Fünfer BMW Motorempfehlung gesucht

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von telthies, 4. Januar 2016.

  1. telthies

    telthies Urgestein

    Beiträge:
    8.200
    Zustimmungen:
    211
    Ich habe vor ein paar Tagen hier https://www.xing.com/communities/posts/5er-motorempfehlung-vertriebsaussendienst-50-60-tkm-pa-gesucht-1010660620?comment=33850889 die Frage in die Runde geworfen, welche Motorisierung für 5er BMW zu empfehlen wäre. Es geht um Vertriebsaußendienstler, wobei für die "Normalsterblichen" die Balance zwischen "Fahrer kann zügig unterwegs sein" und "Sesselpupsers Rechnung stimmt auch" beim 3er m.E. beim 20d gegeben ist. Davon ausgehend suche ich ein vergleichbar agiles Aggregat für die Gebietsleiter mit 5ern, bei etwa 50 bis 60 tkm p.A..

    Ich bin aus zweierlei Gründen dabei etwas unsicher: zum Einen bin ich der Marke lange Zeit abtrünnig gewesen, ich bin eben evangelisch (Mercedes). Und zum Anderen stamme ich kulturell aus einer Zeit, wo man eine Motorenpalette über den Hubraum "aufgefächert" hat. Bei BMW gibt es allerdings aktuell nur noch anderthalb Motoren, nämlich den halben Liter im Vierer- oder Sechserpack; das Leistungsprofil wird über Steuerung und Nebenaggregate differenziert, also grob gesagt mit wieviel Gramm Turbo man nachwürzt, Ventilkinematik und dergleichen.

    Ich fasse mal meine Ursprungsfrage und ihre Ergänzungen zusammen:

    Ich schaue mich gerade nach Fahrzeugen für einen Vertriebsaußendienst um. Mehrheitlich werden es Tourings sein. Beim 3er denke ich mit 20d eine passende Wahl zu treffen. Betreffend der 5er bin ich unschlüssig, was da die passende Economy-Motorisierung wäre, die sich nicht als "zu geizig für das schwerere Auto" blamiert. Dazu hätte ich gerne Meinungen von Benutzern und Fuhrparkmanagern.

    E1) Ich bin deshalb etwas unsicher, weil ich sowohl schon mit kleinsten Motoren mancher Modelle die Erfahrung gemacht habe, daß sie völlig ausreichten; aber zweitens auch mit z.B. einem agilen Motor im 190er das Gefühl hatte, derselbe in der E-Klasse fahre sich ein bißchen behäbig; und drittens auch schon Fahrspaßgewinn bei nicht spürbar höherem Praxisverbrauch hatte, wenn ich den größeren zweier "benachbarter" Motoren vorzog. Insbesondere letzteres läßt mich "befürchten", mir auch den umgekehrten Effekt einhandeln zu können, daß ein unwesentlich verbrauchsgünstigeres Maschinchen eine "lahme Ente" sein könne. Und nicht zuletzt passiert es auch bei eigentlich ganz ordentlichen Herstellern schon´mal, daß von zwei im Prospekt scheinbar nahezu "doppelt vorhandenen" Motoren der eine ein Geheimtip ist und der andere ein Steuerketten- oder Turboladerfresser, und der Unterschied im Prospekt sind wie gesagt ein Schnapsglas Hubraum und zehn oder 15 PS.

    An eine Zylinderzahl-Prinzipentscheidung dachte ich dabei weniger. Meine private Fahrermeinung tendiert zwar klar zum Säuseln, ich ziehe den Sechszylinder sowohl dem Vier- als auch dem Achtzylinder vor. Als Kaufmann lasse ich die Emotion für mich aber außen vor. Die Emotion der Benutzer hat da schon einen anderen Stellenwert, die sehe ich als kleinen, aber feinen Teil des "Arbeitsklimas", gerade wenn der Fahrersitz ein wesentlicher Teil des Arbeitsplatzes ist. Aber sonst: da zählen für mich Fakten, wie ein günstiges Verhältnis von Verbrauch zu Durchzugskraft, und Haltbarkeit und viel Gebrauch zwischen den Wartungen, bei Haltedauern von drei oder vier Jahren (sprich: etwa 200 tkm bis zur Ausflottung).


    E2) Danke für die Hinweise auf Aspekte, die ich noch nicht erwähnt hatte:
    Fahrerbezogene Fahrzeugbeschaffung ist nicht beabsichtigt - nicht zuletzt, um unterschiedliche Jahresfahrleistungen durch Fahrzeugtausch ausgleichen zu können.

    Auch soll es keine Alternative "größerer Motor statt größerer Karosserie" geben, "Dreier oder Fünfer" bildet die Karriereleiter auf dem Parkplatz ab; innerhalb des Modells soll das Nummernschild das einzige unterschiedliche Teil sein.

    Ich suche daher für beide Modelle einen "Standard", mit dem die Benutzer keine mitleidigen Hänseleien von Vertrieblern anderer Unternehmen erleiden, aber auch kein Naserümpfen über ihren "Luxus" aus Controllersicht. Wie gesagt, für den 3er ist die Balance dieser beiden Wünsche m.E. beim 20d hergestellt; nur mit welchem Maschinchen der 5er dazu vergleichbar agil ausgestattet wäre, da bin ich noch unsicher.


    E3) Der 5er alleine muss keine Steigerung für den Mitarbeiter sein, der sich aus dem Mehrplatz oder dem Prestige des grösseren Modells nichts macht,

    da haben Sie gewiß Recht, für den Benutzer selber ist der größere Motor wohl ein attraktiveres Statussymbol als die größere Karosse. Was das Unterstreichen der Leitfigur-Position innerhalb der Mannschaft anbelangt, da könnte man auch ein M-Paket oder dergleichen nehmen, Leder und Panoramadach oder soetwas. Der Kunde sieht den größeren Motor aber nicht, da läßt sich das "Mehr" an Rang / Konditionenkompetenz des Gebietsleiters eher duch die größere Karosse "zeigen".

    Nun bin ich auch hier ´mal auf Meinungen gespannt.
     
  2.  
  3. reini5555

    reini5555 Urgestein

    Beiträge:
    1.751
    Zustimmungen:
    51
    Beim Fünfer dürfte die Vernunftsentscheidung beim 525D mit Sportautomatik liegen, ich habe letztes Jahr auf zwar wieder einen 320 D Touring geholt, aber mit dem 525D geliebäugelt.
    Richtig Spass macht der 530D, aber eben mit mehr Verbrauch und real kaum nutzbar.
     
  4. telthies

    telthies Urgestein

    Beiträge:
    8.200
    Zustimmungen:
    211
    was ist denn die "Sportautomatik" ?

    da Du dabei mit der größeren Karosse auch den größeren Motor vergleichst: teilst Du meine Einschätzung, daß man bei den Vergleichen erst bei etwa gleichem Leistungsgewicht auf "gleiche Augenhöhe" kommen kann ?

    Heißt "letztes Jahr" noch "alter" 525 (Sechszylinder), und hast Du beide Motorengenerationen gefahren (in der aktuellen Palette sind ja parallel die Generationen B und N) ?

    Da Du ja glaube ich schon eine ganze Weile BMW-Erfahrung hast: wie siehst Du die BMW-Motoren im Vergleich zwischen der früheren Philosophie, das Leistungsspektrum über den Parameter Hubraum aufzufächern, ggü. der heutigen Philosophie, mit Turbos verschiedener Geschmacksrichtungen unterschiedliche Leistungen aus den selben Hubräumen zu holen ?
     
  5. reini5555

    reini5555 Urgestein

    Beiträge:
    1.751
    Zustimmungen:
    51
    Über I Drive einstellbare Schaltzeiten, usw. Echt der Hammer, hat mein 320d auch, von Opafahrstil bis F1 Feeling ist alles dabei.
    Ja genau, der 2.0D Motor welcher im dreier für ausreichende Fahrleistungen sorgt, wäre bei dem Mehrgewicht wohl überfordert, gut der Händler hatte nur damals den 530D und den 525D für Probefahrten auf dem Hof.
    Es war der 218 PS Motor im 525D verbaut, Laufruhe echt super, das Auto lässt so gut wie keine Wünsche offen. Einzig halt der Preis, mit Induvidual Ausstattung bist Du schnell bei 70 tsd €, also für mich als privates Auto hat sich das da schon mal eher erledigt, denn Sparausstattung wollte ich keine, aus dem Grund wurde es der 320d mit 190 PS, welcher in Topspeed auch die 250 schafft und in der Regel immer unter 5 l Verbrauch auch real bleibt.
    1994 habe ich den ersten BMW gekauft, ein Jahreswagen E34 525 i, also Benziner, der Motor war wie eine Turbine, und ging recht gut, danach den Nachfolger E39 523i ein Flopp hoch drei, lief bei weiten nicht so gut und den hatte ich nur kurze Zeit, der Händler machte mir für den Umstieg auf den E39 530i ein gutes Angebot. Der 530i war mit seinen 231 PS dann wieder vom Motor her ordentlich, aber hatte halt seine typischen Macken, was mich dann auch zum Abstieg auf einen Audi A4 brachte. Allerdings war der A 4 B7 mit dem 200 PS Turbo dann wirklich ein Griff in die Klosschüssel, der machte einen beim Tanken arm, ich dachte ich will ein sparsames Auto, weit gefehlt, für das was der gesoffen hatte, könnte man einen Porsche fahren.
    So kam dann eben der erste Diesel ein 320 D Touring (E 91) als Gebrauchtwagen Baujahr 2009 an Land, und ich war begeistert, ein Vierzylinder der im Leerlauf rauh gelaufen war, aber Sportlich ohne Ende, und erstmals wirklich ein Verbrauch welcher sich sehen lies. Mit den 184 PS stand der 320d dem 530i in den Fahrleistungen schon nichts groß nach, die hochgelobten Audis in der Firma mit 170 PS brauchten mehr, und waren Krücken dagegen. Der E91 war damals ein Neuwagen und ich hätte ihn nicht verkauft, aber das Angebot war so top, 15 tsd drauf gelegt und ich bekam wieder einen neuen, nach 6 Jahren und 120 tsd km. Der jetzige Dieselmotor ist schon wie ein Benziner von der Laufkultur, von der Leistungsentfaltung selbst von unten heraus, meint man dank der Turboabstimmung von Werk ab, man fährt keinen kleinen 2 l Diesel, sondern vermutet, da ist mehr Hubraum dahinter, und sparsamer den je.

    Eigentlich egal ob dreier oder fünfer, die Verarbeitung ist bei BMW immer top, da mein alter E91 sah noch aus wie neu, es knarrt nichts, keine außerplanmäßigen Reparaturen, vor allem zeigte der Boardcomputer bei 120 tsd km noch für den Partikelfilter eine Restlebensdauer von 230 tsd km an. Das hat mich mehr als verwundert, beim Opel meiner Frau, musste der Filter schon bei 90 tsd km gewechselt werden!
    Jedoch wichtig beim Neukauf, Keyless entry, eine Ausstattung welche sich wirklich bezahlt macht, die elektrischen Komfortsitze (meine Frau sagt Massagesitze) sind nett, aber die würde ich nicht mehr nehmen.
     

Diese Seite empfehlen