Ersatz für Eumex 5000 gesucht

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von TVS, 26. Juli 2017.

  1. TVS

    TVS Beginner

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    Hallo,
    bei einem meiner Kunden ist nach einem Gewitter ein TAE-Port der älteren o.a.ISDN-Anlage ausgefallen.
    Nun suche ich ein neues Ersatzgerät für 4 analoge Endgeräte.

    Derzeitige Konfiguration:
    Speedport 921 als Router, Switch und WLAN-access point, die Eumex am S0-Port des Speedports.

    Die neue TK-Anlage muss einen internen S0-Anschluss zum Anschluss an den Router und min. 4 analoge a/b Ports für Endgeräte besitzen und wahlweise Anschlussmöglichkeiten für TAE-Stecker und a/b Klemm-, Schraub- oder LSA-Anschlüsse besitzen.

    Was solte ich meinem Kunden am besten anbieten?
    Ich habe mal die Auerswald COMpact 3000 ISDN ins Auge gefasst.
    Aber vieleicht haben die TK-Experten hier andere oder bessere Vorschläge was hier am sinnvollsten ist.

    Gruß Uwe
     
  2.  
  3. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Es gäbe einen ganzen Haufen Möglichkeiten, das in schön zu machen, wie auch die Installation in die Zukunft zu bringen.
    Wenn die ausdrückliche Anforderung ist, einfach nur die vorhandenen analogen Telefone weiter betreiben zu können und wenn praktisch keine Leistungsmerkmale gewünscht sind, geht die Auerswald.

    Hat der Kd. schon SIP? Der Router legt dies nahe.
    Dann nimm doch gleich eine Amts-SIP-fähige Auerswald und spare dir den Weg über den Router. Das würde auch dazu führen, dass Leitungsausfälle da erkannt werden können wo es sinnvoll ist, nämlich in der TK-Anlage.

    Außerdem würde ich mir überlegen, wie sinnvoll es ist, noch auf die COMpact 3000 zu setzen. Die gehört mittlerweile zu den ältesten Anlagen im Portfolio, und ein Modell aus dieser Reihe, nämlich die 3000 VoIP, haben sie schon aus dem Programm genommen. Ich behaupte mal vorsichtig, dass die recht junge COMpact 4000 als Nachfolger der 3000 anzusehen ist. Ob noch ein direkter Nachfolger zur 3000 geplant ist, kann hier vielleicht jemand sagen, der im engeren Kontakt mit dem Auerswald-Vertrieb steht.
     
  4. TVS

    TVS Beginner

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    Hallo retrofreak83,
    Danke für die Antwort.
    Ich denke, die Compact4000 ist hier etwas überdimensioniert.
    Sie bietet auch keine TEA-Buchsen, soweit ich dies aus den Online-Dokomentationen erkennen kann.
    Da die vorhandene Anlage im Büro installiert ist und Telefon, AB und Fax dort direkt angeschlossen sind, müsste ich hier noch zuzätzliche TAE-Dosen unter dem Schreibtisch neben der neuen Anlage installieren.
     
  5. John

    John Schon ein paar Mal da gewesen

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    Hallo. Ich weiß nicht ob es geschäftlich oder vielleicht ein Bekannter ist bei dem man das Telefon wieder zum laufen bringen soll.
    Man könnte auch eine Anlage gebraucht kaufen. Die gibt es ab 10€. Da bleibt alles beim alten und hat immer noch Zeit für etwas neiues in Ruhe zu nachzudenken.
    Du brauchst an Deiner Anlage keinen internen S0. An dem Router steckt der externe S0. Ich glaub die Eumex 5000 hat auch keinen internen S0.
     
  6. TVS

    TVS Beginner

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    Hallo John,

    da hast Du recht.
    Ich hatte mich verschrieben, ich meinte einen externen S0-Bus als Port zum vorhandenen Router.

    Eine gebrauchte Anlage kann ich nicht anbieten, da ich als selbstständiger Informationselektroniker-Meister und Fachinformatiker gewerblich arbeite.

    Da der Kunde behauptet, dass der Ausfall durch einem Gewitter entstanden ist (es gab einige Tage vor dem Kundenanruf tatsächlich einige ortsnahe Überspannungsschäden in der Nachbarschaft), musste ich ein Angebot bzw. KVA für die Versicherung erstellen.
    Für mich ist es allerdings nicht nachvollziebar, wie eine Überspannung durch Gewitter nur den einen TAE-Ausgangs-Port der Eumex zu einem Gigaset-Endgerät zerschossen haben kann, ohne dass Router, Gigaset usw. beschädigt sind!?

    Ich habe vorerst den defekten TAE-Port deaktiviert, zwei Endgeräte, die sowieso auf die selbe MSN konfiguriert waren zusammengelegt und die alte Eumex entsprechend neu konfiguriert.
    Der Kunde (ein kleiner landwirtschaftlicher Betrieb) muss nun vorerst klären ob eine Kostenübernahme durch die Vesicherung anerkannt wird.

    Das Speedport bietet zur Not ja auch noch 2 TAE-Anschlüsse, die z.Z. nicht genutzt werden.
     
  7. telthies

    telthies Urgestein

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    Man hört ja oft, daß das Abitur heute nichts mehr vom alten Niveau hätte, aber nun auch der Meisterbrief ?
     
  8. John

    John Schon ein paar Mal da gewesen

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    Hallo. Wenn es rein geschäftlich mit Versicherungsfall ist fällt natürlich die Option gebrauchte Anlage aus.
    Wenn an dem Port nur Dein Gigaset direkt an der Anlage gesteckt war wäre es für mich auch etwas komisch. Wenn aber Kabel zur TAE und vielleicht zum Wecker oder Anschaltrelais angeschlossen ist ist es schon gut möglich.
    Die Überspannung kam dann halt nicht über das Stromnetz oder die Amtsleitung in die Anlage.sondern durch Beeinflussung über die Nebenstellenleitung. Für den Port hat es gereicht. Das Gigaset hatte Glück.
     
  9. TVS

    TVS Beginner

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    Hallo telthies,
    ist dies Dein Niveau um auf Anfragen hier im Forum zu antworten?
    Dann will ich die anderen 8094 Beiträge von Dir erst gar nicht lesen!

    Ich habe in über 40 Jahren Berufspraxis in der Fernseh-, IT- und Telekommunikationstechnik wahrscheinlich schon mehr Überspannunsschäden bearbeitet und Geräteschäden teilweise mit Gutachten und Fotos etc. für Versicherungen dokomentiert, als Du je gesehen hast!

    Die Überspannungsschäden von TK-Anlagen, Routern usw. bei Gewitter werden i.d.R. durch die sogenannte Schrittspannung bei Blitzeinschlägen und unterschiedliche Erdung der EVUs bzw. Hauserdung (wenn vorhanden) und der Erdung des TK-Netzes verusacht.
    Dieser Spannungsimpuls zerstört i.d.R. PSUs (Power Supply Unit) und Eingangsports der Anlagen.
    Hier ist aber ein Ausgangsport der Anlage defekt, und das angeschossene Gigaset ist, durch das schutzisolierte Steckernetzteil bedingt, galvanisch erdungsfrei und nicht defekt, was einen Überschlag des Spannungsimpulses ausschließt!

    @John
    Mein Kunde kommt voererst mit meiner o.a. Lösung aus.
    Ich habe eine Rechnung und einen KVA für die Auerswald COMpact 3000 ISDN erstellt.
    Inwieweit die Versicherung bereit ist die Kosten für eine neue Anlage zu übernehmen, muss der Kunde selbst abklären.

    Bei ähnlichen Schäden, die 200€ überschreiten, beauftragt die Versicherung oft einen Sachverständigen (meist Kollegen aus der Region, die diese Gutachachten nebengewerblich erstellen).
    Dieser kann dann ggf. ein eigenes Gutachten erstellen.
    Ich überlasse das dem Kunden und der Versicherung was geschehen soll.

    Gruß Uwe
     
  10. telthies

    telthies Urgestein

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    ... und über all´ die konkrete Praxis die physikalischen Grundlagen vergessen ?
    Eine Überspannung sucht sich ihren kürzesten Weg. Offensichtlich war das in der Schaltung derjenige zu diesem Port. Die Schaltungen der einzelnen Gattungen von Schnittstellen sind ja unterschiedlich aufgebaut. Die betroffene Portgattung war wohl das schwächste Glied, einer von ihnen war der nächsterreichbare, und ein Teil seiner Schaltung hat die Energie schon so gut absorbiert - letal für dieses Bauteil selbst, aber offenbar erfolgreich zum Schutz der anderen. Eine Überspannung muß eben nicht immer den Königsbauern wegputzen. Und wie Du schon ganz richtig festgestellt hast, kann sie auf verschiedenen Wegen hereinkommen. Auch daraus varriert ein bißchen, was wann genau kaputt geht. Mir reichen dafür 26 Jahre Praxis, nur in der TK, von RFT habe ich keine Ahnung.

    [niveauloser Beitrag Nr. 8.096]
     
  11. TVS

    TVS Beginner

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    Die physikalischen Grundlagen habe ich mit Sicherheit nicht vergessen, zumal ich vor meiner eigenen Betriebsgründung, als angestellter im Bereich professioneller Videotechnik selbst komplette Baugruppen und Geräte für Spezialanwendungen entwickelt und gebaut habe, wo ESD- und Überspannungsschutz besonders wichtig war.

    Wohin?
    Ich hatte hier bereits einen Beitrag geschrieben um dies zu erläutern, der aber nicht mehr existiert....
    Also noch einmal:
    Die Überspannung bei einen Blitzeinschlag entsteht durch die sogenannte Schrittspannung, d.h. ein Spannungsgefälle zwischen zwei Erdungspunkten.
    Die elektrische Anlage eines Hauses wird i.d.R. durch einen Banderder unter dem Haus geerdet.
    Die TK-Leitungen ist i.d.R. nicht an der Potentialschiene angeschlossen, sondern außerhalb geerdet.
    Dadurch entsteht bei einem Blitzeinschlag ein Spannungsgefälle zwischen Netzerde und Telefonleitung in TK-Anlagen, wodurch diese bei Gewitter wesentlich häufiger zerstört werden als andere elektonische Geräte.

    An dem defekten (Ausgangs-!) Port der Anlage war in diesem Fall aber nur ein Gigaset-Telefon über 3m Leitung angeschlossen, das über ein schutzisoliertes Steckernetzteil, und damit nicht
    geerdet.
    Die TK-Leitungen ist i.d.R. nicht an der Potentialschiene angeschlossen, sondern außerhalb geerdet.
    Dadurch entsteht bei einem Blitzeinschlag ein Spannungsgefälle zwischen Netzerde und Telefonleitung in TK-Anlagen, wodurch diese bei Gewitter wesentlich häufiger zerstört werden als andere elektonische Geräte.

    An dem defekten (Ausgangs-!) Port der Anlage war in diesem Fall aber nur ein Gigaset-Telefon über 3m Leitung angeschlossen, das über ein schutzisoliertes Steckernetzteil, und damit nicht mit dem Hauserder verbunden, also potentialfrei!
    Der Spannungsimpuls hätte zuerst den Wandlertrafo im Steckernetzteil sowie einige Komponenten im Gigeset durchschlagen und danit zerstören müssen, bevor er den TAE-Port erreicht.

    Man kann ja unterschiedliche Meinungen haben, auch unterschiedliche Theorien, sofern man diese erklären kann, aber bitte ohne persönliche Abwertungen.
    Der Meisterbrief ist nicht einfach zu erhalten, die Durchfallquote lag in meinem Kurs bei ca. 70%.

    RFT- TK- und alle IT- Berufe wachsen seit Jahren zusammen.
    Alle TV-Geräte haben heute einen Internetanschluss und die Telefonie ohne IP (ISDN etc.) bereits abgekündigt.
    Aus diesem Grund habe ich bereits vor 12 Jahren auch noch den Abschluss als Fachinformatiker erworben.
     
  12. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Dass TK und IT zusammenwachsen, hat man schon vor über 20 Jahren propagiert. In der Praxis sehe ich davon bis dato wenig, in der überwiegenden Anzahl der Installationen, die ich so kenne, gibts "den Teleföner" und "den ITler", und der eine hält sich aus dem Bereich des anderen weitestgehend raus. Und das ist meist auch gut so, gerade in letzter Zeit habe ich von Telefönern wieder ein paar haarsträubende Aussagen mitbekommen, die grundlegendste IT-Kenntnisse vermissen lassen und wo man sich fragt, wie sie es überhaupt schaffen, eine Fritzbox fehlerfrei einzurichten.
    Umgekehrt gibts genug ITler, die bei der Telefonie ein sehr eingeschränktes Sichtfeld haben. Da gabs nicht erst einen Fall, wo mir stolz eine "moderne Telefonanlage" vorgeführt wurde, bei der man stolz so überragend innovative Funktionen "Vermitteln" und "Rückfrage" präsentiert hat.
     
    telthies gefällt das.

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