Ich bitte um Hilfe bei Anschaffung einer VoIP-Anlage für Handwerksbetrieb

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von kongootto, 19. September 2016.

  1. kongootto

    kongootto Beginner

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    Liebe VoIP-Spezialisten

    da ich jetzt schon einige Threads durchgelesen habe meine ich hier richtig zu sein.
    Ich möchte in meinem Betrieb eine VoIP-Telefonanlage installieren lassen.

    Zur Zeit haben wir Internet von KabelD mit 100mbit. Das soll auch so bleiben.
    Zum Telefonieren sind wir bei der DT mit einem ISDN/DSL 6000 Call Comfort Universal Tarif.

    Wir haben 2 Büros und 4 Werkstätten im einem Stockwerk. Die Yealink Hardware gefällt mir sehr gut.

    In Büro 1 sollen 2 x SIP-T46G, 2 x Softphones (Win 7) und 2 x Headsets Jabra 9740.
    In Büro 2 sollen 1 x SIP-T46G, 1 x Softphone (Win 7) und 1 x Headset Plantronics CS540
    In Werkstatt 1 soll 2 x SIP-T41P.
    In Werkstatt 2 soll 1 x SIP-T46G und 2 x Softphone (Win10) mit 2 schnurgebundenen Headsets.
    In Werkstatt 3 soll 1 x SIPT41P
    In Werkstatt 4 soll SIP-T41P
    Ich möchte 1 Iphone und ca. 10 Androids mit der Anlage verbinden.
    UC wäre mir sehr wichtig. Präsenzanzeige usw.

    Bei der VoIP-Anlage , des Anschlusses und des Providers würde ich mir gerne von euch helfen lassen.

    Ich bedanke mich schon mal im voraus und wünsche euch eine schöne Woche !

    Kongootto
     
  2.  
  3. telthies

    telthies Urgestein

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    Antw:Ich bitte um Hilfe bei Anschaffung einer VoIP-Anlage für Handwerksbetrieb

    Na, das Zeug das Dir vorschwebt, ist ja schon´mal ganz ordentlich. Bis auf Windows und die Idee, Geräte mit häufig wechselnden Virenpartnern ;-) einzubinden, gefällt mir die Zusammenstellung gut.

    Ergänzt ist sie schnell, um die Deutsche Telefon Standard AG als Provider bzw. Rufnummernhost. Als Zubringer würde ich dann die KD-Leitung und für den Fall der Ausfälle auch das T-DSL behalten.

    Eine "Zentrale" für das Telefonzeug findest Du in passender Qualität bei Yealink (Yeastar, ebenfalls über Tiptel), Lancom oder auch bintec/elmeg.

    Unified Communication ist in der Praxis nicht so ausgereift interoperierend wie man es gerne hätte, insbesondere die Zuverlässigkeit der Besetztstatusanzeigen quer durch mehrere Netze und Applikationen hat noch Potential.

    Was heißt denn "Werkstätten" im Hinblick auf "Umgebungsbedingungen", was werkelt Ihr ?
    Im Hinblick auf vernetzte Maschinen würde ich bedenken, daß die Telefonmodelle mit dem "P" statt "G" nicht Gigabit switchen.
     
  4. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Antw:Ich bitte um Hilfe bei Anschaffung einer VoIP-Anlage für Handwerksbetrieb

    Das ist auch eine erstklassige Wahl.

    Den würde ich kündigen und die Rufnummer zu einem seriösen VoIP - Anbieter migrieren - ISDN wird sowieso abgeschafft.

    Du hast die Angelegenheit ja gut beschrieben - die Yealink-Hardware ist besser als ihr Ruf.

    Ich würde immer über die Verkabelung vor Ort gucken wollen und wissen, welches Handwerk Ihr ausübt.

    Denn die "Kostentreiber" sind Switche (die sinnvollerweise über Stromversorgung für die Telephone verfügen), Router etc..
    Das ist bei einem KFz-Betrieb wichtiger als bei einem Schreiner.

    Türsprechstellen, Notruf, Aufzug vorhanden?
    NC-Maschinen? EC-Geräte, Faxe?
    Analogsprechstellen?
    VPN / Außenliegende Nebenstellen?
    Daß Mobiltelephone zu integrieren sind, hattest Du ja schon angedeutet.

    Wichtig ist, daß die TK-Anlage die Yealink-Hardware 100%ig unterstützt, sprich, vollautomatisch "aus der Schachtel" mit aktueller Firmware versorgt und konfiguriert.

    Genau so wichtig ist, leider, die kompetente Beratung vor Ort. Denn es gilt, die Welten "Telephonie" und "Netzwerk/EDV" zu verheiraten.

    Deswegen auch meine vorsichtige Frage nach Eurem Standort.
     
  5. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Antw:Ich bitte um Hilfe bei Anschaffung einer VoIP-Anlage für Handwerksbetrieb

    Mit einer ordentlichen TK-Anlage, die die Netze sinnvoll trennt, ist das kein Problem.

    Dann wieder das Heckmeck mit der Telephonnummer. Wäre mir zu stressig. Kündigen und gleich 'nen Router mit Mobilfunk-Backup nehmen. Wenn verfügbar.

    Nicht unbedingt empfehlenswert, vor allem die Yealink. Die müßte nämlich mit dem SIPConnect 1.1 der Deutschen Telephon klarkommen.

    Da muß ich ganz energisch widersprechen, die Xtelsio - Software ist robust, flexibel und preiswert.


    Ich empfehle auf jeden Fall noch einen Fax-zu-Mail - Server und ein Mailrelay. Eine richtige TK-Anlage kann sowas.
     
  6. kongootto

    kongootto Beginner

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    Antw:Ich bitte um Hilfe bei Anschaffung einer VoIP-Anlage für Handwerksbetrieb

    Erstmal vielen Dank für die schnellen Antworten ! Daumen hoch !


    Das Internet würde ich gerne komplett vom Telefonkram trennen


    Wir sind ein Dentallabor in Würzburg und in den Werkstätten ist es doch manchmal staubig und laut.

    Also anstatt 41P die 42G ?
     
  7. kongootto

    kongootto Beginner

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    Antw:Ich bitte um Hilfe bei Anschaffung einer VoIP-Anlage für Handwerksbetrieb




    Oder bei Telekom bleiben und einen anderen seriösen SIP-Provider nehmen ?

    Zur Zeit haben nur Büro 1 und 2 Gigabit-LAN . Die anderen Abteilungen muss ich noch mit Cat6 vernetzen. Handwerk: Zahntechnik

    Netgear PoE Switches in die Werkstätten ?


    Türsprechanlage , Türöffner und Notruf sollten mit dabei sein.

    Würzburg
     
  8. kongootto

    kongootto Beginner

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    Antw:Ich bitte um Hilfe bei Anschaffung einer VoIP-Anlage für Handwerksbetrieb

    Die IT-Fuzzis vor Ort verkaufen Unify bzw. Swyx. Günstig schaut anders aus.

    Was haltet ihr von MobyDick als Anlage ?

    Die Ixtelsio läuft zusätzlich (getrennt) zur TK-Anlage ?

    Fax2Mail ist wichtig ! Was macht das Mailrelay ?
     
  9. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Antw:Ich bitte um Hilfe bei Anschaffung einer VoIP-Anlage für Handwerksbetrieb

    Das ist schwierig, weil es sich schließlich um "Internettelephonie" handelt.

    Man könnte ja folgendes empfehlen:
    Als Router zum Beispiel einen LANCOM 1781VA, an dem Du ein Kabelmodem, ISDN, ADSL und, für die Zeit nach ISDN, VDSL2/ADSL in Verbindung mit dem Telekom-IP-Anschluß verwenden kannst. Und alles in sehr guter Qualität.
    Dann könntest Du den "Surf-Traffic" über Kabel Deutschland führen und den Telephonverkehr über iSDN oder "All-IP". Zu den gleichen Kosten wie bisher.
    Das hat aber drei sperrige Haken:
    a) Der Telekom-IP-Anschluß ist, verglichen mit ISDN, sehr unzuverlässig.
    b) Du kannst, aufgrund der böswilligen Implementierung der Telekom, weder Mobilfunk noch Kabel Deutschland als Backup benutzen.
    c) Ein Pendant zum "Anlagenanschluß" unter VoIP gibt es bei der Telekom gar nicht, er war angekündigt für die diesjährige CeBIT, man konnte ihn auch schon bestellen -- aber mittlerweise ist er vom Vertrieb zurückgezogen. Das wird noch dauern, und ich empfehle von unfreiwilligen Betatests Abstand zu nehmen.
    ISDN mittelfristig zu behalten ist mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Option. Selbst, wenn es noch für viele Jahre zur Verfügung stünde: Die "Umwandlung" von synchroner zu asynchroner Übertragung ist nicht problemlos und nie perfekt. Das mutet jetzt ein bißchen schräg an, weil es sich in beiden Fällen und digitale Übertragung handelt, es ist aber so. Haben wir hier auch schon sehr umfangreich diskutiert.


    Nicht nur der Moderator, sondern auch wir haben gute bis sehr gute Erfahrungen mit der Telephonie über Kabel Deutschland gemacht. Wenn Du partout "trennen" möchtest, dann würde ich, Verfügbarkeit vorausgesetzt, zusätzlich von Vodafone einen DSL-Anschluß mit SIP-Account bestellen, die Rufnummer portieren lassen und Telekom kündigen. Denn Vodafone beherrscht VoIP bereits seit gut 10 Jahren. Ein solches Gespann kommt an die Zuverlässigkeit von ISDN heran.

    Dabei muß man natürlich aufpassen, daß die Telephonate auf Telekom-Mobiltelephone nicht zu teuer werden.

    Es ist also nicht einfach.


    Weia. Aberwitzig hohe Drehzahlen, feinster Staub - wenigstens nicht elektrisch leitfähig und auch nicht ferromagnetisch oder ätzend ?
    Da würde ich mir doch überlegen, in der Werkstatt DECT einzusetzen, zum Beispiel
    http://www.spectralink.com/products/dect/handsets/spectralink-7622
    Da hast Du viele Funktionen eines Systemapparates, und Du hast länger Freude daran.
    Der feine Staub dringt bei normalen Tischgeräten auch unterhalb der Moosgummimatten ein und darunter leidet die Tastatur.
    Keins von beiden. Denn die switchen gar nicht, die bridgen. D.h., das kleine Kernelchen muß die Pakete für den PC-Anschluß durchschleusen. Dafür ist es nicht gemacht. Auch wenn ein "Gigabit-Anschluß" beworben wird, muß man den ja noch lange nicht saturieren können ...
    Ab T46 bekommst Du einen "richtigen" VLAN-fähigen Switch, der im übrigen auch einen Neustart des Telephons "überdauert".
    Ich würde mir dennoch sehr genau überlegen, ob ich Maschinen hinter ein Telephon klemmen würde. Ich habe da die Vision von einem zusätzlichen Kabel.

    Oder eben einem DECT-Telephon. Das braucht gar kein Netzwerkkabel.
     
  10. JackC

    JackC Beginner

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    Antw:Ich bitte um Hilfe bei Anschaffung einer VoIP-Anlage für Handwerksbetrieb

    Mit diesen Geräten kann ich 3CX als Anlage empfehlen.
    DT kann man da als SIP Trunk gleich anbinden oder empfehlenswert wäre auch Peoplefone Trunk.

    Die Anlage beinhaltet alles was der Herz begehrt zum kleinen Preis. Man muss nur entscheiden wieviel gleichzeitige Telefongespräche maximal geführt werden sollen.
    Installiert wird unter Windows.

    Präsenzanzeige und Anbindung von externen IP-Telefonen sowie Smartphones - All inclusive.
    Es können auch kinderleicht mehrere Standorte angebunden werden.

    Von Mobydick würde ich eher Abstand nehmen. Hat hier und da starke Defizite.
     
  11. Koppelfeld

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    Antw:Ich bitte um Hilfe bei Anschaffung einer VoIP-Anlage für Handwerksbetrieb

    Gut, daß Du das noch erwähnst.
    Das ist die schmerzfreieste Lösung, bloß bietet die Telekom ja kein "DSL Solo" und sitzt dann wie eine Glucke auf Eurer Rufnummer.
    Bitte aber vorab um die Information, ob Ihr jetzt einen Anlagenanschluß (mit Stammnummer und Rufnummernblock) oder einen oder mehrere "Mehrgeräteanschlüsse" habt.

    ... oder DECT einsetzen.

    Das hören Händler nicht gern, aber ich empfehle trotzdem gern gebrauchte Profigeräte, zum Beispiel HP ProCurve 3500yl PoE. Statt eines nagelneuen Fiesta nähm' ich immer lieber einen 535 i. Vor allem, wenn der HP noch über 10 Jahre Restgarantie hat. Traditionell pflegt HP seine Firmware mehr als 10 Jahre lang.


    Das sollte man sich dann wirklich vor Ort anschauen. Ich bin ja sehr für VoIP-Sprechstellen, weil man die gut mit einer Kamera ausrüsten kann und dann, schon auf den Telephonen, sehen kann, wer da klingelt. Und natürlich bei entsprechender Berechtigung auch öffnen kann.

    Nun hat man nicht immer die Möglichkeit, ein Netzwerkkabel zur Tür zu führen.
    Es gibt aber eine Menge Zweidrahrlösungen, die Funksysteme sehen billig aus und wären mir suspekt.
     
  12. telthies

    telthies Urgestein

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    Antw:Ich bitte um Hilfe bei Anschaffung einer VoIP-Anlage für Handwerksbetrieb

    ich hätte es nicht schöner sagen können.

    weiß ich noch nicht. Was ich darüber lese, erscheint mir ordentlich, habe es aber noch nicht im Feld stehen sehen.
    In jedem Fall ziehe ich für VoIP Asterisk vor, nichts von Microsoft.


    d.h. das 42G bridgt nur, erst das 46G switcht ?
     
  13. Koppelfeld

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    Antw:Ich bitte um Hilfe bei Anschaffung einer VoIP-Anlage für Handwerksbetrieb

    IT-Fuzzis können in der Regel nicht einmal IT (stellen sie tagtäglich unter Beweis). Die darf man keine Telekommunikation machen lassen.

    Ich würde beides nicht einmal geschenkt nehmen. Unify hat gerade wieder einmal eine infame Kahlschlag-Welle hinter sich, was Entwicklungsjobs betrifft. Und Unify trägt immer noch die Eierschalen der ISDN-Technik mit sich herum. Zudem ist es schwer zu administrieren.
    Für "CTI / UCM" brauchst Du Zusatzserver, deren Zuverlässigkeit ist unterirdisch.
    Hier im Forum gibt es einige wirklich kompetente SIEMENS/Unify - Errichter, die Dir so eine Anlage bestimmt professionell aufbauen -- aber dann hast Du eine professionelle Insellösung.
    "Open" und "Flexibel" geht anders.

    Dann gibt es noch die "Windows" - basierten Lösungen, also, wie von Dir genannt, "Swyx", aber auch "3CX" und das "Original" in der Form von "OCS", "LYNC" und "Skype for Business".
    Man "erbt" natürlich die gigantische Komplexität eines Microsoft-Betriebssystems.
    Die Update-Pannen, die bei Kunden passieren, sind da doch einigermaßen erschreckend.
    Ich habe zwar im Moment richtig viel Zeit (hartgesottener Nierenstein soll auswärts), aber alleine die Liste der in diesem Jahr unmittelbar erlebten Horrorgeschichten sprengt den Rahmen eines Postings.


    Hebt sich sehr positiv von den üblichen Studi-Bastellösungen wie "Askozia" oder "Starface" ab.
    Basiert auf Linux und Asterisk und ist somit einfacher, beherrschbarer und vergleichsweise sicherer als die Windows-Lösungen. Asterisk ist sehr verbreitet und - wir setzen es selbst als Basis für unsere Telephonanlagen ein - stabil, genügsam und skalierbar.
    Die Gebrüder Pasquay, die "MobyDick" anbieten, kenne ich persönlich, wenn auch nur flüchtig. Sie arbeiten im gleichen Umfeld wie wir (IBM-Infrastruktur) und ich halte das Produkt für eine seriöse Entwicklung. Sage ich als Mitarbeiter eines direkten Wettbewerbers.

    Entscheidend für den Erfolg einer TK-Anlage, und zwar völlig unabhängig davon, ob es sich um eine mit 20 oder 2.000 Nebenstellen handelt, ist die Qualität der Umsetzung im Haus.

    Ich würde also nach Erfahrung (auch im TK-Sektor) und Netzwerkkompetenz sehen. Es spielt ja alles zusammen, WAN-Anbindung, Router, Switche, Serverinfrastruktur, Arbeitsplätze, Verkabelung ...
    Mit zwei ISDN-S0-Schnittstellen, also vier Sprachkanälen, kann man an einem Wochenende leicht 6.000,-- Euro Schaden verursachen. Hat ein Kollege jetzt unfreiwillig getestet.
    Mit einem "3CX" oder "Swyx" und dem bewährten Windows-Betriebssystem, das ja bekanntlich nicht gecrackt werden kann, "schafft" man, auch mit einem schwach angebundenen Server, gerne das Zehnfache. Und dann ist das Theater groß.


    BLOSS keine Zusatzserver, dann kann man ja gleich "Unify" nehmen. Nein, das "Xtelsio" - Produkt ist ein Zusatzprogramm für jeden Windows-Arbeitsplatz (kostet nur wenige Euro pro Platz) und nutzt die Microsoft-TAPI-Schnittstelle zur Interaktion mit Asterisk.
    Wir nutzen das für unsere Anlagen, um einfach die Windows-Telephoniefunktionen unter Asterisk zu nutzen.

    Ein Mailrelay setzen wir gerne ein, um Eingangs- und Ausgangsfaxe "einzuspeisen". Dabei lassen wir den ganzen Mailverkehr durch das Relay laufen und schotten so die dahinterliegenden Server vom Internet ab. Das sind nämlich nicht selten "Exchange" - Kisten, und die können weder ordentlich SMTP noch sind sie für ihre Sicherheit berühmt.
    Es gibt auch kleine Unternehmen, die haben noch gar keinen Mailserver und arbeiten quasi "vom Provider aus" über POP oder IMAP. Da ist es dann schön, wenn die TK-Anlage beides bereitstellen kann. Open Source macht es möglich.
    Wir setzen da auf die ziemlich konservative DEBIAN - Infrastruktur, um in einem solchen Fall Sicherheitsupdates zu gewährleisten.
     
  14. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Antw:Ich bitte um Hilfe bei Anschaffung einer VoIP-Anlage für Handwerksbetrieb

    "MobyDick" ist Asterisk, es ist schade, daß Pascom das nicht deutlicher herausstreicht.
    Ich halte es auch für kritisch, daß für freie Software "Lizenzgebühren" erhoben werden, aber irgendwie muß die Entwicklung ja bezahlt werden.

    Das Problem, welches ich bei "Askozia", "MobyDick" und "Starface" sehe, ist die unflexible Releasefähigkeit - sprich, die Bindung an eine bestimmte Asterisk-Version. Das haben wir anders gemacht. Ich trenne aber gern Beratung und Werbung.

    Mhhhhhh. Jetzt bin ich sebst 'reingefallen. Ein Switch 'bridged' immer, er ist per Definition eine 'Multiport - Bridge'.
    Aber erst ab T46 passiert das mit einem Baustein, wie man ihn in teureren Routern findet, "mit Hardwareunterstützung". Bei den kleineren Geräten erledigt das der Zentralprozessor über das Bridge-Modul. Das ist dann doch eher ein Notbehelf.
     
  15. kongootto

    kongootto Beginner

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    Antw:Ich bitte um Hilfe bei Anschaffung einer VoIP-Anlage für Handwerksbetrieb

    Guten Morgen ,

    klasse die rege Beteiligung !!! Mir schwirrt der Kopf ;)

    Das hört sich doch gut an !

    Wir haben zur Zeit die FB 7490 mit 6 C4 DECT-Mobilteilen am Start. Die Idee hatte ich also schon ;) Mein Problem ist das ich manchmal 4 C4 mit mir rumschleppe. Weiterleiten beherrscht mein Team nicht. ;) Habe mir schon Gedanken über ein kettengebundenes C4 in jeder Abteilung gemacht. Das vermitteln ging mit den elmeg-Systemtelefonen leichter.

    Muss ich die Maschinen hinter das Telephon klemmen ? Router -----> 8-Port PoE-Switch , von dort zu PC, Ip-Phone.etc. Also Switch nicht Bridge ? Liege ich falsch ? Oder ohne PoE mit Netzteil.

    Ich fasse jetzt mal zusammen:

    ------------------------------------------------------------------------------
    Essenz:

    KD 100mbit & zusätzlichem Vodafone DSL mit SIP-Account , unseren Rufnummernblock zu Vodafone-DSL portieren lassen. Telekom kündigen.

    Büro 1: 2 x SIP-T46G und 2 x Headsets Jabra 9740 (DECT).
    Büro 2: 1 x SIP-T46G und 1 x Headset Plantronics CS540 (DECT).
    Werkstatt 1 : 2x FritzFon C4
    Werkstatt 2 : 1 x SIP-T46G, 1 Fritz C4 (noch Netzwerkkabel legen)
    Werkstatt 3 : 1x Fritzfon C4
    Werkstatt 4 : 1x Fritzfon C4

    Möglichkeit der Anbindung der Smartphones der Mitarbeiter.

    Vorerst noch keine Softphones und Präsenzgedöns.

    Meine Aufgabe: Mitarbeitern das Vermitteln vom C4 erklären. Planloses C4-Vermittlungsumherlaufen ist ab sofort verboten!

    -------------------------------------------------------------------------------

    Was für eine Anlage bietet sich jetzt an ?

    Cloudbased ? Asterisk ? Windows ?


    Habe zur Zeit von KD die FB 6360 gemietet. Für DSL eine gekaufte 7490.
    6360 zurückgeben und 6460 kaufen ? Brauche ich die 7490 überhaupt noch oder wird diese komplett durch die neue TK-Anlage ersetzt ?
     
  16. Koppelfeld

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    Antw:Ich bitte um Hilfe bei Anschaffung einer VoIP-Anlage für Handwerksbetrieb

    Wenn die Fritztelephone im Staub überleben, dann tun es auch Tischgeräte.
    Wieviel Platz ist auf den Tischen ?
    Wenn das Team, äh, nicht ganz technikaffin ist, dann kannst Du vielleicht preiswerte, aber sehr robuste Polycom VVX331 für die Produktionsplätze nehmen.
    Die haben dann 8 Teilnehmertasten, dann können die Leute durch Drücken auf eine dedizierte Taste verbinden.

    Wenn Du neu verlegst:
    Lege zwei Kabel.

    Wenn Du parout durchs Telephon willst oder mußt:
    Trenne Telephon- und Produktivnetz mit Hilfe von VLANS. D.h., es geht eine Strippe ins Telephon 'rein, die zwei Netze führt:
    Das Telephonnetz behält das Telephon für sich, das Produktivnetz führt es an die zweite Netzwerkbuchse. Dort kannst Du dann eine Maschine anschließen.


    Paßt.

    Statt der teuren Headset-Geschichte:
    Wenn Du ein minimal teureres DECT - System nimmst (Spectralink KWS 400), dann kannst Du die Headsets DIREKT an die DECT - Anlage anstatt mit dem Telephon verbinden. Dann kannst Du im ganzen Betrieb damit herumlaufen.
    Wählen dann mit dem PC oder Tischtelephon, Rufannahme mit der Taste am Headset.


    Möglichkeit der Anbindung der Smartphones der Mitarbeiter.

    Vorerst noch keine Softphones und Präsenzgedöns.


    Guten Gewissens kann ich ein Asterisk-basierendes System empfehlen. In einem Metallgehäuse, mit einer SSD-Festplatte, bei Faxserverfunktionalität mit gespiegelter SSD. Zwei Netzwerkkarten.
    Vorzugsweise 19 Zoll.
    Da bist Du dann für das Blech etwa 500 Euro los.
    Dafür hält es dann.
    Den Router nähme ich neu, LANCOM 1781VA, etwa 400 Euro. Gibt es auch mit WLAN. Die Fritzboxen würde ich wegwerfen.

    Auf Basis Debian zahlst Du keinerlei Lizenzen für die Software und hast bis in alle Ewigkeit kostenfreie Sicherheitsupdates.
    Wenn Du erstmal so ein Serverchen stehen hast plus einem ordentlichen Router, dann hast Du Deine eigene "Cloud", auf die Du mit fünf mobilen Geräten gleichzeitig zugreifen kannst. (Mit Extralizenz für den Router sind es 25).

    CTI würde ich mindestens bei den Arbeitsplätzen mit Kundenkontakt einrichten. Der Moderator spricht sich dagegen aus, weil er den Mist kennt, den die diversen "Platzhirsche" anbieten.
    Es geht auch "klein, aber fein".

    Ich würde mir mit genau diesem Equipment eine Probeinstallation machen lassen. Sollte kein Problem für einen seriösen Fachmann sein.
     
  17. kongootto

    kongootto Beginner

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    Antw:Ich bitte um Hilfe bei Anschaffung einer VoIP-Anlage für Handwerksbetrieb


    Platz ist nicht viel, die VVX331 würden also ideal sein.

    TOP !!

    Hat der LANCOM 1781VA ein Kabelmodem ? Internet kommt bei mir aus der 6360 ! ;)
     
  18. telthies

    telthies Urgestein

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    Antw:Ich bitte um Hilfe bei Anschaffung einer VoIP-Anlage für Handwerksbetrieb

    mit der iQall, siehe: allesanderekoennensiesichsparen.de [P.S.: der Link bounzt aktuell, also nimm: http://www.iqall.net/de/base/About_iQall.php]

    ich eigentlich auch, aus meiner Sicht hat das etwas mit Ehre und Integrität zu tun, keine Korrumpierbarkeit durch eigene merkantile Interessen und so. Klingt geil, tut gut, und vielleicht kommt man dafür sogar in den Himmel. Aber - dann habe ich gelernt, daß die Kundensicht eine andere ist - nämlich: die Freude über die nachvollziehbar erläuterte Lösung wird ein bißchen getrübt, wenn der Kunde die Wurst vor der Nase nur riecht, aber nicht kaufen kann (nur weil man ihm, auch wenn es aus ehrbaren Gründen geschieht, nicht verrät: wo). Und: bei "Fremdprodukten" nennen wir ja schließlich auch Roß und Reiter, wo man taugliches Zeug findet.


    da sprichst Du ein heißes Eisen an, auf das man bei Mobilteilen unbedingt achten sollte: daß die Bedienung und Menuführung der Mobilteile erstens verständlich ist und zweitens (was wegen des Zukaufens von DECT-Kompetenz leider nicht selten ist) keiner völlig anders gestrickten Logik folgt wie bei den Tischapparaten. Ich habe selber ´mal dieses Vergnügen gehabt, als Feierabendroutine als letzten Handschlag des Tages alle Mobilteile durchzuklingeln und wieder zu den Schreibtischen ihrer Frauchen hinzutragen. In dem Betrieb hat frau sich gegen das murkisge Bedienmenu schlicht damit beholfen, Anrufer einfach mitsamt des Mobilteiles zu vermitteln. So lag am Ende des Tages höchstens durch Zufall ein Mobilteil wieder dort, wo es hingehörte. Da ja auch zu Mobilteilen abwesender Mitarbeiter durchgewählt wird, nehmen an einem solchen Spiel jeden Tag alle Mobilteile teil.

    nein, das war keineswegs als Empfehlung gemeint, Telefonapparate vor die Maschinen zu setzen. Sondern lediglich als Hinweis: es kommt ja vor, daß man ein Telefon mit Netzwerkausgang näher stehen hat als die nächste "eigene" Dose. Dann wird gerne das Telefon genommen und dabei selten überlegt, ob es ein Gigabit-Netzteilnehmer ist oder mit dieser Maßnahme ein Flaschenhals in Verwendung kommt. Deswegen ist mir dieser Gedanke so automatisch wie die Grundidee der strukturierten Verkabelung, überall alle Adern durchzuschalten.

    Wenn Du die gesetzlich geforderten Zugangsdaten von KD tatsächlich in Händen hältst, kannst Du zwar die 6360 vom Netz nehmen. Zurückschicken würde ich sie aber nicht, lieber die Miete weiter bezahlen: so bringst Du den Provider nicht durcheinander (dort sind bestimmte Profile wie die Zahl von Sprachkanälen, Leistungsmerkmale etc. im Rechnungssystem mit Hardware verknüpft) und im Störungsfall möchten die die Störung gerne mit ihrem Equipment nachgestellt haben. Die 7490 kann in diesem Fall weg.
     
  19. retrofreak83

    retrofreak83 Schon ein paar Mal da gewesen

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    Antw:Ich bitte um Hilfe bei Anschaffung einer VoIP-Anlage für Handwerksbetrieb

    Das finde ich jetzt aber interessant, kannst du gerade mal kurz erklären, wo am Lancom 1781VA die DOCSIS-Schnittstelle ist? :)
     
  20. telthies

    telthies Urgestein

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    Antw:Ich bitte um Hilfe bei Anschaffung einer VoIP-Anlage für Handwerksbetrieb

    Haha, erwischt !
    Ich vergesse regelmäßig, daß die SECHStausender Fritze 6360/6490 ja die Fritze sind, die das Kabelmodem integriert haben. Ich bin eben noch Altkunde mit Fritz hinter separatem Kabelmodem.
    Ja, insofern muß ich meine Aussage zurücknehmen und es sieht ganz so aus, als müsse hier das Ding bleiben.
     
  21. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Antw:Ich bitte um Hilfe bei Anschaffung einer VoIP-Anlage für Handwerksbetrieb

    Man nimmt ein Arris - Kabelmodem. Beispielsweise. Weil man die öfentliche IP gerne im Router hätte, wissenschon.
     

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