Telefonanlage / Internet Arztpraxis - Tipps gesucht

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von cookie, 12. Januar 2017.

  1. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    So eine Panasonic z.B., die kostet auch nur knapp 500,-- im Grundausbau.

    Ich sehe da aber zum Beispiel die Auerwald 6000R ganz vorn, die man ohne irgendeinen Kratzer für 300,-- "in die Kaffeekasse" gibt. 400 mit 1a Apparaten. Sage ich jetzt 'mal so.

    Dann hättest Du
    - Systemapparate mit BLF ("Besetztlampenfeld")
    - Sprechanlage (evtl. fürs Wartezimmer)
    - einigermaßen gut aussehende Apparate (die Gigaset, welche Bintec/Elmeg vertreibt, verursachen Augenkrebs)
    - einigermaßen ordentliche Sprachqualität
    - einen richtigen, echten Service von einem Unternehmen, welches das Produkt selber herstellt, sich damit auskennt und identifiziert anstatt eines "Callcenters" in Bosnien
    - Telephonbuch und Namensauflösung
    - Faxserver mit Mail-to-Fax - Gateway
    - Ordentliche Integration in die gängigen PC-Programme
    - thermische Stabilität, nach elektrotechnischen Aspekten anstatt nach Markterfordernis dimensionierte Schaltungsauslegung
    - ein riesiges Zubehörprogramm
    - Investitionsschutz
    - Konfiguration auch anspruchsvoller Details über ein übersichtliches Webinterface
    - Anrufbeantworter
    - Ansagen in Abwesenheit
    - Warteschleifen bei "Besetzt"
    - Bilden von "Zentralegruppen", wenn zwei Damen Dienst am Empfang haben
    - Du kannst "PoE" komplett einsparen

    Auch wenn ich jetzt nicht der ausgewiesene Auerswald-Befürworter bin:
    Die verstehen ihr Handwerk, haben gutes Personal, fördern dieses und sehen sich dem Kunden gegenüber verantwortlich, und zwar bis hin zum Chef.
     
  2. telthies

    telthies Urgestein

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    das hat auch noch keiner behauptet

    mehr als irrelevant: gegen ein Analog- oder IP-Telefon ist so eine FON S0 sogar regelrecht multiresistent *LÖL*

    eine sehr gute Synthese aus "professionell" und "Geizhals in weiß" ;-)
    und m.E. besser als das Zeug, das der Zwirbelbart aus dem Privatfernsehen benutzt ...

    ein schönes Beispiel für Mehrwert ggü. Kevin- und Schantalle-Boxen, indeed.
     
  3. cookie

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    Interessante Sichtweise, die Ihr über Ärzte habt. ;-)

    Also hätten wir jetzt eine gebrauchte Auerswald als Alternative. Dabei müssten wir uns dann ggf. noch den geeigneten Support suchen. Ich weiß nicht was Auerswald hier direkt anbietet.

    Nochmal zu meiner Frage: Was bekommt die DigiBox nicht hin? Wo gab es konkret mit dieser Box Probleme? So wie ich das lese, scheint es durchaus einige Leute zu geben, die diese Anlage oder das "Original" im Einsatz haben.

    Bilden von "Zentralegruppen" klingt interessant. Gruppen bilden kann aber zB auch die DigiBox oder geht es hier um eine besondere Funktion, die ich noch nicht verstanden habe?

    Falls jemand Tipps zu Switches hat, wäre ich auch dankbar. Tendenziell würde ich zwei separate Switches nehmen, d.h. IT und Telefonie trennen.
     
  4. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Je nachdem. Als Patient komme ich mit Ärzten allerbestens klar, war bislang nur einmal richtig ernsthaft erkrankt und hatte da auch gleich ein richtiges Profiteam erwischt. In gewisser Weise hat die Behandlung sogar Spaß gemacht.
    Aus der Sichtweise eines Infrastrukturlieferanten (wir arbeiten ab und zu für Klinikverbünde) steht bei uns "der Oberarzt xyz bittet um Rückruf, er kommt nicht auf Youtube" für garantierten Ärger. Das ist wohl schon eine déformation professionelle, daß Ärzte mit den Jahren dazu neigen, alles besser zu wissen. So gesehen scheinst Du schon länger im Job zu sein. Das Blöde ist nur: Ich weiß auch immer alles besser.
    Der Unterschied ist, daß ich in meinem Fachgebiet schon reichlich Fehler gemacht habe und mittlerweile so einigermaßen weiß, was risikofrei ist, was unter Umständen funktionieren kann und was garantiert in die Grütze geht.

    Deine "Digibox" zählt zu Kategorie 2, "kann funktionieren, muß aber nicht". Das ist o.K. für eine Studi-WG oder ein Webdesigner-Startup, aber nicht für eine Arztpraxis.

    Man hat eine seriösen Routerhersteller (Bintec) und einen seriösen Telephonanlagenhersteller (Elmeg) miteinander verkoppelt und an eine spanische Investorengruppe ausgelagert. Seitdem kaufen die viel China-Müll und habe ihr eigenes Betriebssystem auf China-Hardware portiert.
    Positiv dabei ist, daß hier eine sehr gelungene Kombination von Router und TK-Anlage herausgekommen ist. Negativ ist die unter Marktzwängen ausgewählte Hardware. Sehr negativ ist die fehlende Unterstützung für Fremdgeräte. Das bestehende Sortiment an Endgeräten ist grauslich.

    Der Clue bei einer Zentralegruppe ist, daß man sich, Berechtigung vorausgesetzt, ein- und ausbuchen kann, direkt vom Apparat aus. So kann dann, ganz flexibel, ein Mitarbeiter die Dame an der Zentrale unterstützen, indem er ebenfalls die Zentralerufe bekommt. Typischerweise der Zentralegruppe vorgeschaltet ist eine Warteschlange, die man auch über ein Computerprogramm am Arbeitsplatz ansehen kann und ggfs. bestimmte Anrufer gezielt übernehmen oder auch direkt weiterleiten.

    Das und die Ansagemöglichkeiten bietet die Plastikbox nicht.

    Oder Du nimmst einen preiswerten 48-Port - Switch und dazu einen 12-Port Poe - Injektor. Den Switch managebar, Layer 2 reicht völlig.
    Kein D-Link oder Netgear, sondern HP. Zum Beispiel HP 2530 - 48G.
     
  5. telthies

    telthies Urgestein

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    Diese Box ist nicht so schlecht wie ihr Telekom-Name. Allerdings ist bei Produkten, die man auch vom Hersteller bekommt, das Original stets vorzuziehen. Egal, wie klein Unterschiede sind - wenn es welche gibt, hat das Original immer die Nase vorn. Hiervon ist mir nur eine Ausnahme bekannt: die kleinen Alcatel-Anlagen, wo über den Vertriebskanal Telekom schlicht attraktivere Preispakete geschnürt werden, und der Support auf den Hersteller abgestützt ist.

    Diese Box hebt sich von ihren Klassenkameraden insoweit ab, daß immerhin echte Systemtelefone des Herstellers daran betreibbar sein sollen (also die elmegs, nicht die Gigasets). Auch die Einrichtung sieht angenehm elmegig aus, fast schon vertrauenerweckend. An der grundsätzlichen Architektur "ein Gateway, das eine Eumex verschluckt hat" ändert das allerdings wenig. Aber für Ärzte reicht´s (für Anwälte auch).

    Eine Auersbach "mit Tageszulassung" für einen ähnlichen Preis ist aber ein verlockendes Angebot.
     
  6. cookie

    cookie Beginner

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    @Koppelfeld:
    Nochmal danke für die Tipps.

    Ein altes Sinus an einer a/b vom Router wäre dann auch Kategorie 2? ;-)

    Hinsichtlich Unterstützung hatte ich es so verstanden, dass andere Geräte, z.B. Yealink, schon an der DigiBox funktionieren, nur die Autoprovisionierung dann nicht, was logisch erscheint.

    Zentralgruppe hört sich in gewisser Weise interessant an, jedoch hatte ich Stand heute noch keine Benutzerzuordnungen vorgesehen. Am Empfang wären schon zwei Telefon, damit parallel gearbeitet werden kann. Welches dann wann klingelt, muss man sich überlegen, klar.

    Schönes Teil der HP Switch. Auf der IT Seite bin ich sicher, wird ein günstigeres Modell es auch tun. Ich werde mal gucken, wieviele Ports es werden. Layer 2 manageable oder smart managed (sollte ja auch gehen?) zu finden sollte ja nicht so schwer sein.

    @telthies:
    Ebenfalls danke für diese Einschätzung. Ja, grundsätzlich tendiere ich natürlich auch die "Originalausgaben". Bei dieser Box hat die Telekom Box einerseits einen Preisvorteil, andererseits bekommen wir auch den "Service" gleich mit, d.h. die garantierte Entstörung in 8h würde sich hier ggf. ausweiten. Auch remote bietet die Telekom im Störfall Unterstützung an. Ich kann noch nicht sagen wie weit das geht. Da warte ich noch auf Rückmeldungen. Die "Nachteile" wie z.B. später erscheinende FW Updates scheinen akzeptabel, da die FW schon eine gewisse Reife hat und somit aus dem Gröbsten raus sein sollte. Elmeg bietet nach meinem Verständnis allerdings schon die neueren Systemtelefone IP620/630 an, die bei der Telekom (noch nicht?) im Angebot sind. Wenn man "mischt" ist der "Service aus einer Hand" natürlich weg und kann zu Problemen führen.

    Den Versuch könnte ich locker wagen, die Box zu bestellen, das DECT150 dazu und drei Mobilteile. Dann könnten die Sinus schon jetzt rausfliegen und ich kann mich schon vor dem Umbau mit der Anlage beschäftigen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Januar 2017
  7. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Wenn das Herz stockt. Das hätte eine Sonderkategorie verdient.

    Also: Es gibt kaum ein intelligentere, ausgefeiltere Schnittstelle als die a/b: Spannungsversorgung, Überspannungsschutz, Klingel, Digitale Rufnummerngabe, Transcodierung, Hybrid (Zusammenführung und Trennung von Sende- und Empfangssignal), Testvorrichtung -- alles in einem, über Zweidraht, gerne auch über zwei oder vier Kilometer.
    Da muß der VoIP - Fan zur Traumatherapie.

    Es ist aber grober Unfug, an einer a/b - Schnittstelle elektronischen Sondermüll aus China zu betreiben. Denn
    1. aufgrund der Ruftonsignalisierung klingelt ein a/b - DECT gerne auch dann noch nach, wenn der Anrufer längst aufgelegt hat.
    2. ist es eine dumme Idee, das typischerweise als digitales Signal ankommende Telephonat zunächst in ein analoges umzuwandeln, innerhalb der DECT-Basis erneut zu transcodieren und im Mobilteil dann wieder in ein Analogsignal umzusetzen. Das ist dann eine digitaler Schildbürgerstreich. Und genauso beschissen, wie man es sich nach dieser Beschreibung denken kann, hört es sich dann an.
    3. kommt es nochmal schlimmer: Innerhalb dieser Wandlungskette werden Sender und Empfänger innerhalb einer Doppelader zusammengeführt. Zusammen mit der DECT-typische Verzögerung ergibt sich der fatale Effekt, daß die empfangene Sprache zeitverzögert zum Sender rückübertragen wird. Die VoIP - Laufzeit macht dann ein signifikantes Problem daraus.

    2) und 3) führen dazu, daß die akustische Rezeption für den Teilnehmer am anderen Ende der Leitung eine unverschämte Zumutung darstellt, ein echtes Kommunikationshindernis. Ich würde eine solche Lösung daher der Sonderkategorie "dumm und asozial" zuordnen. Ein Profi, der so etwas aufbaut, gehört aufgehängt -- nein, viel zu human: Mit 1.000 Stunden "Helene Fischer" zu Tode gefoltert.


    Aber genau dieses 'Provisioning' nutzt doch erst die Systemvorteile. Man kann doch keinem Benutzer zumuten, eine TK - Anlage an mehreren Stellen zu pflegen.

    Das *ist* das günstigste denkbare Modell. Bei uns im Büro tut es noch ein zehn Jahre alter HP 2848, der letzte Firmwareupdate kam vor drei Monaten heraus. Lebenslängliche Garantie.

    ja, 'smart management' geht: VOLL IN DIE HOSE. Finger weg.


    "ausweiten" tut sich die "Entstörung" ganz sicher, gerne auch einmal auf 14 Tage telephonfreie Zeit. Haben wir live erlebt.

    Die Telekom betreibt drei Voice-Plattformen, "TAS", "IMS" und noch irgendetwas. Wo Du draufhängst, steht in den Sternen. An den Plattfprmen wird ständig gebastelt, die sind ein 'moving target'. Gerade an der IMS-Plattform ist eine aktuelle Firmware oft eine betriebliche Voraussetzung.

    Mache Dir einmal die Freude und schaue in die Firmware- Release Notes der Original-Software .
     
  8. telthies

    telthies Urgestein

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    bei einer dreijährigen Box juckt einen nicht, ein halbes Jahr länger als beim Original auf ein neues Release zu warten. Anders sieht es nach acht Jahren aus, wenn es nur noch für das Original welche gibt und die T-Variante in der technischen Aktualität einfriert.
     
  9. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    So erleben es viele mit den "Heimboxen", aber in diesem Falle würde ich mich auf eine Box, die auch als "Firewall" dient, auf gar keinen Fall auf "Sonderbrandings" verlassen.
    Man kann da allerdings wenig machen. Gegen Russell kommt man einfach nicht an:
    „Jeder Zuwachs an Technik bedingt, wenn damit ein Zuwachs des menschlichen Glücks verbunden sein soll, einen entsprechenden Zuwachs an Weisheit“.
    Die Komplexität moderner Geräte ist exponentiell gewachsen wie die Uninformiertheit von "Fachjournalisten" und "Fachberater" gesunken ist. Einer schreibt vom anderen ab. So ein bißchen erinnert mich das an mittelalterliche Magiegläubigkeit, es ist mir manchmal, als wäre ich mitten in der Handlung aus "Der Name der Rose".
     
  10. Kalle2013

    Kalle2013 Regelmäßig anwesend

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    Die Digitalisierungsbox ist keine "Heimbox", sondern ein Profi - Gerät. Es steckt zwar in einem Kunststoffgehäuse, aber das ist bei den meisten LANCOM - Routern auch nicht anders.
    Und wenn die DigiBox (oder das Original von bintec elmeg, die bintec be.IP plus ) an der Wand hängt, dann wird sie nur handwarm.

    Und wenn man bei dieser Kombination aus Router und TK-Anlage bedenkt, das das meiste mit der IP-Telefonie nichts anderes ist als ein Router mit einigen PCs dahinter, sehe ich keinen Grund die Geräte zu trennen.
    Ich habe viele zufriedene Kunden mit der bintec be.IP plus, und dabei sind auch einige Ärzte.

    Aber zum eigentlichen Thema: Das IP120 Tischtelefon würde ich nicht nehmen, denn zum einen ist es bereits abgekündigt und zum zweiten ist es kein echtes Systemtelefon.

    Nachtrag: Selbstverständlich kann die Anlage auch mit anderen SIP - Telefonen verwendet werden. So läuft bei mir z.B. ein Yealink T48G damit. Es gibt dann nur keine zentrale Konfiguration des Telefon über die Anlage.

    Nachtrag 2: Der 8 - Stunden-Support der Telekom bezieht sich NICHT auf die Hardware. Wenn Sie eine guten Support für den Router / TK-Anlage wollen, dann sollten Sie eine bintec be.IP plus mit Support durch den Fachhändler bestellen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Januar 2017
  11. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Hallo Kalle, ich hatte mir schon ernsthaft Sorgen gemacht...

    Alles, was irgendwie mit dem Affix 'Profi-' versehen wird, ist in aller Regel das genaue Gegenteil.

    Nun haben wir gerade einen Schwung Yealink installiert. Der Kunde hatte bereits DHCP im LAN, wollte aber TK und Telephonie trennen.

    Damit er 'fabrikfrische' Telephone einsetzen konnte, haben wir im "Computernetz" qua DHCP die Option 132 spezifiziert mit der Voice-VLAN - Nummer. Das Telephon gibt den DHCP - Lease sofort wieder frei, bootet dann, holt sich die Voice-VLAN - Nummer per DHCP, konfiguriert den internen Switch passend (Telephon auf Voice-VLAN, PC-Port ins Computernetz), startet erneut und holt sich dann, wiederum per DHCP, seine "richtige" IP, diesmal von der TK-Anlage. Von dieser bekommt das Gerät eine genau angepaßte Konfig, wobei ibs. die VLAN-IDs passen müssen.

    Das, und die korrespondierende Konfiguration auf den Switches, soll der Kunde selbst machen?

    Beim Yealink gibt es auch subtile Einstellungen für die Behandlung der Rufnummernanzeige im Zusammenhang mit SIP Update und 'SIP reinvite'. Macht sich in der Praxis störend bemerkbar, wenn ein Gespräch verbunden wird - ggfs sieht der Verbundene auch nach Übernahme des Gesprächs "nur" die Nummer des Verbindenden anstatt die Nummer seines Gesprächspartners.

    Gerade mit dem letzten Update der T4x - Firmware gab es kapitale Änderungen und Erweiterungen beim BLF - Modell.

    Du meinst, Dein Kunde soll jetzt, Telephon für Telephon, einzeln die Firmwareupdates machen und danach jedes einzelne rekonfigurieren?
    Das kann es nun nicht sein.
    Und einfache Alternativen sind machbar, wenn unsere Anlagen das können, dann kann es auch Bintec. OK, unsere "Boxen" kosten auch mehr als 200 Euro.

    *gröhl*
    "Bei uns ist alles in Ordnung, es liegt an Ihrer Anlage, daß Sie nicht erreichbar sind".


    Wo ist da jetzt eigentlich Dein Geschäftsmodell? Der Kunde hat 200,-- bezahlt. Der rückt doch jetzt keine 2.000,-- für Einrichtung und Support heraus???
     
  12. Kalle2013

    Kalle2013 Regelmäßig anwesend

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    Meine Kunden bezahlen für die Einrichtung und den Support. Nur deshalb muss die Anlage keine 1000 Euro kosten.
     
  13. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Völlig Deiner Meinung - es müssen mindestens 2.000,-- sein. Denn es gibt so einen tradierten Aberglauben, ungefähr so schräg und schwachsinnig wie das "Allah"-Geäffe, daß eine "Einrichtung" Nebenkosten seien in der Größenordnung von 20%.
    Deswegen kommen die PC-Fuzzis auch auf keinen grünen Zweig: Ein "NT-Server" kostet vllt. 6.000,--, aber man braucht gute drei Tage zum Einrichten. Das akzeptieren dann die Kunden nicht. Wenn ich einen IBM - Server aufsetze, brauche ich auch drei Tage, kann aber das doppelte berechnen, weil alleine das Blech 60.000,-- gekostet hat.

    So ist das natürlich auch bei TK-Anlagen:
    Wer aus Sparsucht heraus beim wichtigsten Teil der Anlage spart, der gibt kein Geld für Support aus.
     
  14. Kalle2013

    Kalle2013 Regelmäßig anwesend

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    Solche Leute gibt es auch, das stimmt. Die nehmen dann aber lieber eine Fritzbox, weil sie sich damit schon auskennen.
     
  15. cookie

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    Service ist übrigens auch ein Grund, warum wir u.U. die Telekom Lösung präferieren. Bei den wenigen Problemen, die wir hatten, hat die Telekom immer schnell und meist effektiv reagiert. Die anderen lokalen Provider sind hier keine Alternative, da sie bei Service und Zuverlässigkeit eher schlechter sind - sie fokussieren vielleicht mehr auf den Preis.

    Wenn man die Einrichtung und Wartung der Anlage von einer Firma machen lässt, muss man halt dafür zahlen. Ich sehe hier wenig Unterschiede zwischen den Anlagen - Stunden von Fachleuten kosten Geld, nichtnur bei Telefonanlagen. Wieviel Zeit benötigt wird kommt sicher darauf an, mit welchen Anlagen sich das Unternehmen auskennt. Ich würde dann auch nur die Anlage nehmen, die das Unternehmen auch schon vorher installiert hat. Ich würde auch für die Verlegung von rektifizierten Fliesen keinen Fliesenleger nehmen, der nicht regelmäßig rektifizierte Fliesen verlegt. Um beim Fliesenbeispiel zu bleiben. Hier ist das Material teils auch sehr günstig und der Arbeitsanteil oft vergleichsweise hoch. Da gebe ich auch keine 2000 Euro für die Fliese aus damit der Arbeitsanteil günstig ausschaut....

    Gut, darum geht es mir aber ja nicht.

    Bisher bleibt also die DigiBox weiter im Fokus. Ob die bintec-elmeg Box längeren Support haben wird, kann man aus meiner Sicht nicht absehen. Genauso wenig, ob dann noch die gleiche Box im Einsatz sein wird. Daher hat aus Servicesicht die Telekom Box einen Vorteil. Im Störfall kann hier nicht von der einen Firma auf die andere verwiesen werden.

    Bei den Telefonen bin ich mir noch unsicher. Die DECT150 denke können wir mal holen mit dem D131 im 3er Bundle.

    IP120 läuft aus und ist "kein richtiges" Systemtelefon. Da verstehe ich noch nicht (was "nicht richtig"), was das genau bedeutet und uns ggf. verloren geht.

    Beim IP680 sehe ich keine wirklichen Mehrwert. Android wird im Telefon nicht benötigt. Denke da zahlt man viel für Bling Bling.

    Wenn das IP120 bei der Telekom nicht mehr zu bekommen sein wird, rechne ich damit, dass hier Ersatz kommt. S530 und S560 in das Programm kommen oder wäre das nicht wahrscheinlich?

    S530 und S560 sind jetzt auch nicht die "hübschesten" Telefone, aber zumindest aktueller Stand der Technik, oder?

    Yealink T48G lese ich öfter. Nachteil: keine automatische Provisionierung mit der DigiBox und kein Support durch die Telekom, Tastendesign erscheint nicht so "schick" (Geschmackssache, Bedienbarkeit so nicht beurteilbar). Vorteil: Farbiges Touch-Display und Wegfall Papierlabels für belegbare Tasten. Keine Ahnung, ob es gut zu bedienen ist über Touch und die Tasten. Ich weiß auch nicht, ob sich die Einrichtung und Änderungen kompliziert gestalten und die gleichen Funktionen zur Verfügung stehen wie zB beim S560. Elementar ist die Anzeige, ob ein bestimmtes anderes Telefon belegt ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Januar 2017
  16. telthies

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    ISDN haben sie ja auch inzwischen halbwegs verstanden, und suchen nun eben neue Herausforderungen.

    die Mitbewerber fokussieren sich auf die Orientierung am Kundenunzufriedenheits-Marktführer (was immer noch der rosa Platzhirsch ist). Der bleibt der Indikator, wie weit man gehen kann, ohne eine kritische Marke an Kundenabwanderung zu überschreiten. Die "Inflationsrate" an Effizienzgewinn reicht schon lange nicht mehr für die Margenentwicklung, die der Verbraucher sich vorstellt. Ohne Zuhilfenahme von Leistungsverschlechterungen bekommt man die Preissenkungen kaum hin. Das gilt für den gesamten Wettbewerb im Consumermarkt. Zwangsweise wächst damit der Preisabstand des Zeugs, dessen Hersteller sich einen Reputationsverlust nicht leisten wollen. In der Dienstleistung verhält sich das ebenso wie bei Dingen.

    nein, im Störfall schämt sich die Teledumm kein bißchen, den Kunden als Anschlußvermieter an den Hardwareverkäufer zu verweisen, auch wenn das derselbe ist. Wir erinnern uns an die Puppe "Schwarz-Schilling" aus der Fernsehserie Spitting Image / Hurra Deutschland und ihren legendären Satz: "Wir schämen uns nicht - wir sind die Post !" ;-)

    DECT in Fremdsystem-Konstellationen wird zu DECT-GAP. Insofern legt man sich ein bißchen fest, wenn man den DECT-Teil schon ´mal anschafft. In diesem Fall also praktisch auf die DigiBox, deren elmeg-Original, die elmeg hybirds oder Gigaset-Anlagen.

    S530/560 gibt es soweit ich es erkennen kann nur für S0/UP0, nicht als IP-Variante. Aktuell sind sie, und optimal für die hybirds. Das IP120 basiert auf einem Gigaset DX800A, mit geänderter Nockenwelle, für ein Besetztlampenfeld. Einen Zugriff auf Anlagenkurzwahl soll es aber bieten [Edit: Zitat aus der Produktdarstellung: "Zahlreiche Systemmerkmale, z.B. zentrales Telefonbuch" - die Bedienungsanleitung bestätigt dies nicht, und spricht lediglich von LDAP oder Online-Telefonbüchern, nicht von der hybird-Anlagenkurzwahl] [Editedit: andererseits steht hier: elmeg-Produkte: Gigaset-Telefone unter dem Teldat-Logo - channelpartner.de "Diese Telefone eignen sich für den Betrieb zusammen mit den "elmeg hybird" Tk-Anlagen der Reihen 120/130 und 300/600. Dann können Anwender auch von diesen Telefonen aus auf das zentrale Telefonbuch der elmeg hybird-Tk-Anlage zugreifen und derer weitere Komfortfunktionen nutzen." (???)]. Mir erscheint es ehrlich gesagt als "Elektromarkt Edition" des Konzeptes Systemtelefon.

    Das 48er Yealink ist die typische Schwanzverlängerung für Sparkassendirektoren. Ein unbedingtes Muß für mahagonigetäfelte Chefbüros, aber für Vieltelefonierer eher ein Haßobjekt denn ein Werkzeug. Das 46er sieht weniger chefig aus, macht aber glücklich.

    Wenn Du letztlich doch latent mit Apparaten die auch schick sind liebäugelst, würde ich mir das Angebot der Auersbach-Tageszulassung ´mal ansehen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Januar 2017
  17. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Die ISDNer machen im Moment alle "in VoIP". Getreu dem alten Assistenärztinnenmotto, "Sie darf den Patienten nur so lange Blut abnehmen, bis sie es kann".

    Hart formuliert. Das Schlimmste dabei: Man hat auf die LEDs neben den BLF-Tasten verzichtet. Ist das Telephon im Bildschirm-Schonmodus, ist das BLF wirkungslos. Ein klassischer digitaler Schildbürgerstreich.

    ... begeistert Frauen wie Männer, sehr bemerkenswert. Ordentliche Tasten, prellfrei, langzeitstabil, regelmäßige Firmwarepflege. In ein paar Wochen auch als "46S" mit Polycom-identischer Klangqualität.
     
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    cookie Beginner

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    Ich lasse mich mal nicht zu den hier wohl üblichen Telekomkommentaren aus. Wenn die Telekom als Schuldiger für die den schlechte Service und die Perfomance der anderen Anbieter angeführt wird, ist Deutschland wohl im TK Markt wohl demnach verloren. Uns reicht die Qualität und der Service aus, wie ich schon sagte. Verwiesen wurden wir bei Problemen auch nie auf den Routerhersteller, denn wir hatten den Router von der Telekom. Alternative gibt es offenbar dann ja nicht. Dann bleiben wir erst Recht beim demnach besten Anbieter.

    Keine Ahnung, welche Assistenzärztinnen Blut abnehmen, aber das ist hier auch nicht Thema.

    Yealink 46 sieht besser aus bzw. funktionaler wegen der Tasten. Das Display des 48 wird sicher nicht praktikabel bedienbar sein im Altagsbetrieb. Die Qualität würde man für den Preis nicht hinbekommen.
    Das bedeutet, die Chinesen machen hier einen guten Job beim 46? Service kommt ja quasi direkt auch Xiamen. BLF scheint ja vernünftige gelöst. Wir es dann an der DigiBox vernünftig funktionieren und halbwegs einfach einzubinden sein? Wäre es eine gute Alternative zum S560?
     
  19. Kalle2013

    Kalle2013 Regelmäßig anwesend

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    Der Nachfolger des IP120 heisst Elmeg IP630, derzeit mit Liefertermin KW 5/2017 im Rückstand.

    Und damit Sie mal den Unterschied bei den Möglichkeiten der Tastenbelegung sehen, lade ich 3 Screenshots hoch. Einmal von einem IP120 und zwei vom S560.
    image436_IP120.jpg image437_s560.jpg image438_s560.jpg
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Januar 2017
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    Danke! Gerade gesehen, mein Fehler. Oben hatte ich S530/560 geschrieben. Ich meinte aber IP620/630! Diese nennt bintec ja auch bei sich als Telefone für die Anlage.
    KW5 aber für bintect und nicht für die DigiBox, oder? Automatische Provisionierung ginge dann noch nicht, oder?

    Wäre Yealink zB 46er die bessere Wahl oder eher das IP630? Beim IP630 muss man ja auch keine Schildchen drucken, die Zuordnung Tasten zum Display sieht mir allerdings nicht so glücklich aus.
     

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