ?
     
  4. alexeik

    alexeik Beginner

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    Antw:Auerswald COMfortel 1200IP ist kein Systemtelefon

    Also ich sehe das ein wenig anders...

    ich arbeite in einem mittelständischen Systemhaus, wir bauen zu 90 % Alcatel und Unify Anlagen, egal ob TDM oder IP. Die Anlagengrössen geht von 4-10 Teilnehmer bis zu vernetzten Anlagen mit über 2500 Nebenstellen. Und was bei unseren Kunden die Anforderungen sind:

    1. ein stabiles System
    2. ein funktionierendes DECT System (auch da gibts es VoiP Lösungen die meine Meinung nach aber alle nix taugen)
    3. auch die Möglichkeit bei einer vorhandene TDM Struktur jederzeit mit VoiP mischen zu können, ohne eben gewohnte Leitungsmerkmale zu verlieren.


    Ob da jetzt Amtsseitig ISDN oder VoiP ist ist doch für die Auswahl der TK egal...

    Natürlich kostet das alles seinem Preis, ich wünschte mir die Lizenzpolitik einiger Hersteller wäre etwas besser. Aber alle Kunden die ich erlebt habe, die sagten "Hey das geht selbst zusammengestückelten System alles viel billiger", die sind alle wieder angekommen was denn alles nicht mehr geht, und haben meistens auch wieder auf ein proprietäres System gesetzt.

    Natürlich sind manche Innovationen fragwürdig (gerade bei Alcatel), aber das Unify auf dem absteigenden Ast ist sehe ich an unseren Zahlen nicht...
     
  5. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Antw:Auerswald COMfortel 1200IP ist kein Systemtelefon

    In der Tat, das wollen und brauchen Kunden, egal ob mit 3 oder 3.000 Mitarbeitern.
    Um beim Siemens-Beispiel zu bleiben, hier einmal ein Kundenzitat:
    Code:
    Unify werde ich mir nie wieder antun.
    Die alte 3000er lief stabil. Die wurde 2009 in Betrieb genommen und lief,
    bis auf auf das Rausknacken der Telekom und ein Softwareupdate,
    komplett ohne Neustart durch.
    12/2014 wurde die dann auf ne OSBiz hochgezogen und seit dem muss ich nur noch neustarten
    (längste Zeit zwischen zwei Neustarts vier Wochen). Es sind auch nicht mehr nur drei Anlagen,
    nein, für die Hardwareanlagen braucht man im Hintergrund noch extra Server, damit man CSTA
    für CTI nutzen kann, was vorher auf dem alten Blech mitlief.
    Wenn jetzt ein Firmwareupdate rauskommt, muss ich fünf Kisten durchaktualisieren,
    was 5,5GB ausmacht.
    Eher setze ich mich irgendwo hin und spiele Fräulein vom Amt mit Dosentelefonen.
    
    Ich kann das nur aus eigener Erfahrung bestätigen, siehe z.B.
    http://www.telefonanlagenforum.de/forum/telekommunikation-allgemein/opencrap-die-degeneration-entlasst-ihre-kinder/msg32984/#msg32984

    Du meinst das, welches der Siemens-Nachfolger gerade sterben läßt ? In der Tat, das war wirklich gut.
    Es hat noch nie "VoIP-DECT" oder "IP-DECT" gegeben, das ist alles dummes Marketinggeschwafel. DECT ist DECT. Und beispielsweise eine Spectralink- (früher KIRK) Lösung implementiert ein sauberes DECT (unter Verwendung von INFINEON-Technik) und man kann eine solche Lösung auch mit eingebautem SIP - Gateway kaufen.
    Ist natürlich dann nicht billig, funktioniert dann aber.
    Das ist in der Tat eine Herausforderung -- aber nur, weil die proprietären Systeme eben NICHT "Open" sind.
    Persönlich halte ich UP0 für eine ausgesprochen brauchbare und ökonomische Technologie ganz speziell im Fabrikbereich. Nur wünscht man sich am Markt etwas anderes. Dennoch haben wir ein ganz großes Augenmerk darauf gelegt, mit HIPAST 3800 und HIPAST 4000 - Anlagen zu interagieren - was lustigerweise besser über s2m/Q.SIG funktioniert als mit HXGM o.ä..

    Nein.
    Das Hin- und Rückwandeln von synchroner zu asynchroner Übertragung erfordert in beide Richtungen einen Dejitterbufffer und einen Echo Canceller. Das ist ein Garant für Artefakte und Echos.

    Selbst kann man so etwas ja auch nicht machen. Insbesondere wenn man durch PC-"Technik" verdorben ist. TK-Anlagen sind eine Sache für sachkundige, erfahrene, interdisziplinär arbeitende Profis. Ein einziger PC-Frickler kann da alles kaputtmachen.
    Eine VoIP-Anlage ist auch nicht immer preisgünstig. Man bedenke den Aufwand für eine geeignete Netzwerktechnik oder den Aufwand für vernünftige Internet-Router.

    Bei den Rabatten wundert mich das erst einmal nicht.
    Ein Unternehmen im Bergischen hat jetzt 100 Nebenstellen und 20 DECT-Stationen von "Octopus F400" auf "Unify irgendwas" umrüsten lassen und zahlte, inclusive Montage, 6.600,-- netto.
    Alle Komponenten sind neu außer der Verkabelung.

    Bei dem Preis war ich es, der dem Kunden empfahl, "auch wenn es ein reinrassiges ISDN-System ist, können Sie bei dem Preis nix falsch machen". Denn eine VoIP - Anlage, vernünftig konfiguriert, hätte 50.000,-- gekostet.
     
  6. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Antw:Auerswald COMfortel 1200IP ist kein Systemtelefon

    Ich bin auch Fan einer anständigen Systemintegration, zum Ursprungskommentar von Koppelfeld fielen mir auch ein paar mehr Punkte ein, aber ich fürchte der Stoff dafür wäre eher was um einen Abend mit 'ner Flasche Wein rumzubringen statt ein Forum vollzuschreiben 8)

    Ich habe mich aus Gründen mit ein paar Dingen an der HiPath 3000 V9 mal näher auseinandergesetzt. Dabei gibts für mich krasse Unterschiede zwischen dem, was beim Nutzer ankommt, sprich Bedienung der Endgeräte, und der Administration.
    Siemens finde ich von der Nutzerführung am Endgerät immer noch für mit die besten TK-Anlagen, vor allem auch was das DECT angeht.
    Aber ich frage mich: was hat die HiPath in ihrer Entwicklungsgeschichte eigentlich an *grundlegenden* Funktionen dazu bekommen? Ich habe das Gefühl da ist mehr Evolution als Revolution.

    Wenn man sich die HiPath heute mal anschaut, gibt es viele Begrenzungen, die mal aus technischer Sicht begründbar waren, z. B. die Begrenzung der KWZ-Plätze.
    Es ging u.a. um die Frage nach moderneren Endgeräten und letztlich wurde entschieden, auf OpenStage 40 und 60 umzusteigen. Nach ein bisschen rumklicken wurde mir klar, dass hier offenbar noch ein "OptiPoint-Kern" arbeitet, da die Texte von der TK-Anlage kommen (immer noch 2-zeilig !) sowie die Hörtöne noch genauso sind wie es im Grunde schon zu Hicom-Zeiten war.
    Das OpenStage 60 kann dann endlich mal etwas mehr, lebt dafür aber losgelöst vom System.
    Und man bekommt heute noch Grenzen gesetzt die eben nicht mehr begründbar sind. Beispiel: MFV-Nachwahl auf analogen NSt. auf Funktionstaste.
    Dafür gibts ja seitens Unify wohl auch die Ansage: TDM ist tot, ein "OpenScape Deskphone TDM" wird es nicht geben. Ich kaufe dann also eine brandneue Telefonanlage und die Zweidraht-Endgeräte stammen aus der Vorgängergeneration.

    Und um den Bogen zu Koppelfelds Kundenzitat zu spannen:
    Mit der OpenScape Business ist das Ding doch nichts weiter mehr als eine Linuxkiste. Statt das man der ein bisschen Rechenleistung spendiert und die Steuerbaugruppe dann CSTA und anderes direkt machen lässt, dürften die Kunden dann die Booster Card kaufen, was ja nichts anderes ist als noch ein zweites Linuxsystem; und das hochgradig fortschrittlich auf eine konventionelle Festplatte setzt.

    Von der rapide steigenden Bug-Anzahl in der ausgelieferten "Firmware" inklusive sinkender Kompetenz des Supports habe ich auch schon gehört. Naja, wenigstens passen sie sich da gut dem allgemeinen Qualitätsverfall in der IT an :)

    [Edit telthies: Zitat-Formatierungsfehler behoben]
     
  7. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Antw:Auerswald COMfortel 1200IP ist kein Systemtelefon

    MWn brauchte es dafür aber auch bei der HiPath schon einen zusätzlichen Rechner - und die Netzwerkbaugruppe.
     
  8. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Antw:Auerswald COMfortel 1200IP ist kein Systemtelefon

    Das erinnert mich aber jetzt an die Schote, als mein Vetter vor 30 Jahren ein Geschäftskonto eröffnen wollte. Der Filialleiter nahm ihn beiseite und meinte, "Nun, Herr Schwander, soweit ist ja alles klar, aber negativ für Sie ist der Mahnbescheid, den ich hier in der Schufa habe ..." -- worauf mein Vetter in schallendes Lachen verfiel: "W-A-S ??? NUR EINER ???? HAHAHAHAHAHAHAHAHA ...

    Also, ich habe noch NIE einen solchen Havaristen gesehen, der nicht mindestens vier Windows - Büchsen um sich herum gehabt hätte, natürlich alles "Windows2000" und schlechter. Nämlich z.B.:
    - "KAP-Server" als CSTA - Transfigerator
    - "Provisionierungsserver" (allein schon die Bezeichnung enttarnt den Dumpfdeppen zur Kenntlichkeit) für SIP-Geräte
    - Faxserver
    - Abrechnungsserver
    - "Speech Design" - Mobilfunkintegrator (mit Versagensgarantie)
    - "Caracas" - Hotelserver als Bindeglied zum PMS-System
    - Server für Zentralearbeitsplätze
    Letztendlich muß man so eine HXGM-Karte eigentlich auch als Server betrachten. Der allerdings ist wenigstens qualitativ hochwertig. Der Rest der aufgeführten Chimären ist widerwärtiger Dreck, der, unter 'compliance' - Gesichtspunkten, niemals in Unternehmen eingesetzt werden dürfte.
     
  9. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Antw:Auerswald COMfortel 1200IP ist kein Systemtelefon

    Das ist aber eine euphemische Sicht auf eine Systemkomponente, die sich zum Rest des Systems wie ein Fremdkörper verhält. Inklusive natürlich solcher Effekte wie dass sich die Baugruppe sich um einen Werksreset der Anlage mal garnicht schert. Noch schlimmer die Voicemail-Baugruppe - mit dem aberwitzigen Konzept der virtuellen a/b-Ports, weil "haben wir ja schon immer so gemacht".
    Und hat ein Webinterface zum Schreien, was dafür dann aber wenigstens schnarchend lahm ist und zumindest auf heutigen Browsern auch gerne mal hängt.

    Schön sind auch die Bedienprozeduren, die je nach Gusto nur im Webinterface liegen, nur im Manager, oder in beiden, oder man es sich aussuchen kann...

    Das Koppeln ans Asterisk dafür ging überraschend einfach, immerhin. Allerdings ging ich dann doch direkt wieder zum Haare raufen über, als ich sah, dass man im Webinterface dann ein "Durchwahlband" anlegen muss für jeden Teilnehmer, der ankommend in Durchwahl erreichbar sein soll. Was aber nur ein Skript ist, das für jede DuWa einen einzelnen Teilnehmer in die Liste spuckt...

    Was man ihnen zugute halten kann ist aber immerhin, dass es wenigstens da mal so etwas wie Diagnosemöglichkeiten gibt.
     
  10. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Antw:Auerswald COMfortel 1200IP ist kein Systemtelefon

    Respekt, schön, daß hier jemand schreibt, der seinen Kopf bestimmungsgemäß nutzen kann - kein Wunder, daß Du so viele Negativbewertungen einsammeln konntest.
    Denn Deine Aussage ist der Beweis: Die Siemens ist keine "Hybrid-Anlage", sondern ein im Gehäuse gekoppeltes Gespann aus zwei Anagen: TDM und HFA-over-IP. Mit angeflanschter Not-SIP-Funktionalität. Das ist ungefähr so redlich wie der VW-Beschiß.

    Aber die Lager sind voll. Mitarbeiter, die mit altueller Technik umgehen könnten, hat man auch nicht und die - exzellenten - Fachleute sind längst gefeuert.


    Deswegen kommen die Telekom - "Fachleute" ja stets zu zweit oder dritt. Der eine war im Fachlehrgang für die HXGM, der andere kennt den Rest. Und wenn sie etwas mit SIP machen sollen, holen Sie per Telephon den "dritten Mann" aus der Wiener Kanalisation.

    Das ist der Garant dafür, daß der Kunde auch weiterhin schön dumm und hilflos gehalten werden kann, um seiner Rolle als Geldesel auch in Zukunft gerecht zu werden.


    Wir haben aufgegeben. Mangelnde Lizenzen, inkompatible Softwarestände, inhomogenes Konfigurationskonzept.


    Im übrigen fehlt diesen Anlagen der Charme.
    Ich kann Matthias hier im Forum nicht verstehen. Wenn man z.B. das Zentralhydraulikkonzept eines Citroen liebt, dann muß man doch die zusammengeklatschte Siemens-Scheiße hassen wie die Pest. Da ist m.E. nix Erhaltenswertes dran -- im krassen Gegensatz zu den alten Relaiskisten, wo jedes Detail brillant durchdacht ist - und von bestmöglicher Qualität.
     
  11. telthies

    telthies Urgestein

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    Antw:Auerswald COMfortel 1200IP ist kein Systemtelefon

    wenn Major Kottan und seine Mannen auf den Kanaldeckeln parken, kann es etwas länger dauern :)
    Meinst Du, für die Telekomiker heißt "SIP" "Sachertorten im Prater" ?
     
  12. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Antw:Auerswald COMfortel 1200IP ist kein Systemtelefon

    Beim Nachfolger ist es wohl "besser", den muss ich mir nochmal genauer präsentieren lassen. Aber dieses völlig überflüssige Gefrickel mit der Boostercard macht da wenig Hoffnung.
    Den haben sie, aber es ist der Charme der 90er-Jahre :)
    Ich sehe allein wenig Sinn darin, etwas moderneres als ein OptiPoint einzusetzen, denn wirklichen Mehrwert gab es danach nicht. Das ist nicht schlimm und spaßig für Hobbyprojekte, aber wird schnell unlustig, wenn man in den letzten 20 Jahren dann doch mal etwas Weiterentwicklung gehabt hätte.
    Kleines Beispiel: ich habe für ein OpenStage 40 ein eigenes Logo erstellt, ein 702 Bytes großes BMP.
    Allein diese Datei in eine HiPath 3800, die Krone der HiPath 3000-Schöpfung, zu übertragen, dauerte Minuten.
    Das tut er ja auch. Deswegen setzen wir ja auch auf die E300/800, sprich die Hardware der HiPath 37x0-Serie, aber eine von Nixdorf-Ingenieuren entwickelte Steuerbaugruppe, auf der die Software der 8818 läuft :)
    Die dann übrigens mit schwächerer Hardware gegenüber der HiPath deutlich mehr leistet.
     
  13. 8818freak

    8818freak Urgestein

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    Antw:Auerswald COMfortel 1200IP ist kein Systemtelefon

    Erstens schreibt sich dieser Typ mit nur einem T und zweitens mochte er die Firma Siemens nie sonderlich. Zumindest nix, was wesentlich neuer wäre, als die Hicom L. Und die ist seit den 80ern abgekündigt...
    Und die Abneigung geht auch gegen andere Geschäftsfelder der Firma wie AKW-Bau und Waffenteileproduktionen, nur um einige wenige zu nennen.
    Die LAN-Baugruppen waren immer ein Krampf, VoIP Amtsleitungen laufen entweder nicht oder nur grottig an den Teilen, was der retrofreak83 oben zu dem Krampf sagte, kann ich nur bestätigen.
     

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