Umstellung von PMX auf IP 2022

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von yami, 27. Oktober 2019.

  1. yami

    yami Beginner

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    Hallo,

    wie wohl jeder hier in der Kaufberatungskategorie suche auch ich dann eine neue Anlage.

    Zur Zeit wird eine Panasonic 1232, welche 1993 errichtet wurde, betrieben. Die Anlage ist (inzwischen) mit einem PMX-Anschluss am Netz. Dieser kann zwar theoretisch 30 Kanäle, die Anlage nach meinem Kenntnisstand aber nur 23. An der Anlage sind diverse Telefone und Faxgeräte angeschlossen – wovon aber nicht mehr alle benötigt werden (zu den Anforderungen gleich). Mir ist bewusst, dass die Anlage theoretisch mit einem Gateway von Patton o.Ä. an das IP-Netz angeschlossen werden kann, was sich aber meiner Meinung nach nicht mehr lohnt. Letztes Jahr ist bereits der Slave bzw. Master abgeraucht, weshalb die Anlage jetzt nur noch aus einem Master ohne Slave besteht. Teilweise macht das Netzteil auch dort schon Geräusche, die Elkos sind aufgebläht. Sicherlich kann man auch das reparieren, aber gerade die Ersatzteilversorgung ist wohl nicht mehr möglich. Hinzukommt, dass die Anlage keine Rufnummernanzeige am analogen Telefon beherrscht. Dies ist nur mit digitalen Geräten mit Display möglich.

    Die Abschaltung des PMX ist spätestens am 31.3.2022. Das mag jetzt vielleicht lange hin klingen, jedoch gehen solche Termine ja gerne mal unter und telefonieren muss man ja schon können. Mir liegen verschiedene Angebote für Anlagen von Panasonic, Unify, Avaya … vor. Jedoch gefallen mir diese Lösungen aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel…

    - mir nicht durchsichtige Lizenzmodelle
    - unendlich viele mögliche Funktionen die ich nicht brauche
    - gefrickel mit alter Hardware frei nach dem Motto „alles kein Problem“
    - schlechte und/oder teure Erweiterungen
    - nahezu unmögliche Selbstkonfiguration, da auf Vetternsystem gesetzt wird und Software nur an Errichter rausgegeben wird
    - usw.

    Ich habe mir jetzt verschiedene Cloud-Lösungen angeguckt, die mir aber schon aus dem Grund schwer im Magen liegen, da ich bei einem Internetausfall nicht mal mehr intern telefonieren kann. Auch muss man wohl sagen, dass ab einer gewissen Anzahl von Telefonen Cloud-Lösungen monatlich teurer sind, als eine Anlage (soweit ich das überblickt habe). Aufgrund der fast 30 jährigen Betriebszeit (dann 2022) der alten Panasonic Anlage ist es meiner Meinung nach Zeit für etwas neues. Leider ist der Telefonanlagenmarkt anscheinend größer als der Vorgarten meiner Urgroßoma und durchblicken tut da wohl fast keiner mehr wirklich.

    Die Anforderungen sind simpel:

    + Telefonieren
    + Grundfunktionen wie … Rufnummernanzeige (in beide Richtungen), Rufannahme von anderen Geräten, Rufweiterleitung auf andere Geräte, Übergabe an andere Geräte
    + Fax auf E-Mail (da keine analogen Faxgeräte mehr angeschlossen werden sollen) und E-Mail auf Fax bzw. Faxdrucker
    + eine Zentrale (Durchwahl 0), die variabel auf ein jeweiliges Endgerät geschaltet werden kann
    + Bandansage außerhalb der Geschäftszeiten
    + Warteschleifenmusik
    + ggf. iPhone/Android App für einen Mitarbeiter
    + Bedienung der Grundfunktionen an einem Telefon von einem nicht technisch versierten Menschen möglich

    + Auto-Provisioning
    + unabhängige Nutzung von Herstellern der IP-Telefone

    Bei einer Recherche habe ich jetzt erstmal die Yeastar S100 als Anlage gefunden, welche wohl die oben genannten Anforderungen erfüllt. Vorteilhaft sehe ich, dass ich anscheinend keine zusätzlichen Lizenzen brauche um Funktion XY freizuschalten. Es werden mindestens 20 Telefone benötigt, welche ich dann wohl Yealink T40G (für Kellerräume, Tiefgarage usw), T46s, W56H inkl. W60P und RT30.

    Als Anbindung würde ich einen eigenen VDSL 50 Anschluss dazu buchen und dann einen SIP-Trunk über Easybell o.Ä. mieten.


    Da es hier ja um Kaufberatung geht… gibt es Alternativen zu der Yeastar S100? Ist das Gerät schlecht? Was spricht gegen die Anlage?

    Danke schonmal für die (unabhängige) Hilfe :)
     
  2.  
  3. cpuprofi

    cpuprofi Schon ein paar Mal da gewesen

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    Hallo Yami,

    die Yeastar Anlagen sind soweit nicht schlecht, sofern Du "nur" Standard benötigst. Sonderwünsche oder Sonderfälle sind damit nur bedingt ab zu bilden.

    Außerdem solltest Du bedenken, dass die Anlagen nur für einen "kurzen" Zeitraum (Sicherheits-)Updates bekommen, meistens 5 Jahre. Ich persönlich bevorzuge "mitwachsende" und sich selbst "erneuernde" TK-Anlagen, welche nie altern...

    Zu Deinem SIP-Trunk, ich bevorzuge dort DTS. Diese sind günstiger als Easybell und auch flexibler, wobei ich nicht sage, dass Easybell schlecht ist.

    Grüße
    Cpuprofi
     
  4. yami

    yami Beginner

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    Gibt es denn irgendwelche Alternativen zur Yeastar Anlage, bei der nicht nicht andauernt irgendwelche Lizenzen dazukaufen muss, wenn ich mich doch entschließe 5 neue Telefone anzuschließen ?

    Mit den SIP Anbietern habe ich mich noch nicht wirklich beschäftigt, habe nur geguckt welche von der Yeastar unterstützt werden. Bei der Deutschen Telefon wird ein Preis von 1,40€ pro Kanal angegeben. Das macht bei 60 Kanälen 84€ , bei Easybell kostet es - soweit ich die Angabe mit den Parallelgesprächen richtig deute - 16,80... hinzukommt, dass ich für alle Sprachkanäle Volumenpakete buchen kann. Bei Deutsche Telefon gibt es anscheinend nur Flatrates, welche ich pro Kanal buchen muss. Hinzukommt, das noch ein Bereitstellungsentgelt von 4,80 pro Kanal fällig wird ??

    Verstehe nicht, wo das ganze günstiger sein soll. Wenn ich die Sache nicht verstanden habe - bitte klär mich auf.
     
  5. tobiasr

    tobiasr Urgestein

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    Hallo. Du hast derzeit mit dener Panasonic nach eigener Angabe maximal 23 Kanäle. Das scheint offenbar zu reichen, sonst hättest du das bemängelt. Warum brauchst du dann bei der DTS 60 Kanäle?

    Zu Telefonanlage ohne weitere Lizenzbedingung: sehe ich und mein Arbeitgeber (Anbieter von IP TK-Anlagen) ebenfalls so. Du kaufst bei uns das Grundsystem und kannst dir dann aussuchen, ob du nur ein Telefon, oder aber 10000 Geräte anschließt. Fax-Mail ist natürlich ebenfalls dabei, genauso wie theoretisch! auch Patton Gateways oder ATA (Analog Telephone Adapter).

    Solltest du Interesse an weiteren Informationen haben, schick mir eine Nachricht mit Kontaktdaten.
     
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  6. retrofreak83

    retrofreak83 Regelmäßig anwesend

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    Ich würde die Frage eher anders stellen: wenn die Yeastar das da nicht macht, was machen sie dann, um Geld zu verdienen? Ein einfaches Beispiel: du kaufst dir heute Anlage X, komplett ohne Lizenz-Zusatzkosten. Läuft alles super und du freust dich, dass du Geld sparst. In 3 Jahren kommt dann der Nachfolger X2 raus. Softwareupdates für X gibt es nicht mehr, und Provisioning von Endgeräten wird dann nur noch kompatibel zur Anlage X2 gemacht...

    Die Hersteller müssen nunmal irgendwie Geld verdienen, wenn sie die Mitarbeiter, die ihre Systeme entwickeln, dafür bezahlen wollen. Sehr viele setzen hier auf klassische Kauflizenzen oder verschiedene Formen von Abos / Monatsgebühren.
    Das gab es "früher" zwar meist alles nicht (bzw. es waren meist nur Zusatzfeatures lizenzpflichtig), dafür waren die TK-Anlagen und erst recht die Systemtelefone deutlich teurer.

    Übrigens: der TK-Anlagen-Markt ist heute alles andere als groß. Es gibt noch eine handvoll Hersteller, und gerade bei allem was mit Cloud zu tun hat, wird ge-resellt was das Zeug hält.
     
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  7. yami

    yami Beginner

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    1) ging es nur darum, warum DTS billiger sein sollte als Easybell - da ich diese Aussage nicht verstehen kann anhand der Preisinformationen auf den jeweiligen Websiten. Deshalb habe ich nur darum gebeten mir zu erklären, warum DTS billiger sein soll. Soll ja noch soetwas geben wie versteckte Kosten, welche ich nicht gesehen habe. Deshalb würde ich diese Information schon gerne erhalten.

    2) Hast du mich denke ich nicht verstanden. Ich brauche kein Angebot "Grundaustattung xxx€ , +xxx€ für die Anzahl von xy Telefonen, +xxx€ für Funktion Z". Die Lizenzgebühren sind bei den meisten Herstellern abnormal hoch und nicht mehr im Verhältnis zum nutzen. Da kann ich dann auch gleich ne Cloud-Lösung nehmen. Wenn ich morgen 20 weitere Telefone anschließen möchte, soll es eben nicht an der Lizenz scheitern. Aber natürlich möchte ich auch heute keine Lizenzgebühren zahlen für Geräte, die ich nicht nutze. Ich möchte einfach ne Anlage haben, wo ich mir um sowas keine Gedanken machen möchte. Aber ich bin ja für alles offen. Du kannst mir ja mal den Hersteller "eures" Vertriebsproduktes nennen.



    Mir ging es eher um die Grundfunktionen wie "Telefon anschließen" und "Telefonieren". Sicherlich gibt es auch App Lizenzen die dazu erworben werden müssen, wenn man Abrechnungs- oder Hotelfunktionen nutzen möchte. Wenn ich für aber für den Anschluss eines .. oder 20 ... oder oder Telefonen am Switch noch zusätzliches Geld bezahlen muss - obwohl die Anlage das halt von der Hardware kann - dann ist es eben für mich unverständnismäßige Wegelagerei.
     
  8. tobiasr

    tobiasr Urgestein

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    Hallo. Zum Thema DTS und Easybell. Das musst du individuell für dich feststellen. Ich sehe bei Easybell zum Beispiel keine tatsächlichen Flatrates. Du brauchst für dich konkret keine 30 Kanäle. Wir wissen immer noch nicht, wie viele Telefone du derzeit und vielleicht in naher (weniger als 3 Jahre) Zukunft benötigst.

    Wie viel telefoniert ihr ins Mobilfunknetz und wieviel in andere Länder? Wie viel der Gespräche Inbound und Outbound?

    Zur Lizenzproblematik? Ich glaube du hast mich falsch verstanden. Bei klassischen Herstellern (z.B. Unify, Alcatel) entscheidest du dich idr. auch aufgrund der Hardware (aber auch aufgrund deren Denkweise) für eine bestimmte Maximalgrenze. z.B. 50 Geräte. Die hierfür notwendige Hadware (Prozessorleistung, Anzahl Anschlüsse, etc.) zahlst du beim Kauf. Dafür kannst du weitere Telefone zum Hardwarepreis des Endgerätes anschließen.

    Bei IP Anlagen (Pascom, Starface, Cloud Lösungen) zahlst du idr. je nutzbarem Endgerät - typischerweise monatlich (Cloud) oder einmalig (lokal). Also volle flexibilität, geringe Einstiegskosten. Dafür dann den (je nach Betrachtungsweise) fairen Preis je weiterem Endgerät.

    Wir verkaufen eine Software einmalig (kostet idr. etwas mehr als vergleichbare "Lizenzen" je Endgerät bei Mitbewerbern), dafür kannst du danach aber beliebig viele Endgeräte anschließen, ohne ERNEUT Lizenzgebühren zu zahlen.
     
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  9. retrofreak83

    retrofreak83 Regelmäßig anwesend

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    Das stimmt für Unify so nicht ganz. Man zahlt pro Teilnehmer einmalig. Dafür sind diverse Leistungsmerkmale darin enthalten und sonst die lizenzpflichtigen LM stark zurückgefahren.
    Pascom nimmt auch bei lokaler Installation monatlich Geld für eine Lizenz, die sind aber nutzergebunden. Man lizenziert eine Anzahl von Nutzern, die gleichzeitig aktiv sein dürfen. "Aktiv" heißt aber: abgehend telefonieren oder laufender UC-Client.
    UCware geht da in eine ähnliche Richtung, man "kauft" die "Anlage" aber einfach in einer Grundgröße, und zahlt dann einen jährlichen Beitrag pauschal für Support&Updates.
     
  10. telthies

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    Es geht um "mindestens 20 Telefone", wobei eine genauere Zahl (und überhaupt ersteinmal Beschreibung was das Unternehmen macht) sinnvoll wäre. Die Anlage wird an einem PMX betrieben und stammt aus 1993. Den Grund für den PMX vermute ich hier darin, daß dieser vom Provider günstiger angeboten wurde als eine mittlere Zahl von Basisanschlüssen. Und das Alter der Anlage dürfte wohl auch daher rühren, daß sie einmal einen nicht jugendfreien Kaufpreis hatte, den sie nun gefälligst auch abdienen soll.

    Wer bist Du bei dem ganzen Spiel,
    was ist Dein Job bei der Beschaffung, und was wiegt Dein Wort bei der Entscheidung ?

    Zu einem in Deutschland noch wenig bekannten, aber weltweit agierenden Provider (Trilucom) habe ich einen kurzen Draht und setze diesen gerne ein, DTS ist meine zweitliebste Wahl (allerdings etwas teurer). Saubere, offene Standards mag ich gern - so wie sie tobiasrs Arbeitgeber bietet - der allerdings seine Vorzüge erst oberhalb des KMU-Segmentes ausspielt. Wer billig sucht, soll bei 3CX gut fündig werden können, wie ich in letzter Zeit mehrfach hörte.

    Ich bin etwa so lange im TK-Consulting (herstellerneutral) tätig, wie Eure Anlage alt ist. Meine Grundhaltung ist, bei einer Telefonanlage nicht auf den Anschaffungspreis zu schauen (weil der ein ungeeigneter Vergleichsparameter ist). Eine Telefonanlage kann ein Zigfaches ihres Kaufpreises damit verbrennen, geizig beschafft und lieblos konfiguriert zu werden. Meine zweite Grundüberzeugung ist, daß ausnahmslos alle Flatrates sich lohnen - nur leider fast nie für den Kunden: Flatrate-Tarife sind im Grunde ein Versicherungsgeschäft, welches eher zufällig mit Telefonverbindungsentgelten betrieben wird - legaler Bauernfang auf Kundenwunsch :)
     
  11. telthies

    telthies Urgestein

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    Ich habe derweil mal ein bißchen in Deinem alten Thread gegraben. In https://www.telefonanlagenforum.de/forum/threads/isdn-abschaltung-neue-telefonanlage.5818/ steht:

    Was sagte denn das damals erwähnte Angebot ?
    Mein Angebot gilt immer noch, daß Du - gerne auch unverbindlich per PN - mal mehr zu diesem interessanten Projekt erzählen darfst. Nicht zuletzt die drei PMX-As´ klingen äußerst interessant - auch wenn davon nur noch einer aktuell ist, klingt das doch nach einer ziemlich komplexen Aufgabe.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. November 2019
  12. yami

    yami Beginner

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    Um es kurz zu machen:

    Es waren 3 PMX über o2 geschaltet, wovon aber wohl seit x Jahren nur einer an die Anlage angeschlossen war (schließlich kann die vorhandene Anlage auch nur 1). Für die Anlage bestand ein Wartungsvertrag über 1200€ p.A. Durch die Zwangskündigung seitens o2 (hat alle PMX abgekündigt) ist das ganze dann überhaupt erst aufgefallen. Daneben bestanden noch zich (mindestens 10) analoge Anschlüsse, welche ebenfalls abgeschaltet wurden. Ob diese überhaupt benutzt wurden, ist unklar. Jedoch wurde einer dieser Anschlüsse für die Alarmanlage und einer für den Aufzug benutzt. Die Gesamtrechnung (inkl. Gesprächsgebühren) wurde brav von o2 über Jahrzehnte abgebucht. Um eine Notlösung für den Übergang zu schaffen, wurde dann auf Vodafone gewechselt, da diese ISDN noch bis 2022 anbieten.

    Da das ganze über die Person mit dem Wartungsvertrag lief, ist überhaupt unklar, was da lief. Wie ja vielen bekannt ist, hat Panasonic damals ihre Programme nicht an Jedermann rausgegeben. Dadurch war man gezwungen, sich einen solchen Errichter zu holen. Gewartet wurde jedoch nichts. Wenn der Herr kommen musste um z.B. eine Nebenstelle einzurichten, wurde trotzdem eine Rechnung geschrieben. Als dann der Slave/bzw. Master der Anlage abgeraucht ist, konnte er das Teil nicht mehr reparieren und auch keine Ersatzteile mehr beschaffen. Seitdem ist der Teil der Anlage verschollen - hat er mitgenommen - ist nicht wieder aufgetaucht. Was da jetzt genau kaputt ist, lässt sich nicht mehr feststellen.

    Ich möchte mich mit der Vergangenheit nicht mehr lange beschäftigen. Klar ist natürlich, dass hier über Jahrzehnte unnötige Gelder geflossen sind, für die man heute wahrscheinlich 20-30 Anlagen kaufen könnte. Das Gebäude kann zwar theoretisch viele Nebenstellen, gebraucht werden diese aber nicht. Es liegen halt so viele Dosen, da damals noch einzelne Anschlüsse für Faxgeräte, Modems etc.pp. gebraucht wurden. Da ich ziemlich genervt bin von diesem Vertriebsgeschäft Telefon(-anlage), habe ich auch keine Lust mehr dort erneut in Abhängigkeiten zu geraten. Deshalb habe ich mich 2016 auch nicht mehr gemeldet, weil ich mit dieser Drückerkolonne Telefonanbieter nichts mehr zu tun haben wollte. Es ist ein widerliches Vertriebsgeschäft(wohl wie fast jedes provisionsabhängiges Geschäft). Selbst heute wird noch munter wöchentlich von verschiedenen Vertrieblern angerufen, die einem was von ISDN Umstellung erzählen wollen und wie toll ihr Produkt doch ist.

    Es geht einfach nur darum auch nach 2022 telefonieren zu können. Deshalb jetzt verfrüht dieser Beitrag. Die Anforderungen sind bekannt. Zu Telefonen kann ich noch keine Angabe treffen, da noch unklar ist, wer überhaupt ein Telefon hat und noch eines braucht. Grob über dem Daum sind es aber gute 20 Geräte.

    Von Software wie 3CX o.Ä. halte ich persönlich noch nicht viel, da eben weitere Hardware gebraucht wird, um das ganze laufen zu lassen. Ich möchte ein eigenständiges Gerät haben, welches eben die oben genannten Anforderungen erfüllt. Es mir erstmal nur darum ein paar Tipps über Geräte zu bekommen, welche der Yeastar S-Serie ähnlich sind, damit ich mich darüber selber informieren kann. Ich bin in der Hinsicht halt gebrandmarkt, wahrscheinlich verständlich.

    Also nochmal zur ursprünglichen Frage zurück:

    Gibt es Alternativen zur Yeastar S-Serie ? Damit meine ich keine Software-Lösungen, welche zusätzliche Hardware (Server o.Ä.) benötigen.

    Liebe Grüße
     
  13. telthies

    telthies Urgestein

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    Das Geldverbrennen muß man ja nicht fortsetzen. Daher empfehle ich, einmal herstellerunabhängig analysieren zu lassen, was überhaupt gebraucht wird. Ich mache das seit 1991 - im Gegensatz zu zahlreichen Mitbewerbern nicht als Stückzahlenausschreiber, sondern jeweils abgestimmt auf den konkreten Unternehmensbetrieb. Ich hatte Dir ja damals schon angeboten, mich unverbindlich per PN zu kontaktieren. Das gilt nach wie vor, mit der neuen Forensoftware heißt das jetzt "Unterhaltung beginnen" (Raider heißt jetzt Twix, sonst ändert sich nix) - oder man hängt einfach @web.de an meinen Mitgliedsnamen.

    Mehr als ein dedizierter Server (oft auch noch für Wandmontage) ist eine vermeintlich klassische Telefonanlage eigentlich auch nicht. Umgekehrt gibt es "Appliance" geschompfen einige der Software-Lösungen auch "fertig" mit Gehäuse drumherum. Wenn ich die von @tobiasr gemeinte "iQall" als "Yeastar Alternative" (made in Osnabrück) bezeichnen würde, würde sich @Koppelfeld vermutlich mokieren ;-)

    Im übrigen ist mitnichten "verfrüht", sondern eher "rechtzeitig", sich jetzt danach umzusehen, was 2022 als Telefongedöns im Keller stehen soll.
     
  14. Koppelfeld

    Koppelfeld Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

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    Hallo,
    die Anforderungen hast Du dargelegt. Nun solltest Du dich in einem zweiten Schritt für eine Technologie entscheiden. Und da ist die alles entscheidende Frage:

    Hast Du überall dort, ein Telephon benötigt wird, auch einen Netzwerkanschluß?
    Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die bestehende Verkabelung nicht netzwerktauglich.

    Freilich bist Du ja nicht gezwungen, VoIP - Telephone zu benutzen.

    Je nach Art der Endgeräte determiniert sich die Eignung einer TK-Anlage.


    Ob die jetzt auf einem Serverchen residiert oder als Einplatinensystem ausgeführt ist, kann erstmal egal sein.


    Ja, Vertreter sind lästige Schmeißfliegen.
    In Deinem Falle ist ein "drübergucken" durch einen Fachmann sehr dringend anzuraten. Mit "Fachmann" meine ich keinen Drücker von der Carriermafia, sondern einen Nachrichtentechniker.
    Nicht den Hauselektriker, nicht den PC-"Fachmann" um die Ecke.

    Ein seriöser Laden guckt sich einer bestehende Situation ziemlich genau an und macht dann ein unverbindliches Angebot.
     
  15. telthies

    telthies Urgestein

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    Falsch. Ein seriöser Angucker hat überhaupt keinen Laden und macht keine Angebote, sondern holt welche ein.