Umstellung von Octopus F200 auf Auerswald Compact 5000

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von eoc, 27. März 2017.

  1. eoc

    eoc Beginner

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    Hallo zusammen,

    ich plane die Umstellung einer alten Octopus F200 auf eine aktuelle Auerswald Compact 5000 oder 5200.
    Aktuell werden 6 Systemtelefone (jeweils direkt an Up0 angeschlossen), 2 analoge DECT-Telefone und ein 1 Fax verwendet und das ganze ist an 2 ISDN-Anschlüssen mit insgesamt 4 Sprachkanälen der Telekom angeschlossen.

    Zukünftig wird von der Telekom zu m-net mit voip gewechselt, hier werden ebenfalls 4 Sprachkanäle und ein Rufnummernblock mit 10 Rufnummern verwendet.

    Folgende Konfiguration habe ich mir überlegt:
    1x Auerswald Compact 5000
    1x 4FXS-Modul
    1x 4DSP-Modul
    1x Lizenz PBX-Call-Assist 5
    1x Lizenz PBX-Call-Assist 1
    1x Lizenz LAN-TAPI-Lines
    1x Lizenz 8 weitere VoIP => insgesamt 16 VoIP-Kanäle

    6x Comfortel 2600-IP
    6x Comfortel Xtension300
    6x Comfortel DECT-Headset
    1x WS-400 IP
    2x M-210 DECT
    1x Konferenz-Telefon

    Folgende Fragen hätte ich:

    0. benötigt Ihr mehr Informationen? ;)

    1. Macht die Konfiguration Sinn, habe ich was wesentliches vergessen. Ich habe mich bisher eigentlich nur mit ISDN-Anlagen beschäftigt, VoIP ist aktuell leider noch Neuland.

    2. Sind 16 VOIP-Kanäle ausreichend? Ich werde 4 für die externen Leitungen benötigen, 6 für die 2600-IP, 1x Fax, 1x Voice -> 4 Reserve

    3. Macht die WS-400 IP mit 2x M-210 DECT Sinn oder reicht auch ein Gigaset N510? Werden hier ebenfalls VOIP-Kanäle von der Compact 5000 benötigt? Blöde Frage, aber welchen Vorteil hat das WS-400 IP gegenüber analogen DECT-Telefonen?

    4. Sollte ich besser auf die Compact 5200 warten, diese sollte ja ab April verfügbar sein und hier wird laut Beschreibung für die 16 VoIP-Kanäle kein DSP-Modul benötigt und außerdem eine schnellere CPU verbaut sein.

    5. Aktuell können die 6 Systemtelefone von extern direkt über eine jeweilige Rufnummer (11, 12, 13, ...) des Rufnummernblocks angesprochen werden und außerdem klingeln nacheinander die Systemtelefone wenn die 0 gewählt wird, falls beim Systemtelefon besetzt ist oder nach 3x klingeln keiner abhebt. Kann man diese Einstellung in der Auerswald-Anlage so vornehmen.

    6. Kann man die 4 Sprachkanäle bzw. die Durchwahl 0 so einrichten das zwar ausgehend 4 Sprachkanäle verwendet werden können und eingehend wenn die direkte Durchwahl gewählt wird ebenfalls die 4 Sprachkanäle, ABER wenn von extern die 0 angerufen wird und 2 externe Sprachkanäle belegt sind, eine Wartemusik bzw. eine Besetzt-Zeichen kommt?

    7. Aktuell besteht eine Isty-Verkabelung mit 4 Adern-Pärchen von der Telefon-Anlage zum jeweiligen Telefon und ich bin mir noch nicht sicher ob es möglich ist diese durch CAT7-Kabel auszutauschen, hat jemand Erfahrung ob es möglich ist diese als Netzwerkverkablung für die Telefone zu verwenden oder sollen besser die bestehenden CAT6-Verkabelung (wird aktuell für die Rechner verwendet und es ist pro Arbeitsplatz leider nur 1 verlegt) verwendet werden und dann vom Telefon die Rechner versorgen. (Hier geht mit dem 2600-IP leider nur 100 MBit und die 3600-IP mit GBit sind leider ziemlich teuer)

    Vielen Dank für die Unterstützung!
     
  2.  
  3. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Ein vorbildliches Anfrage - Posting!

    Zu Frage 0:
    Ja, man braucht mehr Detailwissen.
    Wird die Anlage "gelegentlich" genutzt oder im professionellen Geschäftsbetrieb?

    Für mäßige Nutzung reicht die 5000er.
    Die liegt bei einem Kunden mit allen Lizenzen, welche Du aufgeführt hast, nagelneu herum, weil von einem Händler zu klein ausgelegt.
    Kann ich Dir die Adresse schicken und der Inhaberin empfehlen, "Hälfte Neupreis".

    Allerdings wäre ich vorsichtig mit M-Net und der Kompatibilität mit Auerswald.
    Das Problem ist der Rufnummernblock. Jeder Provider hat da so seine eigene Idee, wo er die Durchwahlinformation versteckt.
    M-Net sollte "SIPconnect 1.1" sprechen, ansonsten hast Du u.U. Riesenärger.

    Wichtig für Dich:
    Mit Auerswald kaufst Du eine reinrassige ISDN - Anlage, welche mit DSP-Modulen zum VoIP - System "umdeklariert" wurde.
    Das muß kein Nachteil sein, mit ISDN kann man ganz gut telephonieren, denn dafür wurde es konzipiert.
    Häßlich wird es dann, wenn Du an einer Auerswald VoIP - Telephone betreibst.
    Dann nämlich wird ein über M-Net kommender Anruf erstmal in ISDN gewandelt und dann, beim Ausgang aus der Telephonanlage, wieder in VoIP. Die theoretischen Erklärungen spare ich mir jetzt, aber das hört sich einfach nur gruselig an. Echos, Artefakte...

    Aber warum solltest Du dir LAN-Verkabelung für die Telephonie antun, wo Du über eine funktionierende Standardverkabelung verfügst?
     
  4. tobiasr

    tobiasr Regelmäßig anwesend

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    Damit sollte dir auch klar sein, dass du einen Rückschritt um mindestens eine Klasse machst

    Wenn ihr derzeit intern UP0 fahrt, macht dies auch weiterhin - zumindest in Verbindung mit Auerswald - denn diese haben weiterhin ein ISDN Koppelfeld und die Umwandlung (extrem)
    Analogtelefon (Gesprächspartner) -> ISDN TK Anlage (Gesprächspartner) -> VoIP Adapter (Gesprächspartner) -> VoIP Amt (Auerswald) -> ISDN Koppelfeld -> VoIP Telefon -> Umwandlung VoIP Signal zu Sprache hat soviele Umwandlungen dabei, dass dies nur zu Sprachproblemen führen kann.

    hier lieber das passende UP0 Modul und für die Telefone die VoIP Lizenzen weglassen.
    Allgemein: Wenn es nur gleichzeitige VoIP Gesprächslizenzen sind (das weiß ich aber nicht) - wieso brauche ich für ein Telefon und den Amtsanschluss eine Lizenz? Denn das Telefon nutzt ja in einem Gespräch beide Leitungen.

    Die Dect Headsets gibt es sicherlich auch bei anderen Hersteller in günstiger. Telefon wie schon geschrieben als UP0.

    Für die VoiceMailBox ist ein Kanal eher zu wenig. Für die Telefone benötigst du bei UP0 natürlich keine Lizenz. Wofür 4 Reserve? Ich dachte bisher, dass dies genau der Vorteil der Lizenz ist -> ich kann sie dann kaufen, wenn ich sie benötige.
    Kommt auf die Fläche (Mehrzellen Dect) und die gleichzeitigen Gespräche an. Hierfür benötigst du natürlich (zumindest beim Gigaset) auch VoIP-Lizenzen. IP hat gegenüber Analog den Vorteil, dass 1. keine weitere Sprachcodierung stattfindet, die Rufnummer sofort angezeigt wird, es direkt anfängt zu klingeln und sofort aufhört, wenn jemand anderes abhebt, schnellerer Verbindungsaufbau... All dies Vorteile hast du auch bei ISDN Basisstationen.
    Wenn du warten kannst, warte. Denn bei den zugestopften IP Anlagen heißt es sonst sehr schnell: Kein Update mehr, da Prozessor zu schwach.
    Ja ist möglich.
    Weiß ich nicht genau. Aber Auerswald ist hier sehr flexibel. Wenn es also jemand kann, dann eher Auerswald als ein anderer Hersteller.
    Ja könnte gehen. Gerade da auch 10 Mbit reichen sollten (soweit das Telefon das unterstützt) . Auf Switch im Telefon würde ich eher verzichten. Vergiss bitte nicht die Zusatzkosten durch größere IP switche - PoE oder externe Netzteile, etc.
     
  5. eoc

    eoc Beginner

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    Erstmal vielen Dank für die schnellen Antworten!

    Ich dachte es wäre "besser" wenn ich komplett auf voip umstellen würde, also extern und intern, aber wenn es keinen Nachteil gibt intern weiterhin die System-Telefone über Up0 anzusprechen, macht es die Umstellung für mich ja einfacher, da ich die Verkabelung nicht ändern muss. ;)

    @Koppelfeld:
    Die Anwendung wir im professionellen Geschäftsbetrieb verwendet, es handelt sich um ein Sanitär- und Heizungsunternehmen mit 5-6 Mitarbeitern im Büro und weiteren 6 Monteure im Außendienst. Die 4 Leitungen werden mehrmals am Tag komplett genutzt, da im Büro doch viel telefoniert wird.
    -> Ich gehe deshalb davon aus das die 5000er zu klein ist und ich besser auf die 6000er gehen sollte oder?
    Falls es am Ende doch die 5000er wird, komme ich sehr gerne auf das Angebot der Kundenanlage zurück. ;)
    Ich werde aber anstatt der internen VoIP-Telefonie bei Up0 bleiben, da ich durch Up0 die bessere Sprachqualität habe.
    Vielen Dank für den Hinweis von "SIPconnect 1.1" und mnet, das werde ich gleich mal versuchen beim telefonischen Support von mnet in Erfahrung zu bringen, auf der Auerwald-HP habe ich folgendes xml gefunden "de_business_mnet-voip_IPv4_V100.xml" deshalb hatte ich die Hoffnung das es unterstützt wird.


    @tobiasr:
    Mir war nicht bewusst das ich mit der 5000er einen Rückschritt gegenüber der F200 eingehe, die F200 wurde vor vielen Jahren direkt von der Telekom eingerichtet und hat durch den jährlichen Support auch ein paar Euro gekostet... Allerdings waren Änderungen nur durch die Telekom möglich und durch die externe Anschluss-Änderung von ISDN auf VoIP war der Gedanke gleich die komplette Anlage zu tauschen.

    Wenn ich allerdings die 500er mit 1xDSP, 1xFXS und 3xBRI ausstatte, habe ich keinen Slot mehr frei und kann auch kein weiteres "Up0-Systemtelefon" anschließen.
    -> Wäre denn die 6000er mit Up0 für das Vorhaben besser geeignet, bzw. kein Rückschritt der bestehenden Telefon-Anlage?

    1x AUERSWALD COMmander 6000 Wandgehäuse
    1x AUERSWALD COMmander 8Up0-Modul
    1x AUERSWALD COMmander 8a/b-Modul
    1x AUERSWALD COMmander 8VoIP Modul
    6x Comfortel 2600
    6x Comfortel Xtension300
    6x DECT-Headset ggf. günstigere Alternative <- hat hier jemand eine Empfehlung?
    1x WS-400 IP
    2x M-210 DECT
    1x Konferenz-Telefon <- hat hier jemand eine Empfehlung?

    Generell kann man meines Wissens die Lizenzen bei Auerswald nicht zwingend einzeln kaufen sondern nur in einem "Paket" also beispielsweise bei VoIP sind 2 Lizenzen dabei und wenn man mehr möchte muss ich 8 weitere kaufen da das das kleinste Paket ist, oder liege ich hier falsch?

    Generell sei noch erwähnt das ich nicht auf Auerswald fixiert bin, ich dachte nur Auerswald wäre am ehesten eine Anlage die man selbst einrichten und konfigurieren kann. Aber auch hier bin ich sehr dankbar, sollte jemand eine andere/bessere Empfehlung für das oben genannte Projekt habe.

    Weiterhin vielen Dank für die Unterstützung, bin sehr froh hier nachgefragt zu haben und mich nicht blind auf die erste Empfehlung der 5000er mit komplett VoIP eines Händlers verlassen zu haben.
     
  6. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Hallo noch mal,
    Das kommt immer auf die Umstände an. Wie groß ist das Areal, gibt es unterschiedliche Gebäude etc..
    Sanitär- und Heizungsunternehmen klingt mir sehr nach umfangreichem Lager.

    Mit "mindestens 1 Klasse Rückschritt" meint Tobias wohl vornehmlich die Endgeräte. Und hier hat Auerswald leider arg nachgelassen. Bei diesen Moosgummitasten muß man nach einiger Zeit sehr fest drücken und tunlichst auf's Display gucken, ob der Tastendruck als solcher auch angenommen wurde. Bei einem Kunden verschwand nach kurzer Zeit der Aufdruck. Die Hörer sind aus billigem Plastik und bekommen nach kurzer Gebrauchsdauer einen unansehnlichen "Speckglanz". Die Displays sind klein, es sollte mindestens ein "Comfortel 2600" sein. "Schön" geht für mich anders.

    Genau wie Tobias halte ich extrem viel vom Service der Firma Auerswald, der, wenn Not am Mann ist oder die "spezialfachzertifizierten Händler" wieder einmal Mist gebaut haben, auch Endkunden unterstützt. Aber von einem Telephon erwarte ich eine Standzeit von mindestens fünf Jahren bei professioneller Nutzung.


    Der Nachteil ist: Du machst Dich von einem Systemhersteller abhängig. Denn an Auerswald paßt nur Auerswald.



    Bei uns steht auch noch eine "6000" herum wie Sauerbier, aber als Rackeinbaumodell. Die wäre sogar noch billiger zu haben als die 5000, aber: Es sind keine "Call Assist" - Lizenzen dabei.


    Das ist ein prima DECT-System und kommt von Spectralink. U.U. benötigst Du noch zusätzliche Sendestationen und damit auch eine Zusatzlizenz für die WS-400.

    So, daß es repräsentativ aussieht U-N-D benutzbar ist ? Meines Wissens nur Polycom IP 7000.[/quote]



    Das ist so.

    Ich habe jetzt bei der Auerswald nicht "mitgerechnet", aber ich rechne jetzt einmal eine "reinrassige" IP-Anlage, welche über Browser konfigurierbar ist:
    2.600,-- SIP-Telephonanlage für etwa 100 Teilnehmer incl. INTEL-Server und Ersteinrichtung
    60,-- Analogadapter für Faxgeräte (2 Ports)
    900,-- 6 hochwertige, robuste IP-Telephone (Yealink T46G)
    350,-- Netzwerkswitch mit integrierter Stromversorgung für die Telephone
    400,-- Spectralink KWS400 DECT-Server für max. 12 Endgeräte
    160,-- 2 universelle DECT - Handgeräte (es lassen sich fast alle Fabrikate daran betreiben)

    450,-- Konferenztelephon IP 7000
    400.-- Anständiger Router (wäre auch bei Auerswald notwendig)
    Ich habe es jetzt gar nicht zusammengerechnet (bin Techniker und kein Kaufmann), aber Du landest mit ein bißchen Schribbelschrabbel und ordentlicher Anpassung an den Provider bei 6.000 Euro.
    "Lizenzen" irgendwelcher Art braucht Du keine mehr bis auf einen "TAPI" - Treiber für Asterisk, den es für einen einstelligen Betrag auf dem freien Markt funktionsfähig gibt. Ansonsten ist alles dabei, Faxserver, Mailgateway, "Mailboxen" für Sprachnachrichten etc.

    Wenn die Auerswald nicht DEUTLICH günstiger ist, dann würde ich an eurer Stelle die Anschaffung einer reinrassigen, durchgängigen IP-Lösung in Betracht ziehen.

    Diese verdammten Händler sind eine echte Plage.
    Da habt Ihr es besser, denn an eine Heizungsanlage traut sich ein Pfuscher nicht heran. Er könnte sich beim Löten die Pfoten verbrennen oder durch "kostensparende" Maßnahmen wie den Entfall eines Ausdehnungsgefäßes oder unsachgemäße Verlegung einer Erdgasleitung durch den günstigen Sub-Sub-Sub aus Rumänien einen formidablen Knall verursachen. Und er traut sich nicht an die Auslegung eines Wärmetauschers heran, weil er Gay-Lussac für eine Schwulenkneipe oder Boyle-Mariotte für eine Cognacmarke hält.
    Telephonie ist genau so schwierig und komplex wie eine moderne Heizungsanlage, man weiß es im allgemeinen nur nicht. Nach der erfolglosen Abnahme dann schon ...
     
  7. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Nein, es betrifft Auerswald allgemein. Von "Rückschritt" würde ich insofern sprachen, als dass die Auerswald einige Leistungsmerkmale nicht oder in der Form nicht hat, wie sie die F200 hat.

    Deine Octopus F200 ist nichts anderes als eine "umlackierte" Siemens HiPath aus der Serie 3000, technisch absolut identisch.
    Heute heißt das System Unify OpenScape Business. Diese Systeme kann man auch direkt kaufen und durch einen Servicepartner errichten lassen. Der kann einem dann auch in Absprache User in der Systemverwaltung anlegen, mit denen du die Anlage für den täglichen Bedarf selbst warten kannst.
    Die "wegfallenden" LM können dir egal sein, wenn du sie eh nicht nutzt. Allerdings: Ich kenne nicht nur einen Fall, wo der Kunde den TK-Anlagen-Hersteller gewechselt hat und trotz intensiver Vorgespräche im Vorfeld nach der Installation dann großes Geschrei gab, weil eine ganz bestimmte Funktion fehlte. Auf die Frage, warum das im Vorfeld nicht genannt wurde, kam meistens die Antwort "Das war für uns derart selbstverständlich, dass wir nicht dachten dass das wichtig ist."
    Insofern: wenn deine Nutzer sich mit der Anlage gut eingelebt haben und verschiedene Funktionen/Bedienprozeduren ständig nutzen, ist es kein Fehler, sich im Vorhinein zu informieren wie das dann bei der neuen Kiste realisierbar ist.
     
  8. telthies

    telthies Urgestein

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    0) da schließe ich mich an: hervorragende Anfrage !

    1) das paßt: VoIP ist für Auerswald auch noch Neuland. Angela Neuland.

    2) wenn ich die Auerswald-Lizenzphilosophie richtig verstehe: ein IP-Telefon braucht für ein Externgespräch eine Lizenz als Teilnehmer und eine Lizenz für die Leitung; für ein Interngespräch nur eine Lizenz als Teilnehmer, die Lizenz für die Leitung kann derweil ein Nicht-IP-Telefon benutzen.

    4) Doppelnein. Erstens wird auch die nächste Version nicht nativ IP sprechen, und zweitens sollte man eine Beta-Banane keinem bewährten Modell vorziehen.

    5) Rufverteilungen plane ich am liebsten. 11, 12, 13: schriebst Du nicht eingangs von einem 10er Nummernblock ?

    6) zur "Richtung" von Sprachkanälen kennen sich die IP-Kollegen besser aus; generell traue ich Asterisk-Systemen beim Thema "Dialplan" mehr zu als den "Hybriden" der Fernmeldebauer.

    7) Cat.7 mit Westernsteckern ist eigentlich sowieso nur Cat.6+, aber Cat.6 ist kein Fossil. Der Unterschied billiger Komponenten ist weit größer.

    da würde ich bei einem Relaunch mal die mobilen Teilnehmer mit einbeziehen (?)

    je gründlicher der Planer seine Hausaufgaben gemacht hat, desto weniger muß der Admin die Kiste überhaupt anfassen. In der Praxis bewährt sich am besten, das Produkt zu nehmen, auf dem der Lieferant und Wartungspartner am besten geschult ist.
     
  9. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    So würde ich das nicht sehen. Die Anlagen machen SIP intern wie extern und sie sind für eine ganze Reihe von SIP-Providern zertifiziert. Wenn da nur nicht diese Achillesferse wäre wie von Koppelfeld beschrieben. Die führt insbesondere dazu, dass keine echte "HD-Telefonie" möglich ist.
    Diesen Nachteil verkauft Auerswald jedoch als Vorteil und sagt "HD-Telefonie ist eh quatsch weil dafür ganz viele Steinchen zusammen passen müssen und das kommt ganz selten vor."
    Auerswald - Komfort-SIP-Telefonie
    Der Vorteil sei dann, dass die IP-Telefone von Auerswald eine "künstliche Sprachbandbreitenerhöhung" eingebaut haben, noch viel besser sei das Telefonieren, wenn zwei Auerswald-Telefone mit einander sprechen.

    Das mag auch tatsächlich ein nettes Feature für eine Übergangszeit sein, um die Qualität von Gesprächen ins klassische Telefonnetz zu erhöhen, aber faktisch wird immer öfter nativ "HD" gesprochen, und das auch bereits providerübergreifend.
     
  10. telthies

    telthies Urgestein

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    Eben nicht, sondern sie machen SIP mit TDM switched VoIP. Diese Methadon-Therapie für ISDN-Aussteiger statt eines konsequenten Wechsels der Konstruktionsphilosphie ist es, was ich mit "Neuland" hier meine. An der "Enhanced Low Definition" störe ich mich dabei nicht, ich habe gute Ohren und auch im C-Netz meine Gesprächspartner gut verstanden. Aber Opel hat "billige" Autos gebaut, als sie sich am Mitbewerber Ford gemessen haben. Und so schöpfen Auerswald ihre guten Gene nicht aus, so lange sie sich mit Agfeo vergleichen.
     

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