Trennung Netzbetreiber / Anbieter

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von reini5555, 23. Januar 2019.

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  1. reini5555

    reini5555 Urgestein

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    Hallo,
    nachdem ich mich schon vor längerer Zeit vom aktiven Schrauben und programmieren verabschiedet habe, stößt mir gerade in der Planung immer wieder ein Ärgernis auf.
    Der Kunde kauft ein Objekt und saniert es, jedoch leider ist das Leitungsnetz ins Gebäude ja vom Monopolisten Telekom. Dumm nur wenn der Kunde schon vorher bei einem anderen Anbieter war und genau dies der Telekom bekannt ist.
    Somit wird ein schnellerer Anschluss blockiert indem die Telekom einfach mal erst behauptet kein Port wäre frei, oder dann die Leitungsdämpfung ins Spiel bringt. Dabei lässt sich heute an jedem Router die Dämpfung und Kapazität mit der möglichen Datenrate messen. Danach kommt die Telekom mit der Ausrede der Port würde nicht mehr als 25 Mbits schaffen, dabei ist auch bekannt der Infineon 13.6.0 kann 50 Mbits. Seit man dies der Telekom mitgeteilt hatte ist Sendepause.
    Der Bundesnetzagentur sind die Hände bisher gebunden, da es keine richtige Auskunftspflicht gibt.

    Aus den genannten Gründen bin ich mit am Überlegen das wohl die Trennung zwischen Netzbetreiber und Anbieter für die Kunden nur Vorteile bieten würde, auch in Anbetracht des mobilen 5G Netzausbau, wir brauchen doch keine 3 Sendemasten am gleichen Ort. Beim Strom wurde diese Trennung schon längst erfolgreich vom Gesetzgeber her vorgeschrieben und hat sich bewährt.

    Nun schwebt mir vor das man zum einem Mal natürlich auf üblichem politischen Weg die Forderung in den Bundestag bringt, jedoch parallel dies über eine Petition mit ein zu bringen.

    Was wäre eure Meinung aus der Praxis zu dieser Trennung?
     
    telthies gefällt das.
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  3. tobiasr

    tobiasr Regelmäßig anwesend

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    Eigentlich ist das ja sogar schon der Fall. Vertrieb/Produktplanung/Rechnungswesen sind völlig andere Abteilungen als Linientechniker + Kabelverwaltung.
    Man müsste der Telekom nur die Dreistigkeit nehmen hier quer direkten Einfluss zu nehmen und es nach Außen als das selbe dazustellen.

    Ich bin auch klar für eine Trennung. Interessanterweise geht es beim Strom ja auch, dass der selbe Konzern mit einer Sparte die Trassen wartet, und mit der anderen an Endkunden Strom verkauft.
     
  4. reini5555

    reini5555 Urgestein

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    Richtig es sind eben immer Abteilungen, keine verschiedenen Unternehmungen.
    Beim Strom wurde auch als Beispiel Lechwerke, die Lechwerke als Anbieter und LVN an Netzbetreiber um nur eine Teilung zu nennen.
    Der Netzbetreiber muss in dem Fall das Leitungsnetz bereit stellen, und jedem Anbieter die Transparenz und Auskünfte geben, was die Daten anbelangt.
    Dagegen gibt die Telekom einem anderen Anbieter keine Angaben, sondern lehnt eben wie gerade aktuell eben mit fadenscheinigen Behauptungen ab. Jedoch könnte die Telekom als Anbieter Vorteile bekommen, indem sie auf andere Netze zum vermarkten Zugriff erhält.
    Damit muss auch jeder Anbieter eben die gleichen Vergütungen von den Anbieter verlangen, was nur von Vorteil für die Kunden wäre.
    Ich sehe aus dem Ausbau des 5 G Netz schon wie sich alle Netzbetreiber ja schon gegen die Vorschläge der Bundesnetzagentur zum nationalem Roaming querstellen.
     

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