Telefonanlage / Internet Arztpraxis - Tipps gesucht

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von cookie, 12. Januar 2017.

  1. cookie

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    Hallo zusammen,

    seit ein paar Tagen beschäftige ich mich mit der Ausgestaltung der Telefon- und IT-Infrastruktur für eine Arztpraxis, welche vor einer Umgestaltung steht, d.h. dem Ausbau von Räumlichkeiten, Ärzten, Personal und Patienten.
    Bei der Telekom habe ich schon nachgefragt und im Moment auch die Digitalisierungsbox Premium in der engeren Auswahl. Ja, hier gibt es einige, die sie nicht für die beste Anlage halten, aber unsere Anforderungen sind aus meiner Sicht auch überschaubar wie auch die Preise für die Box. Ich lasse mich ggf. auch von Alternativen überzeugen. Mehr dazu weiter unten.

    Derzeit:
    Telekom DeutschlandLAN IP Start
    Zyxel Speedlink
    einfaches Schnurlostelefon mit zwei Mobilteilen
    Fax
    Diverse Rechner und Drucker angebunden über LAN/WLAN
    1 Arzt, 3 Mitarbeiter
    Anmeldung als Hauptarbeitsplatz für Administration / Annahme und Bearbeitung von Anrufen
    Von der Anmeldung werden teilweise Gespräche an den Arzt "vermittelt" (eher händisch)

    Mittelfristig:
    Telekom Deutschland LAN IP Voice/Sata S (wg. fester IP)
    Telefonanlage (Digitalisierungsbox Premium?)
    LAN Verkabelung in alle Räume
    Switch
    Fax
    Server und diverse Rechner
    Verschiedene über LAN angebundene medizinische Geräte
    3 Ärzte
    10 Mitarbeiter (inkl. Teilzeit, Therapeuten etc.)
    Diverse Telefone, evtl. schnurlos, schurgebunden
    Anmeldung bleibt Haupteingangskanal. Einfache Weitervermittlung soll möglich sein.

    Der Umbau steht in Kürze bevor. Dabei kann die LAN Verkabelung vorgenommen werden. Die Telefonanlage soll den Grundbedarf abdecken und für das geplante Wachstum gerüstet sein, aber braucht nicht überdimensioniert sein, denn über die genanten 3 Ärzte + 10 Mitarbeiter wird es nicht hinaus gehen und auch diese werden schrittweise folgen. Das Telefonieaufkommen ist überschaubar. Die meisten Anrufe sind eingehend, d.h. Terminvereinbarungen von Patienten und spielen sich an der Anmeldung ab.

    Ich bin auf die Digitalisierungsbox Premium gekommen, da diese vom Preis recht überschaubar ist und scheinbar alle Funktionen grundsätzlich abdeckt und noch einiges mehr, was absehbar nicht benötigt wird.

    Im Zielszenario sehe ich:
    -Systemtelefon an der Anmeldung mit Anzeige, ob eine Leitung in einem Behandlungsraum belegt ist oder nicht (Arzt erreichbar oder nicht), vom dem Gespräche bei Bedarf einfach intern weiter vermittelt werden können.
    -schnurgebundene oder schnurlose Geräte in den Behandlungsräumen und Büro
    -einfache über a/b anzubindende Tisch- oder Wandtelefone für die Räume in denen in der Regel nicht telefoniert wird, aber evtl. interne Gespräche zur Anmeldung notwendige sind (z.B. Vorraum OP)

    Um einfach mal zu starten habe ich mir überlegt, folgendes anzuschaffen:

    Digitalisierungsbox Premium + IP DECT SCS BASIC 150, Setpreis 299,95 (netto)
    3 x DECT Handset Elmeg D131, Setpreis 179,90


    Das würde schonmal das jetzige Szenario mehr als abdecken in modernerer Form und das Vermitteln von Gesprächen könnte einfach zwischen den DECT Telefonen passieren. Stimmt das oder gestaltet sich die Vermittlung schwierig? Ich konnte leider nicht finden, wie das genau geht bei den Handteilen in Verbindung mit der DigiBox.

    Man könnte für die Anmeldung auch gleich ein Elmec IP120 mitkaufen, welches es bei der Telekom gerade für 99,95 netto gibt. Vorteil hier wäre die Autokonfiguration mit der DigiBox und ich kann mich an die Telekom wenden, wenn ich ein Problem habe ohne Option, dass jemand evtl. die Probleme in "fremden" Komponenten sieht (kann die Telekom verständlicherweise nicht supporten). Ich weiß, das Gerät hat hier wenige Fans, aber ich frage mich, welche für die Anmeldung notwendigen Funktionen deckt es nicht ab? Was wären die Alternativen und warum?

    Kann ich auf die DigiBox von außen ohne Probleme zugreifen und sie bei Bedarf umkonfigurieren bzw. die Fehlersuche durchführen?

    Gibt es Erfahrungen zur Reichweite der IP DECT SCS BASIC 150? Ist sie mit "normalen" Schnurlostelefonen a la "Sinus" vergleichbar oder besser/schlechter?

    Hat jemand Erfahrungen mit der WLAN Reichweite der DigiBox? Einen kostspieligen WLAN Access Point möchte ich nach Möglichkeit vermeiden. Da ich plane, alle IT Komponenten von WLAN auf LAN umszustellen wird die WLAN Versorgung wahrscheinlich auch nicht mehr so kritisch sein.

    Also wenn es mit der DigiBox ohne wesentliche Einschränkungen geht, würden wir es damit einmal versuchen.

    Da diverse Räume im Zuges des Umbaus eine LAN Verkabelung bekommen, benötigen wir natürlich auch einen Switch oder zwei, z.B. einen für die IT, einen für die Telefone.
    Sind hier eher zwei zu empfehlen oder ein "großer"? Was für einen Switch benötige ich für die IP Telefone (managed, unmanaged...)? Hat jemand Empfehlungen? POE wäre natürlich schön, um die Kabel der Netzteile weg zu bekommen - muss aber nicht sein, wenn hierdurch die Kosten aus dem Rahmen fallen. Am Anfang würden wir mindesten einen 16er oder zwei 8er Switches benötigen. Wenn der Preisunterschied nicht so hoch ist, würde ich natürlich potentiell gerne alle Dosen abdecken können, was bis zu dem Doppelten sein kann, auch wenn wir sie nicht alle dauerhaft gepatcht lassen würden, sondern nur nach Bedarf.

    Ich bin dankbar für Anregungen zum Einsatz der DigiBox und zugehöriger Komponenten, aber ich lasse mich auch gerne "warnen", wenn hiermit etwas nicht abgedeckt würde.
     
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  3. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Moinsen,

    Bei 13 Mitarbeitern und einer Zentrale mit "Publikumsverkehr" sind zwei "Leitungen" etwas schwachbrüstig. Ein Fax, ein ausgehendes Telephonat (z.B. mit dem Telekom-Support, da hängt man gerne einmal ein halbes Stündchen in der Warteschleife) -- und schon ist die Praxis nicht mehr erreichbar.
    Auch beim Surfen ist man es gewohnt, mit beliebig vielen Geräten den Zugang zu nutzen und auf einem Gerät beliebig viele Netzwerkverbindungen zu öffnen. Einzig die Telekom hatte bis vor einziger Zeit die 'Mehrfachnutzung' untersagt resp. wollte Geld dafür ("Mitbenutzernummer"). Ein normal gestrickter Mensch lacht aber darüber. Denn wenn Ihr eine bestimmte Leitungskapazität gebucht habt, sollte es dem Provider wurschtegal sein, wie viele Verbindungen von wie viele Geräten genutzt werden, solange die Kapazität nicht überschritten wird. So sollte es auch bei der Telephonie sein.

    Bei der genannten Anzahl Mitarbeiter (vor allem, wenn Therapeuten dazugehören) kann es sinnvoll sein, Durchwahlen einzurichten. Das funktioniert mit diesem Anschluß nicht.

    Den Tarif bewirbt die Telekom als "Geschäftskundentarif", dabei handelt es sich um nichts anderes als ein künstlich gestricktes Analogon zu einem Privatkunden - "Mehrgeräteanschluß". Das könnte man jetzt als marktüblichen Marketingemphatismus ignorieren. Aber es kommt noch schlimmer:

    Die Telekom hat auch keine Alternativen im Programm. Kunden werden seit 18 Monaten vertröstet und soeben ist der Starttermin für echte Geschäftsk
    undenanschlüsse wieder einmal um drei Monate verschoben worden.

    Und noch schlimmer: Die Telekom bietet kein Standard - SIP an, quasi die 'lingua franca' der Internettelephonie, sondern ein absichtlich kastriertes und modifiziertes Protokoll (--> 1TR114). Dies wurde implementiert, um Kunden wettbewerbswidrig an eigene Produkte zu binden - einen anderen Grund dafür gibt es nicht.

    Zuschlechterletzt: Die Telekom interpreiert das 'I' in 'VoIP' als "Internes Teilnetz der Telekom", sprich, nach wie vor sind Rufnummer und Leitung unnötigerweise miteinander verbandelt - auch hier, um den Kunden unnötig zu binden. Gleichzeitig wird aber die Möglichkeit verbaut, beispielweise ein Mobilfunk-Backup einzurichten.

    Zusammenfassend:
    - Unnötige Beschränkung auf 2 Kanäle
    - Keine Durchwahlen
    - Kein alternatives Geschäftskundenprodukt verfügbar
    - Kein Standardprotokoll
    - Nicht internetbasiert

    Hinzu kommen noch
    - miserable Zuverlässigkeit und Stabilität
    - unterirdische Servicequalität (ausgelagert an Drittfirmen)

    Wenn Du etwas Neues anfangen willst, kann ich Dir nur dringend vom "Rosa Miesen" abraten.


    Alternativ:

    - Auf jeden Fall Trennung von Internetzugang und Telephonieanbieter
    - Keine "Kanalbeschränkung", sondern Telephonie nach Bedarf.
    - Standardprotokolle, damit freie Geräteauswahl.
    - u.U. Kabelanbieter berücksichtigen, viele unserer Kunden haben gute bis sehr gute Erfahrungen damit gemacht.
    - Durchwahlfähigkeit, sprich "SIP-Trunk" mit Kopfnummer und 100er Durchwahlblock (0-99), wobei
    - die alten, propagierten Rufnummern "hineinportiert" werden müssen

    So etwas gibt es bei QSC, Deutsche Telephon Standard und vielen anderen. Von der DTS weiß ich, daß sie bei gleicher Zuverlässigkeit sehr günstig sind.
     
  4. cookie

    cookie Beginner

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    Vielen Dank für das Feedback zu der Tarifwahl, auch wenn das nicht unser Hauptproblem ist. Zu den technischen Fragen antwortet aber leider noch niemand.

    13 sind es nicht zu Anfang. Bei Bedarf können wird das erweitern. En Fax sendet auch keine halbe Stunde. ;-)

    Ist ja Frage des Vertrags, den man hat. Wir hatten bisher keine Probleme. Mitbenutzernummern sind aus meiner Sicht etwas antiquiert und hatten eher einen anderen Nutzen. Internetverfügbarkeit ist bei uns top, Geschwindigkeit stimmt. Das ist bei alternativen Anbietern hier leider nicht der Falls.

    Brauchen wir nicht. Es wird alles über die gleiche Eingangsnummer abgewickelt. Auch die Therapeuten kümmern sich um Patienten und machen keinen Telefondienst. Bei Bedarf nach mehr Nummern hätten wir mehrere MSN, die einen ähnlichen Effekt hätten.

    Das ist uns recht egal. Den Geschäftskundentarif haben wir vor allem wegen der kürzeren Entstörrzeiten und der festen IP. Die Aussagen zu Zuverlässigkeit, Stabilität und Service kann ich nicht bestätigen. Jedoch haben wir solche Erfahrungen mit anderen Anbietern gemacht bzw. Leute mit denen wir die Thematik besprochen haben.

    Würde uns das einen Kostenvorteil bringen? Bei mehreren Verträgen sehe ich höhere Komplexität.
    Die Beschränkungen machen uns derzeit keine Sorgen.
    Inwieweit beschränken und die "fehlenden Standardprotokolle"? Reichen die Geräte nicht, die wir uns vorstellen bzw. die, die von der Box unterstützt werden?
    Kabelanbieter kommt hier ganz sicher nicht in Frage. Service schlecht. Qualität schlecht. Liegt vielleicht an der Region.
    Durchwahlfähigkeit ist ausdrücklich nicht gewünscht. Es sollen kein direkten Anrufe stattfinden. Dafür haben wir den "Empfang".
    Was heisst sehr günstig? Was würden wir sparen? Außer Grundgebühren haben wir derzeit wenig Kosten. Wären die Grundgebühren so viel niedriger?
     
  5. Koppelfeld

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    Das Problem ist, daß hier, erstmalig in der eurer Praxis, Telephonie und IT "verbandelt" werden, da hat man es nicht einfach. Begonnen beim Internetzugang: Empfehlenswert wäre nicht eine "feste IP", sonder ein "festes Subnetz". Profis reden zwar stets von "Netzen", aber "Subnetz" ist verständlicher: Ein zusammenhängender, routingfähiger Bereich an öffentlichen IP-Adressen. Ein sogenanntes /29er gibt es vielerorten für fünf Euro im Monat. Dann hättet Ihr 5 nutzbare öffentliche Adressen zur Verfügung, wobei mindestens eine für den Router draufgeht. Damit könntet Ihr eine DMZ einrichten und zum Beispiel die ganzen verkorksten Dienste im Zusammenhang mit der "Kranken Karte" schön separieren. Oder die WLAN-Bespaßung für das Privatpatientenwartezimmer: Die möchte man von einer anderen IP 'rausschicken als den internen Traffic. Vor allem aber: Manche Geräte, die __von außen__ erreichbar sein müssen, brauchen schlicht und ergreifend eine eigene öffentliche IP. Ganz prominentes Beispiel ist hier: Eine Telephonanlage!
    Deswegen ist es zunächst einmal keine schlechte Idee, die TK-Anlage in einen Router zu integrieren - denn dann hat sie zwingend eine eigene, öffentliche IP.

    Ob es jetzt sinnvoll ist, VDSL-Modem, Router, Firewall, WLAN-Accesspoint, Analogadapter für Faxe, DECT-Basis und-was-nicht-noch-alles in eine Plastikkiste zu stecken, bleibt Dir überlassen -- allerdings ist dies meistens nach einem Jahr die teuerste Lösung.
    Wenn überhaupt, dann nähme ich "das Original" und nicht das Telekom-gebrandete Sondergerät, denn Du bekommst, wenn überhaupt, Firmwareupdates stets sehr viel später. Auch der Support ist unter Umständen nicht das, was Du erwartest.
    Das "Original", die be.IP plus, ist zwar etwas teurer, aber Du kannst dann wenigstens gegen Aufpreis noch VPN nutzen. Ärgerlich: Die Unterstützung für professionelle Telephone und richtiges DECT fehlt. Ob DECT und/oder WLAN ausreichend abdecken, kann man nur durch einen Test in Euren Räumlichkeiten ermitteln.

    Wenn Ihr auch Patienten WLAN anbieten wollt, würde ich einen seperaten Access Point empfehlen, PoE - fähig, und den sinnvoll innerhalb der Räume plazieren. Umgekehrt kämen bei mir die IT-Komponenten in einen ordentlichen, freilich aber auch "funkfeindlichen" 19"-Schrank.

    Ganz interessantes Thema, gerade wenn Du sparen willst:
    Warum überhaupt eine IP-Telephonanlage ? Nimm' doch stattdessen eine konventionelle, die SIP-fähig ist.
    Zum Beispiel hat einer unserer Kunden eine "Auerswald 6000R" im Keller stehen, COMmander 6000R, der freut sich, wenn er das Ding, voll ausgebaut mit Faxserver und allem Schnickschnack incl. abgesetztem DECT, loswird.
    Dazu hat er jede Menge neuwertiger Systemtelephone. Da kann ich gerne einen Kontakt vermitteln.
    Die kannst Du selber aufbauen und der Service bei Auerswald ist vorbildlich.
    Natürlich kannst Du die LAN-Verkabelung auch für konventionelle Telephone verwenden.

    Im Gegenzug empfehle ich einen zuverlässigen Internetrouter, beispielsweise einen von LANCOM.

    Dieses "Gespann" ist insgesamt hochwertiger und universeller einsetzbarer als "alles-in-einem" - Lösung der Telekom.
     
  6. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Gemach, gemach.
    Ich mußte 'mal ein Medikament einnehmen, "Oxaliplatin". Da habe ich den Arzt auch gefragt, was das denn so tut und er meinte, das sei jetzt sehr kompliziert. Nach einigen Stunden Recherche wußte ich, was er meinte.

    Es steht zu befürchten, daß das Thema "LAN" mittlerweile die gleiche Komplexität erlangt hat. Eine fundierte und damit begründete Empfehlung für einen Ethernet-Switch setzt so viel Grundlagenwissen voraus, daß man es im Rahmen eines Forenbeitrages kaum vermitteln kann.

    Bei schlecht eingestelltem QoS schon ...



    Ich habe auch nie etwas Schlechtes über die Qualität der Telekom-Internetanbindungen geschrieben. Insbesondere diejenigen mit dezentralen DSLAMs sind sehr brauchbar.

    Die Beschränkungen greifen erfahrungsgemäß immer frühestens drei Monate nach Vertragsabschluß.



    Ja, das ist teilweise schon sehr erstaunlich. Bei DTS beispielsweise 4,80 / Monat im Einsteigerpaket und 10,-- für max. 5 Gesprächskanäle. Nur: Man muß sich selbst um seinen Internetzugang kümmern.
     
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    Ich glaube nicht, dass wir derzeit mehr als eine feste IP benötigen. Diese benötigen wir für den gelegentlichen Zugriff von außen. Dafür haben wir dann mehrere mögliche Wege.

    Wenn viele Boxen mir einen Preisvorteil oder einen wesentlichen Nutzungsvorteil bringen, dann würde ich das auch separieren. Gibt es da konkrete Optionen oder hat die "Plastikbox" einfach ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis? Früher waren auch Modem, Router etc einzeln und in PCs gab es viele Komponenten, die jetzt als SoC komplett in ein Baustein integriert werden. Deshalb kann ich ein "all in one" Ansatz nachvollziehen.

    Ich hatte jetzt nicht gelesen, dass der Support für das "Original" vom Hersteller oder den Partnern in der Gegend besser ist. Gucke ich mir gerne nochmal an.
    VPN kann ich doch mit der Telekom Box auch, sogar ohne Aufpreis, nur halt nicht mehr als fünf (was wir nie brauchen werden), oder?

    Patienten bekommen erstmal kein WLAN. Vielleicht später. Dann evlt. über VLAN. Separate IP nützt mir dann nicht unbedingt etwas, da ich mir als Anschlussinhaber damit nicht besser herausreden kann. Ob separater AP muss man dann sehen. Der interne kann ja sicher nicht viel. Jedoch glaube ich, werden wir für die Praxisprozesse kein WLAN benötigen, höchstens für den Zugriff über Smartphones auf die Systeme.


    Klar, ob es IP ist oder nicht, ist für mich nicht relevant. Wir könnten auch mit einer "herkömmlichen" Anlage leben, wenn das die Gundfunktionen und o.a. Anforderungen abdeckt. Wei wäre der Kostenvorteil bzw was kostet so eine Lösung?
     
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    OK, dann gedulde ich mich etwas. Ein Arzt darf für das Medikament aber nicht so lange brauchen. ;-)

    Gehe ich nicht von aus. Fax läuft derzeit un absehbar noch über den "analogen" Kasten, welcher am a/b Anschluss hängt. Funktioniert top. Fax nimmt immer weiter ab.

    OK. Beruhigt mich.

    Verstehe ich nicht. Der Anschluss an sich besteht schon länger.

    Für mich zählt der Gesamtpreis. Wie bekomme ich dann einen entkoppelten Internetanschluss und zu welchem Preis?
     
  9. Koppelfeld

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    Das ist eine sehr billige Gigaset - Basis. Und mit etwas Glück deckt sie die Praxis ab. Das müßte man ausprobieren.

    Wenn nicht, nimmt man sinnvollerweise ein richtiges Multicellsystem. Dann müssen aber auch die Handgeräte geeignet sein.
     
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    Stimmt, das ist ein Risiko und man muss es testen. Multicell halte ich für oversized - dann werden die schnurgebundenen Telefone den Vorzug bekommen.
    Bisher ist ein (sehr) altes Sinus Schnurlostelefon im Einsatz. Das deckt alle Bereiche ohne Einschränkungen ab. Das kann sich durch bauliche Veränderungen natürlich ändern. Ich bin aber zuversichtlich. Aus Kostengründen würde ich die "billige" erstmal testen. Wenn sie es nicht tut, dann fliegt die DECT Idee raus oder wird entsprechend beschränkt. Es läuft auch künftig niemand mit dem Telefon durch die gesamten Praxisräume.
     
  11. telthies

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    kein WLAN für Patienten)
    für Kassenpatienten völlig o.k., für Privatpatienten zeigt der Arzt damit, daß er von Marketing nichts versteht.

    Durchwahl unerwünscht)
    das ist technisch völlig schnurz: selbst isdnisch gedacht, wird der effektive Unterschied zwischen Durchwahl "ja, nein oder teilweise" bei der Konfiguration der Anlage gemacht und nicht durch die Wahl von Nummernblock oder MSN-Promenadenmischung; und over IP packt man das ohnehin problemlos zusammen

    zu den technischen Fragen antwortet leider noch niemand)
    Niemand ist beschäftigt - er hat die Absicht, eine Mauer zu errichten ;-)
    am besten sagst Du erst´mal was zum Budget. Da sind Ärzte und Anwälte nämlich meist auf Rappelkisten-Niveau eingeschossen ...
    Edit:das hatte ich überlesen:
    das wären fünfhundert Euronen tutto completto - wenn das schon der Budgethorizont sein sollte, schiene mir jedes Wort über Technik Zeitverschwendung.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Januar 2017
  12. telthies

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    Worüber reden wir hier eigentlich: für mich liest sich das nach "Praxisübernehmer hat Ambitionen auf MVZ, ggf. noch mit Physio dabei" oder so ?
     
  13. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Das mit dem "SoC" war ein schönes Beispiel. Bei professioneller Nutzung ist der "SoC" ein Fluch. Denn eine einzige CPU muß viele Komponenten bedienen. Das passiert typischerweise über sogenannte 'interrupts', beispielsweise signalisiert ein Netzwerkinterface, daß ein Ethernet-Frame hereingekommen ist und dignalisiert der CPU das beinahe buchstäblich über einen Klingelknopf. Die CPU läßt dann alles stehen und liegen und kümmert sich darum, die Daten des Netzwerkinterfaces abzugreifen. Je mehr Aufgaben sie zu erledigen hat, desto öfter wird sie unterbrochen. Und bei jeder Unterbrechung muß die CPU ihre aktuellen Register auf den Stack werfen, mithin also in den Hauptspeicher schreiben. Und jedesmal werden reichlich Cachezeilen invalidiert. Man redet dann vom "cache trashing".
    Wenn ein System für mehrere Benutzer arbeiten soll, dann hast Du tatsächlich auf einer Ethernet-Karte einen eigenen Hochleistungsprozessor. Dafür aber klappt dann folgendes:
    Die Haupt-CPU sagt zur Netzwerkkarte: "Ab Adresse 0x000060200800000 stehen 3 MB Daten, die bitte einmal wegschicken -- und wenn fertig oder Fehler, bitte Bescheid". Dann sorgt die Netzwerkkarte für das "Einpacken" der Pakete und das Wegschicken, wobei sie per DMA auf den Hauptspeicher zugreifen kann - alles ohne Zutun weiterer Komponenten. Das ist natürlich jede Menge Arbeit, Prüfsummenbildung, Scatter-Gather, Handshake ...
    Währenddessen kann die Haupt-CPU schon einmal etwas anderes machen, beispielsweise Daten von einer Platte holen -- und das macht sie nicht via "SoC", sondern sinnvoller mit einem spezialisierten Controller.

    Ein "SoC" ist prima für ein Mobiltelephon mit typischerweise einem Benutzer, er ist unbrauchbar für zwanzig gleichzeitig laufende, timing-kritische Anwendungen.


    Wieso herausreden ? Du kannst ja nachweisen, entsprechende Vorkehrungen getroffen zu haben.
     
  14. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Naja, oder umgekehrt:
    Den Kassi mit WLAN sedieren und den Privatpatienten sofort drannehmen.
     
  15. Koppelfeld

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    Ich kenne das genau andersherum: Wegen der diskriminierenden Raucherhetze müssen die Mitarbeiter zum Genuß einer leckeren Zigarette die Praxisräume verlassen, aber dennoch telephonisch erreichbar sein. Also: Hohe DECT-Reichweite ...
     
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    Ist das für die Telefonanlage interessant? Aber nein, drei Ärzte machen noch kein Zentrum.

    Zum WLAN: Weder Kassen- noch Privatpatienten haben Langeweile im Wartezimmer. Ganz Recht, WLAN wäre "Marketing". Hat aber derzeit keine Priorität.
     
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    20 parallele kritischen Anwendungen haben wir ja zum Glück nicht und ein SoC ist es auch nicht. Daher vielleicht ein guter Mittelweg. Bisher scheint nichts handfestes dagegen zu sprechen.

    Störerhaftung ist immer noch nicht vollkommen geklärt. Somit möchte ich mich jetzt damit nicht befassen.
     
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    Wir sind für Vorschläge offen. Es wird ausgegeben was notwendig ist, aber keine Goldkantenlösung mit Funktionen, die wir nicht brauchen. Eine rein wirtschaftliche Abwägung.
    Bei 500 wird es nicht bleiben. Ich denke die Switches werden schon noch was kosten und auch ggf. Systemtelefone, IP Telefone, Rack, Kleinkram...
    Aber attraktiv ist der Preis der Box schon, gell?
     
  19. telthies

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    eben, rein wirtschaftlich abgewägt verantwortet ein Querschnittswerkzeug wie die Telefonkiste die Effizienz der gesamten Lohnsumme. Da würde ich mit einer Rostkantenlösung nicht liebäugeln.

    was heißt: "ggf. Systemtelefone, IP-Telefone" ? - das klingt ziemlich planlos. Jede Umrüstung eines Arbeitsplatzes auf eine Huchdawäredoch-eineandereSchnittstelle-bessergewesen kostet (unnötig). Systemtelefonie braucht es mindestens an der Rezeption und im Backoffice, sowie im Chefbüro. Und unbedingt überall, wo verbunden, umgeleitet oder nachtgeschaltet wird, Ansagen aufgesprochen und Anrufbeantworter ein- und ausgeschaltet werden. In Behandlungsräumen Telefone raumgebunden oder personengebunden zu verwenden, ist eine zu klärende Grundsatzfrage. Ein gescheiter System-Tischapparat spart die separate Sprechanlage. Kleinkram würde ich durch Planung ersetzen, das kostet weniger Geld und Nerven.
     
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    Was heisst das konkret? Was bekommt die DigiBox nicht hin? Was wäre die konkrete Alternative und Kosten sowie der Mehrwert?

    Das heisst für die Ausstattung der Räume. Ganz doof bin ich glaube ich nicht und der Rest des Teams ebenso wenig. Verschiedene Räume bekommen u.U. verschiedene Telefone. Die sind noch nicht im Einzelnen aufgeführt. Das kann geschehen, wenn der finale Raumplan steht und die Entscheidung gefallen ist, welche Geräte unseren Ansprüchen genügen.
    Sollte das dann ein Systemtelefon sein, dann kommt das mehrfach zum Einsatz. Ich bezweifele, dass wir eines mit vielen Funktionen in allen Räumen benötigen. Aber ich bin sicher, die Arbeitsabläufe und Anforderungen können wird gut beurteilen. Schnittstellen sind aus meiner Sicht völlig irrelevant, sondern die Erledigung der vorgesehenen Aufgaben. Ob das dafür benötigte Telefon eine bestimmte Schnittstelle hat, interessiert mich dann nachgelagert.

    Eine Sprechanlage gibt es nicht.
    Kleinkram braucht es halt. Den kann man auch planen. Ohne Kabel patchen wird sicher schwierig. Das fällt darunter.
     
  21. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Aber HALLO hast Du 20 teilweise sogar massiv parallele Tasks in so einer Box. Auch kritische, dazu gehört beispielsweise ein a/b - Wandler.

    Schon in einer Studi-WG kommen die berüchtigten Fritzboxen an ihre Grenzen.

    Wenn Du eine solche Plastikflunder als "guten Mittelweg" bezeichnest: Was ist denn dann bei Dir ein "schlechter Weg" ?
     

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