Alcatel OmniPCX Office, mehrere Standorte Upgrade auf Alc. Business?

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von HansB, 22. Januar 2018.

  1. HansB

    HansB Beginner

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    Hallo zusammen, wir sind am überlegen unsere TK Systemlandschaft zu erneuern.
    Unser Problem: Wir haben mehrere Standorte u. die Mitarbeiter wechseln ab und zu zw. diesen Standorten und sollen telefonisch erreichbar sein.

    Kurzer Überblick:
    - Haupsitz (A) mit Alcatel Office Rel. 10 ca. 60 Dect Telefone und 40 Tischtelefone
    - Außenstelle (B) mit Alcatel Office Rel. 10 ca. 27 Dect Telefone und 5 Tischtelefone
    - Außenstelle (C) mit Alcatel Office Rel 10 - 3x Dect 1 Tischtelefon
    - Außentelle (D) keine TK Anlage aktuell ein Mitarbeiter, IP Tischapparat Weiterleitung Nomadic auf Handy
    - Außenstelle (E) keine TK Anlage aktuell ein Mitarbeiter, IP Tischapparat

    uns wurde nun die Aufrüstung auf Alcatel Enterprise angeboten. Hier wäre es möglich, dass der Mitarbeiter sein DECT Telefon mitnimmt und auch in den anderen Werken erreichbar ist. Was haltet ihr davon? Gibt es noch Alternativen? Es handelt sich um ca. 10 Mitarbeiter welche ab und zu das Werk wechseln. An Außenstelle D habe ich den Nomadic Modus aktiviert, welcher aber regelmäßig aussetzt, wenn kurz die Verbindung zur Anlage unterbrochen ist. Desweiteren müsste ich dann 10 Mobilfunkgeräte verwalten, Verträge machen etc. Jemand eine Idee? Die Anlagen sind alle gekauft u. nicht in Wartung.

    vielen Dank,
    MfG
     
  2.  
  3. allesversucher

    allesversucher Regelmäßig anwesend

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    Hallo,

    was soll heisen - ab und zu das Werk wechseln?
    Sind die Anlagen untereinander vernetzt ?

    Der Nomadic-Modus schaltet sich eigentlich nicht ab - Du meinst bestimmt diese APP - OpenTouch auf dem Handy .

    Die Aufrüstung auf das Enterprise-System wäre natürlich das beste - eine Zentrale -eine Lizenzverwaltung und die Konfiguration ist natürlich auch einfacher.
    Ist aber nicht mit der Office zu vergleichen ( CTI - Namenswahl am 4019 usw )

    Gruß
     
  4. telthies

    telthies Urgestein

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    Was ist denn die Motivation - doch wohl nicht nur wegen der zehn Nomaden ?
     
  5. HansB

    HansB Beginner

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    Hallo, danke für euer Feedback.
    mit "ab und zu das Werk wechseln" ist folgendes gemeint:
    Wir sind ein Fertigungsunternehmen, zum Teil ist die Fertigung auf mehrere Werke verteilt. Einige Mitarbeiter zum größten Teil die Meister pendeln also kurzzeitig zum etwas abklären etc. zwischen den Werken haben aber natürlich schon einen Hauptarbeitsplatz, dort ist bisher auch das DECT eingebucht. Jeder dieser Mitarbeiter soll für die Kundschaft und die Kollegen erreichbar sein, egal an welchem Werk er sich befindet (4 der Werke befinden sich Fussläufig in 3 min. Entfernung). Wir verwenden DECT Telefone, bisher keine WLAN Anbindung etc.
    Die Werke sind untereinander IP-seitig über ein VPN vernetzt. Die TK Anlagen A, B, C sind ip technisch auch vernetzt, hier sind die Kollegen schon über ihre Durchwahlnebenstelle erreichbar.

    Die Open Touch App haben wir nicht im Einsatz. über den Nomadic Modus habe ich bisher einen Mitarbeiter in Werk D angebunden. Hier ist ein IP Touch Gerät vorhanden. Dieser Mitarbeiter hat ein GSM GeschäftsHandy welches über die Nomadic Option mit dem IP Touch gekoppelt ist und parallel klingelt. Leider ist hier schon mehrfach die Konfig verloren gegangen. Dann muss ich immer den Nomadic Modus wieder eintragen und die Kopplung über die Mailbox vornehmen. Das finde ich vom handling umständlich, außerdem müsste ich für alle Mitarbeiter ein Geschäftshandy organisieren u. einen Handyvertrag. Hintergrundinfo: Wenn das Problem mit dem Nomadic Modus auftritt ist auch von den Client PCs, keine Verbindung mehr zur Pimphony möglich, die Managementverbindung geht nicht mehr, muss dann die Anlage ausschalten.

    Knackpunkt ist wirklich die Erreichbarkeit der Mitarbeiter. Sonst sind wir zufrieden mit der Anlage.

    Als Alternative habe ich auch schon einen Test mit einem IP Dect Sender gemacht. Hier müsste ich jedes Dect zwei mal einbuchen mit eigener Durchwahl, außerdem müssten wir alle Fertigungshallen u. Büros mit IP Dect Sendern ausrüsten. Hat mich nicht überzeugt...

    vielen Dank! Gruß
     
  6. allesversucher

    allesversucher Regelmäßig anwesend

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    Hallo,

    Wird die Nomadic-Funktion direkt auf dem IP-Tln ausgeführt oder gibt es dafür einen weiteren virtuellen Tln der die Rufumleitung zum Handy seperat macht !

    Den IP-Tln mit der Nomadic-Anbindung könntest du etwas anders anbinden - IP-Tln andere Rufnummer vergeben -> virtuellen Tln erstellen mit der eigentlichen Mitarbieternummer - an dieses virtuellen Tln hängst Du
    per Twinset den IP-Tln und zusätzlich den Nomadic. Mit dieser Einrichtung kann dir der IP-Tln wegbrechen ohne die Nomadic-Funtion zu stören.
    Damit hättest du auch das Problem geklärt , das wenn der IP-Tln mal weg wäre macht die Kiste ja eine Rufumleitung zur Mailbox - das macht sie dann nicht mehr weil der virtuelle davor steht !

    Soll die Erreichbarkeit ohne ein zutun der Mitarbeiter funktionieren oder wäre eine Rufumleitung auch OK ?
    Falls 2. wäre ja das anmelden des Mobilteiles an Anlage B und C als 2. und 3. Basis möglich --> der Mitarbeiter muss dann halt eine Rufumleitung zu der Nummer in der entsprechenden Anlage machen falls vergessen kann er
    auch die Rufumleitung aus der ferne aktivieren.

    IP-Dect wäre natürlich auch möglich -- Achtung die OXO kann nur 16 IP-Dectzellen. Du musst ja nicht unbedingt auf Anlage A das Dect tauschen - aber B und C mit Erweiterung auf D und E wären da denkbar.
    Natürlich musst du die betreffenden Mitarbeiter doppelt anmelden aber nur die die auch Mobil sein sollen.

    Gruß
     
  7. telthies

    telthies Urgestein

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    mal ganz blöd gefragt, wie sähe es denn mit Fixed Mobile Integration aus, also diese Nomaden betreffend ?
    Und, abgesehen vom jungen Release, wie alt ist die Anlage im Ganzen ?

    Geschäftshandy war gestern, das macht man nur für Die, die bislang garkein Handy hatten. Alle anderen kriegen einen steuerfreien Zuschuß von 30 Euro im Monat, um sich eine Flatrate leisten zu können.

    Keine gute Beratung kann so viel kosten, wie taugliches Zeug einfach rauszuschmeißen.

    das klingt nach Ostfriesenwitz. DECT bleibt DECT, ob die Kabelstrecke zwischen Anlage und Basis nun UP0 ist oder Ethernet. So oder so ist DECT die Funkstrecke zwischen dem Client "Mobilteil" und dem Proxy "Basis", die Verkabelung zwischen Proxy und Telefonieserver (Telefonanlage) schraubt da garnichts an der ganzen Sache.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Januar 2018
  8. allesversucher

    allesversucher Regelmäßig anwesend

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    Hallo,

    IP-Dect wäre in dem Fall aber der Problemlöser denn diese werden nicht an B ode C angebunden sondern direkt an A - somit sind die Dect-Tln in allen Werken direkt unter Ihrer Nummer auffindbar.
    Wie schon gesagt - es bräuchte nur B und C und evtl. auch D und E nachgerüstet werden . Leider fallen dann aber auch neue Lizenzgebühren an - dann ein IP-Dect-Tln ist andere Lizenz als ein Dect-Tln.
    Lieder gibt es da aber die Beschränkung mit max 16 IP-Dectzellen.
    Erst ab der OXO-Connect R2 gibt es Universal-Tln-Lizenzen ( 1x Tln egal ob analog,Dect,digital, IP oder sonstiges ).

    Gruß
     
    telthies gefällt das.
  9. Koppelfeld

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    ... mit einer ganz kleinen Ausnahme, und auf genau die kommt es hier an:
    Es gibt DECT-Systeme, die ihre Basisstationen sowohl "klassisch" über UP0 als auch über IP betreiben können.
    Nun ist die ARI, die Senderkennung also, festcodiert im DECT-Master. Gehe ich jetzt mit VPN ins Nachbarwerk und
    schließe dort zwei Dutzend Basisstationen an, dann senden die mit der gleichen ARI und schwupps, es ist genau das erreicht, was User HansB möchte.
    Die Idee war also in diesem Fall vom Ansatz her goldrichtig ! Man braucht am Telephon nichts umzustellen und ist wieder erreichbar, sobald man in den Bereich des Zweigwerks kommt. Wir nutzen das Feature gern und oft.

    Problem Nr. 1:
    Die Basisstationen im Zweigwerk müssen allerdings untereinander wiederum synchronisiert werden.
    Das ist nicht ganz trivial, die Funkschnittstelle wäre dabei die letzte Option, an die ich dächte.
    LAN-Sync ist eigentlich Pflicht. Und die braucht Infrastruktur.

    Problem Nr. 2:
    Das kann das DECT des Franzmanns nicht. Und Alcatel ist halt ein "geschlossenes" Universum. Wären sie clever, würden sie ein aktuelles, professionelles DECT-System integrieren, beispielsweise Spectralink. Wer die französische Philosophie kennt (ich meine jetzt weder Voltaire noch Foucault), der weiß: Das wird NIE passieren.

    Allerdings:
    Sosehr ich mich ja über jede abgelöste Alcatel-Anlage freue -- wenn die Anlagen zuverlässig ihren Dienst tun, dann würde ich nicht einen Betrag in der Größenordnung von 50.000,-- in die Hand nehmen, um eine zentrale TK-Anlage zu installieren.

    Anders sieht es aus, wenn bestimmte Dinge fehlen. Personensuch- und Rufanlage, Totmannschaltung z.B.:
    Einer unserer Kunden bekam vom Kreis Borken einen Zuschuß von 30.000,-- , weil er mit der neuen DECT-Anlage die Auflagen für Behindertenarbeitsplätze erfüllte und so auch, beispielsweise sonntags, Leute allein in der Firma arbeiten
    konnten. Da war dann die TK-Anlage gratis.
    Oder, ganz aktuell bei uns im Kundenkreis: Da möchte man unbedingt ein MES-System einführen und braucht sowieso eine ziemlich aufwendige, neue Hallenverkabelung. DA kann man dann eine neue TK-Anlage "nebenbei miterledigen".
    Es gäbe sicherlich auch Potential, sich die Telephonieanbindungen einmal anzuschauen: Im Zuge der ISDN-Umstellungen wüssen sowieso einige Verträge geändert werden, vielleicht kann man mit einem 'single breakout' am Hauptstandort eine Menge Geld sparen. Letzter Fall in der Kundschaft: Von 1.800,--/Monat auf 300,--/Monat.


    Schlußendlich: Die Idee des Threadstarters war grundsätzlich ausgesprochen pfiffig.
     
  10. HansB

    HansB Beginner

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    Mahlzeit zusammen :)
    also Nomadic ist bei einem Teilnehmer wie folgt eingerichtet: an der Nebenstelle wir die Mailbox angerufen, welche ein virtueller Teilnehmer mit Nomadic Option ist.
    Dann wird hier über das Mailbox Auswahlmenü die Weiterleitung auf das Handy eingetragen. Der Vorschlag mit Twinset wäre hier eine Verbesserung. danke

    Erreichbarkeit ohne Zutun des Mitarbeiters wäre natürlich besser, da es sonst sicher vergessen wird.
    Das Einbuchen auf der zweiten und dritten Basis wäre auch ziemlich umständlich u. wäre limitiert auf 3 Basen.
    Müsste ich 3 Nebenstellen für ein Gerät machen und jeweils vor Ort sein um es in die richtige Anlage einzubuchen, bei der Anzahl von Dect muss ich euch nicht sagen, wie oft ich ein Gerät tauschen muss weil es fallen gelassen wurde. Frage mich auch ob das stabil laufen würde.

    Der Test mit dem IP Dect Sender hat mich überhaupt nicht überzeugt. Die IP Dect Sender können nur "ALCATEL Dhcp". Da die Standorte über ein VPN angebunden sind mit anderem DHCPServer war es eine ärgerliche Sisyphusarbeit die benöitgen Optionen dafür zusammenzutragen, welche der andere DHCP Server bereitstellen muss (TFTP Adresse Bootfile etc). Generell finden sich nahezu keine Informationen im Netz über die Alcatel anlagen, speziell auch bezogen auf die Unterschiede zw. OXO und OXE. Vom IP Dect hatte ich eigentlich fast schon Abstand genommen. Zusätzlich müssten hier mehr IP Dect Geräte angeschlossen werden da die Abdeckung wohl geringer ist u. es müssten CAT Kabel zu den Sendern gezogen werden, da gibt es bisher nur Telefondraht.

    Was meinst du mit Fixed Mobile Integration? Handelt es sich hierbei um die Alcatel eigene APP für Smartphones, wäre das ein Versuch wert?
    Die erste Anlage am Hauptstandort ist ca. 13 Jahre alte, eine 2 Jahre, die andere ca. 7 Jahre.

    @Alf Kopperfeld meinst du wir müssen dann nicht doppelt einbuchen, wenn die DECT Pari nummer stimmt? Diese kann man für den IP Dect Sender definieren.
    Dann müsste es aber doch auch an den anderen Standorten mit den zwei Analgen möglich sein, den gleichen DECT Code zu verwenden? Verstehe ich nicht wie du das meinst.
    Schließlich geschieht die Einbuchung des Endgerätes ja auf einer spez. Anlage bisher.

    vielen Dank, MfG
     
  11. telthies

    telthies Urgestein

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    Nun ja, bei dreizehn Jahren fängt sogar mich zu jucken an, ob man da nicht mal wieder etwas Neues planen sollte. Wie alt ist denn da die Konfiguration (also nicht das Release, sondern der "Kundendatensatz") ?

    Die Nomanden betreffend, gleich deren Handies zu Endgeräten der Anlage zu machen. Quasi Home Offices im GSM.

    Da habe ich mich bei Alcatel schon 2001 drüber geärgert, daß die die Robustgehäuse durch Mädchenkram ersetzt hatten. Aber heutzutage, in Zeiten der 3D-Drucker, sollten maßgeschneiderte Gummirahmen doch keine große Sache für einen pfiffigen Azubi sein (?)
     
  12. Koppelfeld

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    Widerspruch, muß er nicht, das Zauberwort heißt "DHCPrelay". Das müssen allerdings die VPN-Router können.
    Ich habe das gerade einmal recherchiert. ALCATEL benutzt IP so wie UP0. Das ist doof, weil man so einfach um die neuen Möglichkeiten betrogen wird. In diesem Falle: Es wäre der einfache und logische Weg, einen gemeinsamen DECT - Server herzunehmen, welchen sich
    die drei (oder mehr) Anlagen teilen. Das ist überhaupt kein Problem, denn der DECT-Server verhält sich gegenüber dem Netz so wie ein Bündel unabhängiger IP-Telephone - jedes DECT-Mobilteil repräsentiert eines. Theoretisch könntest Du 250 Mobilteile an 250 beliebigen IP-Accounts oder TK-Anlagen registrieren.
    Also: Gemeinsamer DECT-Server mit SIP-Interface an einem Standort, die Basisstationen sind qua VPN und DHCPRELAY verbunden.
    Der Mitarbeiter am Standort A kann jetzt B und C besuchen, wobei er natürlich nichts an seinem Telephon tun muß, jedoch immer unter seiner Nummer in Standort A erreichbar ist. Und wenn ihr in Kathmandu ein VPN einrichtet, dann kann er sein Mobilteil nach Kathmandu mitnehmen.
    Kinderleicht, also.
    Nur wären offene Schnittstellen bei den Froschschenkelfressern NICHT DENKBAR. Die haben seinerzeit ja extra die SCART-Buchse erfunden, um europäische und japanische Konkurrenz fernzuhalten. Oder wenn ich an SECAM denke ("System Extremely Contrary to the American Mode"). IP und Alcatel, das sind Antipoden. IP steht für offene Systeme, Alcatel für Protektionismus.

    Ja. Ich bade gerade meine Hände darin. Hotelanlage, bestehend aus fünf Haupt- und zwei Nebenhäusern. Einige Vertragsunternehmen nutzen NUR den DECT-Teil der zentralen TK-Anlage, während sie über eigene Anlagen bzw. Accounts telephonieren. Die müssen aber trotzdem überall erreichbar sein.

    Es wäre durchaus möglich, an eine ALCATEL eine beinahe unbegrenzte Anzahl DECT-Telephone über einen vernünftigen DECT-Server anzuschließen, beispielweise einen Spectralink. Bloß da wird ALCATEL jede Menge Wegelagerergebühren nehmen für den Anschluß jeden einzelnen Gerätes.

    Meine Empfehlung daher:
    Lebe mit der Unzulänglichkeit oder wirf' Alcatel komplett 'raus -- aber kaufe bloß keine IP-"Technologie" von denen, dann kommst Du vom Regen in die Traufe.
    Und *schwupp* sind wir bei Investitionen in nicht unerheblicher Höhe.
     
  13. HansB

    HansB Beginner

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    Hallo zusammen, die Konfig wir nach Bedarf ständig erweitert.Probleme damit haben wir bisher nicht.

    Noch ein Wort zu den Endgeräten: Wir sind ein Fertigungsunternehmen u. a. mit größerer Logistikabteilung u. Produktionshalle (z.T. auch Headsets im Einsatz). Also im Gegensatz zum Büro sind hier viel mehr Defekte zu verzeichnen. Wobei ich die Alcatel Mobile Geräte bei uns überhaupt nicht gut ankommen, Knackpunkt: Die katastrophale Menüführung, das Design u. vor allem das fehlende Telefonbuch an den Mobilteilen (ja es gibt ein zentrales auf der Anlage u. 10 Kurzwahlen, ist aber totaler Mist) Deshalb haben wir eigentlich nur Gigaset bzw. Unify im Einsatz. Das Menü ist seit 15 Jahren gleich bescheiden, um es freundlich zu sagen.

    @telthies wie könnte man GSM Telefone besser einbinden? Nur über den Nomadic modus wie du es oben beschrieben hast oder gibt es noch eine andere Möglichkeit diese parallel klingeln zu lassen?
    Wäre MyIC Mobile APP eine Option? Geht das auch ohne VPN am Handy? Läuft das denn stabil? Habe ich auch meine Zweifel

    Nur weil die Anlage 13 Jahre alt ist am Hauptsitz möchte ich nicht unbedingt etwas ändern, läuft ja stabil u. wir waren bisher zufrieden :)
    u. ob die neue Ip Technik dann auch 13 Jahre so stabil läuft wage ich zu bezweifeln.
    kürzlich hatten wir schon Probleme mit der internen Telefonie (natürlich IP) über unsere Telekom Business Line mit 10 Mbit, trotz QOS für VOIP u. resevierter Bandbreite. ICh bin der Meinung nichts geht über klassiche Telefonkabel das läuft am stabilsten, Ip hat eben nicht nur Vorteile.....

    Wie gesagt gibt es nahezu Null Infos im Netz zur Alcatel Welt. Sollen wohl alles die Händler bzw. Alcatel selbst mit service abdecken.
    Die Umrüstung auf OXE von OXO hätte ansonsten keine Nachteile? Das Management/Konfig der Anlage ist vergleichbar? Kann das dann auch selbst durchgeführt werden?
     
  14. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Wer redet denn hier von IP?
    Eine ANSTÄNDIGER DECT-Server wird seine Basisstationen über UP0 bedienen. Perfekt zu synchronisieren, Stromversorung inklu, 2.000 Meter Kabellänge möglich. Sie sollte es aber, für den Fall abgesetzter Werke, auch mit IP können. Vor allem sollte eine Synchronisation über LAN möglich sein. Und man muß Cluster damit bauen können.
    Und wie Du schreibst: Es müssen vor allen Dingen robuste und ergonomische Endgeräte her, MIT lokalem Telephonbuch.
     
  15. telthies

    telthies Urgestein

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    Nun ja, da muß ich sagen: entweder man setzt Fremdmobilteile (Gigaset an Alcatel = DECT-GAP) ein, oder man meckert über dämliche Menus. Die Zeit heilt viel, aber keine Fehlkonfigurationen. Mein Beruf besteht in "erst fragen, dann planen" - der Preis- bzw. Leistungsmerkmalvergleich ist eigentlich nur der Tusch zum Salto.

    Nomadic Mode ist wohl eher ein Marketigname - keine Ahnung, wie das genau geht, das habe ich nicht im Feld stehen. Fixed Mobile Integration meine ich so, daß die Handies unmittelbar als Teilnehmer der Anlage angesprochen werden, nicht parallel gerufen.
     
  16. tobiasr

    tobiasr Urgestein

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    Du schreibt, dass zwei der Werke in unmittelbare Nähe sind. Besteht denn vielleicht die Möglichkeit, irgendwie zumindest für die DECT Sender Kupfer (und gleichzeitig vielleicht auch Glasfaser für das Netzwerk - über Kabelgebundenes Netzwerk könnte man auch Basen Synchronisieren) zu legen?

    Dann könnte das DECT zentralverwaltet und synchron arbeiten. Und für die weiter entfernten Standorte dann nicht synchronisierte IP-Basen.
     
  17. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Aber doch nicht mit unterschiedlichen ALCATEL. Da kommst Du an Spectralink nicht vorbei, denn meines Wissens nur deren Server können sich ja nach Handgerät auf unterschiedlichen TK-Anlagen registrieren.

    Kupfer durch die Walachei -- das gibt nur Ärger (Blitzschutz, Behörden, Potentialverschleppung).

    Wir haben alles durch. Mit GSM und "mobile extension" klappt es nicht -- das weiß keiner besser als wir beide, Du erinnerst Dich an den Horror-Reinfall. An- und Umbauten mit Xtreme McGyvering werden nach kürzester Zeit richtig teuer.

    Es gäbe noch eine Möglichkeit:
    Wenn ich höre, "großes Lager, viel Logistik", dann ist meistens auch eine vernünftige WLAN-Infrastruktur am Start.
    Also reichlich Access Points und natürlich dann auch gemanaged.

    Dann nämlich könnte man den "Nomaden" WLAN - Telephone geben und auf der ALCATEL registrieren. Mit einem Routingtrick könnte man sogar das VoIP-WLAN im "Stammwerk" mit den VoIP-WLANs in der Nachbarschaft 'bridgen'.

    Jedoch: WLAN (also Halbduplex und und kein ordentliches Handover) und VoIP, das ist nicht so die Traumehe.
     
  18. HansB

    HansB Beginner

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    Hallo, mit IP war gemeint, dass die TK Anlagen der Standorte über IP vernetzt sind für die interne Telefonie zw. den Nebenstellen.
    Habe mal google angeworfen, finde aber überhaupt keine Infos zur Fixed Mobile Integration... hat vlt. jemand einen Link für mich?

    Plan für ein Werk ist tatsächlich die Anbindung über Glasfaser und Kupfer für die Dect Sender. Geht aber für die anderen Werke leider nicht. Wäre natürlich die beste Lösung.
    Alf was meinst du genau mit GSM Integration mobile Extension geht nicht? Kann ich also auch vergessen?
    "ordentliches Handover" ist Pflicht da die Leute natürlich ständig auf Achse sind bei uns. Auch hier geht nichts über das klassiche Dect ;-)

    Hat jemand eine Enterprise Anlage im Einsatz u. kann darüber berichten? Wie zuverlässig buchen sich die Dect Geräte wieder ein wenn jemand zw. den Standorten pendelt?
     
  19. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Glasfaser ist natürlich prima, aber das mit dem Kupfer würde ich mir sehr gut überlegen. Zusammen mit der Zutat "Photovoltaikanlage" (und passender Länge des Kupferkabels) hat ein Kunde in Salzwedel einen prima Mittelwellensender gebaut, 1600 KHz und 200 Meter freie Leitungslänge -- das paßte perfekt, bei einem mittleren Effektivstrom von 6,3 A über die Schirmung.
    Die Mobiltelephone sind schneller im A***** als man gucken kann, nach jeder Betriebsfeier allein sind typischerweise zehn Stück "fällig". Besonders Staplerfahrer sind da nicht zimperlich. Die USB-Ladestecker sind regelmäßig defekt, wo rohe Kräfte sinnlos walten. Wasserabweisend sind die auch nicht.
    Das Schlimmste aber: a) dauert die Verbindung laaaaaaaaaaange. b) brauchst Du fürs 'rauswählen so eine "App". Die läuft aber nur auf bestimmten Telephonen - und Du weißt, wie kurz heute der Lebenszyklus eines "Handies" ist. c) kostet Dich das externe Kanäle. d) ist das "Management" der SIM-Karten ein häßlicher Aufwand. Naja, und 120 Euro pro Jahr und Telephon für die Karten sind auch nicht wenig. e) kosten diese "Mobile Extension" nochmal satt Kohle beim Anlagenbauer.

    Nicht ganz. "IP" und "klassisch" spannen ja so ein Emotions-Minenfeld auf. Wenn wir es aber nachrichten- und elektrotechnisch betrachten:

    DECT, das sind drei Funktionalitäten die entweder "klassisch" oder mit "IP" geregelt werden können.
    1.) Synchronisation der Sender untereinander:
    Du hast ja "nur" zehn Kanäle, also wird ein Kanal etwa 100 mal pro Sekunde in kleine Stücke gehackt. Ein solcher Zyklus beginnt mit einem Synchronisationssignal und hält Daten für 24 Verbindungen, 12 kommende und 12 gehende. Wenn Du telephonierst, weist Dir der Server einen "Slot" zu, beispielsweise Nummer vier. Dann synchronisiert Dein Telephon mit der Basis, "überspringt" drei Datenslots und sendet/empfängt nur im vierten Slot. Im Ergebnis kannst Du pro Kanal 12 gleichzeitige Gespräche führen, 120 gleichzeitig insgesamt pro System. Damit Dein Telephon aber nicht anderen, benachbarten Stationen in die Slots "'reingrätscht", müssen die Sendestationen untereinander absolut synchron arbeiten. Leider sind die im "Startrek-Universum" bekannten Cochrane-Gleichungen noch nicht gefunden, und die Lichtgeschwindigkeit kann auch schon einmal unerfreulich langsam sein.
    Ein Kilometer Entfernung sorgt für 3.333 Nanosekunden Versatz. Das reicht nicht, Du mußt auf knapp unter 500 Nanosekunden Synchronizitätsstreuung kommen.
    Um das zu erreichen, gibt es drei Verfahren:
    a) "Klassisch" über Kabel.
    Es gibt nix besseres. Der Server ermittelt das längste Kabel zu einer Sendestation und verzögert alle anderen Stationen entsprechend.
    b) Über die Funkschnittstelle.
    Der hinterletzte Scheißdreck. Das kannst Du machen in einer Werbeagentur, wenn Du eine Basis zentral installieren kannst und sich alle anderen an dieser orientieren. Aber wehe, wenn Du "Synchronisationsketten" einrichten mußt, sprich A synchronisiert B und B synchronisiert C .... Da reicht ein Wetterumschwung oder ein einfahrender LKW und das Kartenhaus fällt in sich zusammen. Für Industrie: UNGEEIGNET.
    Kommt dazu: Du brauchst die doppelte bis dreifache Anzahl an Sendestationen -- denn die müssen sich ja funktechnisch "sehen" können ! Autonom synchronisierende Stationen dagegen können mit dem doppelten Funkradius voneinander entfernt aufgestellt werden, sodaß ein Mobilteil im Grenzbereich umschalten kann.
    Wer in der Industrie so eine Scheiße empfiehlt (und da gibt es viele), gehört enteiert. Sowas muß aus dem Genpool.
    c)
    Über LAN. Ist anspruchsvoll und teuer. Normalerweise ist es blühender Blödsinn, im LAN "Voice" zu priorisieren, denn jedes SIP-Gerät hat einen "Dejitter Buffer", welcher Unterbrecheungen von etwa 50 ms leicht auffängt. Wenn Du aber eine RTT von 50 ms im LAN hast, dann kannst Du dich gleich einäschern. ABER für PTPv2 ('precise time protocol v2') braucht Du eine Priorisierung, um Jitter zwischen den Stationen zu verhindern. Gleichzeitig nützt ein einfacher Uplink nichts, und sei er auch einer mit 10 GBit/s. Du brauchst eine "Überholspur", um kleine, schnelle Pakete "dazwischenzuquetschen". Also sind aggregierte Links, idealerweise mit LACP, im LAN Pflicht. PTP arbeitet über Multicast, die Switche müssen also auch noch IGMP können und über einen zentralen "IGMP Querier" verfügen, damit nicht alle Deine unbeteiligten Switches mit Broadcasts geflutet werden.
    Zuguterletzt mußt Du dafür sorgen, daß die PTP-Frames (und nur die!) in der am höchsten priorisierten Qutput Queue landen.
    Und eher friert die Hölle ein, als daß so ein Telephon-Fuzzi das auf die Kette kriegt.

    2. Transport der Signale zum DECT-Server
    Klassische Verkabelung überbrückt leicht 2 Kilometer, nutzt die Kapazität des DECT-Protokolls aber nur zu einem Drittel aus:
    Nur vier gleichzeitige Gespräche sind möglich, bei einem ordentlichen System können aber wenigstens weitere signalisiert werden.
    Das meiste ist das nicht, Pfuschfirmen liefern gern "Achtkanal-Stationen" aus, aber das sind in Wirklichkeit zwei "Vierer" in einem Gehäuse. Das hat gravierende Nachteile.
    Stromversorgung für die Basen ist "inklu".
    Mit IP "packst" Du leicht 12 gleichzeitige Gespräche, aber halt nur über max. 100 Meter und die Stromversorgung erfordert teure Switches oder PoE-Injektoren.

    3. Anschluß an die TK-Anlage
    Auch hier kann man über ein Bündel Analogleitungen (in Eurem Falle könnte das sogar eine Anternative sein) oder über IP die Verbindung zwischen DECT-Server und TK-Anlage herstellen.
    IP hat den knackigen Vorteil, daß Du _mehrere_ Anlagen mit einem DECT-Server bedienen kannst. Zusätzlich muß der DECT-Server auch noch "Clustering" beherrschen, damit er den unterschiedlichen Arealen zwar die gleiche ARI, aber unterschiedliche Synchronisationszentren zuweisen kann.

    Mit einem ordentlichen DECT-System, ordentlich installiert: Fast sofort und zuverlässig.

    Du kannst Dir gern einen ähnlich gelagerten Fall (fünf Zentren, jeweils fußläufig voneinander entfernt) einmal live angucken, ich würde Dir dann ein Meßhandy in die Hand geben und Du könntest ausprobieren. In welcher Region seid Ihr angesiedelt ?
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Januar 2018
  20. allesversucher

    allesversucher Regelmäßig anwesend

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    Hallo,

    Das Dect-IP-System bei Alcatel ,syncronisiert sich selbständig über die Funkschnittstelle.
    Muss demzufolge enger gesetzt werden als das bisherige Dect !
    Eine Syncronisierung über LAN ist nicht möglich.
    Kupfer wäre schon nicht schlecht - damit könntest du die Dectzellen direkt an der ersten Anlage anbinden und evtl. auch die paar anderen Tln.

    Leider gibt es keine Möglichkeit mit der jetzigen Installation das anmelden der Handys zu vereinfachen - Du musst definitv die Handy's , bei Austausch, immer an jeder Anlage anmelden.
    Man könnte zwar dieselbe PARK nutzen aber die IPUI aus dem Handy muss in die Anlage rein und das geht nur mit dem anmelden das Handys.

    Bei der DECT-IP Installation muss nicht zwingend der DHCP-Server aus der Anlage genutzt werden - wir habe einen Kunden der hat sich das selber zusammengebastelt.
    Nur kann man dann den Support-Service von Alcatel nicht mehr zu rate ziehen wenn mal etwas nicht passt.

    Wie schon gesagt - die Lösung wäre --> Enterprise <-. Die Umbuchung der Handys geht auch Problemlos.

    Der sogenannte Nomadic-User oder Fixed-Mobile bzw GSM-Integration ist nur ein interner Tln wo das Handy mitklingelt bzw das Handy sich an diesem Tln ( virtuell oder auch ein echtes Tischtelefon ) anmeldet .

    Gruß
     
  21. Koppelfeld

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    ... und ist natürlich extrem störanfällig, wenn aufgrund der Geländetopologie "Synchronisationsketten" gebildet werden müssen.
    Nicht so schnell aufgeben ! Wie schon erwähnt: DHCP-RELAY!
    Du sagst dem Router am entfernten Standort, "Anfragen für xx:xx:xx:xx:xx:xx bitte weiterleiten an IP.der.TK.Anlage".
    Der macht dann aus dem DHCP-Broadcast einen (routingfähigen) Unicast gegen die Alcatel. Der sollte beantwortet werden und geht auf dem gleichen Weg retour. Sollte der Franzmann das tatsächlich spitzkriegen, kannst Du immer noch im Router der Zentrale den Unicast wieder zum Broadcast machen. Dann aber brauchst Du noch ein Proxy-ARP auf dem gleichen Router, damit der Rückweg ermöglicht wird ===> übelster Pfusch, hinterletzter Murks. Ist aber wirklich unnötig, selbst ein ALCATEL-DHCP-Server hört sowohl auf Broadcasts als auch auf Unicasts.

    Und wieviele Lizenzen mußt Du da wieder neukaufen ?