AGFEO Umstellung auf VOIP

Dieses Thema im Forum "Aufbau und Verkabelung" wurde erstellt von heute_neu, 1. März 2021.

  1. heute_neu

    heute_neu Beginner

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    Hallo liebe Forengemeinde.
    Über die Google-Suche bin ich auf das Telefonanlagen-Forum gestoßen.
    Ich suche nun bereits seit gut 2 Wochen nach HILFE ;)

    Wir habe seit vielen Jahren einen AGFEO AS35 - mit 2 externen S0. Also 4 gleichzeitige Telefonate.
    Weiterhin sind zwei Systemtelefone AGFEO ST40 S0 sowie 4 analoge Telefone angeschlossen.

    Nun soll die Umstellung auf VoIP erfolgen. Hier hört jedoch meine Kenntniss auf.

    Momentan wie gesagt, 2 x ISDN-Mehrgeräteanschluss - Rufnummern in der Anlage hinterlegt. ADSL16 über Fritzbox.

    Die Fritz hat nur einen S0 - sodass ich hier mit "4 gleichzeitigen Gesprächen" nicht weiter komme.
    Jetzt stellen sich mir folgende Fragen:
    1. Kann ich die Anlage auf IP umrüsten (LAN-Modul)?
    2. Fritz Box 7583 - mit 2 S0-Anschlüssen
    3. neue IP-Fähige Anlage - doch welche könnte ich da nehmen? AGFEO wäre toll, sind wir mit zufrieden; erfolgt die Einrichtung der Telefonnummern nur in der Anlage oder muss ich auch die Nummern in die FritzBox eintragen....

    Hoffe, ich habe mich soweit verständlich ausgedrückt... bin für Vorschläge und Hinweise dankbar.

    LG
    Ralf
     
  2.  
  3. tobiasr

    tobiasr Urgestein

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    4 Gesprächskanäle für 6 Geräte und davon 4 einfache analoge Telefone (ohne Systemtelefonbuch, Belegtlampenfeld, vmtl ohne CTI, etc.) ist eine ziemlich hohe Anzahl. Benötigt ihr WIRKLICH 4 Gesprächskanäle oder ist das eher einer Trennung von Firmen, etc. geschuldet? Man könnte in einer Fritzbox (oder einem vergleichbaren Gerät) auch zwei unterschiedliche SIP Provider mit n-Rufnummern in einen s0 schicken.

    Mögliche Adapter auf 2 s0 Anschlüsse: Bintec Be.IP Plus (die könnte ggf. auch die Agfeo ersetzen), Lancom R883 bzw. 1784
     
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  4. telthies

    telthies Urgestein

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    Wie alt ist denn die Anlage ?
    Vier Basiskanäle für sechs Teilnehmer klingt ja wirklich sehr nach "was man nicht an Geist hat, muß man an Budget haben" ;-)
     
  5. heute_neu

    heute_neu Beginner

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    Hallo,
    erst mal danke für die Antworten.
    Wir sind ein kleines Autohaus. Verkauf, Service, Fax und Chef... und wenn Chef, Verkauf und Werkstattmeister telefonieren sollen die Kunden auf einer Leitung noch durchkommen.
    Daher sind die 4 Sprachkanäle doch wichtig.

    Wenn ich mir eine neue IP-fähige Anlage zulege, wie werden die Nummer dort eingerichtet? Trage ich die Nummer- und Rufpläne inkl. Zugangsdaten in die Anlage ein, schließe die Anlage per LAN-Kabel an den Router und fertig
    oder muss ich zusätzlich noch die Rufnummern und Zugangsdaten im Router eintragen?
    Ist zwar noch nicht soweit, würde mich aber trotzdem mal interessieren.

    Wenn eine neue Anlage nötig, würde ich gern bei AGFEO bleiben. Gibt es da empehlungen, welche "günstige" Anlage das hinbekommt? An der alten sind die analogen Geräte per "Draht" Anlage-> NFN-Dosen angeschlossen und im ganzen Haus verteilt. Nix mit DECT u.s.w.
    Die zwei Systemtelefone sind per S0 angeschlossen.

    Danke für ein paar Tips.

    Grüße
    Ralf
     
  6. tobiasr

    tobiasr Urgestein

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    Wenn du bei Agfeo bleiben willst, such dir einen "Elektriker" oder micro IT Systemhaus die das Anbieten. Agfeo hat eine Liste mit Partnern auf der Webseite. Das ist mit Abstand die schnellste Lösung. Und vmtl. auch die günstigste, außer du kostest das Unternehmen nichts.

    Wenn du ein Gateway nimmst, ist diese häufig in den Router eingebaut (siehe meine Vorschläge oben). Alternativ kann sich auch eine "moderne" Telefonanlage direkt beim Telefonanbieter registrieren. Es fehlen noch ein paar wichtige Infos:
    - habt ihr einen Anlagenanschluss oder zwei Mehrgeräteanschlüsse
    - Nutzt ihr Systemfunktionen der Telefone (Belegtlampenfeld)
    - WARUM soll es bei Agfeo bleiben (spezielle Agfeo CTI Software im Betrieb)?

    Gerade Fax hinter der Kombination Mediengateway (SIP->ISDN und dann an a/b Port) ist häufig schwierig.

    Ich frage nur nochmal, was reicht dir an der Micro Lösung (Bintec Be.IP) nicht? Wenn da was fehlt, fehlt es vmtl auch in der kleinen Agfeo.
     
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  7. telthies

    telthies Urgestein

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    Das tun sie bei zwei Mehrgeräteanschlüssen aber ohnehin nicht, insofern sind die 4 Sprachkanäle unnütz, insofern es ja kein Bündel von Vieren ist, sondern zwei getrennte Ressourcendomänen mit je 2 Nutzkanälen. Anrufern auf MSN´ des Anschlusses "Karl" nützte es nichts, wenn auf dem Anschluß "Heinz" noch Kanäle frei wären. Man hat also nur mehr Kanäle für Eigentore. Nicht selten bestellen Unternehmen mit annähernd nutzlosem zweiten Anschluß auch noch einen dritten Anschluß, weil sie aufgrund falscher und/oder fehlender Abfragekonzeption Anrufe verlieren bzw. oft von Kunden zu hören bekommen, daß bei ihnen besetzt gewesen sei. Sollte ich meine Dienste anbieten ? (ich heiße bei web.de genauso).
    Den Registrar Deiner Endgeräte sehe ich am ehesten in der Anlage selbst - überlasse ihr das Routern.
    Nix mit DECT habe ich bei einem Autohaus (aller Größen) noch NIE gesehen - das riecht nach hohen Handyrechnungen. S0-Endgeräte würde ich bei VoIP in Rente schicken, eventuell freut sich ja @8818freak für seine Sammlung darüber. Die aktuelle (VoIP) Anlagenserie von Agfeo heißt "ES". Wenn die Systemtelefone bisher rege benutzt wurden, würde ich den Hersteller nicht wechseln, die aktuellen Modelle verlangen keine Umgewöhnung und das Niveau von Agfeo ist in allen Belangen gleich geblieben - also, wenn Ihr bisher die zufriedene Zielgruppe wart, dann wird das auch weiterhin so sein. Die Frage nach dem Alter der Anlage hattest Du noch offen gelassen.
     
  8. heute_neu

    heute_neu Beginner

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    Nix mit DECT - Damit ist gemeint, dass wir zwar schnurlose Telefone haben, diese jeoch nicht per DECT an Router oder Anlage angebunden sind - hier hat jedes Telefon seine Basistation welche per TAE an die Anlage angeschlossen ist.

    Die Frage nach dem Alter kann ich leider auch nicht beantworten. Ich bin jetzt seit 7 Jahren im Unternehmen - da existierte die Anlage bereits. Ich habe nur die TK-Suite von Zeit zu Zeit aktualisiert.
     
  9. tobiasr

    tobiasr Urgestein

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    So kategorisch wichtige Informationen zurückhalten (z.B. DECT, Internetzugang, Rechnungsstruktur der Telefonrechnung), unnötigerweise an einem Hersteller festhalten, der ihm keinerlei Vorteile bringt, etc. Gegenvorschläge ignorieren. Ist ziemlich anstrengend. Wir machen das hier alle in unserer Freizeit (auch wenn Thies hier mal wieder ein nicht so lukratives Geschäft sucht).

    Notwendigkeit von CTI sowie konkrete Nutzung der Systemtelefone wurde weiterhin nicht drauf eingegangen. Ich würde fast wetten, dass die Hälfte der Zielwahltasten mit längst nicht mehr notwendigen oder gar nicht mehr existierenden Rufnummern belegt ist. Die internen Rufnummern für die Belegtlampenanzeige garnicht erst genutzt wird und das Telefonbuch wie so häufig kaum genutzt wird und daher höchstens noch für kommende Rufauflösung dient.

    Ein Lancom oder eine Bintec Be.IP läuft einfach. U.a. durch den riesen Vorteil die Registrierung der Telefoniedienste im NAT Device (der Router) zu machen. Hiermit fallen etliche Probleme direkt hinten runter und tauchen garnicht erst auf. Einrichten einer Be.IP inkl. dem dazu passenden Gigaset DECT und zwei Mobilteilen in ca. 2h gemacht.

    Portierung des Anschlussblocks zu einem anderen Anbieter, der zuverlässig 1-3 Rufnummern mit 4 Kanälen versorgen kann ist nochmal ca. 20 Minuten Arbeit.

    Alles in allem, wäre die Lösung neuer Telefonanbieter und Micro TK Anlage in 3h, sogar über Fernwartung (sofern du 4-5- Stecker Stecken kannst) erledigt. Da braucht man idr. keine Ausschreibung, mehrere Hersteller, etc.

    Rückfrage zu deiner Position: Bist du Autoschrauber, Verkäufer oder Buchhalter?
     
  10. telthies

    telthies Urgestein

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    In der TK-Suite sollte das Alter aber nicht schwer herauszulesen sein - allerdings: ü7 Jahre und noch S0-Systels, da wird die Kiste die Amortisation von Nachrüstungen nicht mehr erleben, also nehmt eher eine neue, bei Zufriedenheit gerne wieder Agfeo.
    An einer Ausschreibung nähme da auch keiner Teil ;-)
     
  11. heute_neu

    heute_neu Beginner

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    Danke erst mal für die Antworten.
    Leider finde ich den Wortlaut von tobiasr etwas barsch. Ich weiss, das alles nur in der Freizeit passiert - da ich selbst in vielen Foren aktiv bin.
    Denn ich bin weder Schrauber noch Verkäufer oder Buchhalter. Ich bin Bürokaufmann und IT-Systemelektroniker der als kaufm. Mitarbeiter im Autohaus arbeitet. Nur habe ich hier Hilfe in der Frage Telefonanlage gesucht.

    In meinem Eingangspost habe ich drei Punkte aufgelistet, welche mein monentanes wissen überschreiten, da ich mit Telefonanlagen noch nicht so viel zu tun hatte.
    1. Punkt hat AGFEO nach einigen Tagen beantwortet (AS35 nicht über LAN-Modul aufrüstbar)
    2. Punkt - hier habe ich mich belesen - bin jedoch noch nicht viel weiter gekommen - AVM verweist nur auf die Bedienungsanleitungen - auch hier habe ich auf "Erfahrungen" aus der Gemeinschaft erhofft.
    3. Punkt - hier bin ich noch nicht weiter - bis auf das die AGFEO ES-Reihe aktuell ist.

    Sorry, dass ich nich auf alle Vorschläge eingegangen bin. Wir haben ein älteres Team, dass sich leider nicht so mit der Technik auseinandersetzten möchte. Daher sollte der Erhalt der Telefone und der bekannten TK-Suite vorn anstehen.
    Nach den Mitarbeitern: So wenig Änderungen wie möglich; nach dem Chef: so günstig und schnell wie möglich - und ich koste dem Unternehmen kein Geld, da ich eh hier arbeite.

    Für mich zählen nun noch die zwei verbliebenen Punkte -
    1. kennt jemand die Fritz-Box 7583 und kann dazu was sagen
    2. kennt sich jemand mit AGFEO aus - welche Anlage ist im LowBudget, kann die Verkabelung übernommen werden, können die vorhanden AGFEO ST40 S0 daran weiter betrieben werden.

    Sorry tobiasr, dass ich auf deine Vorschläge nicht eingegangen bin. Jedoch schließe ich diese beiden Geräte aus (ja, ich habe mir die angeschaut).

    Auch die 4 Sprachleitungen - wünscht der Chef so - war schon immer so, muss also so bleiben. :)

    LG
    Ralf
     
  12. retrofreak83

    retrofreak83 Regelmäßig anwesend

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    Hi,

    wenn schon dann würde ich den Schnitt machen und die Anlage auch "VoIP pur" betreiben. Wobei du mit dem Wunsch, "ISDN-esque" Endgeräte weiter zu betreiben, in Sachen Sprachqualität mangels HD-Voice nicht ganz so viel davon haben wirst.

    Ich schließe mich den "kritischen Nachfragen" der Mitschreiber hier insofern an, als dass ich Kunden auch anstrengend empfinde, die zwar einerseits sagen, sie wollen in die Zukunft investieren, aber es soll andererseits bitte alles so bleiben wie es ist, und kosten soll die Lösung bitte auch so wenig wie irgend möglich. Und das mit dem günstig (oder gar billig) und "der Chef will das aber so" sind dann die Totschlagargumente, mit denen jeder gut gemeinte Ratschlag von Leuten, die schon seit Jahren oder Jahrzehnten in der Branche tätig sind, abwürgen.

    Und dann bin ich irgendwann an dem Punkt, wo ich mich frage, was ich denn noch tun soll, wenn ich zwar einerseits um Hilfe gefragt werde, andererseits quasi jeder Ratschlag abgewürgt mit "Danke für den Tipp, aber so werden wir es nicht machen.".

    Anders herum gefragt: Wenn ein Kunde zu euch in die Werkstatt kommt und Hilfe bei etwas möchte, was aber schon im Grundansatz murks ist, helft ihr ihm dann trotzdem, auch wenn ihr wisst, dass das nicht das ist was der Kunde braucht und ihm mit etwas anderem mehr geholfen wäre, bloß weil "Der Kunde möchte das aber so?"

    Ich hoffe, meine Äußerungen kommen nicht harsch 'rüber, so sind sie nicht gemeint.

    Nun konkret zu deiner offenen Fragestellung:

    Die Fritzbox ist und bleibt ein Produkt für den Endverbraucher. Das ist die unmissverständliche Aussage des Herstellers selbst. Deswegen würde ich sie nie in den geschäftlichen Einsatz bringen.
    Du kannst die Fritzbox entweder als Mediagateway verwenden, was sie leidlich gut kann. Also Telefonnummern in der Box registrieren und per 2x S0 an die Agfeo. Jenachdem, wie die Agfeo intern arbeitet, baust du so unnötige Systemwechsel zwischen paketvermittelt und TDM ein, was generell Probleme bei der Sprachqualität macht (Echos, schwankende Latenzen in der Sprachübertragung (Jitter)).

    Alternativ kannst du die Fritzbox für etwas verwenden, wofür sie nicht gedacht ist, quasi als Session Border Controller. Du registrierst die Telefonnummern in der Box, bindest die Agfeo aber per IP an und legst dafür in der Fritzbox zusätzlich interne VoIP-Teilnehmer an. Aber Obacht: 1 Amtsgespräch belegt in der Fritzbox so 2 ihrer VoIP-Kanäle, von denen sie nicht viele hat. Das kann Probleme machen, weil die Agfeo denkt, sie redet mit dem Amt, spricht ja aber nur mit dem Vermittler Fritzbox. So etwas macht sehr gern Probleme bei Netzdiensten wie Rufweiterleitung.

    Möglichkeit drei ist, die Agfeo komplett hinter der Fritzbox zu betreiben und die Rufnummern entsprechend nur in der Agfeo zu registrieren. Hier kommt dann NAT zum Einsatz. Das kann funktionieren, aber es kann auch die tollsten Effekte haben, die, gerade im Zusammenspiel mit der Fritzbox, kaum zu debuggen oder zu beheben sind.
    Typische Symptome sind dann: Sprache funktioniert nur in eine Richtung oder gar nicht (nur die Signalisierung) und der sporadische Verlust der SIP-Registrierung.

    Möglichkeit vier wäre noch, für VoIP relevante Ports per Portforwarding auf die Agfeo durchzuleiten. Das ist aber wohl zwecklos, da die Fritzbox Port 5060 grundsätzlich für sich beansprucht, egal was man macht.

    Ich kenne Agfeo nur marginal, aber als Schuss ins blaue würde ich sagen, ist die ES 546 das was du haben willst. ST40 wird auf der Webseite nicht mehr gelistet, aber das ST42 sieht mir so aus als sei es dem 40 sehr ähnlich. Das gibts übrigens auch als IP-Endgerät (ST42IP).
     
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  13. retrofreak83

    retrofreak83 Regelmäßig anwesend

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    Noch ein kleiner Nachtrag zum Thema Kosten, ich habe mal wahllos Preise zusammengegooglet:
    Für "Wir wollen bei Agfeo bleiben":
    Agfeo ST42 S0/Up0: ca. 200€/Stk.
    Agfeo ES546: ca. 700 € (nötig wegen 4x a/b benötigt)
    Fritzbox 7583: ca. 380 €
    Also potentiell knapp 1400 €

    Die von tobiasr vorgeschlagene Be.IP plus kann nicht nur media gateway/SBC brauchbar, sondern bringt auch Telefonanlagen-Funktionen mit. Wenn wir dort einfach mal die günstigsten (IP-)Systemtelefone annehmen, sieht das ganze so aus:

    Bintec be.IP: ca. 300 €
    elmeg IP620 Telefon: ca. 150 €/Stk.
    Macht ca. 600 €, und du sparst dir sogar noch ein Gerät, das 24h am Tag in Betrieb ist.

    Der Fairness halber muss ich sagen, dass man hier natürlich noch ein mal nach der Verkabelung schauen muss, da die beiden Systels nun mit Ethernet statt S0 angefahren werden müssen. Allerdings haben die IP620 auch schon einen kleinen Switch eingebaut, können also den LAN-Port eines PCs o.ä. mit nutzen. Im besten Fall entstünden hier also tatsächlich keine zusätzlichen Kosten.

    Weiterer Vorteil, auch für euch und eure Kunden: HD-Telefonie wird möglich.


    Für mich nachwievor *das* Alleinstellungsmerkmal, warum man mit dem ganzen VoIP-Gedöns überhaupt anfangen sollte.

    Und für im günstigsten Falle 100 € ließe sich die be.IP noch um eine System-DECT-Zelle elmeg DECT150 erweiterrn. Vielleicht reicht die von der Abdeckung her schon für eure Räumlichkeiten. Ggf. kann man hier die vorhandenen Mobilteile erstmal als GAP anmelden und sie nach und nach durch Systemmobilteile ersetzen. Dann spart man hier auch nochmal, zumal es dann ein DECT-System für alle Mobilteile gibt und nicht mehrere Insel-DECT-Sender, die sich gegenseitig anstrahlen.
     
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  14. tobiasr

    tobiasr Urgestein

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    Wir haben dir alles gesagt, was wir aufgrund deiner sehr mangelhaften Beschreibung konnten. Wir wissen immer noch nicht wer der Telefon und Internetanbieter ist, welchen Internetanschluss, etc. ihr habt. Warum auf VoIP umgestellt werden soll und zu welchem Termin. Welche Optionen hat man das zu verhindern oder zu verschieben?

    Die beiden von mir erstgenannten Router sind prima Mediengateways, um die alte Anlage zu behalten (dein 1. Wunsch), man könnte mit ihnen aber auch die Agfeo ersetzen.

    Bei Verzicht auf das Belegtlampenfeld ist es bei manchen Baureihen sogar Möglich das ISDN-Systemtelefon, danach als nur Telefon weiterzuverwenden.

    Wenn du keinen der o.g. Router einsetzen willst, tue dir den Gefallen und verwende egal mit welcher IP TK-Anlage KEINE Fritzbox.

    Glaube uns bitte, dass analoge Dect Geräte an der Kombination Mediengateway (egal ob dein eigenes, vom Anbieter gestellt, o.ä.) und Weiterverwendung der alten ISDN TK-Anlage grundsätzlich schlechte Qualität mitbringen.

    Zu der Frage nach deiner Aufgabe in dem Laden: Soll ich jetzt 50 mögliche Lehrberufe aufführen, damit du dich in deinem Ego nicht verletzt fühlst, wenn ich umgangssprachliche Oberbegriffe verwende?

    Zum Thema: "Ich bin eh da und koste das Unternehmen nichts": Dieses Märchen mag ich nicht mehr hören. Im Normalfall ist ein solch komplexes Projekt interner Mitarbeiter tut Dinge, mit denen er sich nicht auskennt sogar teurer, als einen Externen zu beauftragen.

    Das ein Fachmann euch in ca. 3h umgestellt hat habe ich schon geschrieben. Du bist alleine schon mindestens eine Stunde mit diesem Forum und den Nachragen beschäftigt. Und weißt aktuell auch nur, dass die dir angebotene Hilfe überhaupt nicht zusagt.

    Wenn du unbedingt Agfeo willst, schreibe einen Agfeo Fachhändler in deiner Nähe mit MEHR Informationen an, als du uns bisher gegeben hast und der schickt dir schnell ein Angebot.

    PS: Ich möchte mein Auto nicht von euch repariert bekommen, wenn ihr schon mit der Verwendung eines etwas anderen Telefons überfordert seit, wie klappt das dann mit der hoch komplex gewordenen Autotechnik.
     
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  15. heute_neu

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    Vielen Dank retrofreak83 für die ausführliche Antwort.
    Meine Probleme sind nur folgende:
    ISDN wird ageschalten, Umstellung auf VoIP somit ein MUSS.
    von Chefseite darf es kaum was kosten, von Mitarbeiterseite soll sich nix ändern.

    Ich bin für alle Vorschläge sehr offen und lese auch Tips, welche mir hier in Antworten gegeben werden, nach - schaue nach Geräten welche vorgeschlagen werden.
    Solche mitgeteilten Erfahrungen sind Gold wert - damit gehts zum Chef - kann funktionieren aber muss nicht - wir müssen mehr investieren. Damit kann ich schon arbeiten - und im Zweifel eine Firma heranholen.

    Zur Fritz-Box noch ein kleiner Fakt nebenbei:

    Quelle Giga.de
    Zitat:
    Auf Anfrage von GIGA erklärte Hersteller AVM, dass es die FritzBox 7583 nur im Fachhandel und über Systemhäuser inklusive Beratung gäbe. Mit ihren zwei ISDN-S0-Anschlüssen richte sie sich vor allem an kleinere Unternehmen und Büros.
    Zitatende.

    Hier habe ich mich als "kleines Unternehmen" gesehen. Einfach gesagt: alte FritzBox ab, zwei ISDN zur Telefonalage (die jetzt von zwei NTBAs kommen) in die FritzBox, Rufnummern einrichten und los.
    Wenig Einsatz in Kosten und Zeit, übernahme der alten Analge inkl. Analogtelefone.
     
  16. tobiasr

    tobiasr Urgestein

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    Dann mach das so und such dir bei Problemen Hilfe beim Fachhändler, der allen Ernstes Betrieben eine Fritzbox verkauft.
     
  17. retrofreak83

    retrofreak83 Regelmäßig anwesend

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    Dann wäre es auch eine Möglichkeit, die Be.IP zu nehmen und erst mal als Mediagateway zu betreiben. Umschalten auf TK-Anlagen-Betrieb ist dann "nur" eine Konfigurationsfrage.
    Das wusste ich nicht, da konnte ich sogar noch etwas von dir lernen :)

    Ich kenne aber bereits einen älteren Versuch von AVM, im Geschäftskundenbereich Fuß zu fassen, das nannte sich AVM VoIP Gateway und war eine absolute Vollkatastrophe. Daher auch meine Zurückhaltung beim Einsatz dieser Produkte im GK-Bereich.

    Nachdem das schon viele Jahre inoffiziell ging, haben sie mittlerweile auch offiziell bei den "normalen" Fritzboxen ISDN-PtP freigegeben. Kann also sein, dass sie jetzt doch (noch)mal auch in den GK-Bereich wollen.

    Ein Vorteil von Geräten wie der Be.IP: Es gibt hier auch noch Fachhändler an die man sich wenden kann. Fritzbox ist etwas das einem jeder Elektriker aufstellt, da kann man vorher kaum abschätzen, ob man da jemanden vor sich hat, der auch weiß was zu tun ist wenn "Plug&Play" nicht ausreicht.
    Ich habe deiner Aussage "Ich arbeite eh hier, ich koste nichts" entnommen, dass du und/oder dein Chef dann kein Problem hat, wenn du dich als "Unkundiger" im Zweifel 3 Tage Vollzeit mit Mediagateway einrichten und Fehlersuche/-behebung und in Foren schreiben beschäftigst und ihr in dieser Zeit schlecht oder überhaupt nicht telefonieren könnt, statt dass man sich für 1-2h eine Fachkraft kommen lässt, die einem alles zielsicher korrekt einrichtet und danach für evtl. Rückfragen im direkten Zugriff ist.

    Dann würde ich an deiner Stelle eine gebrauchte be.IP o.ä. auf eBay ersteigern, man bekommt sie auch mal für unter 100 €, da kann man nochmal Geld sparen und fuchs' dich da ein, die 2 S0 an die Agfeo anzubinden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. März 2021
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  18. heute_neu

    heute_neu Beginner

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    Danke tobiasr und retrofreak83 für die nochmals sehr ausführlichen Antworten.
    Werde mir das am WE noch mal durch denk Kopf gehen lassen und am Montag mit meinem Chef sprechen.

    Vielen Dank allen Antwortenden.
     
  19. telthies

    telthies Urgestein

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    Fritz!Box 7583 habe ich nicht als "Frage" wahrgenommen, sondern als der Vollständigkeit halber aufgezähltes im Bestand befindliches Zeug und lebe damit, keine Erläuterung gelesen zu haben, was denn deren betriebliche Aufgabe sein soll. Aus meiner Sicht ist sie im Signalweg weder "Ist" noch "Soll" irgendwo benötigt oder sinnvoll, daher habe ich sie schlicht als "nutzlos gegebene Information" übergangen. Ich habe lediglich - Fritz!Boxen mit nur EINEM "FON S0" kennend - gestern abend mal in deren Bedienungsanleitung geschaut, aber des Rätsels Lösung dort nicht gefunden, wie dort EIN "FON S0" vierkanalig sein können soll. S0 ist eine Schnittstelle mit vier Drähten und zwei B-Kanälen (und normalerweise auch einem D-Kanal, aber den haben ja die Fritze nicht). Ich vermute also, daß man in diese Buchse wieder so eine AVM-spezifische Sonderpeitsche einstöpseln kann, die dann als Cable-Sharing-Y acht Kontakte auf zweimal vier Kontakte ausgibt. Aber das ist nur eine Vermutung - wie gesagt, wegen nicht erkannter / erläuterter Relevanz war mir diese Frage nicht wirklich wichtig.
    Wie schon gesagt, existieren diese vier Kanäle m.E. nur in der Phantasie des Chefs bzw. auf den Rechnungen, die er bekommt, nützen ihn aber nichts. Er wird in Wirklichkeit entweder zwei Kanäle zum Gebrauch und zwei Kanäle zum Ungenutztbezahlen haben, oder immerhin zwei Kanäle für die Telefonie und zwei Kanäle für das Fax. Sammelgeschaltete Mehrgeräteanschlüsse sind mir bislang nur mit der Einschränkung begegnet, daß sie dann nur eine einzige MSN haben - dann müßte Euer Fax allerdings eine Webfax-Nummer haben und garnicht am ISDN hängen.

    Im übrigen: eine Telefonanlage, die nur "nix kostet", wäre bereits viel zu teuer. Wenn sie kein Geld verdient, hat sie in einem Gewerbebetrieb nichts zu suchen.

    Die Frage nach der Weiterverwendung der ST40 wurde bereits mehrfach (abschlägig) beantwortet und darauf hingewiesen, daß man trotzdem so "umstellen" kann, daß die Mitarbeiter denken, man hätte die Apparate bloß mal sauber gemacht; die Rückfrage, wie diese Apparate überhaupt eingesetzt werden, blieb (wie gewohnt) offen.
     
  20. heute_neu

    heute_neu Beginner

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    Hallo thelthies,

    auch Danke für deine regen Antworten.

    Davon gehe ich mittlerweile auch aus. Die FritzBox ist auch nur wegen dem Mesh so interessant. Habe damit nur gute erfahrungen gemacht. WLAN im kompletten Autohaus ohne Unterbrechung. Wichtig für KFZ-Tester, welcher über WLAN kommuniziert.

    Wenn der Serviceleiter mit einem Kunden telefoniert - gleichzeitig der Verkäufer mit nem Interessenten - wir parallel ein Fax erhalten und ein weiterer Kunde mich auf meinem Apparat zwechs Terminvereinbarung erreicht - dann sind das für mich 4 Sprachkanäle - 4 Gespräche gleichzeitig.
    Wir haben momentan 2 ISDN-Anschlüsse (je zwei Sprachkanäle) und 6 MSN, welche in der AS35 verteilt werden. Inklusive Rufnummernplan, weiterleitung ect. Bitte korregier mich, wenn ich mich irre.

    Die zwei vorhandenen ST40 werden rege genutzt. Eins steht auf meinem Platz. Von hier kann ich ankommende Gespräche weiterverbinden, sehen, welche Apparate besetzt sind, makeln und rückfragen - per Kopfdruck. Auch das Einstellen einer Rufumleitung ist mit einem Tastendruck möglich.
    Daher kann ich nur sagen, die ST40 werden fast vollumfänglich genutzt.

    Ich werde wohl mit dem Chef vereinbaren, dass sich die Geschichte vor Ort eine Firma anschaut - Leider ist bei uns keine Ortsansässig. Also muss ich im näheren Umkreis schauen. Vielen Dank erst einmal an Euch.
     
  21. tobiasr

    tobiasr Urgestein

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    Wer nutzt das zweite ST40? Ist der genauso engstirnig wie du und kann den Apparat nicht wechseln?

    WLAN Mesh ist glaube ich das Unwort des Jahres 2020. So einen Blödsinn braucht kein Mensch. Professionelle WLAN Systeme können die notwendige Teilmenge die AVM neuerdings unter "Mesh" vertreibt schon seit über 15 Jahren.

    Wenn das WLAN "nur" für die WLAN Tester benötigt wird, ist also kein super schnelle AC oder AX WLAN notwendig. Sondern WLAN nach "n-Standard" reicht vollkommen aus.
    Das kann in Verbindung mit dem Accesspoint von Bintec auch die Be.IP so ansteuern, dass ein "Handover" möglich ist.

    Oder jedes x-beliebige andere Gerät (auch die bestehende Fritzbox degradiert zum WLAN Accesspoint), Geräte von Ubiqiti, Ruckus oder Cisco.

    Nachtrag: ein wesentlicher Vorteil von Agfeo ist einerseits der Menügeführte Anrufbeantworter (nutzt du den?) sowie im begrenzten Umfang die TK-Suite in Verbindung mit CTI. Wenn du das beides aber nicht/kaum nutzt und man es auch anders lösen kann, wäre das alles kein Grund für Agfeo.
     
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