Kaufempfehlung für Telefonanlage / Unternehmen gesucht (Telekom Vorschlag sinnvoll?)

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von medtech, 26. Januar 2017.

  1. medtech

    medtech Beginner

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    Hallo,

    für unser mittelständisches Unternehmen (14 Mitarbeiter) suchen wir eine neue Telefonanlage.

    IST-Situation (historisch gewachsen):

    • 1 Telekom ISDN Anlagenanschluss mit einer alten Elmeg-Anlage (zu der Software und Dokumentation fehlen): angeschloßen sind hier 1 ISDN Telefon (direkt am NTBA) und 2 Analog-Telefone, sowie AnalogFax.

    • 1 Telekom DSL Anschluß mit Fritzbox 7940, wobei hier alle Anschlüsse der Fritzbox belegt sind (2x analog) + 1 zusätzliches DECT Telefon

    Beide Anschlüsse (und Verträge) sollen in Zukunft zusammengelegt werden an einer Anlage (vermutlich über VoIP)

    Wichtig sind:
    • einfache (!) Weiterschaltung von Anrufen (enorm wichtig und bisher eine Qual)
    • Konferenzschaltung
    • konfigurierbare Warteschleifenmusik (Elmeg kann nur "Elise")
    • Anschluss von min. 1 Komforttelefon (mit Display)
    • Fähigkeit als Internet Router? (ansonsten ist die Anschaffung eines seperaten Lancom Routers geplant, der die Fritzbox ersetzen soll)
    • Erweiterbarkeit momentan weniger wichtig, da die bisherigen Telefone ausreichen
    • In ferner Zukunft evtl. Standortvernetzung
    Die bisherigen Geräte müssen nicht unbedingt bleiben, da teilweise schon veraltet. Hier sind also Neuanschaffungen möglich.

    Die bestehenden Telefone laufen bereits (in dem meisten Fällen) über Cat6-Dosen (2 Adern belegt).

    Die Empfehlung des Telekom Beraters lautete "Octopuss F50"

    Mich würden die Meinungen hierzu im Forum interessieren, Vorschläge sind gerne willkommen.

    Vielen Dank,
    Thomas
     
  2.  
  3. telthies

    telthies Urgestein

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    14 Mitarbeiter aber nur vier Telefone, was dürfen wir uns denn unter diesem Betrieb vorstellen ?

    Vermitteln aka Verbinden geht innerhalb einer Anlage immer einfach, und zwischen Apparat direkt am NTBA und Anlage praktisch garnicht. Da macht man dann mit jeder tauglichen Konstellation einen großen Sprung nach vorn. Ein Lancom Router ist eine gute Wahl, da gibt es auch welche wo die Telefonanlage schon mit drin ist.

    Meinungen zur geeignetsten Anlage machen eigentlich erst Sinn, wenn Du mehr von Deinem Betrieb erzählt hast. Bei "passen" muß man ja wissen "wozu".
     
  4. medtech

    medtech Beginner

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    Hallo,

    es ist ein medizintechnischer Betrieb, der sich mit Laborarbeiten, Instrumentenprüfung, Wartung von Motorensystemen, Sterilgut Versorgung, Versorgung mit dest. Wasser beschäftigt. Es sind nicht 4 sondern 6 Telefone (3 an der Elmeg, 3 an der Fritzbox). Gespräche derzeit werden meisten zwischen Auftragsannahme (3 Telefone/Fax) und Labor 2 (2 Telefone) hin- und hergeschaltet (teilweise mit eingespeicherter Rufumleitung). 6 Telefone + Fax sollten auch an der zukünftigen Anlage funktionieren.

    Die Lösung mit der Fritzbox und der Elmeg stellt leider alles andere als Optimum dar, daher wollten wir im Rahmen der Umstellung auf IP-Telefonie davon weg.

    Der NTBA wird wohl bei der Umstellung überflüssig werden, so dass alles über eine Anlage laufen sollte. Wir haben auch einen Anbieterwechsel diskutiert, aber die Zusammenlegung der 2 Anschlüsse/ Verträge erscheint uns schon riskant genug.

    Zur Empfehlung der Telekom habe ich ja schon etwas geschrieben. Rufnummern werden derzeit 3 verwendet, die von außen erreichbar sind (1xFaxnummer, 1xdie 3 Telefone und 1xVerwaltung).
    2 simultane Gespräche sollten wie bisher im Idealfall möglich sein.

    Hoffe das hilft als Info weiter.
     
  5. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Das kann aber so nicht passen. Ein ISDN-Telefon das an einem Anlagenanschluss betrieben wird ist zwar technisch möglich, aber äußerst ungewöhnlich, da eigentlich ziemlich sinnlos. Wenn es ein Anlagenanschluss ist, kann vor Allem auch nur ein Endgerät dran betrieben werden. Kann es sein, dass ihr da keinen Anlagen- sondern einen einfachen Mehrgeräteanschluss habt?
     
  6. medtech

    medtech Beginner

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    Ja, du hast Recht. Ich habe nochmal einen Blick auf die Unterlagen geworfen. Es ist ein ISDN Mehrgeräteanschluss; also Amt NTBA-> dort dann die Anlage und am 2ten NTBA-ISDN Port das ISDN Telefon. Laut Vertrag mit 5 MSN Nummern (warum auch immer...).

    Es handelt sich auch nicht um eine Elmeg-Anlage wie ich zuerst dachte, sondern um eine Eumex 209 (mir war nur noch was mit E... am Anfang in Erinnerung). Auf der Anlage steht noch mit Edding "EEPR getauscht" (?)
    Ändert im Ende wenig, das Ding sieht uralt aus und sämtliche Konfigurationssoftware ist nicht mehr vorhanden.
     
  7. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Warum auch immer *nur* 5 MSNs oder *immerhin* 5 MSNs?
    Irgendwann hat die Telekom angefangen, fürs nachträgliche Schalten von MSNs Geld zu nehmen, bei Anschlussschaltung konnte man aber immer bis zu 10 Nummern kostenfrei mitbestellen.

    Beim Router auf Lancom zu setzen ist sicherlich eine gute Wahl, und VPN können die auch recht gut.

    Für mich würde sich die Frage stellen, was denn mit den Rufnummern ist: müssen die (und welche/wieviele?) erhalten bleiben?

    Die AllIP-Umstellung ist eine gute Gelegenheit, das Telefoniegedöns mal auf den aktuellen Stand zu bringen.

    Bei einer "Zusammenschaltung" der Anschlüsse würdet ihr, man möge mich korrigieren, bei der Telekom auf die Simulation eines Mehrgeräteanschlusses zurückfallen, sprich: n paar Telefonnummern, ausgehend gehen max. 2 Gespräche.
    Wesentlich flexibler wäre man bei Portierung zu einem SIP-Telefonie-Anbieter, der das etwas besser drauf hat als die Telekom bisher.
    Im Gegensatz zur Telekom hätte man dann auch den Vorteil dass die Telefoniedienste vom Internetzugangsdienst entbündelt sind. Sprich: dem SIP-Telefonie-Anbieter ist es wurst, von welcher Ecke des Internets du dich am Server registrierst.
    Die Telefone sollten sinnvollerweise auch IP-basiert sein, denn nur dann vermeidet man unnötige Konvertierungen des Sprachsignales zwischen zwei Teilnehmern und hat gleichzeitig auch Spaß mit der "HD-Telefonie". Die kommt alleine immer mehr, weil auch im Mobilfunk mittlerweile zunehmend über IP telefoniert wird (Stichwort VoLTE).

    Insofern wäre da sowas wie die be.ip plus vielleicht eher geeignet.
    Mit "Voll VoIP" macht auch Standortvernetzung Spaß, denn am zweiten Standort brauchts außer den (IP-)Telefonen nämlich: nichts. Durch einen gescheiten Router ist der andere Standort per VPN eh schon verfügbar.
    Und mit ein bisschen Geschick sieht man den Router am anderen Standort dann gleich als "Ausfallzentrale" vor, der die SIP-Konten registriert und eine Notfallverteilung vornimmt.

    Allerdings: Deine Schilderung mit den Cat6-Dosen und 2 Adern lässt mich jedoch etwas rätseln. Sind es nur Cat6-Dosen an denen nur 2 Adern aufgelegt sind oder sind dort wirklich Netzwerkleitungen verlegt?

    Ich schätze: da war entweder jemand schreibfaul oder das "OM" hat das zeitliche gesegnet. So schätze ich jedenfalls, möchte jemand dokumentiert haben, dass er das EEPROM mal getauscht hat.
    Die Kiste *ist* uralt, aber nicht nur dass man die bei eBay zum Kilopreis bekommt, Doku und Software gibts sogar noch auf der Webseite der Telekom.
     
  8. medtech

    medtech Beginner

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    Würde denn einer von den Lancom VoIP Routern von den Telefonanlagenfunktionen die gewünschten Funktionen (Warteschleifenmusik) haben?

    3 Rufnummern müssen zwingend erhalten bleiben, alles andere könnte weg.

    Danke für die Erklärungen. So ein Wechsel ist im nächsten Schritt denkbar. Zuerst einmal müssen wie gesagt 2 Anschlüsse quasi zu einem zusammengelegt und auf VoIP umgestellt werden. Die bisherigen Erfahrungen mit der Telekom bei solchen Sachen waren "suboptimal". Ein möglicher Komplettausfall bei einem Anbieterwechsel darf nicht sein und daher versuchen wir das Risiko, dass etwas schiefläuft mit dieser "Wechsel in 2 Schritten-Taktik" zu minimieren.

    Verständnisfrage: Der Lancom hat ja weniger Ports als nachher Telefone dran sollen, also der Weg Lancom Router -> zum HP ProCurve24 Switch (der momentan eingebaut ist) -> zu den Telefonen würde gehen?


    Cat6 Verkabelung liegt vollständig aufgelegt und wird momentan zum Anschluß der analogen Telefone (mit 2 Adern) genutzt, demzufolge auch nicht am Switch dran, sondern Anlage-> Patchpanel rein -> Dose raus -> Telefon.

    Gut zu wissen, ich halte dem Ding mal zu Gute, dass die Vorgänger Fritzbox der jetzigen Fritzbox bei "Elektroarbeiten" im Gebäude das Zeitliche gesegnet hat, während die Eumex-Anlage unbeirrt durchlief.
     
  9. telthies

    telthies Urgestein

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    Eine xi hätte nach dem EEPROM-Tausch geelmegt sein können, eine Eumel ist danach höchstens geagfeot. Sie bleibt aber in jedem Fall ungeeignet, das ganze Klimbim zusammenzuführen.

    Anschlüsse zusammenführen würde ich vor einem Umstieg auf garkeinen Fall, lieber beide unabhängig zum gleichen SIP-Provider portieren und dort später die Nummern zusammenführen (dort gleich mit gleicher Kundennummer und gleichem Tarif für beide, dann wird das weniger kompliziert). Nummern zu portieren kostet üblicherweise pro Stück. Neue Nummern wären meist eine Stelle länger, und ibs. wenn sie nicht Kraut und Rüben sondern leidlich zusammenhängend / ähnlich sind, würde ich sie mitnehmen. Unabhängig von Sammel- ("Haupt"-) Nummern würde ich abgehend immer persönliche Rufnummern je Apparat verwenden, das spart viel Ratespiele bei Rückrufen.

    Wartemusik ist auf jeden Fall das ungeeignetste "Killerkriterium" für eine Kaufentscheidung. Over IP sind das immer Soundfiles, da kann vermutlich jeder Zehnjährige eine eventuell default vorhandene Ballade pour Adeline weghacken.

    damit steht praktisch fest: weg von der Teledumm, mindestens mit den Nummern.

    soweit ich mich bei den Anschlüssen bzw. der Apparatezahl zunächst verlesen hatte, wäre mir das noch nachvollziehbar gewesen. So sehe ich aber eher die Octopus Open 230 im Fokus dessen, was ich vom Telekomiker angeboten erwartet hätte. Das legt mir bald den Verdacht nahe, angesichts der getrennten Anschlüsse hat er die Empfehlung aufgrund der Kundendaten zu nur einem der beiden gegeben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Januar 2017
  10. medtech

    medtech Beginner

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    Zustimmung, aber es war ein Kriterium mit hohem Nervfaktor. Würde denn ein https://www.lancom-systems.de/produkte/all-ip-voip-vpn-router/single-site-voip-router/lancom-883-voip/
    die Anforderungen erfüllen?

    Danke zur Erklärung mit der Octopuss F50, also fällt diese eher weg.?
     
  11. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Genau den habe ich gestern (auf Empfehlung eines Kollegen) bei einem Kunden verbaut.
    Sehr teuer, sehr schöner Prozessor, beschränkt auf zwei interne Netzwerke und drei VPNs, erstklassiger Router, brauchbare Firewall, sehr gutes und automatisches VoIP-QoS. Zwei Analogports, zwei ISDN-S0. Sogar b/g/n - WLAN hat er.
    Was die Telephoniefunktionen betrifft, so handelt es sich eher um einen "Router mit angeflanschter TK-Anlage".

    Wartemusik, Besetztlampenfelder, Mailboxen -- Fehlanzeige.

    Als Router und als "Vorschaltgerät" für eine richtige TK-Anlage sehr zu empfehlen, insbesondere wenn man Telekom-Rufnummern hat und einen sicheren, sauberen Übergang wünscht. Insbesondere wenn man mindestens noch einen weiteren Internetprovider hat, gerät die Konfiguration der TK-Anlage mit anderen Routern zum Vabanquespiel.
     
  12. medtech

    medtech Beginner

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    OK, Danke für die Info. Klingt eher ernüchternd.

    Hättest Du Empfehlungen für eine TK-Anlage?
     
  13. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Sehr schwierig, wenn man den Laden nicht kennt.

    Beispiel gestern, VORSICHT, LANG ...

    Ich komme in den Laden (Zweigniederlassung) und soll den an die zentrale Telephonanlage und EDV anbinden.
    Mit drei Stunden hatte ich gerechnet, Telephone und eben den von Dir beschriebenen Router hatte ich dabei.

    Stellt sich heraus:
    1. Der bisherige Vertrag bei "1&1" umfaßt DSL (512 KBit/s Upstream), Mailservices für die gesamte Firma, ein Mobiltelephon eines Mitarbeiters in der Zentrale, eine private Festnetznummer, zwei dienstliche Festnetznummern. Eigentlich hätten wir nur DSL gebraucht - aber vielleicht ein bißchen großzügiger. Stundenlang Verträge modifiziert.
    2. Für die Weiterarbeit bis zur Umstellung brauchen wir ein Annex B - Modem mit Splitter, nach Umstellung auf VDSL 50 Mitte nächsten Monats dann Annex J ohne. Mit etwas Glück und dem hervorragenden B/J-Hybrid im LANCOM kommt eine Synchronisation auch bei weggelassenem Splitter zustande, bei entsprechender Konfiguration. Glück gehabt.
    3. Telephone funktionieren prima - aber ein zusätzlicher PoE-Switch muß her. Habe ich zum Glück dabei.
    4. Au weia. "Windows XP" auf einem Arbeitsplatzrechner, seit 10 Jahren kein Update. Firewall angepaßt, daß dieses Ding nicht in die Außenwelt kommt.
    5. WLAN. Oh, well. Die alte "Fritzbox" lag in einer Ecke auf dem Boden. Ich finde es immer saublöd, wenn Router und WLAN-Access Point ein einziges Gerät sind: Jetzt müssen wir erstmal einen funktechnisch besseren Standort wählen und alle möglichen Strippen zum Router neu verlegen.
    6. Überhaupt, WLAN: "Freifunker" sind in der Nähe und entsprechend viel Ärger machen diverse ungebetene Gäste bis tief in die Nacht. Freifunk-Blocker installiert.
    7. Ein Telephon (Grandstream GXV3275) hat einen externen Monitoranschluß und dient auch als Arbeitsplatz. Der Monitor mit 24 Zoll ist o.K., aber der Schreibtisch ist viel zu schmal und erzwingt so einen Betrachtungsabstand von 25 cm. Schreiner angerufen, neue Platte bestellt.
    8. Verbindung zur Zentrale ist sehr ruckelig. Kompression auf Router und Gegenstelle aktiviert.
    9. Das Faxgerät ist Ultra-Schrott aus dem Media-Markt. Zusammen mit der alten "Fritzbox" mit einem Pflasterstein irreparabel zerstört und in den Sondermüll gegeben. Neues Fax/Scan/Druck - Gerät bestellt. Leihgerät geordert und ins Netzwerk genommen.
    10. Videotelephonie zur Zentrale eingerichtet.
    11. Ausgehende Rufe so eingestellt, daß sie nicht über die teuren 1&1 - Accounts laufen, sondern über die Flatrate der Zentrale. Das macht immerhin 66,-- pro Monat aus.
    12. Die Damen wollen Fax-zu-Mail und vom PC aus faxen.
    13. Die 1&1 - Rufnummern in der Zentrale zu registrieren, kostet nochmal gute drei Stunden.
    14. Die Faxeinstellungen sind knifflig. Es funktioniert hinterher mit zwei Änderungen: Abgeschalteter 'Echo Canceller' (das kann der DSP im Faxgerät besser) und besonders kleiner Dejitterbuffer. Erfreulicherweise besitzt der LANCOM diese Einstellmöglichkeiten.
    Das war ein laaaaaaaanger Mittwoch. Warum ich das alles einmal aufgeschrieben habe:
    Ohne den Laden angeguckt zu haben, kann man keine Empfehlungen aussprechen.
    "Proper Prefligt Planning Prevents Poor Performance", alter Piloten-Spruch.

    Oder, ein Zitat von ‎Chesley "Sully" Sullenberger, demjenigen, der einen havarierten Airbus A320 auf dem Hudson erfolgreich notwasserte und alle 150 Passagiere rettete:

    "The more complex and sophisticated a modern aircraft is, the more essential are basic flying skills".


    Ein seriöser Fernmeldetechniker in Eurer Nähe sollte sich das einmal angucken. Oder ein seriöser Berater.
     
  14. Kalle2013

    Kalle2013 Regelmäßig anwesend

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    Eine Octopus F50 als TK-Anlage unterstützt bis zu 10 Telefone. Da es sich dabei aber um den Vorgänger der Digitalisierungsbox Premium handelt, und nur Annex J (kein VDSL) unterstützt wird, ist die Empfehlung nicht so gut. Die Digitalisierungsbox Premium geht bis 20 Teilnehmer, und das Original (bintec be.IP plus) kann auf 40 Teilnehmer aufgestockt werden. Außerdem könnte man die be.IP plus in Verbindung mit dem optionalen ISDN TE-Adapter auch für das ISDN - Amt verwenden. Damit wäre eine nahtlose Umstellung möglich. In jedem Fall würde ich die Anschlüsse nacheinander umstellen, bzw. den zweiten Anschluss erst später abschalten.
     
  15. medtech

    medtech Beginner

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    Ich fasse das mal kurz zusammen:

    Umstellung lieber nacheinander.

    Die F50 Telekom Empfehlung fällt raus, in Frage kommen: Digitalisierungsbox Premium, Octopus Open 230 und bintec be.IP plus.

    Der Aufpreis von Digitalisierungsbox Premium zu bintec be.IP plus ist nicht allzu groß aber dafür mehr Flexibilität.

    Ein integriertes Modem bringen alle diese Anlagen mit.

    Für seperaten Lancom-Router spricht: weniger problemanfällig (wobei dann sicher ein Modell ohne integrierte VoIP-TKAnlage reichen würde).

    Gibt es noch Meinungen zu den Anlagen "Auerswald COMpact 3000 VoIP" und "tiptel Yeastar S20" ?

    Bei Systemtelefonen werden es wohl elmeg IP-S400 oder Auerswald Comfortel 2600IP werden, bei den Handsets Gigaset E630A GO Hybrid Dect.
     
  16. Kalle2013

    Kalle2013 Regelmäßig anwesend

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    Kleine Korrektur: Die Octopus Open 230 ist eine reine TK-Anlage.
     
  17. telthies

    telthies Urgestein

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    Tiptel / Yealink / Yeastar genießt durchaus mein Vertrauen, allerdings kenne ich mich mit dem unterschied zwischen S20 und N412 nocht nicht näher aus. Das IP-S400 ist schon ein bewährtes Modell, mir sagt es in Design und Ergonomie sehr zu, allerdings hat der Hersteller inzwischen auch neuere Modelle. Systemtelefone heißen ja wegen ihrer Eigenschaft, als Teamkameraden auf eine bestimmte Anlage(nfamilie) abgestimmt zu sein so. Insofern wäre dabei dann das IP-S400 den elmeg/bintecs und das Comfortel den Auerswald zuzuordnen. Die COMpact "3000 VoIP" sollte m.E. korrekter "3000 VoIP over TDM" heißen, da zwischen ihren IP-Verblendfassaden ein TDM-Kern kauert. Das ist der feine Unterschied zwischen "aktuell" und "oberflächlich aktuell". Du könntest auch mal einen Blick auf die Innovaphone IP / PBX werfen.
     
  18. reini5555

    reini5555 Urgestein

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    Wenn es nicht ums Geld geht, die Open 230 ist ein Profiprodukt vom Marktführer Alcatel. Damit ist mehr als alles auch für die Zukunft gesichert. Egal ob Wartemusik, Auswahlmenüs für den Anrufen, Voicemail usw.
    Man hat dazu den Vorteil das eben hier keine all in one Kiste hat, und sich wegen der Sicherheit eine Lancom Router fürs Netz verwenden kann.

    [Edit telthies: Formatierungsfehler bereingt]
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 28. Januar 2017
  19. doerner

    doerner Schon ein paar Mal da gewesen

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    ... Mich fasziniert da immer wieder, was denen alles einfällt, was man noch lizensieren kann.


    Der Marktführer AVAYA hat gerade Schutz unter Chapter 11 gesucht. Und dies wird sicherlich nicht der letzte Marktführer sein, der dieses tun wird.

    PS: Ich glaube weiterhin fest an die konsequente Verwendung des SIP-Standards. Und auf diesem Gebiet haben sich bislang weder Innovaphone noch Alcatel besondere Lorbeeren verdient ...
    (Ich würde auf jeden Fall nicht so weit gehen und einen Lancom Router als TK-Anlage bezeichnen.)
     
  20. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Was jetzt nicht zwingend eine Eigenschaft des Marktführers an sich ist. Der Markt für TK-Anlagen schrumpft und gleichzeitig kommen noch zusätzliche Mitspieler dazu, da ist klar, das nicht für jeden Platz bleibt.

    Immerhin haben die Alcatel-Geräte eine einigermaßen erträgliche Bootzeit, was man von einigen anderen nicht gerade behaupten kann.
    Dann wäre es schonmal ein Anfang, wenn der Standard es mal ermöglichen würde, dem Nutzer einer TK-Anlage einheitlich ein Userinterface bieten zu können, und wenn der Horizont nicht bei "Nutzen Sie für Komfortfunktionen doch unser tolles Webinterface" oder "Merken Sie sich doch einfach zig Kennziffern wie vor 30" zuende wäre.
     
  21. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Ich glaube, Du hast den Doc falsch verstanden.

    Viele erheischen mit Blick auf den "Marktführer" eine gewisse Art der Sicherheit.
    Die ist auch meiner Meinung nach mit Alcatel mehr als trügerisch. Das, was ich bei Kunden sehe, sind reinrassige ISDN / UP0 - Anlagen mit billigen, scheußlichen Apparaten.

    Sich auf sowas einzulassen bedeutet: Sich wieder in Abhängigkeit zu begeben.

    Gleichzeitig muß man kein Prophet sein, um zu erkennen, daß der ISDN- resp. der TDM - Zug abgefahren ist.

    Und auch im dritten Punkt hat der Doc recht:
    Alcatel bemüht sich nicht einmal, die Kurve in Richtung offener Standards hinzubekommen.

    Tja, da kann ich nur sagen, 'good riddance !'.
     

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