Telefonanlage für Privathaus

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von brooks, 4. Dezember 2016.

  1. brooks

    brooks Beginner

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    Hallo,

    ich bin aktuell bei M-net(Privatkunde) und arbeite derzeit daran, die Fritzbox loszuwerden. Das Internet läuft mittlerweile über einen anständigen Router und aktuell hängt die Fritte hinter dem Cisco. Die Fritzbox registriert die 4 VOIP Konten und stellt daraus mein ISDN für meine ISDN Telefone bereit.

    Nun suche ich eine vernünftige Telefonanlage , gern auch 19Zoll. Ich möchte den gesamten Gruscht erneuern. Wichtig ist mir das die Telefonanlage die VOIP Konten übernimmt und damit die Fritzbox in Rente schickt. Wichtig ist , dass IPV6 geht, da nur über dieses Protokoll VOIP von Mnet funktioniert, mit IPv4 geht es nicht und es mit Mnet dann nicht funktioniert.

    Ich möchte 1-2 LAN Poe Telefone zum telefonieren und eine vernünftige DECT Versorgung haben( mit 5-6 Dect Telefonen), mein Anwesen ist etwas größer und ist aufgrund von viel SichtBeton schwierig..

    Bez. PBX ist eigentlich kein Muss, wichtig wäre mir ein zentrales Telefonbuch.
    Was könnt ihr mir empfehlen?
    Ich habe mal bez. Dect schon geschaut, mir würde die N720 Lösung von Gigaset mit den 750 er Dect Telefonen gut gefallen, aber ich halte mich da jetzt zurück und Frage mal nach euren Vorschlägen.

    Achja: und die Anbindung von zwei VOIP Sprechanlagen muss unterstützt werden, sind einfache SIP Geschichten
     
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  3. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Antw:Telefonanlage für Privathaus

    ... ein Anliegen, das es zu unterstützen gilt.
    Ich gehe 'mal davon aus, Du hat eine ASA vor Ort. Was für einen Präfix bekommst Du von M-Net und vor allem: Ändert der sich beim Neuverbinden ?
    Wäre schön, wenn nicht, denn dann könnte man die TK-Anlage "1918-frei" sauber hinter die ASA hängen.
    Da liegt der Hase im Pfeffer. Du brauchst ein Mehrzellen-DECT.

    Ein kleines Mini-Serverchen auf Intel-Basis, 1 HE / Low Power. Mit einer Asterisk drauf.

    Wenn Dein Anwesen "schwierig" ist, rate ich immer zu leitungssynchronisierten Systemen.
    Auch wenn es sich zunächst wie Overkill anschaut:
    http://www.spectralink.com/products/dect/infrastructure/spectralink-dect-server-2500
    Mit "funksynchronisierten" Systemen hast Du immer Ärger. Gut, Du mußt 'ne Mark anlegen, aber dafür wirst Du mit hundertprozentiger Kompatibilität in alle Richtungen belohnt: Jedes Mobilteil meldet sich an wie ein ganz normales SIP-Telephon und das System akzeptiert alle gängigen Handgeräte. Die System-DECT von Spectralink unterstützen Konferenzen, zentrales Telephonbuch, Namensauflösung.
     
  4. brooks

    brooks Beginner

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    Hallo ,

    der Präfix ändert sich nur , wenn der Cisco neu gestartet wird , ansonsten aber nicht.

    Aktuell wird der Präfix auch immer an die Fritte weitergeleitet. Das möchte ich aber nun ändern.

    Was könnt ihr mir den fertiges empfehlen? Ich möchte keine Lösung von Auerswald , da ich das Konzept und Design nicht möchte.

    Also bez Dect werde ich dann auf N 720 Gigaset oder Spectralink zurückgreifen, welche fertige Telefonanlage für Serverschrank????

    Asterix ist ganz nett nur möchte ich etwas fertiges , das out of the Box läuft, ich hab einfach keine Zeit mich um Pflege zu kümmern.

    Wie wäre es bsp mit Agfeo 628 IT oder eine von gigaset ??
     
  5. telthies

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    da komme ich nicht ganz mit: Agfeo ist m.E., auch apparatebilligkeitsmäßig, Auerswald absolut "ebenbürtig". Also beides Rappelkisten, ob da nun Ford oder Opel draufsteht. In wie weit die Agfeo ES zumindest von der Architektur her sauberer IP-nativ designt sind, entzieht sich aktuell meiner Kenntnis.
     
  6. brooks

    brooks Beginner

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    Das war ja nur ein Vorschlag, wusste nicht das Agfeo ebenso ....:)

    Ja könnt ihr mir den etwas empfehlen? Etwas fertiges das mit meinen mnet voip konten mit ipv6 funktioniert?
     
  7. Koppelfeld

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    Ich schreibe dies hier im Zug und das neue "responsive design" läßt mich nicht mehr ordentlich zitieren. Naja, dafür ist der serifenbehaftete Font abscheulich. Jeder, wie er kann.

    Auerswald: Die bauen keine IP-tauglichen Anlagen: Bei Interngesprächen wird die gesamte Payload über ein TDM-Koppelfeld geführt.
    Agfeo hat kein für Dich geeignetes DECT.

    Von den Linux-Fertigboxen bleibt zum Beispiel "Starface", aber davon höre ich, aus dem Munde fachkundiger "Starface"-Partner wohlgemerkt, nur Schlechtes. Insbesondere übel ist mit aufgestoßen, daß ältere Systeme nicht mit "Telekom All-IP" arbeiten können und aktuelle nicht richtig.
    Das ganze riech mir nach dem Geschäftsmodell "Abzocke".

    Du kannst Dir evtl. (nicht lachen!) "Moby Dick" von den Gebrüdern Pasquay angucken. Da ist durchaus ein seriöser Laden, den Namen führe ich auf ei landestypische Überosis Kräuterschnaps zurück.

    Aber ich bleibe dabei:
    Laß' Dir etwas auf Debian- und Asterisk-Basis zusammenbauen, da hast Du die Sicherheitsupdates von Hause aus mit dabei.
    So ein Ding läuft jahrelang ohne Eingriff und beherrscht native ip6.
     
  8. telthies

    telthies Urgestein

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    back 2 z 90´s, Retro ist in ;-)
     
  9. brooks

    brooks Beginner

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    Halli,

    ja okay aber ich bin immer noch auf der Suche nach einer fertigen Telefonanlage.....Basterln ist da nun wirklich nicht drinnen. Gibt es denn nun wirklich keine Empfehlungen was ich fertiges nehmen kann?
    Ne gute fertige TK Anlage für 19 Zoll===???
     
  10. mmg

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    Zum Zitieren habe ich dich eben per PM angeschrieben. Die Serifenschrift finde ich auch nicht besonders toll. Vielleicht kann ich das kurzfristig ändern... :)

    Ich kenne da ein Systemhaus, die sind davon völlig begeistert (nicht uns, eher Richtung Pfalz). Und der Inhaber ist technisch sehr gut. Ich selbst kann das nicht bewerten.

    Das würde ich nicht empfehlen, und das obwohl ich Linuxer bin. Dann hängt deine Anlage nämlich an deinem Betreuer. Ist der weg, warum auch immer, findest du nur schwer jemanden, der nicht gleich alles neu machen will.

    Viele Grüße,
    Marco
     
  11. telthies

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    lies´es mal als Empfehlung, nichts "fertiges" zu nehmen - es gibt am Markt überwiegend nicht empfehlenswerte Konzepte "fertiger" VoIP-Anlagen:

    "futuristisch"
    als Grundmodell irgendeine "meistverkaufte" Anlage mit TDM-Herz und -Kern, ohne echte IP-Architektur, lediglich mit (im schlimmsten Fall amts- und teilnehmerseitig) aufgepropften Protokollwandlerbausteinen "verspoilert"; gerne wird dabei die "Modernität" mit einer 19"-Tourenrennkarosse unterstrichen. Gelegentlich sind das sogar heute noch Wandmontageanlagen in Blechwannen gelegt, mit Westernbuchsen-Frontplatte.

    "AsteRISK"
    im Kern eine Kombination aus Asterisk-Distribution und fertig konfektioniertem Paket für eine bestimmte Anzahl so´ner und solcher Ports und Kanäle. Auf den ersten Blick also genau das, was der Steinofenfertigpizzakäufer gewünscht hat, geradezu optimal. Aber "wehe, wenn ich auf das Ende sehe": Lizenzen für Open Source, semiseriös, aber für sich genommen noch halb so schlimm. Hinzu kommt allerdings dann typischerweise, daß man sich nicht auf eine GUI-Entwicklung beschränkt, sondern am Asterisk herumgefummelt hat. Mit der Folge, daß man nicht einfach auf eine aus beliebiger Quelle besorgte aktuelle Asterisk-Version upgraden kann. Leider machen überholte Bugfixes verwundbar.

    An der Telefonanlage wieder zu sparen, was man für die Teichpumpe mehr ausgegeben hat, klappt leider nicht ;-(
     
  12. mmg

    mmg Administrator Mitarbeiter

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    Wurde hier die Askozia schon genannt bzw. empfohlen? AskoziaPBX IP Telefonanlage. Version 4.0 verfügbar!

    Viele Grüße,
    Marco
     
  13. Koppelfeld

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    Hihihahahaha - Es geht doch nix über die passende Empfehlung zur richtigen Zeit.
    Soeben, vor wenigen Minuten, habe ich im schönen Breckerfeld bei Hotel Böving | in Breckerfeld eingecheckt, einem Hotelier, bei dem ich seit 25 Jahren gern zu Gast bin.
    Natürlich fiel mir umgehend die "Askozia" auf, die neu installiert worden war. Und habe nachgefragt, wie es denn so sei.
    Der wünscht sich nichts sehnlicher als seine Auerswald zurück. Er kann die Telephone nicht nach Wunsch konfigurieren, dafür aber stürzt das Teil unmotiviert ab (sodaß er nicht erreichbar ist) oder reagiert nicht auf Bedienung der Telephone.
    Ganz schlimm, sodaß ich einen Notdienst für morgen organisieren müßte, sieht es bei einer mittelgroßen Werbeagentur in Osnabrück mit zwanzig Mitarbeitern aus.
    Die aktuelle Version war völlig instabil, der Hersteller vergab freiwillig "Lizenzen" für die Vorgängerversion. Die läuft leidlich, läßt aber alle möglichen Features missen.

    Persönlich halte ich sehr viel von den Usern 'tobiasr' und 'retrofreak83', und aus extraforer Quelle weiß ich, daß beide eine "Askozia" installiert haben -- und in hohem Bogen wieder herauswarfen.

    Also dann lieber doch "Moby Dick".
     
  14. telthies

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    das liest sich alles ganz sympathisch - was ich dort nicht finde (?), sind Angaben zum Thema Betriebssystem(e) ...
     
  15. mmg

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    Askozia läuft unter Linux als fertige Appliance. Man muss sich also nicht unbedingt um das Linux darunter bemühen. Die Updates werden einfach als "Firmware Update" installiert.

    Oder meintest du etwas anderes? Askozia hat einen eigenen CTI Client, der vielleicht nicht jedermanns Wunsch ist.
     
  16. brooks

    brooks Beginner

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    Hi,

    ja vielen Dank für die Antworten. So wie ich das hier lese , seit ihr wenigstens ehrlich.....gibt es denn wirklich keine gescheide IPV6 TK Anlage die super ist...? Zum Basteln fehlt mir leider die Zeit und je mehr Computer im Spiel ist umso frickeliger wird das hier.....

    Wie steht es denn eigentlich um Unify? Oder die TK Anlagen von Gigaset??

    Irgendetwas muss es doch geben, der das kann? Fertig...??
     
  17. mmg

    mmg Administrator Mitarbeiter

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    Die aktuelle Version haben wir nicht mehr laufen. Wir sind irgendwann bei 2.x/3.x(?) auf eine Aastra/Mitel 104 gewechselt. Die Askozia funktionierte bei uns über mehrere Jahre sehr stabil, was ich von der Mitel nicht behaupten kann.

    Da es offenbar eine kostenlose Testversion für 30 Tage gibt, sollten sich Abstürze in dieser Häufung relativ schnell zeigen.
     
  18. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Heutzutage will keiner mehr für etwas Ordentiches bezahlen. Du benötigst ein ordentliches DECT-System. Billige Anlagen integrieren natürlich billige DECT-Systeme, und so paar sich gerne "Starface" mit "Gigaset" oder *würg* "Snom" - und die stellen kein DECT her, sondern kaufen es bei RTX. Da kann ich gleich "Agfeo" nehmen.

    Die sind so erfolgreich wie die von Siemens in die "Freiheit" entlassenen "BENQ" - Mobilgeräte. Technik von gestern mit der Technologie von vorgestern.

    Da fällt mir jetzt spontan etwas ein: Innovaphone. Aber gut, daß ich nachgeguckt habe: Die unterstützen kein Spectralink mehr.

    Nein, etwas "ordentliches Fertiges" ist mir nicht bekannt. Wenigstens nix mit IPv6 - Unterstützung,

    Damit Du weiterkommst:
    Laß' Dir von einem vertrauenswürdigen Händler einmal ein DECT-System zur Probe installieren. Vielleicht tut es ja doch ein billiges "Gigaset". Funk ist unberechenbar.
     
  19. mmg

    mmg Administrator Mitarbeiter

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    Ich würde dir gerne folgen, erkenne aber den Sinn hinter deinem Post noch nicht. Mag an mir liegen.

    Wir kommen da vom Thema ab. Aber wir können das gerne unter Smalltalk fortsetzen :).
     
  20. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Es ist spät, und ich habe hier einen bockigen squid3 im Fenster nebenan, der Big Endian manchmal nicht mag.
    Da habe ich vergessen, den Bezug herzustellen.

    Du warntest davor, daß auch ein "Linuxer" beim Aufbau einer Asterisk-Telephonanlage ein unwartbares Unikat erstellen würde, daß kein anderer mehr würde pflegen können.

    Meine Entgegnung sollte sein, "das ist bei jedem Linuxer so, deshalb sollte man es von einem soliden Handwerker machen lassen".

    Denn dabei bleibe ich: Mit ein wenig Kontemplativität und Erfahrung bekommt man einen "Heimserver" besser und wartbarer hin als wenn man sich "Fritzboxen" oder "Starface" hinstellt.
     
  21. mmg

    mmg Administrator Mitarbeiter

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    Da mag ich widersprechen. Ich würde nicht jeden Linuxer über einen Kamm scheren wollen - genausowenig wie jeden Handwerker. Weisst scho: "Alle Pauschalisierungen sind Mist." ;-)
     

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