(Nicht?)-Zukunft einer Alacatel OXO

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von laborhart, 17. November 2016.

  1. laborhart

    laborhart Beginner

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    Wir haben hier seit ca. 8 Jahren eine octopus open 830, bei der jetzt Änderungsbedarf besteht. Vom Mitlesen weiß ich, dass auch einige Alcatel-Experten anwesend sind und hätte deshalb gern euren Rat bzw. eure Meinung dazu.

    Wir sind ein Dienstleistungsunternehmen (ca. 50 Leute, viel Abstimmungsbedarf mit Kunden) mit einem Hauptstandort und einer Niederlassung. Die Alcatel steht am Hauptstandort mit ca. 25 Festnetztelefonen (4018) und ca. 10 DECT (2 - 3 Sender). Sie ist noch auf dem Releasestand 8, ich habe nur Administrator-Zugang. In der Niederlassung haben wir eine kleine Aastra A300 geerbt, die mit 5 * Festnetz und 4 * DECT (auch 2 - 3 Sender) betrieben wird. Beide Standorte sind noch über ISDN-Anlagenanschlüsse angebunden.

    Zwischen beiden Standorten gibt es eine SDSL-Leitung mit zur Zeit 5 MBit, auf der ein Lancom-VPN betrieben wird. Alle arbeiten im wesentlichen auf dem Terminalserver, der am Hauptstandort steht.

    Die Gründe für den Änderungsbedarf sind:

    - ALL-IP
    - Ich muss zur Zeit 2 Anlagen pflegen
    - CTI von Alcatel (pimphony) ist etwas altbacken (Man kann nichtmal eine Rufnummer aus der Anrufliste kopieren!) und nicht in der Niederlassung nutzbar
    - Telekom-Support ist schwerfällig, wollen lieber eine netphone verkaufen

    Ansonsten sind wir prinzipiell mit der Anlage zufrieden.

    Das Ziel der Aktion ist eine Vereinheitlichung beider Standorte, eine leistungsfähigere CTI und eine gute Administrierbarkeit.

    Eigentlich würde ich gern etwas neues auf Asterix-Basis nehmen um von dem proprieetären etwas wegzukommen und damit auch beim Support etwas flexibler zu sein. Das bedeutet aber, es muss bei beiden Standorten alles erneuert werden, was gefühlt doch recht teuer kommen würde.

    Wie würdet ihr euch in diesem Fall entscheiden? Wäre es eine sinnvolle Variante, auch die Niederlassung mit in die Alcatel einzubinden? Wie würde man das in diesem Fall machen: Apparate direkt über das VPN anbinden (was ist dann mit DECT?) oder eine kleinere Alcatel dort hin stellen und beide dann koppeln? Oder lässt sich evtl. sogar die Aastra mit der Alcatel koppeln?

    Episode am Rande: Ich habe schon mal bei jemandem anderen als der Telekom angefragt wegen Support. Er sagt, er braucht das Einrichter-Passwort, um überhaupt ein Angebot machen zu können. Die Telekom sagt zuerst, sie gibt es nicht raus, nach Nachfragen würde es sie gegen Kostenerstattung doch tun, übernimmt aber dann keine Verwantwortung für die Anlage mehr. Damit tue ich mich im Moment aber noch schwer. Ist es tatsächlich so, dass Wartungsverträge zentral über Alcatel kalkuliert werden?

    Ich bin auch gern an bezahlter Beratung interessiert. Standort ist Raum Koblenz.

    Vielen Dank.
     
  2.  
  3. allesversucher

    allesversucher Regelmäßig anwesend

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    Antw:(Nicht?)-Zukunft einer Alacatel OXO

    Hallo,

    rüste deine OXO noch schnell auf rel.10 hoch ( bis 28.11. läuft eine Aktion die fast Kostenlos ist ).
    dann erweitere diese mit Dect-IP und IP-Nst für die kleine Niederlassung.
    Somit hast du nur noch eine Anlage.
    Für die CTI musst du evtl. den Tapiserver in der Anlage nachrüsten und kannst du auf deinem Terminalserver auch
    jede andere CTI-Software nutzen die auf Tapi zugreifen kann --> Favorit ist das Estos.

    Gruß
     
  4. telthies

    telthies Urgestein

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    Antw:(Nicht?)-Zukunft einer Alacatel OXO

    Daraus lese ich, daß die Anlage bei der Telekom gemietet ist (?) - die Kalkulation kenne ich nicht, aber es gibt in der Tat eine eindeutig von Alcatel-Leuten betriebene Supportseite zu den Anlagen unter deren Telekom-Vertriebsnamen. Die Telekom ist hier offensichtlich ein bedeutender Vermarktungskanal.

    Bei einer Kaufanlage wäre meine Tendenz insgesamt eher zum Behalten, wenngleich wir bei acht Jahren und nicht neuestem Release wohl realistisch über noch drei Jahre Einsatzdauer reden würden, danach würde man sich einen Weiterbetrieb in der Gesamtbetrachtung schon anfangen müssen schönzurechnen. Bei einer Kaufanlage würde auch das Paßwort dem Kunden gehören. Bei einer Mietanlage wäre mein schnellstmöglicher Blick in den Vertrag, direkt auf die Zeile mit der nächstmöglichen Kündigung.

    Das Zeug ist solide, und wenn man beim Equipment kein Hipster ist noch lange mehr als ausreichend. Es herauskaufen und sich tiefer als bisher geübt darin einarbeiten würde ich allerdings nicht. Bei Miete juckt euch ja der Restwert nicht.


    solch´ ein Kleinstandort, an dem momentan sowieso etwas anderes steht als am Hauptstandort, ist eigentlich die ideale Umgebung für eine Bewährungsprobe einer Alternativlösung. Die Anbindung über die dicke Querverbindung taugt perspektivisch auch als hervorragende Alternative zu eigenen "Amtsleitungen" der Niederlassung. Insofern ist man davon unabhängig, wie viel Zeit zwischen der All-IP-Umstellung beider Standorte liegen könnte, und welchen Internetzugang die Niederlassung danach hätte.


    mit dem Umschwung auf VoIP und seinen Auswirkungen auf die Architektur der Anlagen (also weg von Hardwareports für alle Systemtelefone) sehe ich eine Tendenz zu ärgerlichen Lizenzmodellen heraufziehen. Das muß nicht zwingend Asterisk bedeuten. Ich bin grundsätzlich gerne Opensourcer, schätze aber auch das Konzept "getestet und garantiert abgestimmtes und stabil lauffähiges Produkt". Die andere Seite der Medaille Freeware ist immer auch, "hilf´ Dir selbst" und "keiner ist schuld, wenn es nicht läuft", konkret: "keiner stellt in einer garantierten Zeit einen Fehler ab". "Konfektionierte" VoIP-Lösungen gibt es, für verschiedenste Betriebssysteme und sogar für Windows (letzteres nimmt man natürlich nicht), und da gibt es mit ein bißchen Suchen auch Anbieter mit fairen Lizenzmodellen. Aber auch asterisk-basierende Lösungen gibt es mehrere gute.

    Was m.E. am allervermeidenswertesten ist, wäre eine neutechnologische Lösung von einem Anbieter, der diese noch nicht wirklich begriffen hat und beherrscht. Nicht selten sind gerade die erfahrensten (oder sich so wähnenden) Anbieter bisheriger Technik die erbärmlichsten Frickler auf dem Gebiet zeitgemäßer Lösungen.

    Was das wirklich kosten und bringen wird, läßt sich fachkundig ergründen. Wie gesagt, mittelfristig gerechnet darf man das nicht nur mit "jetzt" vergleichen - sondern auch mit dem, was kommt, wenn der jetzige Anbieter den Support abkündigt und eine Bauernfängerlösung offeriert, die man dann unter Zeitdruck bewerten muß.


    die Niederlassung in eine bestehende (Miet)anlage einbinden würde ich nicht. Ebenso ist eine Kopplung zweier unterschiedlicher Systeme gerade vor dem Hintergrund kommenden All-IP´s eher sogar weniger Aufwand, wenn man das erst mit dem Ersatz der (eigentlich auch sehr guten, ggü. der Alcatel aber eben doch auch sehr anderen) Aastra macht. Meine Tendenz wäre (nach einer vorgeschalteten unabhängigen Beratung) am Niederlassungsstandort eine IP-PBX aufzubauen und nach Kündigung der Anlage am Hauptstandort auf das Gesamtunternehmen hochzuskalieren (dann wohl mit der Intelligenz im Schwerpunkt am Hauptstandort).


    das ist ein sehr gutes Schlußwort. Rate mal meinen Standort ;-)
    (schau´ mal aus dem Fenster, ich winke gerade)
     
  5. laborhart

    laborhart Beginner

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    Antw:(Nicht?)-Zukunft einer Alacatel OXO

    Das hatte ich vergessen zu erwähnen: Nein, die Anlage gehört schon immer uns und ist nicht gemietet. Den Einrichter-Zugang hat aber bis jetzt nur die Telekom.
     
  6. allesversucher

    allesversucher Regelmäßig anwesend

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    Antw:(Nicht?)-Zukunft einer Alacatel OXO

    Hallo,

    um die Anlage auszulesen und das OXO-File zu bekommen - das wiederum für das erstellen eines Angebotes wichtig ist , benötigt man keinen Einrichterzugang da reicht der Admin vollkommen aus.

    Gruß
     
  7. telthies

    telthies Urgestein

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    gekauft heißt gekauft, mit Mann und Maus. Euer Schiff, Euer Anker. Dann noch´mal Geld für das Paßwort haben zu wollen ist dreist, aber leider keine Seltenheit. Wenn wir dabei von symbolischen 15 Euro reden, dann sch..ß drauf, dann kann man mit zugedrückten Hühneraugen noch die Ausrede "Aufwand" gelten lassen. Aber in dem Rahmen sollte es dann auch bleiben.

    und welche "Verantwortung" hat sie bisher dafür getragen ?

    Wenn es einen Wartungsvertrag gibt, ist die Sicherung des Zuganges zur Anlage legitim, schließlich will niemand irgendwelche "Ichhabnixgemacht-treudoofguckundpfeif"-Aktionen wieder geradebiegen. Ohne Verantwortung nur zum Spaß ein Paßwort als Geisel zu nehmen hingegen ginge nicht.


    Gut, wenn das Ding Euch gehört, verschiebt sich die Gesamtbetrachtung, aber nur leicht. Dann ist, gepflegter Zustand vorausgesetzt, also durchaus ein Restwert da, der z.B. die Gateways der neuen Lösung schon "bezahlen" kann. Nach acht Jahren entsteht da durchaus sogar ein "Veräußerungsgewinn" in den Büchern ;-)

    Behalten und Weiternutzen geht natürlich auch. Aber nicht ohne in Hinterkopf zu halten, daß auch eine gute Kiste nicht jünger wird. Der Markt ist gerade ein bißchen im Umbruch, man findet noch so einiges, wo "hybrid" teilweise als nette Umschreibung für "nicht Fisch, nicht Fleisch" mißbraucht wird. Da gutes "tafelfertiges" Zeug zu finden, braucht schon einige Marktkenntnis.

    Je leichter Dir der Gedanke ist, in Deinem Netz auch Töne statt Toner verarbeitende Endgeräte zu administrieren, desto eher würde ich jetzt an einen Umstieg denken. Wie lange bist Du für die Kisten schon "zuständig" ?
     
  8. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Mit dem LANCOM-VPN kann man mittlerweile erstaunlich gut QoS machen, sodaß gar keine zweite Telephonanlage vonnöten ist - Du betreibst einfach die Telephone der Niederlassung wie einen "Terminalserver-Client", welcher einen Internetdienst nutzt - halt nur jetzt SIP statt RDP.

    Fast die gleiche Anforderung hatten wir jetzt auf dem Tisch.

    Es ist ein Rechenexempel:
    Variante A:
    Ihr sucht euch einen seriösen Alcatel-Partner. Der macht Euch ersteinmal einen Releaseupgrade auf der OXO und stellt interne sowie externe SIP-Kanäle bereit. Und kann die Niederlassung mit Telephonen versorgen.
    Das gibt es nicht kostenlos und die Suche nach einem seriösen Fachmann, der sich mit Nachrichtentechnik, Alcatel UND Netzwerktechnik auskennt, ist nicht einfach.
    Eine seriöse Firma wird für eine "Runderneuerung" einen Preis nennen können.

    Variante B:
    Eine neue, "reinrassige" IP-Anlage. Ich würde eine nehmen ohne "versteckte Lizenzen" - sprich: unbegrenzte Zahl Benutzer und alle Funktionen für alle freigeschaltet. Mit der Option, beliebige SIP-Telephone benutzen zu können.
    Dann rechne:
    4.500,-- für 30 SIP-Telephone à 150,-- (habe ich die Kosten für Stromversorgung über das Netzwerkkabel eingerechnet)
    5.500,-- für den DECT-Kram in beiden Niederlassungen
    1.000,-- Adapter (ATA für Face, Türstellen etc.)
    6.000,-- Einrichtungskosten und Einweisung
    1.000,-- Überarbeitung Eures Netzwerkes
    Du landest also schnell bei 20.000,-- Euro.

    Jetzt kommt es noch auf Eure Verkabelung an -- und auf gefühlt noch zwanzig weitere Faktoren.


    Sehe ich als vernünftigen Weg an. Wir hatten jetzt die Situation, daß zwei benachbarte Steuerberatungskanzleien ihre vormals gemeinsam betriebene TK getauscht haben. "Villa Riva" entschied sich für eine Asterisk-basierte Lösung, "Villa Bajo" bevorzugte eine 'klassische' Panasonic.

    "Villa Riva" hat ungefähr das anderthalbfache bezahlt, allerdings sinken die laufenden monatlichen Kosten um 150,-- Euro. Gleichzeitig ist man, bedingt durch die Beendigung der Zusammenarbeit mit dem "rosa Miesen", in den Genuß eines ordentlichen Internetzuganges gekommen.
    Die Benutzer der "Villa Riva" sind begeistert und konstatieren: "Damit sparen wir Geld, denn die Anlage vereinfacht unsere Abläufe".

    "Villa Bajo" fand den Grundpreis für eine Panasonic-Anlage von etwa 600,-- sehr attraktiv. Die Telephone allerdings sind schon scheußlich und fassen sich auch dementsprechend an. Die Funktionstasten muß man manuell beschriften.
    Wenn die "Telekom" es jetzt endlich schafft, Geschäftskundenanschlüsse anzubieten, dann sind aber wieder 1.000,-- Extralizenzen fällig für einen "SIP-Trunk". Schlimmer als die Kosten ist aber, daß wieder ein zusätzlicher 'echo canceller' im Signalweg ist. Die "Hybrideritis" senkt die Sprachqualität doch deutlich und führt zu allen möglichen anderen Komplikationen.

    "Villa Riva" empfand es überraschenderweise als sehr angenehm, die oberschenkeldicken Alt-TK-Installationen aus den vergangenen 25 Jahren abreißen zu können und somit einen ganzen Raum zur Nutzung freizubekommen.

    "Villa Bajo" guckt bei 'remote-Arbeitsplätzen' ziemlich in die Röhre.
    "Villa Riva" setzt Grandstream 3275 - Telephone ein, die über HDMI mit dem (privaten) Monitor des Heimarbeiters verbunden sind. Die bauen von selbst ein VPN auf, machen eine Sitzung zum 'Terminalserver' in der Kanzlei -- und telephonieren unter der gewohnten Durchwahl kann man natürlich auch damit. Telephon, Terminal, VPN- und WLAN-Router in einem: http://www.grandstream.com/products/ip-video-telephony/ip-video-phones-android/product/gxv3275

    Spätestens aber bei der Demonstration des (bei Steuerberatern sehr oft benötigten) Polycom - Konferenztelephons waren Mitarbeiter der "Villa Bajo" doch sehr neidisch.


    Laß' die Zahlen sprechen. Und überlege, ob Dir Flexibilität, Zukunftssicherheit und Qualität den Mehrpreis wert sind.

    Für die kleine Niederlassung reicht auch eine kleine SIP-Lösung, zum Beispiel eine Spectralink KWS400. Die verhält sich gegenüber der Anlage so, als wäre jedes Handgerät ein normales SIP-Telephon.

    Zuguterletzt:
    In welchem Zustand befinden sich die Endgeräte ?
     
  9. reini5555

    reini5555 Urgestein

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    Antw:(Nicht?)-Zukunft einer Alacatel OXO

    Nein das ist erst mal nicht nötig, Allesversucher hat es schon beschrieben.
    Klar die Telekom hat keine Verantwortung mehr, aber was soll es, dafür gibt es den neuen Partner.
    Passwort gegen Kohle?
    Nein bei einer gekauften Anlage, ist dies nicht rechtmäßig. Der Telekom schriftlich mitteilen, man will das Errichterpasswort (auch wenn es dann nur für später ist), mit Fristsetzung 14 Tage ohne Kosten, da man als Kunde für die Leistung Einrichtung und die Anlage bezahlt hat.
    Bei dem Schreiben an die Telekom gleich erwähnen, das bei fruchtlosem verstreichen der Frist ein Anwalt beauftragt wird, und diese Verzugskosten im Rahmen der Auseinandersetzung mit geltend gemacht werden. Das Schreiben rechtssicher per Einwurfeinschreiben an die Adresse auf der Rechnung schicken.
    Ja der wohl beste Ratschlag.
    Nun was kostenlos dabei ist, dürfte eben der Mindeststandard sein, Estos ist Herstellerunabhängig.
     
  10. laborhart

    laborhart Beginner

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    Vielen Dank, auch an die anderen, für die aufschlussreichen Antworten.

    Ich hatte das schon mal versucht, bin aber noch nicht zum Ziel gekommen. Das lag meiner Meinung nach daran, dass die Telefone sich ihr image über tftp von der Anlage ziehen wollen und dafür udp brauchen, was aber in der derzeitigen Konfiguration wohl nicht über das vpn geroutet wird (sind getrennte Sub-Netze).

    Danke für die Zahlen. Das entspricht ungefähr meinem Gefühl. Letztendlich besteht die Aufgabe darin, beide Varianten zu bepreisen und die jeweiligen Vor- und Nachteile hinsichtlich Zukunftsfähigkeit, Erweiterbarkeit, Features, Risiken usw. aufzuführen und das dann dem Oberindianer zur Entscheidung vorzulegen.

    Zumindest im Hauptsitz braucht fürs Netzwerk wohl eher nichts mehr gemacht werden. Alle Telefone sind bereits übers LAN angebunden und werden über einen POE-Switch versorgt. Zwar nur über 100 kBit/s, so dass die daran hängenden PCs etwas ausgebremst werden. Aber beim Terminalserver spielt das nicht so die Rolle.

    Das sind in der Mehrheit einfache 4018, die keinen Verschleiss zeigen. Wir brauchen aber auch keine tollen Telefone. Sprachnachrichten werden nicht genutzt. Wenn man mehr Funktionen haben will, ist es besser das über den Rechner zu haben, weil dann die Integration besser ist.

    Wie schätzt ihr denn die Ersatzteilversorgung ein, falls bei der alcatel mal etwas kaputt geht? Wird man in 5 bis 10 Jahren noch Ersatzteile bekommen?
     
  11. laborhart

    laborhart Beginner

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    Antw:(Nicht?)-Zukunft einer Alacatel OXO

    Ich werde wahrscheinlich jetzt das update noch über die Telekom veranlassen und mir dann den Schlüssel geben lassen und mich nach anderem Support umsehen.
     
  12. telthies

    telthies Urgestein

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    Antw:(Nicht?)-Zukunft einer Alacatel OXO

    in der Summe scheint mir das mehr als vorsichtig, bis ziemlich hoch.

    das ist eine undankbare Aufgabe. Geschickter läuft es, wenn der Berater auch unmittelbar das Vertrauen des Letztentscheiders hat und der interne Projektleiter nur Ansprechpartner ist und dem externen Berater gegenseitig zuarbeitet. Aber das Ergebnis sollte dann der Berater unmittelbar dem Letztentscheider erläutern. Der steht auch besser "selber" in der Schußlinie der Fragen, die der Letztentscheider kurz vor dem "Urteil" noch hat.

    das sind sehr spartanische Apparate. Ich gehe nie vom "Ist" aus, bzw. formuliere das "Soll" unabhängig vom "Ist" zuerst rein aus der Analyse der Abläufe. Als zweites wird dann geschaut, wie das bisherige Equipment dem gerecht wird; und als drittes (und interessantestes) mit welchen einfallsreichen Verrenkungen die Lücke bisher überbrückt wird. Und das wird dann daraufhin geprüft, welche Teile man möglicherweise so fortführen mag und was man künftig besser integrieren sollte.

    sehr unproblematisch. Das Zeug ist solide und der Hersteller konservativ. Mehrere Apparategenerationen laufen nebeneinander, die Anlagenarchitektur wechselt auch nicht mit der H&M-Kollektion. Auch die Errichter sind langfristig markentreu, und mit guter Flächendeckung vertreten. Etwa vergleichbar mit Mercedes-Werkstätten.
     
  13. Koppelfeld

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    Kann ich nicht empfehlen.
    Wir hatten vor zwei Jahren einen fast ähnlichen Fall.
    Zunächst bekam der Kunde sein Paßwort nicht mit dem Argument, "Auf der Anlage sind einige Ports gesperrt. Die könnten Sie dann ja entsperren und würden in den Genuß einer Wertsteigerung kommen. Die müssen Sie uns mit 5.000,-- kompensieren".
    Besonders pikant an dem Fall war:
    1. Die Telekom hatte völlig unnötigerweise eine erstklassig funktionierende Siemens E300 gegen eine neue Maschine mit geringerer Funktionalität getauscht. Allein schon das ist ein strammer Betrug.
    2. Für fünf Jahre berechnete man aber noch die Wartung der nicht mehr vorhandenen Anlage weiter. Machte 30.000,--. Als das dann auffiel, war man generöserweise bereit, die letzten drei Monatsrechnungen zu stornieren. Es blieb also bei 28.500,-- Betrug.
    3. Dafür aber gab man mit dem obigen Argument die Paßwörter nicht heraus.
    Es kommt aber noch schlimmer:
    Weil Siemens so gut wie keine Sicherheitsvorkehrungen kennt, ist das Brechen des Paßwortschutzes trivial.
    Nun wollte der Kunde aber eine Baugruppe tauschen und die Lizenz erneuern.
    Ging aber nicht, denn der Lizenznehmer war nicht der Kunde, sondern die "Deutsche Telekom AG".
    Auch das hat der Kunde letztlich gelöst bekommen - nur wurde das Ganze wesentlich teurer, als wenn man den obsoleten Mist gleich in die Tonne getreten hätte. Der Kunde unterdessen dürfte sich noch lange mit dem unzeitgemäßen Müll herumschlagen.

    Daher mein Tip:
    Laß' ALLES, auch die Verhandlungen mit der Telekom, von einem seriösen Partner machen!
    Einen seriösen Partner erkennt man auch daran, daß er *kein* Telekom-Geschäftspartner ist.

    Und gib' es zum Festpreis in Auftrag.

    Ich sehe da durchaus die Notwendigkeit einer Beratung - aus einem ganz banalen Grunde:
    Wenn die Telekom die Installation geplant hat, dann hat sie schlecht und zum Nachteil des Kunden geplant. Denn so unseriös wie deren Geschäftspraktiken, so inkompetent arbeitet deren Technik. Da sollte man einmal drübergucken.
     
  14. Koppelfeld

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    Antw:(Nicht?)-Zukunft einer Alacatel OXO

    Routing passiert auf Layer 3, da ist UDP mit dabei.
    Problem 1: Bei Euch haben sich Telephontechniker als Netzwerke versucht.
    Problem 2: Die waren von der Telekom.
    Das potenziert sich.
    Entweder haben die "Profis" auf Seiten der Alcatel das Gateway vergessen einzutragen oder, wahrscheinlicher, die Herrschaften haben es unterlassen, Eurem DHCP - Server in der Niederlassung mitzugeben, von wo sich die Telephone ihre Konfig holen können.
    Eine Lösung könnte es sein, den LANCOM in der Niederlassung als DHCP - Relay zu schalten.
    Da müßte man aber einmal drübergucken.

    Naja:
    Es gibt ja Leute, die Alcatel mit Mercedes vergleichen. Aber das wahre Äquivalent ist Citroën, und Du hast eine Flotte von "2CV". Deine Telephone haben garantiert keinen Switch verbaut und vernünftige VLAN - Konfiguration können sie auch nicht. Das schwachbrüstige Kernel-Motörchen muß also zwischen den beiden Netzwerkinterfaces "bridgen".

    Je mehr ich lese, desto mehr bin ich der Meinung, daß ein Austausch sinnvoller ist. Gigabit-Ethernet ist auch bei RDP sinnvoll.
    Speziell die Netzteile bei Alcatel sterben gern, und wenn Ihr tauscht, dann 'kaputt' gegen 'kaputt'.
     
  15. allesversucher

    allesversucher Regelmäßig anwesend

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    Antw:(Nicht?)-Zukunft einer Alacatel OXO


    Hallo,

    ganz so schwarz sehe ich das nicht . Update von der Telekom mitnehmen und die Techniker nicht eher aus dem
    TK-Raum rauslassen bis die Passwörter auf dem Tisch liegen und die Anlage wieder sauber läuft.
    Zur Not muss das der Servicepartner machen der später kommt - man benötigt das Einrichterpasswort nicht mehr
    unbedingt !
    Zur Sicherheit direkt nachdem die Techniker weg sind die Nst der Fernwartungszugänge ändern.

    Viel wichtiger ist das ein kompetenter Servicepartner für danach gefunden wird.

    Die Netzteile der OXO/OXE sind um einiges Stabiler als in der 4200er Serie - dort gab es definitv ein Problem.
    Diese Netzteile die da verbaut sind laufen absolut stabil.

    Die 4018 Telefone könnten GigaBit haben - kommt auf das Herstellerdatum an- seit 4-5 Jahren gibt es nur noch GigaBit.
    Desweiteren ist auch ein Switch verbaut der mit VLan umgehen kann !

    Gruß
     
  16. telthies

    telthies Urgestein

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    würde ich zu dem Schluß verbinden, den Alcatel-Servicepartner auch gleich in die Übergabe der Zugänge einzuschalten.

    wobei man zur Ehrenrettung der Personen sagen muß: ein Vertriebler muß so schlecht sein wie seine Vorgaben. Von Vertriebsseite "planend" tätig sind da Leute, die frühestmöglich in den nichttechnischen Dienst umgeschwenkt sind. Böse Vorgaben gibt es im wesentlichen zwei: Neuverkauf vor Werterhalt, und das bei stolzen Stückzahl-Zielen; sowie günstiger Gesamtpreis durch einfachstmögliche Apparate. Daraus folgt typischerweise das Planungsverbrechen, anstelle Mehrzellen-System-DECT "systematisch und vorsätzlich" Sinus-Mobilteile mit Einzelbasen an Analogports einzusetzen. Damit die Angebote dennoch eine Anmutung von Hightech bekommen, werden ellenlang selbst eeewig zum Standard gehörende Grundfunktionen aufgelistet, sogar daß die Tastatur 0 bis 9 und * und # bietet, habe ich da ernsthaft schon mehrfach gelesen. Aber fähige Telekomiker gibt es durchaus, nur wenn sie bleiben, sind ihre Handynummern "Bückware". Selbst wenn man da als alter Postgewerkschaftler noch Verbindungen hat: die haben ihre Niederlassungen und dürfen nicht in anderen Bezirken "wildern". Innerhalb einer Niederlassung mal deichseln daß ein bestimmter Kollege geschickt wird, geht aber zuweilen. Und viele exzellente Errichter haben in dem Laden gelernt (übrigens auch in den NBL), nur im Vertrieb landen die Guten eher nicht. Und als Techniker - wohlgemerkt wenn sie bleiben - haben sie ihre Zuständigkeiten (Niederlassung und Produktlinie), da nützt einem ein Kreuznacher Octopus-F-Monteur für eine Koblenzer Octopus Open leider nichts :-(
     
  17. laborhart

    laborhart Beginner

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    Bei uns ist damals nur ein 100-kBit/s-Switch mit POE für die Telefone verbaut wurden. Die PCs kann ich bei Bedarf aber in den meisten Fällen auch separat an einen GBit-Switch hängen.

    Zum Punkt Telekom und etwas zur ihrer Ehrenrettung: Ich sehe es eigentlich nicht unbedingt so, dass da was schlechtes verbaut wurde. Man muss bedenken, dass die Niederlassung zum Installationszeitpunkt noch nicht existierte und wir auch keinen Wartungsvertrag haben. Wenn wir in letzter Zeit Einstellungssachen hatten, die ich nicht selber machen konnte, hatte ich mit einem kompetenten Techniker zu tun. Dieser kurze Weg ist aber leider nicht mehr möglich.

    Ich hatte damals auch noch nichts mit EDV/Telefon zu tun. Was wahrscheinlich fehlte, war jemand der die Möglichkeiten der Anlage kennt und die Möglichkeiten ausschöpft. Unser IT-Dienstleister kennt sich mit Telekommunikation nicht aus (hat das aber auch nie behauptet). Der Versuch, ein Telefon übers vpn anzustöpseln war ein (vermutlich laienhafter) Versuch von mir.

    Eine Sache, die ich im nachhinein als unpraktisch empfinde: Die Anlage wurde so konfiguriert, dass die Telefone statische IPs aus dem allgemeinen Subnetz bekommen, so dass ich jedesmals bei neuen Telefonen erstmal mit IP-Scanner sehen muss, was noch frei ist (weil ich nicht diszipliniert genug bin, ordentliche Aufzeichnungen über die statischen IP-Adressen zu haben). Das geht wahrscheinlich besser über VLAN und einen anlageneigenen DHCP-Server...
     
  18. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Das ist sowieso der bessere Weg - wenn man über eigene Leitungen verfügt.
    Im übrigen kommt es gar nicht so sehr darauf an, ob ein Telephon mit Gigabit-Ethernet oder "nur" mit 10/100 - Ports ausgestattet ist. Entscheidend ist, was die Einheit aus Telephon und Ethernetports wirklich durchsetzen kann. Viele Geräte mit Gigabit-Ports schaffen nämlich nicht einmal 100 MBits/s. Das ist in schöner Regelmäßigkeit der Fall, wenn aus Kostengründen ein "echter" Ethernet-Switch eingespart wird und stattdessen das kleine Kernelchen im Telephon "bridgen" muß. Denn, das liegt auf der Hand: Die CPU des Telephons ist -zurecht- auf geringen Stromverbrauch getrimmt und nicht als "High Performance Media Gateway".

    Wie willst Du etwas retten, was nie da war?

    Gerade unter dem Aspekt, daß noch keine Niederlassung existierte, war es großer Schwachsinn, IP-Geräte zu verbauen.
    Genau. Und genau so hätte das angelegt werden müssen.
    Insofern zeigt sich das typische "Telekom-Profil":
    - Falschberatung vor Ort,
    - Mangelhafte Umsetzung
    - Anstatt jetzt die Möglichkeiten der bestehenden Anlage zu nutzen, etwas Neues verkaufen wollen
    Dieses Geschäftsgebaren ekelt mich an.

    "Wartungsverträge" waren sinnvoll, als es noch "begehbare" Telephonanlagen in Relaistechnik gab.
    Die Zeiten ändern sich:
    - Selbstadministration sollte zumindest eine Option sein.
    - "Lizenzen" für "Features" sind mega-out. Man muß sich einfach einmal überlegen, wie aufwendig allein die Rechnungsprüfung ist.
    Es kommt mir so vor, als müßte man, nachdem man ein Auto gekauft hat, jedes Land, welches man bereisen will, beim Hersteller "freischalten". Das kommt bestimmt auch noch, Äppel macht es ja vor.
    - Man sollte sich seine Endgeräte nach Gusto aussuchen können.

    Ich selber habe zwei Jahre für IBM Qualitätskontrolle bei Dassault in Surrèsnes gemacht - in Bezug auf französische Produkte bin ich traumatisiert für mindestens zwei Leben und von daher auch nicht objektiv. Der Sermon, den ein selbsternannter "Alcatel-Guru" hier im Forum abgelaicht hat, war auch nicht geeignet, dieses Trauma zu lindern.
    Allerdings bestätigen mir einige Kunden, "Unsere Alcatel läuft störungsfrei und tut, was sie soll".

    Im Rahmen einer unabhängigen Beratung solltest Du herausfinden, ob "das, was die Anlage tut" auch in näherer Zukunft ausreichend ist.
     
  19. telthies

    telthies Urgestein

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    Antw:(Nicht?)-Zukunft einer Alacatel OXO

    Ich will es mal so sagen: T-Vertrieb ist Planwirtschaft. Verkauft wird, was weg muß. Wenn die Läger voll sind mit Schweinebäuchen, dann müssen Schweinebäuche weg. Dann gibt es keine Duschvorhangringe. Das potenziert sich gelegentlich, je nach Vorlieferant. Vor über 20 Jahren bei der Einführung der 4200er Anlagen habe ich das bei Alcatel schon´mal erlebt: da hatte man eine Unterproduktion an 4011/4012er Sachbearbeiterapparaten und konnte nur die großen 4034er liefern. Da erzählten mir Vertriebler von Aufträgen, die sie deshalb nicht bekommen hatten, weil es für die Kunden hierarchisch ein No-go gewesen wäre, daß "der Schütze Arsch" einen Chefapparat auf dem Tisch gehabt hätte. Nur so am Rande ;-)
     

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