Fragen zur Verkabelung bei IP-Umstellung, ggf. Kaufberatung

Dieses Thema im Forum "Aufbau und Verkabelung" wurde erstellt von Mreg83, 2. September 2017.

  1. Mreg83

    Mreg83 Beginner

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    Hallo,

    ich habe ein paar Fragen zur IP-Umstellung durch die Telekom bei meinen Eltern (bisher ISDN + DSL). Im Moment kann ich den Aufbau nur aus dem Gedächtnis beschreiben, am Montag bin ich dort und könnte auch Bilder machen.

    Die Geräte wie NTBA usw. stehen im DG. Die Leitung kommt zwar im Keller rein, es wurde dann aber wohl eine alte Leitung aus Zeiten, als das Telefon noch über Oberlandleitungen rein kam, verwendet. Die Leitung geht vom einer Dose im Dachboden zu einer weiteren im DG, von dort zum Splitter, vom Splitter zum NTBA und zum Router, am Router hängt über S0 eine alte Telefonanlage Eumex 504 PC USB. Von der 1 a/b Klemme der Eumex führt ein Kabel zurück zur weiteren Dose im DG. Hierüber dürfte ein analoges DECT-Telefon mit 2 Mobilteilen angesprochen werden, von dem sich die Basisstation jedoch im EG befindet. Am NTBA ist ein Kabel angeklemmt, welches zu einer Kombidose im OG (LAN vom DG sowie 2mal ISDN) führt. Das Kabel ist aber nicht das korrekte Kabel für ISDN mit 4 Adern und der entsprechenden Farbgebung, sondern es ist ein für den NTBA eigentlich zu dickes mit 8 Adern, von denen 4 ungenutzt frei rumhängen. An der Dose im OG hängen 1 ISDN-Telefon und eine TA 33 Clip, wo mal eine analoge Fax-/ Druckerkombi dran hing, im Moment hängt dort nichts, aber es könnte wieder ein Faxgerät hinkommen.

    Welche Änderungen schlagt ihr vor? Es muss ein neuer Router her, die alte Fritz!Box ist nicht IP-fähig. Splitter und NTBA fallen weg. Die Eumex müsste auch wegfallen können. Ich vermute, dass das dort angeschlossene Kabel mit einem Stecker versehen und dann direkt an einen neuen Router angeschlossen werden kann. Soll ein neues Kabel vom DG zum OG gezogen werden? Ansonsten müsste das achtadrige Kabel wohl einen Stecker an die 4 benutzten Adern bekommen, um es ggf. mit einem Router wie einer neuen Fritz!Box über S0 verbinden zu können. Richtig? Geplant ist auf jeden Fall, das analoge DECT-Telefon mit 2 Mobilteilen beizubehalten, ggf. ein Faxgerät / Kombi im OG und im OG das ISDN-Telefon oder aber Wechsel auf ein IP-Telefon (schnurgebunden).

    In Bezug auf einen Providerwechsel könnt ihr mich auch gerne beraten. Ich habe die großen Anbieter durchgeschaut und gesehen, dass eigentlich jeder auf Dauer billiger ist als die Telekom. Die Entscheidung müssen dann natürlich meine Eltern treffen. Eine Triple-Play-Lösung dürfte bei uns ohne komplette Hausneuverkabelung oder ausschließlich W-LAN schwierig werden. Das Kabelfernsehen kommt im Keller rein und wird dann zu Dosen im EG, OG und DG geleitet. Im EG und OG handelt es sich aber nicht um dieselben Zimmer als die, in die das Internet / Telefon gelegt wurde.

    Vielen Dank!

    Viele Grüße
     
  2.  
  3. Mreg83

    Mreg83 Beginner

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    Da ich noch keine Antwort bekommen habe, möchte ich noch Folgendes sagen:

    Mir geht es nicht so sehr um eine Kaufberatung, welchen Tarif oder welchen Router ich nehmen sollte. Natürlich bin ich für jeden Ratschlag dankbar.

    Wichtiger ist mir aber erstmal, ob das, was ich schreibe, wie man die Verkabelung ändern könnte und wie sie jetzt aussieht, Sinn ergibt. Ganz sicher bin ich mir damit nicht. Und natürlich würde ich mich über Meinungen freuen, ob und wie ihr die Verkabelung in meinem Fall ändern würdet.

    Natürlich könnte ich auch gleich einen Techniker der Telekom beauftragen oder Stecker von meinem Bruder anbringen lassen. Aber der Techniker der Telekom kommt nur, wenn bereits ein Auftrag für den Wechsel in einen IP-basierten Tarif erteilt ist. Und ich wollte mich vor der Entscheidung für einen Anbieter erkundigen, welche Umbauten bei der Verkabelung sinnvoll sind.

    Gerne kann ich weitere Infos geben oder Bilder machen.

    Über eure Hilfe würde ich mich freuen.
     
  4. telthies

    telthies Urgestein

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    welches Modell ist das denn ?

    Triple Play bedeutet nicht, daß man dann Telefone an Koaxdosen anstecken würde :)

    Zuerst würde ich sie genau aufklären und mir genau aufmalen. Dann würde ich wo es mit angemessenem Aufwand geht die Verkabelung auf "strukturiert" aufrüsten. Bunt gemeinsam genutzte Kabel, womöglich teils noch hin und wieder zurück, sind nur einzelnen Analoggeräten weiterhin schön genug.
     
  5. Mreg83

    Mreg83 Beginner

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    Eine 7170. Mir wurde von der Telekom gesagt, die sei nicht IP-fähig. Außerdem ist sie seit Jahren out of service und das WLAN ist auch nicht mehr einwandfrei.

    Leider kenne ich mich damit wenig aus. Ich ging davon aus, dass im Fall von Internet über Kabel eine neue Dose (im Keller?) gesetzt werden muss, die dann neben dem Koak- auch einen Datenanschluss hat. Am Datenanschluss müsste dann der Router hängen. Dann wäre die bisherige Verkabelung vom DG ins OG aber sinnlos. Aber selbst, wenn diese Dose im DG sein könnte, wäre zumindest die momentan noch vorhandene Koaxdose ziemlich weit weg von dort, wo momentan die 1. TAE und die Geräte sitzen. Daher gehe ich davon aus, dass TV von Internet + Telefon getrennt bleiben muss, lasse mich aber gerne eines besseren belehren.

    Ich stelle jetzt mal ein paar spezielle Fragen zu der Installation:

    1. Wie bereits beschrieben ist die Installation zuerst wie üblich im DG: 1. TAE, Splitter, NTBA, Router, Telefonanlage Eumex. Dann führt aber von der Eumex ein Kabel zurück zur 1. TAE, womit im EG ein Analogtelefon angesteuert wird (s. Bild). Hier könnte ein gemeinsam genutztes Kabel vorliegen. Der Punkt der Installation ist der Einzige, den ich nicht verstehe, ohne etwas öffnen zu müssen. Wenn ein gemeinsam genutztes Kabel vorliegt, dann hat das damals der Techniker der Telekom so angeschlossen. Da die Eumex nicht mehr benötigt wird, könnte doch ein RJ11-Stecker an das Kabel und dieses direkt an eine neue FritzBox angeschlossen werden. Richtig?
    1504969001587.png

    2. Hier das Innere des NTBA. Das dicke Kabel führt zu einer Dose mit 2mal RJ45 im OG. Das Kabel bräuchte einen RJ45-Stecker zum Anschluss an eine neue FritzBox, ungenutzte Adern würde ich mit Isolierband abkleben. In Ordnung?
    1504969061231.png

    3. Falls Punkt 2 umgesetzt wird, ist es an der Dose im OG möglich, 1 ISDN-Telefon und 1 ISDN-Terminaladapter zu betreiben?

    4. Ist eigentlich am IP-Anschluss der Verbindungsaufbau bei einem ISDN-Telefon langsamer als bei echtem ISDN?

    Vielen Dank.

     
  6. telthies

    telthies Urgestein

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    Ich hatte mich wohl nicht laienverständlich genug ausgedrückt:

    Es gibt Triple Play sowohl von Kabel"fernseh"anschlußanbietern als auch von Telefonanschlußanbietern - von jedem mit seiner gewohnten Leitung. D.h. beim Kabelfernsehanbieter bleibt es bis zum "Kabelmodem" beim Koax, und beim Telefonanbieter bis zu seiner Entertainmentbox beim Telefonkabel.

    Danach geht es dann wie gewohnt weiter, oder eben modernisiert. D.h. entweder zum Fernseher mit dem Antennenkabel und zum Telefon mit dem Fernmeldekabel, oder zu beiden wahlweise per "LAN"-Kabel, weil Fernseher und Telefon praktisch spezialisierte "Computer" sind.

    Ich vermute, daß am praktischsten sein wird, das hausinterne Kabelnetz künftig vom Keller ausgehend zu konzipieren. Computer freuen sich über (Gigabit) Ethernet LAN weit mehr als über ISDN, und wenn es ISDN im Öffentlichen Netz nicht mehr gibt, bedeutet der Weiterbetrieb von ISDN-Telefonen eine vermeidungswürdige zusätzliche Signalwandlung, die sich qualitativ bemerkbar macht. Da nähert sich ISDN dann der Analogfunkqualität, die meine Generation noch aus dem C-Netz kennt. Und ja, der Verbindungsaufbau wird langsamer, wenn erst das Wahlende eines schrittwählenden Endgerätes erkannt werden muß. Das ist aber das kleinere Übel gegenüber dem Protokollhickhack des Nutzsignals.

    Besser ist, sich konsequent zu entscheiden und entsprechend nur IP- und Analogendgeräte zu betreiben und die ISDN-Endgeräte Sammlern zu schenken.

    Kabelmäßig brauchen die Analogendgeräte jeweils eine Doppelader (also ein Adernpaar), und die von anderen Analogendgeräten können im selben Kabel laufen. IP-Endgeräte erschließt man am besten mit je einem "eigenen" achtadrigen Kabel. Dabei kann geswitcht, gebridget und geroutet werden, aber alles als "Sternverkabelung". ISDN-S0-Busse kommen in diesem Spiel künftig nicht mehr vor. Insofern gilt es, sein Hausnetz gründlich aufzuklären, aufzumalen und aufzuräumen.
     
  7. Mreg83

    Mreg83 Beginner

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    Hallo,

    ich glaube, wir reden hier leider etwas aneinander vorbei.

    Die Möglichkeiten, Triple Play über einen Kabelanbieter oder einen Telefonanbieter zu realisieren, sind mir durchaus bekannt. Außerdem gäbe es dann wohl noch die Möglichkeiten über LTE (ggf. aber für TV nicht schnell genug) und Satellit, um das zu vervollständigen. Was ich nur sagen wollte, ist, dass für Triple Play bei uns gewisse Änderungen der Verkabelung notwendig sind, die ohne Bohren durch die Wand nicht zu machen sind.

    Die Zeiten von Internet über ISDN kenne ich noch. 64 kbps 1 Kanal, 128 kbps 2 Kanäle. Aber damit war Ende der 90er, Anfang der 00er Jahre Schluss. Mit der aktuellen Verkabelung haben wir hier DSL 6000, DSL 16000 oder VDSL 50000 wären mit der aktuellen Verkabelung möglich, nur ist der Tarif nie gebucht worden. Internes LAN läuft mit 100 MBit, was aber nur daran liegt, dass die genannte FritzBox noch kein Gigabit-LAN kann. Wenn ich einen Einbruch des Down-/ Upstreams messe, der am Anschluss im Keller nicht vorhanden ist, würde ich sicher über eine komplette Hausneuverkabelung nachdenken.

    Es ist theoretisch möglich, dass hier eine Firma etc. eingerichtet wird und dann viel mehr Telefone / Rechner benötigt werden. Viel wahrscheinlicher ist aber, dass ich mich in wenigen Monaten gar nicht mehr oft bei meinen Eltern aufhalte. In ihrem Alter wollen meine Eltern keine aufwändigen Arbeiten im Haus mehr. Meine Mutter braucht kein Internet, ein reiner analoger Telefonanschluss würde ihr reichen. Mein Vater braucht 1 Rechner, um ab und zu ins Internet zu gehen, HD-Videostreaming wird er wohl kaum machen. Ich schlage daher vor, den Aufwand einer Neuverkabelung an den Bedürfnissen auszurichten. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass dieses Haus in 10 Jahren verkauft wird...

    Mein Vorschlag ist daher der mit den geringsten Änderungen. Warum damals eine Leitung vom Keller direkt ins DG gelegt wurde und warum dabei die alte, vorhandene Telefonleitung verwendet wurde, weiß ich nicht. Damals war ich zu jung, um mich damit zu beschäftigen. Es gab wohl Schwierigkeiten, ein neues Kabel zu verlegen. Ein ggf. 5m zu langes Kupferkabel in der Wand sehe ich nicht als großes Problem. Ansonsten könnte man im Tertiärbereich (Etagenverkabelung) auch gleich auf Glasfaser gehen, wobei ich mal gelernt habe, dass das bis jetzt unüblich sei.

    Bei Punkt 2 und 3 von mir werde ich darüber nachdenken, ob ich stattdessen einen Analoganschluss ins OG legen lasse und das ISDN-Telefon abschaffe. Hätte nicht gedacht, dass durch die Signalwandlung ein solcher Qualitätseinbruch entsteht. Bei Punkt 1 war ich mir sehr sicher, dass das so klappt, ich hatte jedoch auf eine kurze Bestätigung gehofft.

    Im Übrigen würde ich noch einen Laptop über WLAN einbinden. Bei IP-Telefonen sehe ich nicht unbedingt die Notwendigkeit, diese kabelgebunden einzubinden. Eine neue FritzBox kann als DECT-Basis dienen und die Funkleistung lässt sich mit den entsprechenden Geräten auf 0 reduzieren, wenn nicht telefoniert wird.
     
  8. Mreg83

    Mreg83 Beginner

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    Und vom C-Netz hatte ich wirklich noch nichts gehört. Ich hätte wohl als Kind noch Erfahrung damit haben können, aber ein Handy kam bei uns Ende der 90er ins Haus. Davor habe ich nur Erfahrung mit CB-Funk mit Reichweite von ca. 3 km. :)

    Was Gesprächsqualität angeht: Ich kenne da jemanden mit einem knallig orangenen Telefon mit Wählscheibe. Dasselbe Modell habe ich auch schon bei der Telekom im Museum gesehen ;). Die Gesprächsqualität finde ich ausreichend. Hauptsache, man versteht sich.
     
  9. telthies

    telthies Urgestein

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    den muß ich nochmal ausgeschlafen lesen

    Die ist in farngrün genausogut. Aber das sind ja Analogtelefone, für die ist VoIP unproblematisch. Nur bei ISDN-Endgeräten over IP kommen zweierlei verschiedene Digitäler zusammen, das beißt sich stärker.
     
  10. Mreg83

    Mreg83 Beginner

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    Aufgemalt hatte ich die Verkabelung vor 2 Jahren schon einmal.

    Um die Verkabelung zum EG komplett zu verstehen muss ich ggf. nochmal in die Dose schauen.

    Am Donnerstag kommt ein Elektriker, da wird man auch noch ein paar Details klären können. Wir werden nach Möglichkeit auf das ISDN-Telefon verzichten.

    Danke nochmals für die Hilfe.
     

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