Alcatel-CTI und MS-Terminalserver

Dieses Thema im Forum "Software und Schnittstellen" wurde erstellt von Koppelfeld, 16. Juli 2017.

  1. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Hallo,
    eine scheußlich schwierige Frage.
    Es gibt ja CTI-Anwendungen für neuere TK-Anlagen, welche typischerweise kompatibel sind Microsofts TAPI.
    Damit einhergehend scheint wohl zu gelten, "die funktionieren nicht im Zusammenhang mit einem Microsoft-'Terminalserver' mit mehr als einem User drauf". So erlebt mit einer "Oktopus" von der Telekom vor ca. 6 Jahren.

    Wie sieht das bei Alcatel aus?
    - gebraucht wird eine CTI-Suite, Anrufhistorie, Namensauflösung, Wählen aus "Outlook"
    - Bedienung der "Tapi"-Schnittstelle wäre schön, damit ein ERP-Sytem kompatibel ist
    - Besetzlampenfeld sollte abgebildet werden können
    - Rufannahme und verbinden per Mausklick wäre schön
    - es muß auf einem "Microsoft Terminal Server" laufen.

    Gibt es da etwas ? Wenn ja:
    - Wie wird das Produkt lizensiert ? Freie Installaution auf Microsoft, Installation von Lizenzen in der TK-Anlage ?
    - Was kostet es überschlagsmäßig pro Arbeitsplatz ?
    - Läuft das Ganze stabil ?
    - Benötigt man, wie bei Siemens, noch "Integrationsserver" zwischen TK-Anlage und "Terminalserver" ?
     
  2.  
  3. allesversucher

    allesversucher Regelmäßig anwesend

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    Hallo,

    also bei der Alcatel OXO bzw. der Octopus open gibt es da einen Tapitreiber für Terminalserver ( SPI for Microsoft TAPI 64-bit Server ).
    In der TKA muss nur die Lizenz CSTA-Server/Tapi-Server freigeschalten sein. Der Treiber ist Grundsätzlich frei.
    Der eigentliche Tapi-Server läuft auf der Anlage selber.

    Falls Lizenzkosten gespart werden muss, kann auch PIMphony direkt auf dem Terminalserver installiert werde . Es muss dann jeder User nochmal eine kleine Einrichtung durchklickern und kann vom Rechner aus wählen.
    Es hatt eine schöne Anrufliste und noch ein paar schöne Details wie Schnellwahltasten 50Stück und das wählen von markierten Rufnummern - was auch von Outlook genutzt werden müsste, eine direkt Schnittstelle gibt es da nicht.
    Mann kann aber mit einer Befehlsfolge Nummern übergeben die dann sofort gewählt werden - ist für Web-Applikationen ganz interessant. Rufannahme und verbinden ist natürlich per Mausklick möglich.

    Falls eine echte Tapi-Schnittstelle benötigt wird, wird besagte Lizenz benötigt. Wenn auf einem normalen PC gearbeitet wird, wird diese Lizenz nicht benötigt --> dort ist die Tapischnittstelle frei.
    Mit dieser Tapischnittstelle kann ich aber auch nur aus Outlook rauswählen --> alles andere muss eine andere Software übernehmen - ist halt nur die Schnittstelle zum Nummern wählen.
    Ich nutze da gerne - SmartCallMonitor - das kommend wie gehend auf der Tapischnittstelle horcht und auch Outlook unterstützt.
    Besetztlampenfeld ist auch machbar - Estos oder ähnliches.

    Alle Software ist frei verfügbar - die Lizenzen was wie wo genutzt werden darf kommt aus der Anlage !

    Gruß
     
  4. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Moin,
    Danke für die prompte und kompetente Auskunft.
    Die Freischaltung der Lizenz erfolgt auf Basis User, Nebenstelle oder "Anzahl 'Terminalserver'" ?

    Wir hatten da jetzt einen Fall, "Skype for Business" alias Lync alias "OCS Server", da wollten die Mickymäuse nicht nur die Nebenstelle lizensiert wissen, sondern den User. Und weil das Unternehmen im Dreischichtbetrieb arbeitet, sahnt man in Redmond auch 3fach ab.

    Super-Idee, kundenfreundlich gedacht. Aber es bedarf der "echten" TAPI, wegen des ERP-Sytems.


    Ich finde das Konzept bei Alcatel, "unsere Anlage bildet die Services selbst ab", gut und kundenfreundlich. Bei Siemens garnieren vier zusätzliche PCs eine "Hipath" wie einen Hecht.

    Zusätzliche Software auf einem Terminalserver -- da habe ich dann immer Angst, daß ich mir richtig Ärger eintrete, denn beispielsweise nach Installation eines "ESTOS Call Managers" funktionieren alle möglichen anderen Dinge auf der Krücke nicht mehr. Ganz böse wird es, wenn die Installation schon etwas in die Jahre gekommen ist.

    Deswegen ist die erste der von Dir genannten Alternativen die wirtschaftlich sinnvollste, zumal der Kunde bei Wechsel des "Terminalservers" nicht kostspielig neulizensieren muß.


    Was kostet das überschlagsmäßig für 20 User bei einer "Oktopus Open" ?
     
  5. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass sich das bei der Openscape Business deutlich gebessert hat. Das nackte Mainboard kann schonmal mehr, ansonsten stellt man sich einen sog. "Booster Server" hin, der UC-Gedöns für bis zu 500 Tln. macht, oder steckt ein Daughterboard auf das Mainboard und hat die gleiche Funktionalität wie der Booster Server für bis zu 150 Tln.

    Code:
                                    MB BC BS
    
    UC Smart                        x  x  x
    UC Suite                        –  x  x
    OpenScape Business TAPI         x  x  x
    CSTA für die Anbindung
    externer Applikationen          –  x  x
    Directory Service Connector ODS –  x  x
    OpenStage Gate View             –  x  x
    Application Launcher            x  x  x 
    
    MB=Mainboard, BC=Booster Card, BS=Booster Server
    
     
    telthies gefällt das.
  6. Koppelfeld

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    Und was ist mit Mailboxen, Faxserver, Vermittlungsplatz, Provisioning Server ?
    Alles noch schön mit einem bewährten "Server" aus dem Hause Mirosoft ?
    Und alles in JAVA geschrieben?
     
  7. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Das ist das was sich hinter dem "UC"-Kram versteckt.
    Der (optiClient Attendant) brauchte schon zu HiPath-Zeiten keinen Server.
    Der für die Grundfunktionen (Firmware verteilen, Konfig verteilen und ein bisschen mehr) sitzt direkt auf dem Mainboard.
    Nein, läuft alles auf Linux, ich meine OpenSuSE.
    Da muss ich passen.
     
  8. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Teufel, Teufel, tausend Teufel !
    Das war jetzt ein Witz, oder ...
     
  9. allesversucher

    allesversucher Regelmäßig anwesend

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    Es gibt nur noch Tapi ( CSTA bzw Tapi 2.1 ) - ja oder nein - .
    Wenn die Lizenz vorhanden ist können 200 Nst. unterstützt werden.
    Das ist irgendwann mal vereinfacht worden - vorher gab es auch 5er oder 10er Lizenzen.
    Der Preis könnte 600 Euro sein - Weltpreisliste. Jeder Alcatel-Partner hat da aber noch ein paar Möglichkeiten.
    Ich kann Dir ja mal den genauen Preis sagen wenn unser Vetrieb wieder im Hause ist.

    Du musst aber aufpassen falls die Anlage Rel.7 oder kleiner ist, kommt noch die Hochrüstung der Anlage auf das aktuelle Releas dazu.
    Wenn schon eine Power-CPU verbaut ist , ist die Anlage mindestens Rel.8.x - das auch noch erweitert werden kann.
    Auch ein Alcatel-Partner kann eine Octopus-Open erweitern es muss nicht immer die Telekom sein.

    Bloss noch so nebenbei - Mailbox ist auch schon komplett integriert für alle Tln - sogar mit verschicken der Aufzeichnungen per E-mail .
    Das wo sich Alcatel komplett heraushält ist der Faxserver - da muss Grundsätzlich ein externes Gerät hin ( meistens jetzt per Sip angebunden ).
    Oder aber die Billig-Variante - Fritte für einen Faxuser per ISDN. Ab und an wird das aber auch direkt über das Fax gemacht - sind ja meistens Kombigeräte mit Drucker/Scanner die dann das Fax per E-mail verschicken.

    Den - Provisioning Server - für nicht Alcatel-Telefone - kann die Kiste ab Rel10.x auch spielen -

    Gruß
     

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