VoIP Telefonanlage für Arztpraxis

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von Mattes, 6. September 2017.

  1. Mattes

    Mattes Beginner

    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Hallo,

    auch ich habe das Telekomanschreiben mit der Wechselaufforderung von ISDN zu All-IP bekommen und wollte für meine Arztpraxis das DeutschlandLAN IP Voice Data S Premium mit der Digitalisierungsbox nehmen. Nach Recherche hier im Forum hier ist es wohl eher ratsam, zuerst die Experten zu befragen.

    Meine bisherige Konfiguration:
    Alte Siemens HiPath (weiß nicht genau welches Modell)
    1 Systemtelefon Siemens OptiPoint 500 mit Headset
    2 DECT Telefone mit jeweils eigener Basis an der Anlage
    1 Analoges Fax noch zum Rausfaxen von Befunden ohne Scan
    Faxempfang über ISDN Karte und aktuell David Faxware
    1 Telekom Business Basic Complete Premium MgAS (DSL 16000+ISDN)
    1 Telekom Call Comfort Universal MgAS (ISDN)

    Vielleicht noch etwas zur IT:
    Patienten WLAN erfolgt über 2 Sophos Access Points
    VPN Zugang zur Praxis auch über Sophos XG Firewall

    Was ich mir so laienhaft überlegt habe:
    Funktionierende VoIP Anlage
    Vielleicht 3-4 Systemtelefone (die Anmeldung hat 3 Arbeitsplätze, aber es ist platzmäßig schwierig, dort 3 Telefone unterzubringen. 2 an der Anmeldung wären aber schon schön und eines im Chefbüro), auf alle Fälle eines mit Headset. Es hat nur eine Mitarbeiterin Telefondienst, das wird auch so bleiben. Die anderen telefonieren dann eher sporadisch.
    3 DECT Geräte
    stabile Faxübertragung

    Das System sollte stabil sein, dazu erweiterbar, da vielleicht in 3 Jahren ein Umzug in größere Räumlichkeiten ansteht. Es werden aber auch dann sicher nicht über 15 Endstellen.
    Falls alternative Provider zum Tragen kommen ist natürlich die sichere und termingerechte Portierung der Hauptrufnummer extrem wichtig, außerdem möchte ich einen kompetenten Ansprechpartner in der Region haben (an der A81 zwischen Stuttgart und Bodensee), gerne auch Übermittlung kompetenter Adressen.

    Bevor es zum Ärztebashing kommt ;-) : ich bin bereit, für eine funktionierende Lösung Geld zu investieren. Wenn man aber die Konfiguration anschaut, mit der wir bisher ganz gut klar gekommen sind, muss es sicher kein High-End-System sein.

    Ganz herzlichen Dank!
     
  2.  
  3. telthies

    telthies Urgestein

    Beiträge:
    8.198
    Zustimmungen:
    211
    soll es dann ein MVZ werden ?

    Was ist das denn für eine Arztpraxis: Hausarzt oder Facharzt ?
    klingt eher mittelstädtisch bis ländlich (?)

    wie verteilt sich das auf ankommend/abgehend und über den Tagesverlauf ?

    Was ist die Aufgabe des zweiten Basisanschlusses ?
     
  4. Mattes

    Mattes Beginner

    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Damit wir bei Besetzt des ersten Anschlusses (Telefondienst/Fax) noch zwei weitere Leitungen haben für Rücksprache mit Kollegen oder Befundanforderungen
     
  5. Mattes

    Mattes Beginner

    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Sorry, das mit dem Zitieren muss ich wohl noch üben :)

    Ankommend/Abgehend 80%/20%, Telefondienst zwischen 8-11 Uhr und 14.30-18 Uhr, da steht das Telefon nicht still.

    Zweiter Basisanschluss für zwei weitere Leitungen für Rückfragen zu Kollegen oder Befundanforderungen.

    Ist mittelstädtisch bis ländlich, genau richtig.
     
  6. cpuprofi

    cpuprofi Schon ein paar Mal da gewesen

    Beiträge:
    33
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Herr Doktor,

    es gibt für Ihre Praxis zwei Lösungen:

    1. Mediagateway für die Wandlung von IP-Telefonie (VoIP) zu ISDN und Weiternutzung Ihrer bisherigen Infrastruktur.

    2. Alles Neu: TK-Anlage, Telefone, usw.

    Für Fall 1. gibt es mehrere mögliche Mediagateways die man einsetzten könnte. Müsste man mal durchsprechen was da für Sie am besten wäre.

    Für Fall 2. eine "Telekom Digitalisierungsbox Premium" bzw. "Bintec-Elmeg be.IP plus" könnten Sie für Ihre Praxis einsetzen. Empfehlenswert wären dann auch dazu die passenden Endgeräte, damit diese autoprovisioniert werden können.

    Ob langfristig (wir reden ja bei einer Tk-Anlage von Nutzungsdauern von 10-20 Jahren) für die "Telekom Digitalisierungsbox Premium" bzw. "Bintec-Elmeg be.IP plus" noch Update oder Anpassungen an die sich dauernd verändernden SIP-Standards möglich sein werden ist zu bezweifeln.

    Somit wäre die beste Lösung eine TK-Anlage die kein "End of Life" hat und sich bei Änderungen anpassen läßt ohne alles neu kaufen zu müssen. Es gibt ein paar Hersteller die dieses über Maintenance-Verträge ohne Enddatum ermöglichen. Aber auch hier müsste man sich mal unterhalten was da für Sie sinnvoll wäre.

    Zum Thema "Vor Ort jemanden haben wollen": Dieses ist normalerweise nicht nötig, da man heute alles per Fernwartung erledigen kann. Für die Erstinstallation müsste man natürlich schon einmal erscheinen, danach ist dieses höchstens bei einem Hardware-Defekt nötig und die kommen nicht so häufig vor.

    Grüße
    Cpuprofi
     
  7. Pauline

    Pauline Beginner

    Beiträge:
    15
    Zustimmungen:
    0
    Upps, sind die "Telekom Digitalisierungsbox Premium" bzw. "Bintec-Elmeg be.IP plus" schon EOL / EOS oder ist in Kürze damit zu rechnen?

    Ich habe zwar gelesen, dass es von der Bintec-Elmeg be.IP plus eine modifizierte Version mit neuer Leiterplatte gibt und diese damit wohl nicht mehr baugleich zur Telekom Digitalisierungsbox Premium ist, aber dass beides schon Auslaufmodelle sind, war mir neu.
     
  8. cpuprofi

    cpuprofi Schon ein paar Mal da gewesen

    Beiträge:
    33
    Zustimmungen:
    0
    Hallo,

    ich habe nicht geschrieben, das die Geräte EOL / EOS sind oder es morgen werden, sondern habe darauf hingewiesen, daß man bei einer üblichen Tk-Anlagen Nutzungsdauer von immerhin 10-20 Jahren nicht mehr mit einer Supportunterstützung oder Firmware-Updates rechnen sollte... o_O

    IP-Telefonie (SIP/VoIP) ändert bzw. passt sehr schnell ihre Standards (RFC's) an neue Gegebenheiten an und ob es da sinnvoll ist eine TK-Anlage zu installieren, welche diesen Wandel nicht mitmachen kann, muss jeder selbst für sich entscheiden.

    Ich empfehle den Kunden (die langfristig planen) immer TK-Anlagen die das können, wo der Kunde Lizenz und Maintenance kauft, die mitwachsen und nicht (ver-)altern. ;)

    Grüße
    Cpuprofi
     
  9. telthies

    telthies Urgestein

    Beiträge:
    8.198
    Zustimmungen:
    211
    Genau beim Support älterer Baujahre trennt sich die Spreu vom Weizen: Original Elmeg/Bintec wird lange unterstützt, telekom-gelabelte Geschwister jedoch sind (sobald sie auch nur im Geringsten gebrandet sind) Tretboote in Seenot, sobald sie im Teeladen aus dem Vertriebssortiment fallen. Markenaufkleber von Telekom muß man wie die von Microsoft als Rauchen-gefährdet-Ihre-Gesundheit-Warnbildchen lesen.
     
  10. bjoern.bauern

    bjoern.bauern Beginner

    Beiträge:
    1
    Zustimmungen:
    0
    Hallo,

    bei uns war es ähnlich. Wir haben eine Kündigung durch die Telekom erhalten und uns umgehört.
    Es war eine Herausforderung eine Telefonanlage zu finden, die einzelne Nebenstellen erlaubt. Wir benötigen nämlich aktuell nur sechs Telefone und eine Flat für die Telefonie ins Ausland. Da wir aktuell dabei sind uns zu vergrößern, war es uns wichtig einzelne NS und Rufnummern nachbuchen zu können. Bei den meisten Anbietern ist dies jedoch nur in Blöcken möglich.
    Wir haben uns Zipgate, Wirecloud und Nfon angeschaut. Wirecloud ist jedoch der günstigste und flexibelste Anbieter. Daher fiel unsere Wahl schnell. Die CRM-Lösung Zoho haben wir in unsere Anlage integrieren lassen. Diese wurde uns von den Mitarbeitern empfohlen, weil sie zum einen von den Funktionen her für kleine bis mittelständische Unternehmen vollkommen ausreicht und es für CRM-Einsteiger von der Bedienung her simpler als beispielsweise Salesforce ist. (Der Preis ist ebenfalls überschaubar) Unsere Anrufe werden erfasst, es können Kommentare zu diesen angelegt werden und Erinnerungen eingestellt werden. Wir sind im Allgemeinen sehr zufrieden, die Umstellung ging fix und die Bedienung der Anlage funktioniert intuitiv und unkompliziert.
    Headsets haben wir übrigens auch!

    Liebe Grüße
     
  11. telthies

    telthies Urgestein

    Beiträge:
    8.198
    Zustimmungen:
    211
    Da meinst Du wohl die Angebote bezüglich "Hosted PBX", die preislich zuweilen nur paketweise Schritte machen können. Eine VoIP-Telefonanlage in seinen eigenen Räumen erweitert man immer flexibel, und die Hinzunahme einzelner SIP-Accounts ist dabei unproblematisch - kompliziert denkt da nur die Telekom.
     

Diese Seite empfehlen