Telekomanschluss auf mehrere Telefondosen schalten/geschaltete Dose wechseln

Dieses Thema im Forum "Aufbau und Verkabelung" wurde erstellt von goose, 2. Juni 2017.

  1. goose

    goose Beginner

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    Hallo,

    wir sind nach Umzug in ein EFH zur Telekom mit Entertain gewechselt.

    In dem Haus sind im EG und OG Telefondosen.

    Problem:

    Der Entertainreceiver über läuft nicht über WLAN und die Lösungen über Stromnetz sind mindestens störanfällig.

    Telekom hat auf die Dose im OG geschaltet.
    Der TV soll aber natürlich im Wohnzimmer im EG betrieben werden.

    Wir würden also gerne beide Dosen nutzen, alternativ die im EG anstelle der im OG.

    Lässt sich das dort wo die Leitungen reinkommen schalten? Wie macht man das?
    Fotos sind in der Anlage.

    Wenn es geht, auch im OG weiter ein Signal auf der Dose zu haben: Wie kriegt man von da einen LAN-Anschluss zum PC hin?

    Hoffentlich kann hier jemand helfen. Auf jeden Fall vielen Dank im Voraus, auch nur fürs Durchlesen.
     

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  3. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Kein Problem.
    "Telephondose 3" ist der sog. "APL".
    Da baust Du einen kleinen Router hin. Der "schnappt" sich das DSL-Signal und versorgt UG und OG mit LAN.
    Dazu "mißbrauchst" Du die Telephonkabel als LAN-Kabel. Das funktioniert ganz prima mit 100 MBit/s, wobei man am Router die Ports entsprechend "kastrieren" sollte.
    Es muß ein Router sein, der mit dem "Entertain" - Mist der Telekom zurechtkommt, aber so etwas gibt es.
     
  4. goose

    goose Beginner

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    Danke für die schnelle Hilfe!!

    Bin leider kompletter Laie. Wie genau müssste man sowas machen? Lässt sich das hier beschreiben?

    Kann man vielleicht auch einfach nur irgendwo was umstecken/umschalten, um das Signal wenigstens erst mal nach unten ins EG zu bekommen?
     
  5. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Ja, aber besser wäre es, es macht jemand mit den passenden Werkzeugen, den Kleinteilen und Erfahrung.
    Die Kollegen TOBI und JIRKA hier im Forum hätten das in einer halben Stunde gemacht.

    Befindet sich Dein Haus zufällig in der Nähe von Witten, Neuwied oder Greifswald ?
     
  6. telthies

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    Also, ich kenne mich ja mit diesem ganzen Consumer-Schund für "Germany´s (wichtig: nur echt mit Deppen-Apostroph !) next Kochshow über Telefonkabel" nicht aus, und habe erstmal mit einer Hotlinerin flirten müssen. Es ist, wie ich mir dachte:

    Das Zeug kommt über All-IP ins Haus. Das heißt, der Splitter gehört da weg (der ist nicht Kunst). Aus dem geht augenscheinlich ein TAE-Stecker zurück zum ApL, und wird dort über Klemmen auf die Hausverkabelung umgepfriemelt.

    Wenn die "erste" Telefondose / der bisherige Telefonhauptanschluß im OG ist, befürchte ich weiter, daß es einst zwei Telefone gab, womöglich gar als A2-Schaltung, im OG mit Schauzeichen (?)

    Was soll denn überhaupt dran an den ganzen Kram: (analoge ? ) Telefone mit/ohne Schnur, PC, ..., und wo stehen die jeweils (sind da Dosen in der Nähe, gibt/gab es noch irgendeine Amex, T-Konzeptlos "Telefonanlage" ?

    Mit Ahnung geht das meist zügig, ohne nie. Ich bin für die Wiedereinführung von Pranger und Schandgeige für die Zusendung von solchen Receiverroutern per Paketdienst ohne Installationsservice. Da bleiben regelmäßig Splitter gesteckt, und womit man sonst noch eine Verkabelung verunreinigen kann.
     
  7. goose

    goose Beginner

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    Aaalso, erst noch mal vielen vielen Dank für die Hilfe hier!!!

    Die Fotos sind alle von dem Telefonanschluss im Keller. Sind nur unterschiedliche Ausschnitte.
    Weiter gibt es zwei ganz normale schlichte Telefondosen mit drei Eingängen für Telefon/AB-Kabel, eine im OG eine im EG.

    Da dran sollen im Optimalfall: der Router (Speedport Smart) mit dem beknackten Receiver im EG und im OG: ein PC über LAN und ein normales, billiges, analoges Telefon (Telefon könnte man notfalls auch ein anderes holen).

    Alternativ: kein LAN / Telefon im OG, PC dann dort per WLAN und Telefon im EG. Also dann einfach nur das Signal auf die Dose im EG schalten und fertig.

    Wenn der Receiver WLAN könnte, könnte man einfach alles oben anschließen und müsste nichts ändern und hätte den Gerätepark nebst Kabeln nicht im Wohnzimmer.. Ist ja aber leider nicht so.

    Wir sind Nähe Hamburg, also leider zu weit weg für die Spezies hier :-(.
     
  8. telthies

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    Die Dosen in OG und EG sind schon immer so gewesen ?
    Da sind Deckelschräubchen in der Mitte, dann kann man die Rahmen abnehmen. Dann liegen die Schrauben der Seitenkrallen frei, so kann man die Dosen herausziehen und dann fotografieren - das erleichtert die Ferndiagnose.

    WLAN ist für mobile Endgeräte. Für den Desktop nicht, und Bewegtbilder würde ich damit erst recht nicht durch die Luft feuern. Die Telefonie stellt weniger Ansprüche und kann leichter Kabelumwege verdauen.

    Das riecht mal wieder nach typischem Fall von Nullberatung im T-Laden.
     
  9. goose

    goose Beginner

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    Anbei die Dosen im EG und OG. Kommt man damit weiter?
    Das Signal ist derzeit auf die Dose im OG geschaltet.

    Dort ist in einem anderen Raum auch noch eine ISDN-Dose, die wir aber nie genutzt haben.
    Wo der Anschluss im Keller reinkommt, ist auch nur das vorhanden, was auf den Fotos oben im Thread zu sehen ist.
     

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  10. telthies

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    Eigentlich kann ich solche Stilleben ganz gut lesen - aber hier scheint mit der Kameraeinstellung etwas nicht zu stimmen. "Erkennen" kann man in diesem Megapixel-Farbrauschen nichts wirklich. Weniger "Auflösung", kein Zoom, sehr viel mehr Licht (nicht Blitz) könnten helfen.
     
  11. goose

    goose Beginner

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    DSCN5787.jpg

    Besser?
     
  12. telthies

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    Man erkennt noch nicht alles, ibs. die weiß farbumhüllten Kabel / Adern erschweren den Überblick. Aber das Bild ist schon deutlich besser, und man erkennt schon deutlich mehr. Ein Kabel kommt von bildoben / bildrechts; nach bildlinks geht es unummantelt weiter. Es gibt offenbar mehr als nur den roten Sternvierer, wohl ein 4DA-Kabel mit auch dem grünen Vierer, möchte ich vermuten. Weiß und braun sind auch noch zu sehen - und eben diese durchsichtigen Verbinder. Die Dose ist "Aufputz", an dieser Stelle vermutlich nachträglich gesetzt. Von wo kommt das Kabel bildoben / bildrechts, und wie alt ist das Haus ?
     
  13. goose

    goose Beginner

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    Auf dem Bild ist die Dose im EG, die z.Zt. offenbar ohne Signal ist.
    Unter der Dose ist die Fußleiste.
    Das Kabel am ganz rechten Bildrand ist ein Lautsprecherkabel, das in die Fußleiste geht. Hat keinen Zusammenhang zur Dose.
    In die Dose führen der weiß übermalte Kabelstrang links unten und der weiße "Gnubbel" rechts unten, neben dem Lautsprecherkabel.
    Links unten verschwindet der Strang in der Außenwand und rechts unten in der Fußleiste -> von dort geht es möglicherweise nach unten? (unten ist nur noch der Keller. In dem befindet sich auch der Anschluss, der von außen reinkommt und mit dem Splitter (?) verbunden ist.)

    Das Haus ist Bj. 1934.
     
  14. telthies

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    Die Dose im OG fände ich mindestens ebenso interessant. Die Fußleiste hätte ich für ein Rohr gehalten und daher gedacht, das Lautsprecherkabel ende in dem Gnubbel. Ob der Gnubbel kommt und der übermalte Strang geht (oder doch eher umgekehrt), ist dem Bild so nicht zu entnehmen. Ist der weitere Verlauf in/auf der Außenwand nachvollziehbar ? - vom ApL erst nach Außen und dann wieder herein zu gehen, ist ungewöhnlich.

    Die Wege des Herrn Installateurs zu ergründen, hilft bei der wunschgemäßen Nutzung der Verkabelung.

    Baujahr 1934 kann vieles bedeuten. In Kombination mit Baujahr 1980 zum Beispiel hätte eine Dose oben und eine unten ein schweres Verdachtsmoment für eine A2-Schaltung bedeutet.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Juni 2017
  15. goose

    goose Beginner

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    Das Kabel links geht offenbar durch die Außenwand, von dort nach unten in den Keller. Ziel kann dann ja wohl nur der APL sein. Geht auch von außen an der Stelle wieder in den Keller wo der APL ist. Keine Ahnung wohin der Gnubbel geht.

    An so einem alten Haus wird natürlich dauernd mal rumgebaut. Sieht ja auch so aus als ob es mal ISDN gab, was nicht mehr in Betrieb ist.
     
  16. telthies

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    Als es noch ISDN hatte, kanntest Du das Haus noch nicht ?
    Die Dose im OG auch mal nackig zu machen, kann trotzdem mehr Klarheit bringen ...
     
  17. goose

    goose Beginner

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    Hier die Dose im OG. Wohin das ummantelte Kabel aus der Dose führt, kann ich nicht sehen.
    Die beiden anderen ummantelten Kabel (braun und weiß) haben mit der Dose nichts zu tun.

    Über das ISDN habe ich leider keine Infos.
     

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  18. telthies

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    Das ist nun eine TAE NF/F, d.h. zwei TAE (eine N und F, und eine nur F) in einem gemeinsamen Gehäuse. Ein Adernpaar geht an die erste Dose (obere Klemmenleiste) und eines an die zweite (untere Klemmenleiste). Das läßt auf zwei analoge Anschlüsse schließen, die einst hier waren. Das können zwei Anschlüsse einer Nebenstellenanleg gewesen sein, oder auch Hauptanschlüsse; vermutlich getrennte Anschlüsse für Telefon und -fax. Auf eine A2-Schaltung, AWADo oder AMS deutet hier nichts hin - also auf nichts, was noch stören könnte.

    Leider hat keiner der bisherigen Detektivschritte obsolet gemacht, daß sich das mal jemand vor Ort anschaut, der dem nachzuforschen in der Lage ist, wo was genai herkommt bzw. hingeht. Vermutlich gibt es zwischendurch keine Wechsel im Kabelweg, sodaß am ApL abgehend zu sehen sein müßte, was an den Dosen ankommt: also ein Kabel nur mit dem roten Vierer ins OG, und ein Kabel mit dem roten und dem grünen Vierer ins EG.
     
  19. goose

    goose Beginner

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    Vielen Dank für die ausführliche Analyse!!! Heißt das, dass man im Keller am APL jetzt einfach so umklemmen könnte, dass das Signal oben und unten ankommt?

    Könnte man oben dann den LAN-Anschluss über eine Line 21 Dose herstellen?

    Oder so vorgehen, wie es Koppelfeld oben beschrieben hat?
     
  20. telthies

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    was soll denn eine Line 21 Dose sein ?
    Edit: habsmagegugelt. Quatsch ohne Soße, nee, laßma. Eine Kombination aus Cable Sharing und Phantomschaltung, aha. Irgendwie muß ich da an Konrads Spezialkleber denken (eine Geschichte aus der Reihe "Pippi Langstrumpf" ;-)

    ein Telefonkabel für eine LAN-Verbindung benutzen im Prinzip ja; dabei würde ich mich allerdings auf ergründete Wege beschränken wollen, und auch nicht so gern im selben Kabel wieder "zurück" gehen. Aber letzteres sehen die Praktiker lockerer.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Juni 2017
  21. goose

    goose Beginner

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