Emulation von S0-Anlagen an künftige TK-Anlagen?

Dieses Thema im Forum "Software und Schnittstellen" wurde erstellt von TVS, 14. April 2016.

  1. TVS

    TVS Beginner

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    Hallo,

    ich habe vor fast genau 10 Jahren einer Bäckerei, mit 8 Verkaufsfilialen, in diesen ISDN-TK-Anlagen installiert.
    - NTBA
    - Eumex 200 (Telefon und Fax)
    - Fritz ISDN USB Modem (zur zentralen Abbuchung der Kassen)
    Die Kassen sind direkt über den S0-Bus mit dem NTBA verbunden.

    Da ISDN abgekündigt wird, da Telekom und Co langftistig nur noch IP-Anschlüsse bereitstellen wollen, muss ich den Inhabern eine Lösung anbieten.
    Alle ISDN-Geräte und Leitungen erneuern....?
    Oder gibt es technische Lösungen einen S0-Bus an aktuellen TK-Anlagen zu emulieren und die vorhandene Installation für die Kassen weiter zu nutzen?

    Gruß Uwe
     
  2.  
  3. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Antw:Emulation von S0-Anlagen an künftige TK-Anlagen?

    Sehr gut, der ideale Zeitpunkt, über eine Überarbeitung nachzudenken :)
    Nicht "langfristig". Sobald man jetzt schon an einem bestehenden ISDN-Anschluss in irgendeiner Form "wackelt" (Tarifumstellung, Wunsch nach schnellerer DSL-Geschwindigkeit, Umzug, etc.), werden sie versuchen, das ISDN einzusammeln. Das nimmt teils aberwitzige Formen an. Einem Bekannten wollen sie sein ISDN auf VoIP migrieren, obwohl am Standort mehr als DSL 2000 nicht zu machen ist. Der kann sich dann zukünftig entscheiden: entweder telefonieren oder Internet. Wie zu besten Analog-/Modem-Zeiten :)

    Jenachdem wie dringend es der Telekom in einem gegebenen Ausbaugebiet ist, werden Kunden auch schonmal recht dreist von Vertrieblern angegangen a la "Dann können Sie bald halt nicht mehr telefonieren!". Auch Kündigungen der Verträge seitens der Telekom sind keine Seltenheit. Insofern sollte man sich da auf jeden Fall jetzt schonmal rüsten, oder diesem Ärger direkt zuvor kommen.
    Nun - die Anbieter, allen voran die Telekom, wollen gerne ihre alten ISDN-Vermittlungsstellen, die schon seit Jahren seitens der Hersteller nicht mehr unterstützt werden, namens Siemens EWSD, Alcatel (früher SEL) S12 und weitere, loswerden.
    Früher oder später wird es kein echtes ISDN mehr geben. "Echt" heißt hier, du bekommst eine Leitung die am "ISDN-Backbone" hängt.
    Für einfaches telefonieren braucht man sich da am wenigsten Sorgen machen, wenngleich mit dem Umstieg auf die sog. "IP-Telefonie" ein Einbruch der Dienstgüte einhergeht. Besonders die Telekom ist aktuell dafür berühmt, dass sie ihr VoIP-Netz nicht im Griff hat und das gerne mal gebietsweise 'nen halben Tag kaputt ist.

    Um ein bisschen mehr deine Frage zu beantworten:
    Man bekommt heute und vermutlich auch in einigen Jahren noch Geräte, die einem helfen, die bisherige Situation beizubehalten. Die Frage ist ob man das will, oder ob man mit einer Runderneuerung unterm Strich nicht Zeit, Geld und Nerven sparen kann und gleichzeitig noch funktionalen Mehrwert bekommt.
    Man müsste noch ein paar mehr Details klären, aber auf Basis der Informationen könnte man die von dir beschriebene Situation auch folgendermaßen lösen:
    7 Filialen bekommen keinen Telefon- sondern nur einen Internetanschluss. Filiale Nr. 8 bekommt beides, aber der Telefonanschluss natürlich über VoIP. Dazu eine "Mini-VoIP-Telefonanlage", und alle Filialen werden per VPN oder Standortvernetzung über den Internetprovider vernetzt. Hardware-Fax-Geräte können komplett abgeschafft und durch fax-to-mail / mail-to-fax ersetzt werden.
    Ein anderer Ansatz wäre noch, die VoIP-Telefonanlage an einem Standort auch noch zu sparen und eine "Telefonanlage aus der Cloud" zu nehmen. (Hat alles seine Vor- und Nachteile)
    Interessant wäre dann die Frage, ob die Kassen auch über IP abgefragt werden können.

    So könnte man das nach Stand der Technik umsetzen. Ob das sinnvoll ist und/oder sich rechnet und auf wieviel Jahre, hängt noch von einigen Faktoren ab. Insbesondere auch, ob die Mitarbeiter damit zurechtkommen (Stichwort Faxgeräte abschaffen).

    Im Prinzip ja. Zunächst: eine "aktuelle" TK-Anlage sollte auch VoIP-fähig sein :)
    Die Profi-Lösung lautet Mediagateway (z. B. von Patton), ist aber wohl etwas zu mächtig für das was du leisten musst.
    Die Billig-Lösung wäre, die Eumex-Anlagen jeweils durch eine Fritzbox 7490 zu ersetzen. Das ist Router und ein bisschen Telefonie (inkl. S0 und 2x analog) in einem.
    Empfehlen würde ich das aber nicht, die Fritzbox ist und bleibt ein Produkt das für den Endverbraucher konzipiert ist!
    Es müsste schon die 7490 sein, da sie das einzige Modell ist was ein VDSL-Modem hat und S0 für die Kassen.
    Das ISDN/S0 was aus der Fritzbox sowie allen anderen Mediagateways rauskommt, ist aber eben kein echtes ISDN mehr. Die Abfrage der Kassen über die bisherige S0-Lösung kann übers VoIP-Netz funktionieren, muss aber nicht und ist von einer Handvoll Faktoren abhängig.
    Aber selbst die Fritzbox kostet schon ~200 €, wären dann also 1600 € für Hardware plus Installationsaufwand, nur damit alles so bleibt wie es jetzt ist. Mehrwert = 0.
     
  4. telthies

    telthies Urgestein

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    Antw:Emulation von S0-Anlagen an künftige TK-Anlagen?

    das Problem liegt darin, daß die Fritz-, Manfred- und Irmgard-Boxen das "ISDN" nicht vollständig emulieren, sondern - vereinfacht gesagt - "ohne D-Kanal". Ich würde das vorsichtshalber ganz vergessen. So fett kann man das "kann" garnicht schreiben, wie unwahrscheinlich das vollumfänglich gelingt.
     
  5. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Antw:Emulation von S0-Anlagen an künftige TK-Anlagen?

    Öm, wenn dem so sein soll - wie signalisiert sie denn dann Rufe, oder überträgt Datum/Uhrzeit an Endgeräte?
     
  6. reini5555

    reini5555 Urgestein

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    Antw:Emulation von S0-Anlagen an künftige TK-Anlagen?

    Zumindest bei der Digitalierungsbox ist ein D Kanal vorhanden, bei den ganz billigen geht nichts.
     
  7. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Antw:Emulation von S0-Anlagen an künftige TK-Anlagen?

    Das beantwortet meine Frage nicht :)
     
  8. telthies

    telthies Urgestein

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    Antw:Emulation von S0-Anlagen an künftige TK-Anlagen?

    zwischen der Box und den Endgeräten am FON S0 muß der D-Kanal wie gewohnt genutzt werden, da verstünden die ISDN-Endgeräte keine Alternative. Es ist nur leider so, daß es kein ISDN over IP gibt, sondern nur der jeweils genutzte ISDN-Teildienst Voice / Faksimile / Data etc. over IP geschickt wird. Das ISDN wird nicht transparent getunnelt und kann daher einem ISDN-Endgerät am anderen Ende nicht 1:1 wieder von Datex-P in Datex-L rückübersetzt werden. Sondern die Box mischt sich wertend darin ein, welche D-Kanal-Informationen wichtig sind und gibt sie nach ihrem Gutdünken in das Netz und an den gegnerischen Router weiter. Im Strom dessen über dessen Interpretation das gegnerische ISDN-Endgerät als "Letztverbraucher" der Verbindung selbst entscheiden kann, ist die D-Kanal-Information nicht mehr drin. ISDN. Idiotische Siemensianer demolieren Nixdorf.
     
  9. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Antw:Emulation von S0-Anlagen an künftige TK-Anlagen?

    Sagen wir mal lieber, es gibt keinen herstellerübergreifenden Standard :)
    Nun, aber genau für den Fall "ISDN ist mehr als telefonieren" gibt es doch den SIP Clearmode nach RFC 4040.
    Zitat:
    " Examples for the current use of Clearmode are the transfer of "ISDN 7
    kHz voice" and "ISDN data" in VoIP Media Gateways.
    "

    Mit anderen Worten: ich habe schon über die Strecke S0<->Fritzbox<->Internet<->ISDN
    X.75-Verbindungen gefahren. Mit einer Fritzbox, im Übrigen ;)
     
  10. Kalle2013

    Kalle2013 Regelmäßig anwesend

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    Antw:Emulation von S0-Anlagen an künftige TK-Anlagen?

    Die Lösung nennt sich "Clearmode" oder auch als RFC 4040 bekannt. Die Media Gateways von bintec elmeg unterstützen diesen Modus. Man müsste dann nur jeden Standort mit einem entsprechenden Router ausstatten.

    http://www.bintec-elmeg.com/de/ALL-IP-beip-Netz-der-Zukunft-3342.html
     
  11. TVS

    TVS Beginner

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    Antw:Emulation von S0-Anlagen an künftige TK-Anlagen?

    Hallo Kollegen,

    ich hatte nicht damit gerechnet, dass mein Beitrag eine solche Resonanz auslöst... ;)

    Ich habe eine Ausbildung als Fernsehtechniker-Meister und eine als Fachinformatiker und arbeite seit über 10 Jahren selbstständig in den Bereichen RFT, IT, TK und mehr.
    Obwohl diese Branchen (durch Smart-TVs, Mobil-IT-Netze und Geräte, u.v.m.) immer weiter zusammenwachsen ist es manchmal schwierig in allen Bereichen den technisch aktuellen Überblick zu behalten.
    Deshalb wende ich mich auch an dieses Forum

    Eine komplette Sanierung der vorhandenen Anlagen und Leitungen ist mit zeitweiser Schließung der Filialen, sowie mit erheblichen Kosten für Installationen und neuer Geräte (die noch funktionieren) verbunden.

    Der Inhaber möchte Telefon, Fax und zentrale Kassenabbuchung (die z.Z über USB-Schnittstelle der Kasse und mit Fritz-Modem über S0-Bus übertragen wird) beibehalten.

    In einer Filiale, die saniert wurde, habe ich kürzlich bereits zur späteren Umrüstung, CAT6 Leitungen verlegt um die Kassen ggf. über LAN abzubuchen.

    Ideal wäre hier, für alle Filialen wäre eine Anlage, die die alte Eumex200 ersetzt, die einen IP-Anschluss im Eingang und im Ausgang min. 2 konfigurierbare TK-Anschlüsse (F, N,U) sowie einen S0-Anschluss hat.

    Gruß Uwe
     
  12. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Antw:Emulation von S0-Anlagen an künftige TK-Anlagen?

    Die Diskussion um den D-Kanal und die technischen Details ist für dich eher sekundär :)
    Entweder (einen gescheiten Router vorausgesetzt) geht es oder es geht nicht. ich würde aber, wie gesagt, empfehlen, wenn die Abbuchung der Kassen auch über LAN möglich ist, dem Kunden das sehr nahe zu legen. Was hat er davon, wenn er zwar jetzt spart, aber das nur noch sehr unzuverlässig funktioniert?
    Sind die Bäckereien alle 24/7 geöffnet? Wenn nicht, sehe ich nicht, warum sie für eine Umstellung extra geschlossen werden müssen. Da der Schuh Telekomseitig (noch) nicht drückt, kann man das auch strecken und sanft migrieren. Und - wie gesagt - unterm Strich lässt sich mit der Runderneuerung möglicherweise auch gut was an laufenden Kosten sparen.
    Aha. Es soll also alles für die Zukunft gerüstet sein, aber die 10 Jahre alten Geräte sollen das doch bitte noch tun, weil die sind doch noch gut, und Geld soll es am besten auch nichts kosten. Der Klassiker also :)
    Nach 10 Jahren hat ein Gerät wie eine Eumex 200 vor allem eines: seinen Dienst getan :)
    Mit anderen Worten: Es würde mich nicht wundern, wenn zumindest die Netzteile der Eumexen bald aufgäben.
    Dazu kommt, dass mit einer Umstellung auf VoIP die Sprachqualität eher schlechter als besser wird, weil eine zusätzliche Wandlung stattfinden muss.
    Und so wie du schreibst scheint in den Filialen viel telefoniert zu werden, da sollte es dem Inhaber eigentlich daran gelegen sein, seinen Kunden eine hohe Sprachqualität zu bieten.
    Für mich immer noch das Killer-Argument, an klassischer Telefonie festzuhalten: G.722. Auch genannt "HD-Voice", "HD Audio", "7 kHz-Telefonie" oder wieauchimmer.
    Ist ein Unterschied wie Tag und Nacht, s. hier:
    https://www.telekom.com/static/-/5674/2/hd-voice-handy-anhoeren-si
    Der Anteil der "HD-Telefonierer" steigt stetig, vor allem Mobilfunkteilnehmer mit nicht allzu alten Endgeräten können meist schon so telefonieren.

    Dazu kommt: noch wird die bessere Sprachqualität als angenehm positiv aufgenommen. Je mehr Teilnehmer HD-Audio haben, gewöhnen sie sich auch daran, sprich immer dann, wenn man dann mal mit jemandem "nicht-HD" telefoniert, hinterlässt das Telefonat eher einen negativen Beigeschmack ("der war schlecht zu verstehen").
    Was leider nicht dabei hilft, einzuschätzen, ob die bisherige Lösung über VoIP überhaupt funktionieren würde.
    Wie gesagt, selbst die Billig-Lösung (die ich eindeutig NICHT empfehle!) heißt Fritzbox 7490 und kostet 200 €/Stk.
    Die professionelle Version davon hieße dann z. B. bintec be.ip plus und kostet nochmal gut nen Hunderter mehr. Und das ist genau das, was ich bereits bei meinem vorigen Post versucht habe zu erläutern:
    Für die "Es bleibt alles so wie es ist"-Lösung bist du bei 1600 - 2400 € nur für die Hardware. Der Bäckerei-Chef muss sich weiterhin in jede Filiale einzeln einwählen um die Kassen abzubuchen (wobei, wie gesagt, noch nicht geklärt ist, ob das nach einer ISDN-Abschaffung weiter funktioniert). Es sind weiter 8 Telefonanschlüsse, 8 mal Grundgebühren und (ich hoffe nein, fürchte ja) Gesprächskosten.
    Bei der "auf IP umstellen"-Variante könnte man sich an z. B. 7 Standorten die teure Box sparen und einen kleinen Router nur zur VPN-Anbindung installieren.
    Ein Beispiel:
    sipgate team:
    Preis/Monat
    0 €
    parallele Gespräche
    2 eingehend / 100 ausgehend
    Anrufe ins dt. Festnetz
    1,79 ct/min
    Anrufe ins dt. Mobilfunknetz
    14,9 ct/min


    Will sagen: mit vermutlich wenig Mehraufwand lässt sich die Infrastruktur logisch verschlanken und Mehrwert für Mitarbeiter und Kunden schaffen -- und sogar die Ausfallsicherheit erhöhen.
    Wenn man die Rufnummern komplett "ins Netz" portiert, kann statt in einer Filiale in zweien den größeren Router installieren und als "Ausfallstandort" definieren. Sprich: Wenn in Filiale 1, wo normalerweise alle Telefonnummern registriert sind, das Internet ausfällt, kann man ersatzweise in Filiale 2 alle Rufnummern registrieren und die Rufnummern aller 8 Filialen wären weiterhin erreichbar.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Noch drückt der Schuh ja wohl nicht, und es ist ja offenbar das Bewusstsein da, dass man sich auf die eh anstehende Umstellung vorbereiten möchte, und da finde ich es sinnvoller, ggf. jetzt ein paar Euro mehr auszugeben, wenn man dadurch Mehrwert hat, die Installation wartungsärmer wird und man funktionalen Mehrwert hat.
     
  13. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Antw:Emulation von S0-Anlagen an künftige TK-Anlagen?

    Ja, echt gruselig. Das erinnert jetzt aber stark an die "Böhmermann"-Provinzposse.

    Da kommt keiner der "Fachkollegen" einmal auf die Frage, was für ein Protokoll über das ISDN bisher gefahren wird ?

    Mit hoher Wahrscheinlichkeit kannst Du die "ISDN-Kasse" trivial schon auf dem lokalen Zugangsrouter terminieren, sofern dieser PPP über HDLC "spricht". Also: Anstatt irgendeine Hauptstelle "anzurufen", wählt sich die Kasse, über ihre ISDN-Schnittstelle, direkt auf den Router ein, und handelt mit diesem, genau wie in der Zentrale, eine PPP-Verbindung aus. Per VPN und passendem Routing schieben wir die Verbindung an den Steuerrechner in der Zentrale weiter.
    Oder es geht noch eleganter: Wenn die Kasse ein V.24/RS232 / RS422 / RS485 - Ínterface bietet, dann kann sie direkt PPP gegen einen ordentlichen Router machen. Der natürlich eine serielle Schnittstelle besitzt.


    Aber: Warum einfach, wenn es kompliziert geht ?
    Das wirklich blödeste, was man tun kann, ist, die Daten per VoIP verschicken zu wollen - die Gegenstelle würde das ja gleich abweisen - Dienstemerḱmal(!). Von der Preemphasis ganz zu schweigen. Man macht das mit Faxsignalen, aber da hört die Verläßlichkeit ab 14.400 KBit/s auf.

    Also:
    An den Standorten würde ich die Zugangsrouter gegen Bintec oder Lancom tauschen - da kannst Du zum Beispiel so eine BIANCA/Brick hernehmen oder ein aktuelles LANCOM - Gerät.

    Wenn eine der 8 Niederlassungen bei uns (Osnabrück) in der Nähe ist, helfen wir gerne mit einem Proberouter aus und konfigurieren Dir das PPPoHDLC.
     
  14. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Antw:Emulation von S0-Anlagen an künftige TK-Anlagen?

    Deswegen waren ja auch Fachleute gefragt. So eine Kasse kostet gerne auch einmal 12.000,-- und da ist der Wunsch des Kunden legitim, sich das zu sparen. Zumal u.U. auch noch Updatekosten für die Verwaltungssoftware hinzukommen. Und: Der Betreiber müßte für jeden "Kassentyp" Ersatz vorhalten.
    Und weißt Du, wie dumm die Trullas an den Kassen sind ? Nein, ich meine jetzt nicht die knackigen Studentinnen, welche sich ein paar Mark dazuverdienen, sondern die hauptamtlich an den Kisten sitzenden Matronen mit 100+ Gewicht und 50+ Alter. Wenn sich da ein Handgriff ändert, ist Achterbahn.
    Ja, genau das geht. Also - Eumex 'raus, Fritzbox 'raus, mit einem Vorschlaghammer vernichten, um andere Menschen nicht mit einer "Nachnutzung" zu gefährden, ordentlichen Router 'rein.
    Ganz schlechte Idee. Eine kleine zentrale TK kann alle Filialen versorgen, über das gleiche VPN, mit dem die Kassen angebunden sind.

    Aber ohne anzugucken kann man da gar nix zu sagen.
     
  15. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Antw:Emulation von S0-Anlagen an künftige TK-Anlagen?

    Ganz recht und ich pflichte dir vollkommen bei, sofern es sich bei den Kassen um Geräte handelt, wie du sie vermutest.
    Bei der Beschreibung, das die ISDN-Konnektivität
    1. über einen externen USB-Adapter und
    2. ein Modell mit zweifelhaftem Ruf eingesetzt wird,
    würde ich nicht zwingend davon ausgehen, dass es sich um ein hochwertiges System angeht, oder da schonmal jemand Hand angelegt hat, der "sich mit Computern auskennt".

    Auch gehst du wohl davon aus, dass es einen Server gibt, der alle Kassen "abtelefoniert" und abfragt, was aus der Schilderung aber nicht unmittelbar hervorgeht.

    Ich habe eher die Vermutung, dass die "Zentrale" der Chef mit seinem Computer ist und die Datenabfrage manuell geschieht :)

    Aber da kann man noch so viel rätseln, das kann nur der Themenersteller beantworten (die Phrase "Es müssten noch einige Details geklärt werden" ist in meinen Antworten ja auch mehr als einmal enthalten :) )
    Siehe meine erste Antwort:
    Ich habe schon einen Tobsuchtsanfall ausgelöst, weil ich Verknüpfungen auf dem Desktop übersichtlicher angeordnet habe. Inklusive Androhung der Kündigung und weiterer Konsequenzen, falls die an das System angeschlossene Maschine "kaputt gemacht" habe. Ja, ich weiß wovon du sprichst.
     

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