Telefonanlage für zu Hause

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von Optimist, 24. November 2016.

  1. Optimist

    Optimist Beginner

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    Guten Tag. Mit großem Interesse verfolge ich hier die verschiedensten Beiträge, aber was ich suche, finde ich so noch nicht - will ich zu viel?
    Die Ausgangssituation: Ein ISDN-Mehrgeräte-Anschluss der Telekom mit drei Nummern (selbst, Eltern, Fax) und eine kleine Acer-TA, die das letzemal konfiguriert wurde, als Win 95 aktuell war, mit mehreren analogen Telefonen.
    Die Zukunft: All-IP-Anschluss der Telekom mit folgender Wunsch-TA:
    [list type=decimal]
    [*]es sollen zwei Rufnummern bleiben
    [*]jeder dieser zwei externen Nummern sollen je 3-4 Tischgeräte oder Mobilteile gleichberechtigt zugewiesen werden
    [*]alle Endgeräte sollen untereinander erreichbar sein
    [*]es soll ein zentrales Adressbuch verwendet werden können (evtl. Anbindung eines öffentlichen)
    [*]es soll zu jeder externen Nummer eine Voicemailbox geben, die an jedem Endgerät dieser Gruppe angezeigt wird (ohne das man sie aktiv abfragen muss)
    [*]es soll zu jeder Gruppe eine Türsprechstelle (möglichst mit Video) zugeordnet werden können
    [*]es soll möglichst auch schon mit dem jetzigen ISDN-Anschluss funktionieren, damit man sich bei der IP-Umstellung auf diese konzentrieren kann und nicht mehrere "Baustellen" gleichzeitig zu bearbeiten hat.
    [/list]
    Dies sind so meine ersten Ideen. Vielleicht könnt ihr mir ja helfen.
     
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  3. telthies

    telthies Urgestein

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    Antw:Telefonanlage für zu Hause

    7) Du erreichst ziemlich genau das, was Du vermeiden willst, wenn Du die Anlage für die Phase "zwischen zwei Stühlen" optimierst. "Hybrid" und "consumer-erschwinglich" führt sehr sicher zu gruseligem Zeug. Das Dreieck mag ein fairer, aber fauler Kompromiß sein, wenn man einen Kreis quadrieren will. Geh´ lieber früher auf All-IP, aber ohne Telekom, mindestens nicht mit den Nummern bei denen.

    6) mit solchen Wünschen schaust Du gut zuerst nach der Türstelle, und beziehst deren Schnittstellen / Interfaces in die Planung mit ein. Mit IP-Telefonen ginge da durchaus auch das Video im Telefondisplay.

    5) dafür brauchst Du Systemtelefone oder IP-Telefone mit "sauberem SIP". Auch schnurlos wird da die Suche nicht einfach und eher zu Lösungen mit IP-angebundenen Basen führen. Analog oder über S0 angebundene Schnurlos-Systeme implementieren das in der Regel nicht (es sei denn, die Mailbox ist jeweils in deren System drin).

    4) automatische Nachschau in öffentlichen Telefonbüchern gibt es, mit Klicktel oder jAnrufmonitor oder mit den Gigasets DX500/600/800A.

    3) Mehrfirmenanlagen sind in dieser Größe auch ungewöhnlich, insofern offener Internverkehr zwischen allen Teilnehmern üblich. Schwierig wird es nur regelmäßig bei Schachtellösungen, also z.B. von der einen Schnurlos-Unteranlage durch die Hauptanlage in die andere.

    2) ich vermute, damit meinst Du daß die da jeweils parallel bimmeln sollen (?)
     
  4. Optimist

    Optimist Beginner

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    Antw:Telefonanlage für zu Hause

    Aus der Vielzahl der Antworten schließe ich, dass ich wohl doch zu viel will. Wahrscheinlich hat sich dank Flatrates die Mobilfunkerei so durchgesetzt, dass im Privatkundenbereich kein Markt für Telefonanlagen ist, die mehr können, als eine Fritzbox. Aber welches ist denn jetzt das KO-Kriterium, das im Jahre 2016 technisch immer noch nicht gelöst ist? Vermutlich die Video-Übertragung per DECT. Heißt IP in Verbindung mit schnurlos zwangsläufig Smartphone mit Telefon-App und WLAN? Das ist sicher nichts für die "ältere Generation" (80+). Bei den Tischtelefonen gibt es doch auch im IP-Bereich recht anwenderfreundliche Geräte.
    Jetzt zu den Fragen:
    zu 7) All-IP ohne Telekom - bei wem dann? Wir sind hier auf dem Land in Norddeutschland, so groß ist die Auswahl hier nicht, jedenfalls gehören die Leitungen in der Erde meines Wissens denen. Und haben die auch reine VDSL-Tarife ohne Telefonie und Entertain? Was den Übergang erleichtern könnte ist, das man seinerzeit zwei Leitungen zum Haus gelegt hat, wovon die eine aber nie in Betrieb genommen wurde. Wenn man die jetzt gegen die entsprechende Anschlussgebühr (wieviel?) aktiviert, könnte man in Ruhe parallel mit IP anfangen.
    zu 6) ist eigentlich jede IP-Außenstation auch ein SIP-Telefon oder können da einige auch nur mit der dazugehörigen Inneneinheit kommunizieren?
    zu 5) und welche? Vom Design finde ich die (Tisch-)Geräte von Yealink ganz gut.
    zu 3) wieso von einer Schnurlosanlage in die andere, kann eine einzelne nicht mehrere Nummern verschiedenen Endgeräten zuordnen?
    zu 2) Ja.
    Und nun nochmal grundsätzlich: läuft das Ganze auf eine Anlage von der Stange (Auerswald, Elmeg usw.) oder doch eher Asterisk hinaus? Eine Cloud-Lösung schließe ich mal aufgrund der internen Telefonie und der Türsprechstellen aus - richtig?
     
  5. telthies

    telthies Urgestein

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    Antw:Telefonanlage für zu Hause

    VoIP und ISDN sind zwei dermaßen unterschiedlich konzipierte Digitäler, daß man im Dienste einer sauberen Lösung ohne Kreuzundqueradaption den Umstieg auf All-IP lieber vorzieht, als ohne Not eine "Hybridlösung" zu nehmen.

    Gegen die Telekom als Anbieter der Zubringerleitung spricht dabei an sich nichts, wenngleich sie z.B. dank Kabelfernsehanbietern weniger alternativlos ist als es zuweilen scheint. Nur was man nicht kombinieren sollte, ist außer der Leitung von denen auch die Nummern bei denen gehostet zu nehmen: das können die nämlich nicht ordentlich. Da gibt es z.B. die Deutsche Telefon Standard AG, Sipgate, Plactel, QSC und andere, wo man seine SIP-Accounts hin legen kann.

    Wozu willst Du Video per DECT übertragen ? - da würde ich zweigleisig fahren: für die Schnurlostelefonierer alternativ zum Türtelefon gehen oder das Bild auf einem beliebigen Bildschirm ansehen, lediglich bei den Tischtelefonen nimmt man auch die "Displays" dazu.

    Schnurlos IP bedeutet mitnichten WLAN, das geht auch mittels DECT-Mobilteilen, deren Basen aber via IP eingebunden werden. DECT muß nicht a/b oder S0 heißen. IP reinrassig ist immer sauberer als Analog- und ISDN-Murks dazwischen.

    Türsprecherei ist nicht meine Baustelle, insofern enthalte ich mich da lieber. Da wissen Andere mehr, was da wie standardisiert ist und wie weit man da kommt ohne proprietäre Protokolle bzw. Schnittstellen zu verwenden. Gehen tut da so manches, nur wieviel da echt "Standard" ist, da wäre ich der Falsche.

    Mit Yealink-Telefonen triffst Du eine gute Wahl.

    Mit den Schnurlosen ist es so: das sind ja heutzutage meist Systeme aus einer Basis und bis zu mehreren Mobilteilen. Entsprechend sind das jeweils kleine Anlagen in sich, aus deren Sicht die eigentliche "Anlage" schon zur "Außenwelt" gehört. Wenn da auf der Etage der Generation P ein Schnurlosgedöns von Grundig werkelt und auf der Etage von Generation F ein Schnurlosgedöns von Siemens, kann Verbinden dazwischen schon kompliziert werden, und Türöffnen erst recht. Einfach wegen unterschiedlicher Prozeduren für die Umschaltung zwischen "Intern" (im Schnurlos-System einer Basis), "Pseudo-Extern" (in die gemeinsame Anlage hinein) und "Extern" (ins "Amt"), nebst unterschiedlicher Codes für AB abfragen, MFV-Befehle etcetera. Alle Mobilteile in ein durchgängiges System zu stecken ist am saubersten.

    Von Auerswald nähme ich da nichts (nativ IP haben die noch nicht), bei Elmeg gäbe es schon etwas. Asterisk muß es nicht zwingend sein. Aber es gibt z.B. von Lancom (oder auch bintec) ordentliche Lösungen. Cloud ist Quatsch. Ein und dasselbe Haus verteilt sich ja nicht auf mehrere Orte.
     
  6. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Antw:Telefonanlage für zu Hause

    Was hier gemeint ist: wenn du schon eine moderne Anlage beschaffst, dann mach auch gleich einmal die Schmerzen mit und bestimme den Zeitpunkt des Umstiegs genau jetzt. Sobald du was an deinem Tarif wackelst, wird die Telekom dir dein ISDN vermutlich eh wegnehmen wollen.
    So zumindest das logische Vorgehen.
    Aus rein praktischer Sicht und Erfahrung weiß ich aber leider zu berichten, dass das auch in die Hose gehen kann. Da kenne ich einen Anschluss, der perfekt funktioniert hat (2 MBit/s DSL + ISDN) und wo man für schnelleres Internet (ADSL 16 MBit/s war das höchste der Gefühle) das ISDN hergab. Seitdem bis zu 10 DSL-Neusynchronisationen pro Tag. Mittlerweile haben sich bestimmt 10 Techniker mit dem Problem beschäftigt und 5 waren vor Ort. *Vermutlich* gibts ein Problem auf der Anschlussleitung vom HVt zum Teilnehmer, aber ob und wie das Problem behoben werden kann, ist bis auf weiteres unklar...

    Da möchte ich stellvertretend für den TE mal fragen: bei welchen Anbietern bekommt man als Privatkunde (um den es sich beim TE ja wohl zu handeln scheint) denn Internet ohne Telefonie gebucht, sprich zahlt nicht doppelt für einmal Telefon was man nicht nutzt weil es böse ist und dann nochmal die gute Telefonie?

    Würde ich ähnlich sehen. Zum Thema Asterisk möchte ich - da du es selbst schon ansprichst - gerne noch erwähnen: Asterisk ist eher ein "Telefonie-Werkzeugkasten" als eine Telefonanlage. Sprich es bringt ein paar Grundfunktionen mit, die man aber selbst durch Hand anlegen kombinieren muss. Das ist der Nachteil. Der Vorteil ist, dass man damit aber auch Dinge erreichen kann, die man "von der Stange" nicht oder nur für viel Geld kaufen kann. Ist allerdings nur etwas für Leute die mindestens mal programmieraffin sind.
    Beispiel: Wenn die Waschmaschine im Keller fertig ist, gibts bei mir eine große Anzeige auf dem Tischtelefon. Erspart einem unnötige "Ist die Maschine schon fertig?"-Gänge in den Waschkeller; so etwas ähnliches habe ich bei einer "älteren Generation" (du sprachst es an) für einen Wäschetrockner im Keller installiert, sodass man nicht mehr unnötig vom 2. OG bis in den Keller stiefeln muss, was im steigenden Alter ja auch durchaus anstrengend wird. Für diese Lösung musste ich keinerlei Software oder Lizenzen kaufen, und erst recht keine völlig überteuerten "smart home"-Kästchen die erstmal alles schön in die Cloud spülen und ohne sie nicht lebensfähig sind.

    Jenachdem wie wichtig die Türsprechstellengeschichte ist, könnte es aber sein dass du gerade viel Geld sparen könntest.
    Jenachdem für welches konkrete System man sich da entscheidet (da meist IP-basierend) kann das bedeuten dass du potentiellen "Besuchern" einen LAN-Port bis nach draußen führst. Dem sollte man sich bewusst sein.
     
  7. telthies

    telthies Urgestein

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    Antw:Telefonanlage für zu Hause

    gemeint ist vor allem: ein Herz ist für Blut gemacht, und eine Lunge für Luft. "Hybrid" - ob als Henge oder als Lurz - taugt nicht wirklich. Leitungsvermitteltes Digital und paketvermitteltes Digital sind zwei verschiedene Dimensionen, in die man nicht gleichzeitig optimieren kann. Im Consumer/SOHO-Bereich werden da Komponenten hintereinandergeschaltet, die für alles gemacht sind außer für ein friedliches Miteinander. Das kann man noch so geruchsdicht in ein Plastegehäuse einschweißen und Telefonanlage draufschreiben, es bleibt eine Güllepumpe.

    Erwischt ! - das habe ich unpräzise ausgedrückt. Also, es muß nicht heißen: "man nehme garkeine SIP-Accounts von Anbietern, die besser nur reine Zubringerleitungen legen sollten", sondern: "man nehme von denen nur Nummern, auf die es nicht ankommt". Es spricht nichts dagegen, mit einer All-inclusive-Nummer seine Stadtverwaltung oder seinen Hausarzt anzurufen. Und für die dusseligen Schwestern der Schwiegermutter manchmal nicht erreichbar zu sein, tut dem Nervenkostüm sogar gut. Wenn es wirklich rein privat ist - also noch nicht einmal mit Home Office als Angestellter - dann mag man meinetwegen in Gottes Namen den Sirenengesängen der Flatrates erliegen. Aber Nummern auf deren ungestörte Erreichbarkeit es ankommt, sollte man besser über sauberes SIP als über diesen Gendefekt 1TR114 verwenden.

    Asterisk heißt nicht zwingend "DIY", auch dafür gibt es durchaus kauffertige Produkte, z.B. von Gigaset & Consorten. Was am Markt noch schwerst Mangelware ist, sind Installationen, die gleichzeitig "fertig", getestet stabil und portlizensierungsfrei sind. Und auf Betriebssystemen laufen. Aber Windows wird ja im Consumer-Bereich nicht als Nachteil gesehen, eher sogar geliebt.
     
  8. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Antw:Telefonanlage für zu Hause

    Also bei "Asteriskbasierenden Produkten" habe ich bisher zwei Kategorien gesehen: entweder wirft einem das Webinterface einer solchen Anlage leicht geschönt die Konfigurationsdateien vor die Füße - dann kann ichs auch gleich sein lassen. Oder es ist eine "Telefonanlage wie wir sie uns vorstellen (Asterisk-basierend)", die ist dann zwar tendentiell besser zu bedienen, aber man wird in der Flexibilität beschnitten und wenn man händisch in Konfigurationsdateien rumpfuscht, wo es der Hersteller nicht vorgesehen hat, kann man beliebig unkalkulierbare Effekte erzielen. Das fing allein schon bei AsteriskNOW an und Freepbx habe ich da in ähnlicher Erinnerung.
    Zudem kann es einem auch passieren, dass der Hersteller sich mal entschließt, den Kern auszutauschen, so wie Gemeinschaft ja einer der Anlagen ist, die von Asterisk zu FreeSWITCH gewechselt ist.
    Oder hast du da andere Erkenntnisse?
     
  9. telthies

    telthies Urgestein

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    Antw:Telefonanlage für zu Hause

    da ich in Sachen Asterisk eher Troubadisk als Mirakulisk bin: nein :)
    also zu Zeugs wo man als fortgeschrittener User "mehr" rauskitzeln kann.

    Aber an fertigen Produkten, da gäbe es:
    https://www.lancom-systems.de/produkte/all-ip-voip-vpn-router/
    http://www.yeastar.com/voip-phone-systems/
    http://www.bintec-elmeg.com/de/beIP-plus-926.html
    http://www.gigaset.com/de_de/cms/geschaeftskunden/telefonanlagen.html und weitere.
     
  10. Optimist

    Optimist Beginner

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    Da bin ich wieder. Ich habe mir mal in Ruhe die vorgeschlagenen Produkte angesehen. Die werben ja alle damit, hybrid zu sein. Ich denke, hybrid ist "böse". Oder ist hybrid nur nach außen schlecht und innen OK, weil man alte HW weiterverwenden kann?
    Wenn man denn tatsächlich in Richtung All-in-One tendiert, welches Branding ist denn da bzgl. Lizenzen und Support zu bevorzugen (offensichtlich sind ja verschiedene Geräte von elmeg, gigaset und Telekom baugleich)? Ich bin nicht unbedingt Fan von AIOs. Meines Erachtens sollten zumindest die Funktionen Firewall, WLAN-Router, Telefonanlage und NAS getrennt sein - sonst kann man ja gleich eine FB nehmen.
     
  11. telthies

    telthies Urgestein

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    "Hybrid" (was in den 90ern noch eine andere Bedeutung hatte, da gab es auch schon´mal hybride Anlagen) nach heutiger Begriffsverwendung meint einen "Zwitter" zwischen leitungsvermittelt arbeitender Technik (ISDN, Time Division Multiplex) und paketvermittelt arbeitender Technik (VoIP). Das ist beides digital, aber in verschiedenen Dimensionen. Katzenbergerverständlich ausgedrückt, ist das Eine längsdigital und das Andere querdigital. An jeder Übergangsstelle müssen die Bits eingeschmolzen und im anderen Format neu gegossen werden. Jede unnötige Bearbeitung streßt das Signal und kostet auch Zeit. Letzteres verschärft zusätzlich den Reinigungsaufwand für Echos im Nutzsignal. Deswegen ist "hybrid" um so böser, je öfter im Signalweg eine Umwandlung stattfindet. Eine Telefonanlage mit einem TDM-Herz arbeitet (relativ auch an einem VoIP-Amt) mit TDM-Telefonen sauberer. Es ist also gut, wenn man an einer im Kern TDM arbeitenden Anlage darauf verzichtet, nur damit es "moderner" aussieht, auch teilnehmerseitig VoIP anzuwenden. Eine "ehrliche" ISDN-Anlage (ob man ein VoIP-Gateway nun davorschaltet oder ob es in die Anlage integriert ist) ist daher ein saubererer Weg als "Hybrid" in Gestalt einer ISDN-Anlage mit amts- und teilnehmerseitig angeklebtem VoIP, denn das ist in Wahrheit "verlogenes ISDN mit Rallyestreifen". Echte Hybridsysteme (mit der Kraft der zwei Herzen - Tai Ginseng) gibt es auch, aber nicht im Segment Consumer / SOHO. Da sind solche Bauernfang-Konzepte wie bei der Auerswald Compact-Serie typisch.

    All_in_One muß nichts schlechtes sein, da gibt es auch gute Geräte. Vereinfacht möchte ich sagen: "die erkennt man daran, daß es sie nicht in Elektromärkten gibt". In der 230-Euro-Klasse hat man zweierlei zu bedenken: Haltbarkeiten oberhalb der Gewährleistungs- oder Erstlaufzeitdauer sind eher Ausreißer, und die Netzteile in dieser Preisklasse auf garkeinen Fall niemals nie nicht dafür gemacht, naiverweise von allen verfügbaren Anschlußmöglichkeiten gleichzeitig Gebrauch zu machen. Und auch hier gilt wieder: mit einem einzigen Prozessor parallel längs- und querdigitale Signale zu verarbeiten, ist Streß pur.
     

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