Welches war euer 1. Handy?

Dieses Thema im Forum "Mobiltelefone" wurde erstellt von Leo63, 21. April 2012.

  1. Leo63

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    Hallo,

    Es wäre mal ganz interessant zu wissen, welches euer 1. Mobiltelefon gewesen ist?

    Mein erstes Mobiltelefon 1991 war ein SEL - Standart Elektrik Lorenz SEM 360P und weil die Kiste so schwer war, parallel dazu ein SEM 340T und zwar das Original von SEL (SEL ist später von Alcatel übernommen worden).

    Das SEM 340T ist auch von Bosch, AEG, Post u.v.a. unter eigenen Namen vertrieben worden, weil es zu der Zeit nur das eine gab. Das Gerät ist SIEBEN Jahre gebaut und vertrieben worden (1988-1995) eine heutzutage unvorstellbare Zeitspanne. :)

    Weil alle coolen Namen für das SEM 340T bereits vergeben waren (Teleport, Pocky, Poctel) nannte Bosch seine Ausführung HANDY C9, eine aus heutiger Sicht geniale Notlösung. 8)

    Vor dieser Zeit hatte ich einen Eurosignal Pager E299, auch von SEL, die waren damals State of Art im Bereich ÖbL - Öffendlicher beweglicher Landfunk, wie sich der Mobilfunk für Privatleute damals im Postdeutsch nannte (im Gegensatz zum nöbL - nicht öffendlicher beweglicher Landfunk = Polizei und Rettungsdienste). ;D

    Gruß Leo
     
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  3. telthies

    telthies Urgestein

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    Ja, das 340 kenne ich auch noch, das hatte mein Freund und Geschäftspartner damals (1991). Aber das war ja noch zu C-Netz-Zeiten. Hieß das nicht "Pocky", wenn es von der Telekom gelabelt war ? Danach hatte er ein C5 und dann ging´s mit einem Dancall (mit eingebautem AB !) ins D1.

    Ich selbst habe (1996 im D1) mit einem Nokia 1610 begonnen (100 Stunden Standby und SMS-Empfang, optional mit Solarakku, das 1611 konnte dann SMS auch senden). Von einem S4 bin ich damals schnell abgekommen und später bei dessen Sony-Pendant CM-DX1000 gelandet, dessen Tastensperre ich bis heute für die einzige überhaupt praxistaugliche halte. Es war auch superhandlich im Gebrauch, dafür aber leider zu dick für die Brusttasche / Innentasche. Das m.E. beste Gebrauchshandy für Leute, denen ein Handy in erster Linie Telefon sein soll, war das S3com.

    Als Fachjournalist für TK hatte ich mit vielen Geräten testhalber das Vergnügen, d.h. ich kenne sie in ihrer Praxistauglichkeit, habe sie aber jeweils nur fünf Wochen benutzt - meist zu kurz zum Verlieben :)

    Auch Cityruf und Omniport (einen RDS-Funkrufdienst) habe ich testweise benutzt. Mich hat an den Rufempfängern verschiedenster Art aber immer gestört, daß sie mit Batterien arbeiten: es sind zwar in der Regel Standardformate, die auch als Akku-Version im Handel sind, aber man kann sie nie im Gerät (nach)laden. Deswegen und auch wegen der heftigen Grundgebühren habe ich meine Traumkombination Festeinbau (Motorola 2500) & Handy (Nokia Banane, mit D1-TwinCard) / Funkrufempfänger nie realisiert.

    Ich hätte aber immer gerne gehabt, daß ich meinen ankommenden Funkverkehr auf Cityruf AN zur Rückrufwunsch-Nummernübermittlung für jedermann und Mobiltelefon für bewährte Benutzer hätte aufteilen können. Das Problem mit dem Mobiltelefonieren ist nämlich aus meiner Sicht, daß es bei uns kulturell mit der Netiquette hapert: die Kenntnis einer Mobiltelefonnummer wird von zu vielen Leuten damit verwechselt, daß deren Besitzer überall von Jedermann wegen Dingen beliebigen Wichtigkeitsgrades gestört werden wolle. Lange Zeit habe ich mir damit helfen müssen, meine Mobiltelefonnummer nahezu geheim zu halten und zusätzlich regelmäßig zu wechseln.

    Aktuell benutze ich ein Nokia 5230 mit einem Touchscreen, der von der Gehäuseform ein bißchen geschützt wird (eine Freundin hat erst kürzlich bewiesen, daß dem Samsung Galaxy ein einmaliges Herunterfallen genügt). Das Hanswurstfilter-Problem löse ich nun damit, daß es ausschließlich für persönlich bekannte Anrufer überhaupt einen Klingelton gibt und das Handy für den Rest der Welt als reiner Rückrufwunsch-Rufnummernempfänger arbeitet. Die Kamera ist nicht Spitzenklasse, aber für einen Kompromiß denn doch wieder deutlich überdurchschnittlich.
     
  4. Leo63

    Leo63 Regelmäßig anwesend

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    Nachtrag zu meinem Eingangspost: Ich habe ein wenig in meinem alten Unterlagen gewühlt und habe sie tatsächlich gefunden, die

    Genehmigungsurkunde zum Betrieb einer Empfangsfunkanlage für den europäischen Funkrufdienst (Eurosignal)

    Diese Urkunde hat die Farbe, das Format und die Papierbeschaffenheit des alten grauen deutschen Führerscheins, ;D und in den zahlreichen Auflagen heißt es unter anderem, Zitat:" Die Genehmigungsurkunde ist vom Inhaber der Genehmigung oder anderen Benutzern der Empfangsfunkanlage mitzuführen und den beauftragten der Deutschen Bundespost oder Polizeibeamten auf Verlangen vorzuzeigen(...)" Zitat Ende.

    Hier mal eine solche Genehmigungsurkunde: http://www.oebl.de/Eurosignal/Doku/Genehmigung.JPG

    Ich kann mich auch an eine Gelegenheit erinnern, bei der ich das Teil bei einer Verkehrskontrolle vorzeigen mußte, weil der Herr von der Trachtengruppe dachte, es sei ein Radarwarngerät. ::)


    Ja, damals war die Welt noch in Ordnung. 8)

    Gruß Leo
     
  5. panter

    panter Schon ein paar Mal da gewesen

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    Hallo,

    mein erstes Handy war ein PT-9s von Motorola. Das habe ich 1994 zu meinem E-Plus Vertrag erhalten.
    Der Akku war so groß wie die heutigen Handys und hat bei guter Netzabdeckung auch mal 10 Stunden gehalten.
    Leider gibt es heute keine Geräte mehr, mit den man nur telefonieren kann (denn nur das nutze ich).
     
  6. telthies

    telthies Urgestein

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    Als Haupthandy-vergessen-Handy habe ich noch ein S35i im Kofferraum liegen, dank geringer Akku-Memory auch monatelang taufrisch (zur Sicherheit natürlich dennoch mit Autoladekabel dabei). Das gibt es regelmäßig für schmales Geld in der Bucht. Ansonsten sind auch die für Dreißig Euronen als Aktionsware im Lebensmittelhandel erhältlichen Handies angenehm funktionsbeschränkt. Wenn die Tasten- bzw. Touchscreensperre etwas taugt, sind Mehrfunktionen aber praktisch kaum störend. Wie schnell man sich in Menus zurechtfindet, hat nach meiner Erfahrung hauptsächlich mit deren Logik (nach individuellem Empfinden) zu tun - weniger mit dem Umfang (obwohl ich dessen Reduzierbarkeit beim S35i sehr liebe, ohnedem hätte ich meinen Vater wohl nie an Handies herangeführt): Ich erinnere mich, daß ich in meiner Nokia-Phase die Ericsson-Menus immer als Labyrinthe empfunden habe, trotz oder wegen ihrer linearen Anordnung ...
     
  7. SK

    SK Regelmäßig anwesend

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    Mein Erstes war ein AEG PT-10 mit Mannesmann-D2-Vertrag. Das konnte schon SMS empfangen... Und zum "blöde-Leute-verprügeln" war das optimal... ;D

    schau dir mal die Geräte von Emporia an. SMS und Bluetooth fürs Freisprechen sind da schon die Highlights.

    z.B.: http://www.inside-handy.de/handys/emporia_talk-comfort/2536_allgemein.html (im Finder mal nach Emporia suchen, da kommen dann noch mehr...)
     
  8. 8818freak

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    meins war ein Nokia C Micro plus in verbindung mit einem Siemens Office C25.
    SMS und dergleichen mehr gabs bei dem netz aber nicht...
     
  9. telthies

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    Ach, Du warst ´mal C-Tel-DuoCard-Nutzer ?
     
  10. 8818freak

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    wie das hieß, weiß ich nicht mehr, aber ich hatte einen vertrag und zwei karten. das siemens ging in einen analogen eingang meiner tk-anlage als amtsleitung...
     
  11. TheLittle

    TheLittle http://www.tkr.de/support/voip-anlagenkopplung

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    ich biete 5110 ;D ;D :p :D
     
  12. telthies

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    ja, klar, nur ein Vertrag: es ging ja darum, im C-Tel (vormals C-Netz) zu telefonieren (was günstig war, laut Werbespot soll die Ehefrau von Uwe Seeler das nachgerechnet haben). Falls man damit doch einmal nicht genug "Netz" hatte, sprang dann das D1 ein. Mangels für beide Netze geeigneten Geräten (da gab es nur ganz wenige Festeinbaugeräte, aber m.W. kein Handy) behalf man sich dazu mit einem C-Tel- und einem D1-Endgerät. Die D1-Rufnummer begann mit 0171/77, darauf folgten meist die letzten fünf Ziffern der C-Tel-Rufnummer. Technisch verknüpft waren beide aber nur per gegenseitiger Rufumleitung wie bei der TwinCard, die Ähnlichkeit der Rufnummern also ohne technischen Grund. Aber insbesondere da das Angebot nur kurz am Markt war, ist es eine Rarität der Technikgeschichte.
     
  13. 8818freak

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    also bei mir waren es zwei c-netz karten, das handy war eben auch nen c-netz gerät.
     
  14. telthies

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    Ach so (?) - das C-Micro kenne ich als C-Netz-Handy und Siemens Office C25 hätte ich für eine Version eines D1-Handys gehalten. Was war es stattdessen ? Als C-Tel-Portable kenne ich aus dieser Zeit (woe es das Micro schon gab) von Siemens nur das C5 (in verschiedenen Versionen, ich glaube "economy" als Basisversion, "office" mit Faxmodemanschluß als TAE oder so ... - das ist ja alles schon fast ewig her).
     
  15. 8818freak

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    das war ein festeinbautelefon, also eine kiste mit handapparat, tae und antenne, was auch mit eingebauten akkus betrieben werden konnte.
     
  16. telthies

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    Dann denke ich wird es eher C5 office geheißen haben. C25 war meines Erinerns ein GSM-Handy.
     
  17. 8818freak

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    möglich, ja. sowohl gerät als auch anleitung habe ich noch ;-)
     
  18. Leo63

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    Das C5 Office mit seiner TAE -Buchse war ein Verkaufsschlager für Siemens, grade nach der Wiedervereinigung. Denn im Osten war werder für Geld, noch für gute Worte ein Festnetztelefonanschluß zu bekommen. Die C-Netz Abdeckung hingegen war meistens gegeben.

    Ich habe meine alten C & D Netz Geräte lange Zeit aufgehoben, sie dann aber vor ein paar Jahren einem Kumpel geschenkt, der solche Geräte sammelt. :)
     
  19. Telefonbastler

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    Oha, da muss ich mich ja outen...ich habe es wirklich lange geschafft, mich vor diesen widerborstigen kleinen Geräten zu schützen, ich wollte nie in der Situation vieler Kollegen sein, die eigentlich nie mehr Feierabend hatten, weil sie eben auf einmal ständig erreichbar waren. Klar habe ich das nicht ewig durchgehalten, letztes Jahr musste dann doch eines her, mein erstes war der "Rambo" unter Handies, ein XP3300 Force. Habe übrigens damals wirklich alle Tests nachgestellt, das Handy hat es überlebt. Irgendwann brauchte ich aber mehr als ein Telefon, welches man unbedenklich durch die Gegend werfen kann, inzwischen besitze also auch ein ein formschönes Android-Gerät;-)
     
  20. 4zap

    4zap Beginner

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    Philips Porty mit Booster für 12Watt(!) Sendeleistung.
    Ich konnte mich damit von Brandenburg ins Berliner Netz einbuchen. 8)

    Das war ne globige dicke Handtasche mit 8Kg Gewicht.(Daher mit Koffergriff dran)
     
  21. telthies

    telthies Urgestein

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    @Leo63: weißt Du noch, ob die C/D-Zwitter bei beiden S/E-Teilen die gleiche Sendeleistung hatten, oder waren es 15 Watt für C und 8 Watt für D ?
     

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