Neue VoIP Telefonanlage für ca. 6-8 Geräte

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von rofljochel, 11. März 2017.

  1. rofljochel

    rofljochel Beginner

    Beiträge:
    12
    Zustimmungen:
    0
    Es gibt prinzipiell nur einen Ansprechpartner für Anrufer (= Empfang) - wenn jetzt ein Mitarbeiter aus einem seiner Büros eine Nachfrage hat o.ä. und einen Kunden anruft, dann soll der Kunde bei einem möglichen Rückruf immer am Empfang "rauskommen" - direkte Verbindungen zu einzelnen Mitarbeiter soll/muss es nicht geben. Deshalb möglichst alle Anrufe mit Hauptnummer. Und das ist wohl leider aktuell nicht vollständig, sondern nur mit 2 angezeigten Nummern umsetzbar!?

    Wieso? Stellt sich die Telekom hierbei quer? :confused:
     
  2. telthies

    telthies Urgestein

    Beiträge:
    8.196
    Zustimmungen:
    211
    Die Geiselnahme von Rufnummern ist mit der Novellierung des TKG nur für den Mobilfunk beendet worden, im Festnetz bleibt sie weiterhin möglich und beliebt. Nummern aus laufenden Verträgen herauszulösen - und das auch noch einzeln - ist entsprechend meist doppelt ein geplatzter Traum. Für die Teledumm bleibt ein SIP-Account eine MSN, die denken da so schnell auch nicht um (wie man schon an ihrer Spezialerfindung "busy on zwei B-Kanäle belegt" sieht) ;-(

    aber das muß doch nicht auch heißen sollen, daß am Empfang dann die Raterei losgeht, wer den Rückruf ausgelöst hat. Persönliche Rufnummern (wenigstens für jeden Raum, also nur in Einzelbüros wirklich für jede Person) machen unabhängig davon Sinn, ob diese "Durchwahl" auch von ihrem "Besitzer" abgefragt wird, oder auch zentral. Auch am Empfang ist es eine nützliche Information, wenn beim Klingeln die Taste "Müllernummer" blinkt - dann weiß man: da brauche ich nicht zu fragen, ob der Meier oder der Schmidt den angerufen hatte. Bei (gut organisierten) Anwaltskanzleien ist das die Regel: da geht typischerweise für Alle eine Gehilfin dran, aber die muß dann beim Melden nicht alle Namen der ganzen Sozietät herunterrattern.

    es ist aber schon klar, daß das den Nutzen von "mehreren Amtsleitungen" erheblich relativiert ?
    Wenn mehr als 20% der Anrufe über mehr als 45 sek. bei der Abfragestelle verbleiben, ist die Abfragestelle praktisch selber ein Teilnehmer. Hat man nur eine, ergibt sich daraus praktisch auch "nur eine" (kommende) Amtsleitung - alle weiteren mutieren dann (sofern nicht gerade abgehend benutzt) praktisch zu Sendekanälen für Besetztsignale.
     
  3. rofljochel

    rofljochel Beginner

    Beiträge:
    12
    Zustimmungen:
    0
    Okay, Danke - dann werd ich da mal bei der Telekom anfragen und hoffen :rolleyes:

    Natürlich, diese verschiedenen Rufnummern je Mitarbeiter erscheinen sinnvoll und es bringt durchaus Vorteile, aber im konkreten Fall ist es aus meiner Sicht vor allem für den Kunden verwirrend im Laufe der Zeit Anrufe von 3-5 verschiedenen Nummern zu erhalten, obwohl nur selten eine konkrete Mitarbeiterbindung besteht.

    Aber das ist ja prinzipiell nur eine Einstellungssache, CLIP No Screening lässt sich beim SIP Provider ja meistens problemlos zubuchen/deaktivieren.

    Mehrere Amtsleitungen = Sprachkanäle?

    Ja, in der Tat der Empfang ist der Hauptteilnehmer - fast alle Anrufe werden hier erledigt und von dort getätigt. Und um eben den Anrufern mehrere Anrufversuche (weil besetzt) zu ersparen, sollen sie in der Warteschleife warten können. ;)
    Oder was meinst du?
     
  4. telthies

    telthies Urgestein

    Beiträge:
    8.196
    Zustimmungen:
    211
    Amtsleitungen = Sprachkanäle, B-Kanäle, Nutzkanäle, gleichzeitige externe Verbindungen

    b) kenne ich genau umgekehrt (Warteschleifen lassen die Kunden bei der Konkurrenz notlanden)
    später schreibst Du ja auch selber das Gegenteil
    und habe ich so noch nie gehört;
    a) glaube ich nicht: in zwei Minuten und weniger kann man Effizientkommunizierer im Telegrammstil verarzten, aber kaum mehr.

    Ich halte von Warteschleifen: Abstand. Warteschleifen sind Abklingbecken für Kundeninteresse.

    Vielleicht erzählst Du mal von Deinem Geschäft: worum geht es, wie lange besteht es, was hat es für Kunden ...
     
  5. rofljochel

    rofljochel Beginner

    Beiträge:
    12
    Zustimmungen:
    0
    Es geht um eine Arztpraxis: 3-4 aktive Behandlungszimmer + Empfang + Büro;

    Für eine Terminvereinbarung oder sonstiges Anliegen (kurz) rufen die Patienten bei der Hauptnummer an. Dort wird Ihnen durch das Personal am Empfang(stelefon) weitergeholfen.
    Da auch das Empfangspersonal eigene Telefonate aufbaut und führt, ist die Hauptleitung bzw. der Empfang häufig ausgelastet (besetzt).
    Um als Patient jetzt jemanden zu erreichen bedarf es häufig mehrerer Versuche, um nicht auf das Besetzt-Zeichen zu stoßen.
    Dies wurde von den Patienten vielfach kritisiert und auch ich selbst warte bei einem Anruf lieber ein paar Melodien in der Warteschleife, als es mehrfach (erfolglos) probieren zu müssen.
    Ansonsten ist aktuell am Ende ist der Patient genervt und das Personal in der Praxis aufgrund vieler Patienten ohne Termin ("da erreiche ich doch sowieso niemand") überlastet.

    Die Behandlungszimmer sind unregelmäßig - teilweise auch von unterschiedlichen Ärzten - besetzt.
    Ab und zu (1-2x/Tag/Zimmer) möchte der Arzt selbst einen Patienten, Kollegen,.. anrufen. Dies soll natürlich nicht die Erreichbarkeit des Empfangs einschränken (verfügbare Sprachkanäle).
    Rückrufe dazu müssen sich i.d.R. immer an den Empfang richten, da der Arzt u.U. in einem anderen Zimmer sitzt oder gar nicht da ist. Somit ist auch keine 100%ige Zuordnung über die Rufnummer möglich.

    Dabei bin ich der Ansicht, dass je weniger Rufnummern die verschiedenen "Kunden" zu sehen bekommen desto besser, um keine Verwirrung ("Welche war die Nummer von der Praxis?") entsteht.

    Eine komplette Umstellung der Tarife und Nummern ist aktuell von den Beteiligten eher unerwünscht, da die Praxis noch nicht sehr lange am aktuellen Standort in dieser Form existiert und somit möglichst gleichbleibende Kontaktdaten bestehen bleiben sollen.
    Hilft das fürs Verständnis weiter?

    UPDATE:
    Telekom lässt das Portieren zu - auch der Hauptrufnummer (Kosten 85€). Somit wäre das zumindest mal theoretisch machbar!
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. März 2017
  6. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

    Beiträge:
    226
    Zustimmungen:
    14
    Sag das bitte nicht den Fritzboxen, hinter denen ich Asteriskse und SIP-Telefone (jeweils auch mit darauf terminierten SIP-Accounts) betreibe :)
     
    rofljochel gefällt das.
  7. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

    Beiträge:
    917
    Zustimmungen:
    28
    ... nachdem Du über das Telnet-Interface den SIP-Prozeß terminiert hast ?

    Anyway:
    Der letzte Einsatz einer "Fritzbox" hat einen unserer Kunden jetzt 4.000,-- gekostet.
    Sowas setzt man einfach nicht ein.
     
  8. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

    Beiträge:
    226
    Zustimmungen:
    14
    Nein, das geht einfach so.
    Ich habe das auch bisher niemandem empfohlen :)
    Mir geht vor allem auch jedes mal die Hutschnur hoch wenn die Schachteln als VoIP-Gateways oder als "Telefonanlage" empfohlen werden.
     
  9. telthies

    telthies Urgestein

    Beiträge:
    8.196
    Zustimmungen:
    211
    Mit einem Polo kann man hervorragend einkaufen fahren. Vorwärts, rückwärts, links abbiegen, rechts abbiegen - all in one. Aber für eine Baumaschine damit zu ziehen isser einfach nicht gemacht. Eine Fritzfranzheinzpeterbox ist ein NT-ATA / DECT-GAP Hybrid für Privat oder für wohnungsgeeignete Gewerbe. "Universal" heißt im Umkehrschluß immer "nicht fokussiert". Aber das Preisschild sollte eigentlich auch Warnschild genug sein.
     
  10. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

    Beiträge:
    226
    Zustimmungen:
    14
    Nur mit dem Unterschied, dass man den Polo auch bis zu seinem zulässigen Gesamtgewicht oder gar darüber belasten kann und das keine Probleme macht. Und nicht, wenn auch wirklich 5 Personen drin sitzen und Gepäck drin ist als erstes mal der alle Räder abbrechen.
     
  11. telthies

    telthies Urgestein

    Beiträge:
    8.196
    Zustimmungen:
    211
    Ja, aber genau so, wie man beim Polo nicht die Rückbank auf ganzer Breite umklappen und gleichzeitig zu fünft drin sitzen kann, ist eben auch eine Fritz nicht für die Addition sämtlicher Maximae (4x LAN, 2x a/b, FON S0 und Fritzfone) ausgelegt. Umklappen oder drauf sitzen geht aber ;-)
     
  12. rofljochel

    rofljochel Beginner

    Beiträge:
    12
    Zustimmungen:
    0
    Vielen Dank für die Diskussion!
    Um das ganze mal aufzugreifen:

    An meiner FritzBox sollen dann folgende Geräte dran hängen:
    FB -> Firewall (Cisco 5505 100M) -> Switch -> TK Anlage, 6 Telefone + Rechner
    Also effektiv wird 1-2x LAN genutzt (evtl. VoIP und Surf - Traffic Trennung an Switch/Firewall sinnvoll?)

    DECT, a/b, S0 wird somit nicht genutzt und ist auch nicht geplant - und in Zukunft 1-2 WLAN-Geräte dürften dann vielleicht noch reinpassen in unseren Polo, oder? :)

    Bzgl. des Ausgangsthemas wird die Entscheidung vermutlich auf die Ansitel-Anlage in Kombination mit einer Rufnummernportierung und Nutzung eines VoIP-Anbieters (ohne Flat) fallen.
     

Diese Seite empfehlen