Software für das Synchronisieren des Telefonbuches Siemens HiCom/HiPath

Dieses Thema im Forum "Software und Schnittstellen" wurde erstellt von Bitstore, 3. März 2016.

  1. Bitstore

    Bitstore Beginner

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    Hallo,

    wir haben etliche Kunden die immer noch die alten Siemens-Telefonanlage der HiCom und HiPath-Reihe einsetzen.

    Aktuell haben wir Anfragen von Kunden nach einer Software die das Telefonbuch der Anlagen mit Outlook synchronisiert. Denkbar wäre hilfsweise auch eine Lösung in der die exportierten csv-Dateien aus Outlook eingelesen und konvertiert werden um dann ins Telefonbuch übertragen zu werden.

    Ich habe keine Lösung bis jetzt gefunden und vielleicht ist jemanden eine Lösung bekannt oder er hat für seine Kunden etwas programmiert.
     
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  3. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Ich habe mich mit dieser Frage auch schon beschäftigt. Mein Gefühl ist, dass Kunden, die so etwas benötigen, einfach eine CTI-Lösung verkauft wurde.
    "Synchronisieren" ergibt sowieso wenig Sinn, da man im KWZ ja kaum Informationen hinterlegen kann, um Personen oder ihre Telefonnummern eindeutig identifizieren zu können. Im Vergleich zum Platz und der Vielfalt der Möglichkeiten, Namen und Nummern in Outlook zu hinterlegen (und die Art und Weise, wie die meisten Kunden ihre Adressbücher "pflegen"), wird das Ergebnis einer automatischen Konvertierung immer mittelmäßig sein.
    Dazu kommt dann auch noch, dass es mWn keine API gibt, gegen die man so etwas programmieren könnte. Sprich man müsste einen Rechner hernehmen, auf dem das Übertragen der Telefonbuchs per Makro-Programmierung geschieht.

    Alles nicht unmöglich, aber im Ergebnis bleibt es immer ein Gebastel, sodass die meisten sicherlich lieber zu einer "off-the-shelf" CTI-Lösung greifen werden, zumal 1st party TAPI ja selbst mit dem OptiPont 500 basic spielend möglich ist und man ja noch deutlich mehr Funktionen dabei bekommt.

    Ab ichweißgradnichtwelchefirmware kann die HiPath ja zumindest für eingehende Anrufe auch LDAP-Anfragen machen.
     
  4. telthies

    telthies Urgestein

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    und Ihr betreut in diesem Spiel: die IT und/oder die TK ?

    worum geht es dabei: Anlage auswechseln, Telefonbuch einmal sichern und übernehmen, oder "permanente Inventur" mit -zig Schmachtfohns ?

    m.E. kann man das "hilfsweise" da mangels Königsweg-"Alternativen" streichen


    was auch sonst ? - ACD, CTI, Gebührendatenauswertung und Zeiterfassung sind typische Nicht-Kernkompetenzen von TK-Anlagen-Herstellern. Das ist in angeflanschten Speziallösungen gewachsen, die eher selten zu Endosymbionten wurden.

    vor allem sehe ich das überhaupt maximal nur mit der Zentralkurzwahl funktionieren. Die n-mal zehn individuellen Kurzwahlziele wird die Anlage höchst widerborstig exportieren, wenn überhaupt. Und dann werden sie in der Datenbank womöglich noch zu Doppeln bzw. der letztkopierte Datensatz überschreibt alle vorherigen (oder mit Beginn des Zweiten stockt das Ganze), weil diese Ziele ja alle dieselben zehn logischen Adressen haben, wenn die nutzende Nebenstelle nicht mitexportiert wird.

    dieser Punkt ist für mich ein ganz klares Argument (viele Köche verderben den Brei), die Schreibberechtigung in einem zentralen Telefonbuch (oder in dieses hineinwirkend) auf keinen Fall zu streuen: da wird man dann eines der Doppel von "Herr Dr. Alois Huber" unter "H" wie "Herr" finden, und ein weiteres unter "A" wie "Alois" weil irgendein Export den bairisch eingetragenen "Huber Alois" entsprechend "konvertiert" hat. Ganz zu schweigen von der gelinde gesagt "Inhomogenität" zwischen zwei Handymodellen, welche Datenfelder es (auch schon default, und zufügen kann man dann ja auch noch) in deren Telefonbüchern gibt und wie man die bezeichnen kann. In einer Tabelle, die automatisch für jeden Begriff Spalten anlegte, hätte man wohl gleichzeitig "Anschrift" und "Adresse" zu erwarten - Prost Mahlzeit !
    Wo viele Köche schreiben dürfen (ibs. und nicht nur Hinzugekommenes / Verändertes "synchronisiert" wird), besteht auch ständig die Gefahr, daß später eingelesene aber leider veraltete Informationen die vorher eingelesenen aktuelleren Informationen ersetzen. Eine Art Quarantäne, wo jeder nur in seine eigene Partition hineinsynchronisieren kann, halte ich daher für ratsam, aber in einer Zentralkurzwahl einer TK-Anlage nicht umsetzbar (beim LDAP-Server ja, aber nicht in der TK-Anlage).
     
  5. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Antw:Software für das Synchronisieren des Telefonbuches Siemens HiCom/HiPath

    Nachtrag:
    Wenn man eine einigermaßen gescheite Datenbasis als Ausgangsmaterial hat, kann man sowas prinzipiell lösen und unter bestimmten Umständen sinnvolle Ergebnisse erzielen. Ich habe so etwas in der Art mal gebaut, um eine jährlich stattfindende, 10-tägige Veranstaltung zu unterstützen:
    Es gab eine zentrale Kartei und zusätzlich ein Registrierungsformular, über das sich Teilnehmer registrieren.
    Die Daten (Vorname, Nachname, Handynr, Festnetznr) wurden in einen MySQL-Server gepumpt und vorgefiltert. Per Programm wurden die Namen dann auf die verfügbare Zeichenlänge der Anlage eingegrenzt, mit verschiedenen Vorgaben. Z. B. wird mindestens der erste Buchstabe des Vornamens immer Teil der gekürzten Version sein, damit man Hans Müller-Lüdenscheidt-Meier und Uwe Müller-Lüdenscheidt-Meier unterscheiden kann.
    Die Daten wurden dann als Hex-Folge ausgegeben und in eine Anlagenkonfiguration eingefügt.
    Es ging dabei um eine Nitsuko-Anlage, dessen DOS-Programm genau keine Möglichkeiten für Telefonbuch Im- oder Export bot.

    Den Schritt des "Hochladens" kann man beim Manager E sicherlich etwas eleganter gestalten, s. Makroprogrammierung. Das Ergebnis ist aber eben nur brauchbar, wenn es die Datenbasis auch ist, z. B. wenn im Unternehmen schlicht ein Mensch damit beauftragt ist, diese Kartei zu pflegen.
     

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